Link zum Text (28): Das Lächeln der Schweine

Wer an einer Fleischerei vorbeikommt, der wundert sich über das Pappschild, das fast immer vor der Tür steht. Es zeigt ein lächelndes Schwein, das die Angebote des Tages präsentiert. Man fragt sich: Würde irgendein Schwein wirklich so lächeln, wenn es wüsste, dass es Schweinemedaillons zum Sonderpreis anbieten soll? Sind das Schwein und der Metzger denn Kollegen? Sind sie nicht eher so etwas wie natürliche Feinde? Immerhin lebt ja der eine davon, dass der andere erledigt, ausgenommen und verzehrt wird. Ist es da nicht geradezu zynisch, wenn Fleischer mit Bildern von lächelnden Schweinen werben? Andererseits: Banken werben ja auch mit Bildern von lächelnden Kunden.

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Link zum Text (27): Zwischen Terror und Wahn

Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass die neuen sozialen Medien keineswegs automatisch zum Triumph der Aufklärung führen. Das Medium ist eben nicht schon selbst die Botschaft. Jede neue Technik lässt sich für schlechte Zwecke ebenso gebrauchen wie für gute. Und so sollte es auch keinen überraschen, dass sich im Internet auch Hetzparolen, Lügengeschichten und Verschwörungsideologien tummeln und fleißig vermehren.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (20): Der Kampf der ersten Zeit – Die Bedeutung der Rede

„Filterblase“ und „Echokammer“ sind neue Worte für alte Phänomene. Jedes politische Milieu ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich beständig wechselseitig in ihren Anschauungen bestätigen. Solche Milieus verfügen auch immer über ihre eigenen Medien. Stimmen von außen dringen daher nur selten ein, und wenn doch, dann weltanschaulich gefiltert und eingefärbt. Schon der Kopf jedes Einzelnen funktioniert ja ebenso: Das Gehirn wählt aus den Informationen der Außenwelt jene, die zum schon vorhandenen Weltbild passen. Äußerungen, die uns bestätigen, finden wir spontan glaubhafter als Äußerungen, die uns ärgern. Ein Politiker, der nicht nur die Überzeugten überzeugen, sondern die Anhänger des politischen Gegners abwerben will, muss nach Wegen suchen, diese Barrieren zu überwinden.

Im Kapitel Der Kampf der ersten Zeit – Die Bedeutung der Rede kehrt Hitler nach einigen programmatischen Kapiteln wieder zu seiner Biografie zurück. Er erzählt von den ersten Jahren der NSDAP – seltsam entrückt, so als läge diese Zeit schon in ferner Vergangenheit, so als blickte ein erfolgreicher Staatsmann auf seine Jugend. Die Autosuggestion, mit der Hitler seinen eigenen Erfolg vorwegnahm, erstaunt immer wieder aufs Neue. In seiner Erzählung verbreitet er eine Legende, an die er womöglich selber glaubte. Einzig die NSDAP habe es nach dem Krieg gewagt, gegen den Frieden von Versailles anzureden. Und er allein sei so mutig gewesen, vor Tausenden von feindlich eingestellten Zuhörern für die neue, nationalsozialistische Weltanschauung zu werben – natürlich mit Erfolg. Tatsächlich wurde der Friedensvertrag von allen politischen Parteien als ungerecht kritisiert. Und Hitler redete auch nicht vor feindlich eingestellten Arbeitern, sondern zumeist vor Gleichgesinnten, deren Applaus ihm sicher war. In seiner Erzählung nahm er aber nur vorweg, was ihm später tatsächlich teilweise gelingen sollte: „diejenigen Menschen durch Aufklärung und Propaganda zu gewinnen, die bisher ihrer Erziehung und Einsicht nach auf gegnerischem Boden standen.“

Hitler vertritt die These, nicht die Schriftsteller, sondern die genialen Redner verfügten über die Kunst der „Massenwirkung und Massenbeeinflussung“. Ein Motiv hinter dieser Behauptung war natürlich der Minderwertigkeitskomplex eines Mannes, der nicht schreiben, aber mitreißend reden konnte:

Es entspricht ganz der verbohrten Weltfremdheit unserer deutschen Intelligenz, zu glauben, daß zwangsläufig der Schriftsteller dem Redner an Geist überlegen sein müsse.

Allerdings kann auch eine These, die dem Ressentiment entsprungen ist, zutreffen. Das ist hier wohl der Fall. Zurecht merkt Hitler an, gewöhnliche Menschen läsen keine politische Bücher. Sie lesen vielleicht Zeitungen, aber kaum solche des politischen Gegners. Die Masse erreiche man also nur durch das gesprochene Wort. Wichtigstes Mittel war für Hitler dabei die „Massenversammlung“. Hier fand er ideale Bedingungen, um sein Ziel zu erreichen, das nicht darin bestand, Menschen argumentativ zu überzeugen, sondern ihren Geist zu vernebeln und ihren Willen zu brechen. Politische Massenversammlungen sollten deswegen auch möglichst immer abends stattfinden:

Morgens und selbst tagsüber scheinen die willensmäßigen Kräfte der Menschen sich noch in höchster Energie gegen den Versuch der Aufzwingung eines fremden Willens und einer fremden Meinung zu sträuben. Abends dagegen unterliegen sie leichter der beherrschenden Kraft eines stärkeren Wollens. Denn wahrlich stellt jede solche Versammlung einen Ringkampf zweier entgegengesetzter Kräfte dar. Der überragenden Redekunst einer beherrschenden Apostelnatur wird es nun leichter gelingen, Menschen dem neuen Wollen zu gewinnen, die selbst bereits eine Schwächung ihrer Widerstandskraft in natürlichster Weise erfahren haben, als solche, die noch im Vollbesitz ihrer geistigen und willensmäßigen Spannkraft sind.

Hitler verstand das ganze Leben als Krieg, darum natürlich auch die politische Rede. Sie war ein „Ringkampf des Redners mit den zu bekehrenden Gegnern“. Wenn sich der Möchtegern-Mabuse Hitler selbst den „zauberhaften Einfluß“ der „Massensuggestion“ zuschreibt, dann ist natürlich auch eitle Selbstinszenierung im Spiel. Aber suggestive Wirkung auf bestimmte Menschen wurde Hitler auch von kritischen Zeitgenossen bescheinigt. Entscheidend dafür war auch nach Hitlers eigener Einsicht die Umgebung, die uniformierende Wirkung, die von einer Massenversammlung ausgeht:

Die Massenversammlung ist auch schon deshalb notwendig, weil in ihr der einzelne, der sich zunächst als werdender Anhänger einer jungen Bewegung vereinsamt fühlt und leicht in Angst verfällt, allein zu sein, zum erstenmal das Bild einer größeren Gemeinschaft erhält, was bei den meisten Menschen kräftigend und ermutigend wirkt.

Auch heute noch ersetzen die sozialen Medien für politische Bewegungen nicht die Einheit stiftende Präsenz, die erst von der Massenversammlung geschaffen wird. Manch einer hat solch eine Angst vor der Vereinsamung, dass er sogar der Langeweile trotzt und sich montags mit Gleichgesinnten auf immer demselben Platz versammelt.

Hitler nennt noch einige andere geeignete Propagandamittel. So etwa das gleichsam „geredete“ Flugblatt, das ebenfalls noch heute durch die Straßen und durchs Internet flattert. Eine noch durchschlagendere Waffe kommt aber ganz ohne Worte aus:

Das Bild bringt in viel kürzerer Zeit, fast möchte ich sagen, auf einen Schlag, dem Menschen eine Aufklärung, die er aus Geschriebenem erst durch langwieriges Lesen empfängt.

Das Bild einer sich lindwurmartig vorwärtsschlängelnden Masse von dunkelhäutigen Einwanderern erzielt auch heute noch eine größere Wirkung als ein differenziert argumentierendes Buch zur Migrationspolitik. Es ist traurig, aber es ist so. Deshalb sollten kluge Leute sich nicht damit begnügen, in philosophischen Wälzern gegen die Gesellschaft recht zu behalten. Auch sie sollten sich mit Bild und Flugblatt und Rede ins Getümmel der Masse stürzen.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (2): Im Elternhaus

Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (4): Wiener Lehr- und Leidensjahre (2)

Mein Kampf mit Mein Kampf (5): Allgemeine politische Betrachtungen aus meiner Wiener Zeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (6): München

Mein Kampf mit Mein Kampf (7): Der Weltkrieg

Mein Kampf mit Mein Kampf (8): Kriegspropaganda

Mein Kampf mit Mein Kampf (9): Die Revolution

Mein Kampf mit Mein Kampf (10): Beginn meiner politischen Tätigkeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (11): Die Deutsche Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (12): Ursachen des Zusammenbruches

Mein Kampf mit Mein Kampf (13): Volk und Rasse

Mein Kampf mit Mein Kampf (14): Die erste Entwicklungszeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (15): Weltanschauung und Partei

Mein Kampf mit Mein Kampf (16): Der Staat

Mein Kampf mit Mein Kampf (17): Staatsangehöriger und Staatsbürger

Mein Kampf mit Mein Kampf (18): Persönlichkeit und völkischer Staatsgedanke

Mein Kampf mit Mein Kampf (19): Weltanschauung und Organisation

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Mein Kampf mit Mein Kampf (19): Weltanschauung und Organisation

Wenn man erfahren will, was Faschisten vorhaben, muss man nur darauf achten, was sie ihren Feinden vorwerfen. Eben die Verbrechen, die sie anderen unterstellen, planen sie selbst. Sie fühlen sich geknebelt, denn sie wollen ihre Gegner mundtot machen. Sie jammern über Brutalität und schicken nachts Schlägertrupps in die Straßen. Sie klagen über die Lügenpresse und lügen unablässig. Sie nennen ihre Feinde Volksverräter und schrecken vor keinem Verrat ihres Landes zurück, um an die Macht zu kommen. Ihr Ziel ist die totale Herrschaft, den Wunsch danach schreiben sie aber dem Gegner zu. Modell dieser Argumentation der radikalen Umkehrung waren die Protokolle der Weisen von Zion, mit denen die Antisemiten dem Juden das Streben nach jener absoluten Diktatur andichteten, die sie selbst begehrten.

Hitler machte nie einen Hehl daraus, dass er nicht weniger als die totale Herrschaft anstrebte:

Denn die Weltanschauung ist unduldsam und kann sich mit der Rolle einer »Partei neben anderen« nicht begnügen, sondern fordert gebieterisch ihre eigene, ausschließliche und restlose Anerkennung sowie die vollkommene Umstellung des gesamten öffentlichen Lebens nach ihren Anschauungen. Sie kann also das gleichzeitige Weiterbestehen einer Vertretung des früheren Zustandes nicht dulden.

Diese Intoleranz, die mit der Tradition der bürgerlichen Aufklärung radikal brach, musste begründet werden. So erklärte Hitler sein eigenes Machtstreben zur Notwehr im Kampf gegen eine Macht, die angeblich nach der Weltherrschaft strebte.

Man kann nun sehr wohl den Einwand bringen, daß es sich bei derartigen Erscheinungen in der Weltgeschichte meist um solche spezifisch jüdischer Denkart handelt; ja, daß diese Art von Unduldsamkeit und Fanatismus geradezu jüdische Wesensart verkörpere. Dies mag tausendmal richtig sein, und wohl kann man diese Tatsache tief bedauern und mit nur allzuberechtigtem Unbehagen ihr Erscheinen in der Geschichte der Menschheit als etwas feststellen, was dieser bis dahin fremd gewesen war, – so ändert dies doch nichts daran, daß dieser Zustand heute eben da ist. Die Männer, die unser deutsches Volk aus seinem jetzigen Zustand erlösen wollen, haben sich nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, wie schön es wäre, wenn dieses und jenes nicht wäre, sondern müssen versuchen festzustellen, wie man das Gegebene beseitigt. Eine von infernalischer Unduldsamkeit erfüllte Weltanschauung wird aber nur zerbrochen werden durch eine von gleichem Geist vorwärts getriebene, vom gleichen stärksten Willen verfochtene, dabei aber in sich reine und durchaus wahrhaftige neue Idee.

„Nur Barbaren können sich verteidigen.“ Dieses Zitat, vom nationalistischen Ideologen Götz Kubitschek ohne Quellenangabe Friedrich Nietzsche zugeschrieben, geistert durch die rechtsradikale Szene der Gegenwart. Ich finde bei Nietzsche zwar nicht diese Worte, aber ein nachgelassenes Fragment aus dem Herbst 1887:

Mit was für Mitteln man rohe Völker zu behandeln hat, und daß die „Barbarei“ der Mittel nichts Willkürliches und Beliebiges ist, das kann man in praxi mit Händen greifen, wenn man mit aller seiner europäischen Verzärtelung einmal in die Notwendigkeit versetzt wird, am Congo oder irgendwo Herr über Barbaren bleiben zu müssen.

Hier entschuldigt die blonde Bestie in der Tat ihre eigene Barbarei durch die Notwendigkeit, fremde Barbaren zu beherrschen. Die Brutalität des Faschismus beruhte, wie Hannah Arendt schon feststellte, auch darauf, dass er die Methoden der imperialistischen Kolonisatoren nach Europa verpflanzte. Hitler gab seine eigenen Verbrechen als Reaktion auf die Verbrechen der unzivilisierten „jüdischen Bolschewisten“ aus, was vielen Deutschen glaubhaft schien, auch dann noch, als der offensive und exterminatorische Charakter von Hitlers Krieg unübersehbar geworden war.

Bei unseren heutigen Programmatikern der „Alternative für Deutschland“ wird die Sache etwas milder ausgedrückt: Die Europäer litten unter einer „thymotischen Unterversorgung“, einer Armut an Zorn und Wut, die ihnen im Kampf der Kulturen womöglich eine Niederlage bescheren werde. Es ist bei den Neurechten auch nicht mehr der Bolschewismus, sondern der mit dem Islam identifizierte militante Islamismus, der als Entschuldigung für die eigene Verrohung herhalten darf. Die Gleichförmigkeit der Argumentation indes ist nur schwer zu verkennen. Wie irrig diese Vorstellungen sind, hat die Geschichte gezeigt. Man kann die Zivilisation nicht verteidigen, indem man sie im Kampf selbst aufgibt. Man besiegt die Barbarei nicht, indem man selbst zum Barbaren wird. Es ist die Barbarei, die dann siegt.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (2): Im Elternhaus

Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (4): Wiener Lehr- und Leidensjahre (2)

Mein Kampf mit Mein Kampf (5): Allgemeine politische Betrachtungen aus meiner Wiener Zeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (6): München

Mein Kampf mit Mein Kampf (7): Der Weltkrieg

Mein Kampf mit Mein Kampf (8): Kriegspropaganda

Mein Kampf mit Mein Kampf (9): Die Revolution

Mein Kampf mit Mein Kampf (10): Beginn meiner politischen Tätigkeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (11): Die Deutsche Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (12): Ursachen des Zusammenbruches

Mein Kampf mit Mein Kampf (13): Volk und Rasse

Mein Kampf mit Mein Kampf (14): Die erste Entwicklungszeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (15): Weltanschauung und Partei

Mein Kampf mit Mein Kampf (16): Der Staat

Mein Kampf mit Mein Kampf (17): Staatsangehöriger und Staatsbürger

Mein Kampf mit Mein Kampf (18): Persönlichkeit und völkischer Staatsgedanke

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Termine der Woche

Am Mittwoch (18. Januar) bin ich Gast der literarischen Reihe Turboprop Literatur im Schauspiel Chemnitz. Ich bringe mein aktuelles Buch „Das Lachen im Hals“ (edition AZUR) mit, lese aber auch andere Sachen und plausche mit dem Gastgeber Claudius Nießen. Es wird vermutlich besonders und schön, wie immer in Karl-Marx-Stadt. Los geht es um 20 Uhr.

Am Sonntag (22. Januar) bin ich einer der Autoren beim traditionellen Lesebühnenbrunch zum Kabaretttreffen in Cottbus. Mit mir dabei sind die Kollegen Andreas „Spider“ Krenzke, Udo Tiffert, Ivo Lotion und Jonas Galm. Die kulinarische Rezeption beginnt um 11 Uhr.

Mein Kampf mit Mein Kampf (18): Persönlichkeit und völkischer Staatsgedanke

Hitlers Erfolg beruhte darauf, dass er wenigstens zum Teil wirklich war, was zu sein er beanspruchte: eine Verkörperung des deutschen Volkes. Er personifizierte tatsächlich die Ängste, Vorurteile und Leidenschaften eines erheblichen Teils der Deutschen, nämlich jener Mittelschicht, die auf die Masse der Armen mit Angst und Verachtung und auf die Eliten mit Neid blickte. Hitler verstand diese Deutschen so gut, weil er selbst den gleichen autoritären Charakter besaß. Das Führerprinzip, das er im Kapitel Persönlichkeit und völkischer Staatsgedanke vorstellt, wirkt daher wie eine Variante der Maxime des deutschen Untertans, nach der aufwärts zu buckeln und abwärts zu treten sei:

Autorität jedes Führers nach unten und Verantwortlichkeit nach oben

Hitler konstruierte seine Partei und seinen Idealstaat nach dem Vorbild der Armee, der einzigen Gemeinschaft, in der er sich im Leben je wohlgefühlt hatte. Und gewiss verschafft bedingungsloser Gehorsam wirklich Befriedigung. Gehorsam befreit von der Qual des Nachdenkens, von der lästigen Pflicht, selbst Entscheidungen zu treffen. Gehorsam schafft auch eine Art von Gleichheit, denn vor dem Kommandierenden sind die Befehlsempfänger gleich. Streit wird überflüssig, soziale und intellektuelle Unterschiede verschwinden vor dem Rang. So kann sich die männerbündische Nestwärme ausbreiten, die man gewöhnlich Kameradschaft nennt. Hitler erträumte sich einen Staat, der aufgebaut sein sollte wie eine militärische Befehlspyramide. Am besten hat es in solch einem Gebilde natürlich derjenige, der ganz oben auf der Spitze thront: Er kann befehlen, muss aber, anders als alle anderen, niemandem gehorchen – ein Schulbubentraum. Für diesen verantwortungsvollen Posten stellte sich Hitler opferbereit selbst zur Verfügung.

Nun braucht aber auch ein solcher Staat eine Legitimation. Sonst könnte ja jeder kommen und fragen: Warum stehst denn eigentlich du da oben? Warum bin nicht stattdessen ich der Führer? Hier hilft der Rassismus, die Lehre von der natürlichen Ungleichheit. Der Glaube an die natürliche Überlegenheit wirkt nicht ohne Grund auch heute noch besonders anziehend auf Menschen, die tatsächlich unterlegen sind oder sich zumindest unterlegen fühlen. Hier unterschied sich Hitlers Appell an die Massen auch fundamental von dem der Sozialisten. Während diese von der natürlichen Gleichheit ausgingen und in ihrem Namen die politische und soziale Gleichheit erkämpfen wollten, ging Hiter von der natürlichen Ungleichheit aus und wollte die vermeintlich biologische Hierarchie auch im Staat durchsetzen.

Es wäre ein Wahnwitz, den Wert des Menschen nach seiner Rassenzugehörigkeit abschätzen zu wollen, mithin dem marxistischen Standpunkt: Mensch ist gleich Mensch den Krieg zu erklären, wenn man dann doch nicht entschlossen ist, auch die letzten Konsequenzen zu ziehen. Die letzte Konsequenz der Anerkennung der Bedeutung des Blutes, also der rassenmäßigen Grundlage im allgemeinen, ist aber die Übertragung dieser Einschätzung auf die einzelne Person. So wie ich im allgemeinen die Völker auf Grund ihrer rassischen Zugehörigkeit verschieden bewerten muß, so auch die einzelnen Menschen innerhalb einer Volksgemeinschaft.

Es mag nun noch verhältnismäßig einfach sein, die Juden auszusondern – aber wie stellt man den unterschiedlichen Rassenwert von Ariern fest? Hier hilft Hitler wieder einmal das „aristokratische Prinzip“ der Natur.

Eine Weltanschauung, die sich bestrebt, unter Ablehnung des demokratischen Massengedankens, dem besten Volk, also den höchsten Menschen, diese Erde zu geben, muß logischerweise auch innerhalb dieses Volkes wieder dem gleichen aristokratischen Prinzip gehorchen und den besten Köpfen die Führung und den höchsten Einfluß im betreffenden Volke sichern. Damit baut sie nicht auf dem Gedanken der Majorität, sondern auf dem der Persönlichkeit auf.

Der „Kampf des täglichen Lebens“ ist ein „Ausleseprozeß“, der eine „Siebung nach Fähigkeit und Tüchtigkeit“ besorgt. Wer sich in diesem Kampf durchsetzt, beweist damit auch den Wert seines Blutes. Schlichter, in Beamtensprache ausgedrückt: Wer es schafft, einen Posten zu ergattern, der hat ihn auch verdient. So wird der naturalistische Fehlschluss zum Staatsgrundsatz. Wie logisch verkorkst dieses Denken ist, lässt sich leicht zeigen: Wenn die Starken sich eigentlich von allein durchsetzen, wozu braucht es dann noch einen Staat, der ihnen dabei hilft, gegen die Schwachen zu siegen? Wenn zurzeit die Schwachen regieren, zeigt dies nicht, dass sie tatsächlich die Stärkeren sind? Hitler wurde durch solche Widersprüche nicht irritiert, denn er besaß als ideologische Allzweckwaffe ja „den Juden“, der zur Erklärung für alles herhalten konnte. Es war eben „der Jude“, der zurzeit noch die Spielregeln so manipulierte, dass immer die Falschen das Spiel gewannen.

Hitler vergötzte den Wettkampf zum Fetisch, der Nationalsozialist war also letztlich ein haltloses geistiges Opfer der kapitalistischen Ideologie. Seine eigene Karriere zeigt tatsächlich aber aufs Deutlichste: Es sind meist nicht die Besten, die sich im politischen Daseinskampf durchsetzen, sondern die Gerissensten und Rücksichtslosesten.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (2): Im Elternhaus

Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (4): Wiener Lehr- und Leidensjahre (2)

Mein Kampf mit Mein Kampf (5): Allgemeine politische Betrachtungen aus meiner Wiener Zeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (6): München

Mein Kampf mit Mein Kampf (7): Der Weltkrieg

Mein Kampf mit Mein Kampf (8): Kriegspropaganda

Mein Kampf mit Mein Kampf (9): Die Revolution

Mein Kampf mit Mein Kampf (10): Beginn meiner politischen Tätigkeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (11): Die Deutsche Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (12): Ursachen des Zusammenbruches

Mein Kampf mit Mein Kampf (13): Volk und Rasse

Mein Kampf mit Mein Kampf (14): Die erste Entwicklungszeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (15): Weltanschauung und Partei

Mein Kampf mit Mein Kampf (16): Der Staat

Mein Kampf mit Mein Kampf (17): Staatsangehöriger und Staatsbürger

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Termine der Woche

Am Donnerstag (12. Januar) feiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal ihren 12. Geburtstag! Kaum zu glauben, aber wahr: Seit nunmehr bereits zwölf Jahren erfreuen wir allmonatlich in der Scheune unser Publikum mit Geschichten, Gedichten und Liedern zwischen Tiefsinn und Hochkomik. Humoristischer Ausbruch und literarischer Anspruch schließen sich dabei nicht aus, sondern finden zueinander wie Faust und Auge. Zur Feier des Tages präsentieren wir nicht nur wie immer neue Texte, sondern auch einige unserer größten Erfolge aus den vergangenen Jahren sowie diverse, voraussichtlich größtenteils positive Überraschungen. Es lesen mit mir die Stammautoren Julius Fischer, Roman Israel und Stefan Seyfarth sowie als besonderer Gast der Leipziger Schriftsteller Michael Schweßinger. Tickets gibt es im Vorverkauf oder ab 19:30 Uhr an der Abendkasse. Los geht es um 20 Uhr.

Am Freitag (13. Januar) startet auch die Görlitzer Lesebühne Grubenhund ins neue Jahr. Frische Geschichten und Gedichte gibt es diesmal von mir und Stammautor Udo Tiffert sowie von zwei Gastautoren, Roman Israel aus Berlin und Michael Schweßinger aus Leipzig. Los geht es wie immer um 19:30 Uhr im Kino Camillo. Karten gibt es an der Abendkasse ab 19 Uhr.

Mein Kampf mit Mein Kampf (17): Staatsangehöriger und Staatsbürger

„Wir fordern offene Grenzen für alle Menschen“, heißt es im Programm der Partei Die Linke, wo auch zum Kampf „gegen Abschiebungen“ aufgerufen wird. Ohne Zweifel entspringen diese Forderungen im Prinzip einem guten Impuls, dennoch scheint es mir fraglich, ob sie in so pauschaler Form auch haltbar sind. Ich wüsste jedenfalls nicht, warum Grenzen auch für Schwerkriminelle oder Terroristen offen stehen sollten. Und ich kann auch nicht erkennen, warum man solche Leute nicht abschieben sollte.

Wohin es führen kann, wenn ein Verbrecher seiner verdienten Abschiebung entgeht, zeigt ein besonders krasser historischer Fall, der von Adolf Hitler nämlich. Nach dem kläglich gescheiterten Novemberputsch in München und dem anschließenden Erholungsurlaub im Hotel „Festung“ in Landsberg wollte Bayern den Ausländer Hitler eigentlich gerne wieder in seine Heimat zurückschicken. Aber wie Tunesien heutzutage nicht mit größtem Engagement um die Rückkehr seiner Dschihadisten aus der Fremde kämpft, wollte auch Österreich seinen verlorenen Sohn nicht wiederhaben. Die österreichischen Behörden verweigerten die Rücknahme des mental beschädigten Exportguts. Die Grenzposten wurden angewiesen, Hitler auf keinen Fall einreisen zu lassen. Schließlich legte Hitler mit freudiger Zustimmung seines Vaterlandes seine Staatsbürgerschaft ab und lebte fortan als Staatenloser im Deutschen Reich. Wie konnte er dann aber überhaupt für ein politisches Amt kandidieren? Braunschweig machte es möglich. Das damals noch selbstständige Ländchen verschaffte, als es schon von Nazis mitregiert wurde, dem Staatenlosen Hitler die deutsche Staatsbürgerschaft, indem es zum Schein den Kunstmaler und Schriftsteller zum Regierungsbeamten ernannte. Nicht eher als 1932 wurde Hitler Deutscher, um im nächsten Jahr dann gleich zum Herrscher der Deutschen zu avancieren. Hier hätte sich gewiss auch mancher Linke eine etwas restriktivere Einwanderungspolitik gewünscht. Und auch Österreich stand am Ende nicht als Sieger da: Sie bekamen den Fahnenflüchtling Hitler schließlich doch zurück, wenn auch auf etwas andere Weise als zunächst befürchtet.

In dem sehr kurzen Kapitel Staatsangehöriger und Staatsbürger erläutert Hitler seine Vorstellungen zur Integrationspolitik. Es überrascht nicht, dass der Staatenlose Hitler, den lange kein Land haben wollte, mit Neid auf die Einbürgerung anderer blickte:

Das Staatsbürgerrecht wird heute […] in erster Linie durch die Geburt innerhalb der Grenzen eines Staates erworben. Rasse oder Volkszugehörigkeit spielt dabei überhaupt keine Rolle. Ein Neger, der früher in den deutschen Schutzgebieten lebte, nun in Deutschland seinen Wohnsitz hat, setzt damit in seinem Kind einen »deutschen Staatsbürger« in die Welt. Ebenso kann jedes Juden- oder Polen-, Afrikaner- oder Asiatenkind ohne weiteres zum deutschen Staatsbürger deklariert werden.

Ein Unding natürlich für Hitler, der Nationalität stets nur durch die Reinheit der „Rasse“ gewahrt sah:

Ein einfacher Federwisch, und aus einem mongolischen Wenzel ist plötzlich ein richtiger »Deutscher« geworden. […] So nehmen alljährlich diese Gebilde, Staat genannt, Giftstoffe in sich auf, die sie kaum mehr zu überwinden vermögen.

Für den zu schaffenden „völkischen Staat“ schwebte Hitler ein neues Staatsangehörigkeitsrecht vor, das im Dritten Reich dann auch verwirklicht wurde. Er unterschied zwischen bloßen Staatsangehörigen und vollen Staatsbürgern. Wer ist Deutschland geboren werde, sei Staatsangehöriger. Zum Bürger mit politischen Rechten sollten aber nur Menschen werden, die sich als rassisch einwandfrei und politisch zuverlässig erwiesen. Mit dieser Konstruktion war der Weg frei, Juden und politische Gegner zu entrechten, um sie anschließend vertreiben und vernichten zu können.

Dass Hitlers Unterscheidung heute in den Vokabeln „biodeutsch“ und „passdeutsch“ fröhlich wiederkehrt, beweist wohl, dass der Blutwahn noch unerfreulich tief in den deutschen Köpfen steckt. Deutsche mit ausländischen Vorfahren sind, so „integriert“ sie auch sein mögen, bei jeder passenden Gelegenheit ganz schnell wieder „Ausländer“. Ein Rassist wie Björn Höcke warnt im Tremolo des passionierten Goebbels-Imitators, es gebe schon „nur noch 64,5 Millionen Deutsche ohne Migrationshintergrund“ und erhält dafür erregten Beifall von kleinen deutschen Männern, die neuerlich Angst vor Volksvergiftung durch Fremdblütige haben. Wird’s also in Deutschland womöglich mal wieder Zeit für eine ordentliche Blutwäsche?

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

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Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

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Mein Kampf mit Mein Kampf (8): Kriegspropaganda

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Mein Kampf mit Mein Kampf (10): Beginn meiner politischen Tätigkeit

Mein Kampf mit Mein Kampf (11): Die Deutsche Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (12): Ursachen des Zusammenbruches

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Mein Kampf mit Mein Kampf (14): Die erste Entwicklungszeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei

Mein Kampf mit Mein Kampf (15): Weltanschauung und Partei

Mein Kampf mit Mein Kampf (16): Der Staat

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Link zum Text (26): Der Sozialismus siegt

Noch immer wollen einige nicht glauben, dass der Sozialismus einst doch noch den Sieg davontragen wird. Diese Menschen könnte eine Nachricht aus Sachsen eines Besseren belehren: Der privaten Mitteldeutschen Regiobahn kamen jüngst durch technische Mängel ihre Züge abhanden, fast kam der Verkehr zum Erliegen – und für Rettung sorgten Waggons der Deutschen Reichsbahn!

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Maximen gegen den Verschwörungswahn

Maßgebliche Vorbemerkung: Das Wort „Wahn“ hat hier keine psychopathologische Bedeutung, vielmehr bezeichnet es ein feindbezogenes Denken, das sich beständig selbst die eigene Richtigkeit bestätigt. Auch sind die aufgezeichneten Maximen keine Denkvorschriften. Es handelt sich um Regeln, die mir in den letzten Jahren in den Sinn gekommen sind, wenn ich meine eigenen Gedanken davon abhalten wollte, auf Irrwege zu geraten. Ich bin weit davon entfernt, diese Forderungen selbst immer zu erfüllen.

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Der Wahn ist nicht das Gegenteil der Vernunft. Er ist Übertreibung, Verlust des Gleichgewichts. Intelligenz schützt ebenso wenig wie Wissen vor dem Wahn. Hat der erst einmal gezündet, wird die Intelligenz zu seinem Antrieb und das Wissen zum Treibstoff.

Gehe davon aus, dass viele Menschen sich der Wahrheit von verschiedenen Seiten nähern können. Wer aber behauptet, ihr alleiniger Besitzer zu sein, hat sie bloß vergewaltigt.

Zweifle an allem, aber zweifle auch an deinem Zweifel. Das sicherste Kennzeichen des Wahns ist selbstgewisse Sicherheit.

Denke daran, dass nichts ohne Ursache ist, aber vieles ohne Absicht geschieht. Es gibt Zufälle.

Ziehe wahrscheinliche Erklärungen unwahrscheinlicheren vor und die langweiligen Erklärungen den interessanten.

Unterstelle keine Bosheit, wo Dummheit als Erklärung ausreicht.

Misstraue jedem Einfall, der dir gefällt. Auch Beifall beweist nichts, am wenigsten der von Freunden.

Suche nach Tatsachen, die deinem Weltbild widersprechen. Konfrontiere jeden deiner Gedanken mit seinem Gegensatz. Spricht mit Leuten, deren Meinungen dir zuwider sind.

Vergiss nie, dass auch deine Gegner einmal recht haben können, selbst wenn sie gewöhnlich lügen.

Der Verblendete vereinigt alle seine Feinde zu einem gewaltigen Popanz; der Kritiker versucht, jedem einzelnen Gegner gerecht zu werden.

Überprüfe, ob das schöne Muster, das du entdeckt hast, in der Wirklichkeit oder doch nur in deinem Kopf existiert. Die Welt ist unendlich, kompliziert und voller Widersprüche – es kann kein Bild von ihr geben, das abgeschlossen, klar und einfach wäre.

Schließe nicht daraus, dass es in der Vergangenheit wirklich Verschwörungen gegeben hat, darauf, dass du es heute wieder mit einer zu tun haben musst.

Verbringe nicht zu viele kostbare Tage mit der Fackel in der Hand in Höhlen, um nach Geheimnissen zu suchen – die meisten Wahrheiten spazieren im hellsten Sonnenschein durch die Straßen.

Erinnere dich an deinen letzten Rausch: Oft hält gerade der Trunkenste sich selbst für völlig nüchtern.

Schau mal ein Weilchen aus dem Fenster, trink ein Glas Wasser und schlaf eine Nacht drüber.