Link zum Text (45): Affige Grenzen

Vor einer Weile schaute ich mir im Fernsehen eine Dokumentation über das Leben japanischer Schneeaffen an. Diese Makaken sind bekannt dafür, im Winter im Gebirge ausgiebige Bäder in den vulkanisch beheizten warmen Quellen zu nehmen. Stundenlang räkeln sich die Affen genüsslich in dem heißen Wasser – aber nicht alle: Es sind die Mitglieder der ranghöheren Familien der Horde, denen das Bad vorbehalten ist. Während sie es sich gut gehen lassen, rieselt der Schnee auf die rangniederen Tiere, die rings um die warme Quelle auf den frostigen Felsen sitzen. Äffische Grenzschützer achten am Beckenrand darauf, dass nur die richtigen Tiere ins Wasser gelangen, unbefugte Affen werden von den Wächtern durch Gebrüll und Bisse verjagt. Ob den privilegierten Affen manchmal Bedenken kommen angesichts der Gewalt und der Ungerechtigkeit, für die sie verantwortlich sind?

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Termine der Woche

Am Dienstag (21. November) bin ich als Gastautor bei der Lesebühne Phrase4 in Dresden. Ich lese gemeinsam mit den Stammautoren Henning H. Wenzel, Francis Mohr und Lars Hitzing. Los geht es um 20 Uhr in der Veränderbar.

Am Mittwoch (22. November) feiere ich die Premiere meines neuen Buches Der Bürger macht sich Sorgen endlich auch in Berlin. Der neue Band versammelt eine Auswahl meiner trefflichsten Kolumnen, Satiren und sonstigen Versuche aus den letzten, nicht gänzlich ereignislosen Jahren. In der famosen Z-Bar stelle ich das Buch mit einer Lesung vor und mich danach beim Bier kritischen Fragen am Tresen. Los geht es um 20:30 Uhr.

Aus meiner Fanpost (27): Das kommende Elend

Guten Tag Ihr Politiker, die Ihr im Bankrechnen nicht weiter gekommen seid!!

1 +1 = 2
800.000 Flüchtlinge x 10 Familienangehörige = 8.000 000 Menschen

Daraus folgt: anhand Ihrer gefälschten Statistiken ==> 2.000 000 Kriminelle oder mehr

Daraus folgt, setzt man ein Getto mit 20. 000 Menschen an ==> 400 Slums bzw. Gettos mehr in unseren “ Metropolen“ (Städte!)

==> alle, die es sich leisten können ziehen aufs Land

==> Bildung, die eh schon keine mehr ist, katapultiert sich zu Europas Schlusslicht

==> Kulturwerte weichen den primitivsten Bedürfnissen ( Vermüllen und Verdrecken unserer Städte!)

Merkel und Jamaika, Linke und Grüne  haben es geschafft!!!

Deutschland = kriminellstes Land in Europa und“ dümmstes Volk “ Europas.

Wie lange werden die weißen Sklaven noch wirtschaftlich schwarze Zahlen schreiben??????

Ihre Politik sollte aus Fakten bestehen und nicht aus Träumen.

Geschichte und Mathematik sind unseren Politikern fremd!

Glückwunsch zu dem kommenden Elend!

Oswald

Termine der Woche

Am Mittwoch (15. November) tritt die Lesebühne Zentralkomitee Deluxe zu ihrer monatlichen Sitzung in Berlin zusammen. Brandneue Geschichten und Lieder gibt es wie immer nicht nur von mir, sondern auch von den literarischen Genossen Tilman Birr, Noah Klaus, Piet Weber und Christian Ritter. Außerdem haben wir wie immer einen Gast mit dabei, diesmal den famosen Romanschriftsteller, Multifunktionssatiriker und Poetry Slammer Volker Surmann. Los geht es mit dem Abend fortschrittlicher Komik um 20 Uhr in der Baumhaus Bar an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg. Tickets sind zum humanen Preis von 6 Euro am Einlass erhältlich.

Link zum Text (44): Gespaltenes Bewusstsein

Hat die CDU in Sachsen mehr noch als anderswo Wähler an die Rechtspopulisten verloren, weil die Konservativen nicht mehr konservativ genug waren? Diese Erklärung mancher Ratgeber ist gewiss nicht ganz falsch. Aber reicht sie allein aus? Weil ich gern vom Wissen von Experten profitiere, habe ich den griechischen Philosophen Panajotis Kondylis konsultiert, den wohl besten Kenner der Geschichte des Konservativismus.

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„Literatur Jetzt!“, 9. Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden vom 4. bis zum 14. November 2017

Inzwischen schon zum neunten Mal bin ich einer der Organisatoren von Literatur Jetzt!, dem Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden. Wie lange wird es solcherlei in Sachsen wohl noch geben? Es lohnt sich angesichts womöglich trüber Zukunft vielleicht umso mehr, das Literaturfest in diesem Jahr zu besuchen. Wir widmen uns diesmal dem Zusammenspiel von Literatur und bildender Kunst, Kooperationspartner sind daher auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Erstmals in Dresden und vorerst zum letzten Mal überhaupt kann man im Rahmen unseres Festivals bei der Ausstellung „Bilder einer großen Liebe. Der Maler Wolfgang Herrndorf“ das künstlerische Werk des großen Schriftstellers entdecken. Am 4. November wird die Ausstellung um 20 Uhr im Japanischen Palais eröffnet, die ist dort bis zum 14. November zu sehen. An diesem Tag endet unser Festival mit einem weiteren Höhepunkt: Im Staatsschaupiel zeigen wir eine Theaterfassung von Wolfgang Herrndorfs letztem Roman „Bilder deiner großen Liebe“ mit Sandra Hüller in der Hauptrolle.

Zwischen diesen Tagen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen mit Jutta Voigt, Theresia Enzensberger, Anna Haifisch, Florian Illies u.v.m. – auf unserer Homepage findet sich das komplette Programm. An einigen Veranstaltungen wirke ich auch selbst mit: So begrüße ich am Dienstag, den 7.11., um 19 Uhr im Japanischen Palais den Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich. Er stellt sein Buch Siegerkunst vor und diskutiert seine These, die Kunst werde in der Gegenwart immer stärker wieder zum Prestigeprodukt für die Reichen und Mächtigen. Am Donnerstag, den 9.11., präsentiere ich als Teil der Dresdner Lesebühne Sax Royal in der Scheune eine Spezialausgabe zum Thema Kunst gemeinsam mit den wunderbaren Kollegen Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth. Am Freitag, den 10.11. begrüße ich um 20 Uhr im OstPol die fabulösen Cartoonisten OL & Rattelschneck, die erstmals in Dresden ihre Dia-Live-Cartoon-Show zeigen werden. Und am Sonnabend, den 11.11., moderiere ich schließlich noch eine Spezialausgabe des Livelyrix Poetry Slams zum Thema Kunst mit den Poetinnen und Poeten Kaddi Cutz, Leonie Warnke, Karsten Lampe, Christian Ritter und Malte Rosskopf.

Aus meiner Fanpost (26): Warum nicht mal den Holocaust?

Hallo Michael,

hast du denn eine Ahnung, was die Menschen in Deutschland durch die Idioten leiden.

Wann hast du dich denn Mal für Menschen eingesetzt, da du leistfertig darüber richtest? Kennst du das Völkerstrafrecht und die Aussetzung von Menschen?

https://www.gesetze-im-internet.de/vstgb/

Solche Verleumdungen, selbst Satiere, kann nach hinten losgehen. Warum machst du keine Satiere über den Holocaust?????

Joachim ***, per E-Mail

Sehr geehrter Herr ***,

vielen Dank für Ihre Nachricht! Sie müssten mir aber bitte erst einmal mitteilen, auf welchen meiner Texte sich Ihre Beschwerde bezieht. Im Moment verstehe ich leider nicht im Geringsten, worum es Ihnen überhaupt geht.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Bittner

Prototyp Reichsbürger sind lebendig begrabene Menschen- der blanke Holocaust

Guten Tag,

es geht um organisierte Menschenrechtverletzung durch und über den Prototyp Reichsbürger und andere Handlungen gegen das Völkerrecht.

Alle Regiemekritiker und Opfer des System sind inzwischen Prototyp Reichsbürger.

mfG

j. ***

Sehr geehrter Herr ***,

ich verstehe Sie immer noch nicht. Sie müssten mir schon erläutern, was denn die Formel „Prototyp Reichsbürger“ bedeuten soll. Offenbar verbinden Sie damit einen bestimmten Sinn, der mir aber unbekannt ist.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Bittner

Zitat des Monats Oktober

Die Botschafterin der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hat schwere Vorbehalte gegen Halloween-Feiern am Reformationstag. „Das ist ein reines Kommerzfest“, sagte Käßmann der Rhein-Neckar-Zeitung vom Montag. Das Merchandising um die 500-Jahr-Feier der Reformation verteidigte Käßmann jedoch. „Wir hatten Luther-Bier, Luther-Brote und Luther-Playmobil“, sagte Käßmann. Man solle es mit Luther halten: „Der hat gesagt: Das Evangelium kann nur mit Humor gepredigt werden. Und Humor tut der Evangelischen Kirche gut.“

Termine der Woche

Am Mittwoch (25. Oktober) bin ich wieder einmal zu Gast bei der wunderbaren Lesebühne Cottbus. Stammautoren sind dort die Lausitzer Literaten Matthias Heine, Mathies Rau und Udo Tiffert. Los geht es um 20 Uhr in der Lokalität Zum Faulen August.

Am Donnerstag (26. Oktober) lese ich als Gast bei den Brauseboys, der Lesebühne im schönsten aller Berliner Problembezirke, dem Wedding. Los geht es um 20 Uhr. Aber Achtung: Die Lesebühne findet ausnahmsweise nicht am gewohnten Ort, sondern in der Nussbreite statt.

Am Freitag (27. Oktober) präsentiere ich in Dresden in der Bibliothek Südvorstadt mit einer Lesung mein neues Buch Der Bürger macht sich Sorgen, eine Auswahl meiner trefflichsten Texte aus den letzten, nicht gänzlich ereignislosen Jahren. Los geht es um 19 Uhr.