Termine der Woche

Am Sonntag (31. Juli) lese ich wieder bei der Berliner Reformbühne Heim & Welt, wo ich als Sommergast noch bis Ende August jede Woche mitwirken werde. Die Stammautoren sind Ahne, Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning und Jürgen Witte. Als Gäste sind diesmal Doc Schoko, Hans Duschke und Clint Lukas mit dabei. Los geht es in der Jägerklause in Friedrichshain um 20 Uhr.

Am Montag (1. August) kehrt die Berliner Lesebühne Zentralkomitee Deluxe aus der Sommerpause zurück in den Monarch am Kottbusser Tor. Neue Geschichten, Lieder und fortschrittliche Komik gibt’s wie immer von Tilman Birr, Noah Klaus, Christian Ritter, Piet Weber und mir. Als Gast begrüßen wir außerdem Nik Salsflausen aus Esslingen (irgendwo bei Stuttgart). Los geht es um 20 Uhr.

Linkes Faustrecht

Die italienischen Faschisten entwickelten in ihrem Kampf um die Macht nach dem Ersten Weltkrieg sehr originelle Methoden. So verprügelten sie ihre politischen Gegner bei Überfällen nicht nur, sondern fotografierten die blutenden Opfer auch und veröffentlichten die Bilder in Zeitungen, um die Demütigung noch zu steigern.

Vor einer Weile überfielen mehrere Täter, die sich selbst als „Antifaschisten“ bezeichneten, einen Leipziger NPD-Funktionär in seinem Laden. Sie schlugen den Mann blutig, filmten die Tat und stellten dann das Video ins Internet. Der Mann trat inzwischen von seinen Ämtern zurück und hat sich ins Privatleben zurückgezogen. Sympathisanten der Täter triumphieren seitdem, diese Aktion verkörpere „konsequenten Antifaschismus“. Ich frage mich: Wenn konsequenter Antifaschismus in der Anwendung faschistischer Methoden besteht, sollten politische Gegner nicht besser gleich erschossen und in den Berliner Landwehrkanal geworfen werden? Wäre es nicht noch viel konsequenter, wenn diese Antifaschisten Lager errichteten, um in ihnen alle greifbaren Faschisten zu foltern und umzubringen?

Für einige Leute ist Gewalt offenbar legitim, solange die Faust nur den Richtigen trifft. Der Zweck heiligt für sie alle Mittel. Ich kann mich dieser Einschätzung nicht anschließen, mir ist Gewalt einfach widerwärtig. Natürlich gibt es auch Fälle berechtigter Notwehr und Nothilfe. Aber Angriff ist keine Verteidigung. Und eine Gesellschaft, die Gewalttaten nicht grundsätzlich ächtet und bestraft, löst sich in Bürgerkrieg auf. Die Behörden unseres Staates, besonders die sächsischen, haben in den letzten Jahrzehnten im Kampf gegen Nazi-Gewalt oft versagt. Über hundert Menschen wurden seit der Wende von rechten Terroristen erschlagen, erschossen oder verbrannt. Der NSU durfte unter dem Schutz eines Versagervereins namens „Verfassungsschutz“ sogar unbehelligt morden. Der Verdacht, hier habe es sich nicht nur um Schlamperei, sondern auch um Komplizenschaft gehandelt, ist nicht unbegründet. Dass Menschen dem Staat und seinen Behörden misstrauen, verwundert deshalb nicht. Aber militante Selbstjustiz bringt nur die Faschisten ihrem Ziel näher, denn die wünschen sich nichts sehnlicher als einen Bürgerkrieg. Und jeder unprovozierte Angriff auf Polizisten hilft den Faschisten ebenfalls, die unablässig Polizei und Armee umschmeicheln, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Die Verurteilung des „Linksextremismus“ diente rechten Politikern nicht selten dazu, Nazi-Terror zu verharmlosen. Weder in quantitativer noch in qualitativer Hinsicht aber hat die linke Gewalt die Dimension, welche die mörderische rechte aufweist. Dennoch kann man nicht leugnen, dass auch Menschen, die sich selbst für „links“ halten, kriminelle Gewalttaten verüben. Wenn etwa Vermummte in der Rigaer Straße in Berlin einen einzelnen Streifenpolizisten verprügeln oder Gentrifizierungsgegner ebendort nachts Stahlkugeln durch die Fenster von neuen Nachbarn schießen, dann sind das einfach feige und schäbige Verbrechen.

Artikel 20 des Grundgesetzes gibt jedem Deutschen das Recht zum Widerstand gegen alle, die unsere Demokratie beseitigen wollen – aber nur, „wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Davon sind wir glücklicherweise weit entfernt, so laut die Faschisten zurzeit auch brüllen mögen. Diejenigen unter den Antifaschisten aber, welche unsere – gewiss sehr unvollkommene – Demokratie gar nicht erhaltenswert finden, sondern der Meinung sind, es handle sich um ein „Schweinesystem“, das mit Gewalt beseitigt werden müsse, die können sich mit den Faschisten, die das ja genauso sehen, auch gleich zusammentun, statt sie zu bekämpfen.

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Eine kürzere Fassung dieses Textes erschien zuerst in der Sächsischen Zeitung.

Mein Kampf mit Mein Kampf (5): Allgemeine politische Betrachtungen aus meiner Wiener Zeit

Es ist nicht schwer, aus dem Rückblick Voraussagen zu machen. Allzu leicht ist es deswegen auch, in Mein Kampf schon deutliche Hinweise auf Hitlers spätere Verbrechen zu entdecken. Der Verführung zur nachträglichen Besserwisserei sollte man widerstehen. Dennoch kann man die Verbindungen zwischen politischem Entwurf und späterer Praxis auch nicht ignorieren, denn das Bestürzende am Phänomen Hitler ist ja, dass hier ein Mann ein Vernichtungsprogramm erst offen präsentierte und dann zum Erstaunen der Welt auch konsequent umsetzte. Die Lächerlichkeit, der Irrsinn und die Bösartigkeit dieses Programms wurden durchaus schon von zeitgenössischen Beobachtern wahrgenommen. Erledigung Hitlers nannte ein Journalist gar seine Besprechung des Buches. Aber Hitler war weder durch rationale Kritik noch durch satirischen Spott zu erledigen. Der Erfolg selbst schien ihm recht zu geben und überwältigte schließlich die Mehrheit der Deutschen, die sich für ihn begeisterte oder sich zumindest mit ihm abfand. Und dies bestätigte wiederum in fataler Weise Hitler, der davon ausging, dass wichtige Fragen nicht durch die Vernunft, sondern allein „durch die Gewalt und – den Erfolg“ entschieden werden. Werfe ich nun einen Blick auf die erfolgreichen Populisten unserer Gegenwart, denen ebenfalls unablässig Irrtümer und Lügen nachgewiesen werden, ohne dass es ihnen in der Gunst der Massen schadete, dann wird mir trüb zumute.

Im dritten Kapitel seines Buches präsentiert der Autor einige politische Lehren, die er aus den Erfahrungen seiner Wiener Zeit gewonnen haben will. Als völkischer Nationalist hasst er selbstverständlich den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn und die Herrscher dieses „Völkerbabylons“, die Habsburger. Die „Entdeutschung“ dieses Staates erscheint ihm als Grundübel. Nur die Einheit des Blutes kann in seinen Augen einen echten „Volksstaat“ begründen. Wie aber soll so ein Staat regiert werden?

In einer langen Suada attackiert Hitler die liberale, repräsentative, parlamentarische Demokratie nach dem Modell des Westens. Solche Kritik war schon damals nicht originell, denn der Parlamentarismus war immerzu Angriffen von rechts wie von links ausgesetzt. Gerade in Deutschland wurde, wie etwa Heinrich Mann beklagte, die repräsentative Demokratie schon verspottet und verachtet, bevor sie überhaupt errungen war. Die konservative Kritik stellte die Fähigkeit der ungebildeten und wankelmütigen Masse in Frage, die richtigen Repräsentanten zu wählen. Die sozialistische Kritik monierte vor allem den übergroßen Einfluss von ökonomisch Mächtigen auf die vorgeblich dem Volk verpflichteten Abgeordneten. Hitlers Kritik kommt von rechts. Und sie ist dabei – verglichen etwa mit der Parlamentarismus-Kritik von Carl Schmitt oder Oswald Spengler – außerordentlich dumpf formuliert. Hitler verachtet die Herrschaft der repräsentativen Mehrheit, weil er die Mehrheit der Menschen, ja im Grunde alle Menschen verachtet. Die Masse ist in seinen Augen dumm, feig und träge. Deswegen sind auch die von der Mehrheit gewählten Abgeordneten nur eine „Hammelherde von Hohlköpfen“. Das „politische Verständnis der breiten Masse“ sei

gar nicht so entwickelt […], um von sich aus zu bestimmten allgemein politischen Anschauungen zu gelangen und die dafür in Frage kommenden Personen auszusuchen.

Mit seinen vor allem von Ressentiment befeuerten Attacken könnte Hitler jedoch ohne Zweifel auch heute noch Leute begeistern. Die „Politiker“ hielt er für eine

Sorte von Menschen, deren einzige wirkliche Gesinnung die Gesinnungslosigkeit ist, gepaart mit frecher Aufdringlichkeit und einer oft schamlos entwickelten Kunst der Lüge.

Welches deutsche Kabarettpublikum unserer Tage applaudierte da nicht? Es sind ziemlich heikle und ziemlich aktuelle Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen. Verwandelt sich nicht auch heute die Kritik an korrupten Politikern schnell in eine Ablehnung der Demokratie? Neigen nicht auch wir dazu, die Mehrheit zu verachten, wenn sie bei Wahlen und Abstimmungen nicht unserer eigenen politischen Anschauung folgt? Aber sind denn Politiker nicht auch oft wirklich verlogen? Und die Leute nicht wirklich oft gar zu blöd? Ich fürchte, der Weg zur Sympathie mit der Diktatur ist gar nicht so weit, gleichgültig aus welcher politischen Richtung man kommt.

Heute erschallt in Deutschland wieder einmal der Ruf nach „direkter Demokratie“, welche die korrupte und volksfeindliche westliche Demokratie ablösen soll. Vielleicht hat Hitler ja eine passende Idee? Ihm schwebt eine „germanische Demokratie“ vor. Es gibt in der deutschen Geistesgeschichte eine reiche, vom Kommentar der neuen kritischen Ausgabe leider hier nicht erwähnte Tradition der „germanischen Freiheit“, die auf die Berichte des Tacitus über die alten Germanen zurückgeht. Diese „Germanorum libertas“ bestand angeblich in der Beteiligung des Volkes an politischen Entscheidungen und der Wahl der Anführer, aber auch in der Unabhängigkeit von Fremden und der Reinheit des Blutes. Im 19. Jahrhundert wurde diese völkische Gemeinschaftsidee in Deutschland zunehmend gegen die westliche Demokratie ausgespielt. (Näheres kann man z.B. bei Klaus von See nachlesen.) Hitler kannte von dieser Debatte vermutlich wie so oft nur Schlagwörter. Aber die setzte er geschickt ein. Die „wahrhaftige germanische Demokratie“ besteht nach ihm in

der freien Wahl des Führers, mit dessen Verpflichtung zur vollen Übernahme aller Verantwortung für sein Tun und Lassen. In ihr gibt es keine Abstimmung einer Majorität zu einzelnen Fragen, sondern nur die Bestimmung eines einzigen, der dann mit Vermögen und Leben für seine Entscheidung einzutreten hat.

Amüsant ist es zu sehen, wie Hitler genau wie die von ihm verachteten „Politiker“ von der Last der „Verantwortung“ spricht, wenn er den Genuss der Macht meint. Ansonsten scheint die „germanische Demokratie“ auf eine Art von Wahldiktatur hinauszulaufen. Doch hatte Hitler seltsamerweise ein paar Seiten zuvor noch Folgendes erklärt:

Eher geht auch ein Kamel durch ein Nadelöhr, ehe ein großer Mann durch eine Wahl „entdeckt“ wird.

Hielt Hitler sich also gar nicht für einen großen Mann und die Leute für dumm genug, trotzdem einen Hitler zu wählen? Nein, vermutlich dachte er anders. Die „Wahl“ des Führers war für ihn gar keine Abstimmung des Volkes, sondern eine Wahl des Schicksals. Der „aristokratische Grundgedanke der Natur“ sollte den Ausschlag geben, die natürliche Auslese die Wahl treffen. Derjenige, der stark, brutal und rücksichtslos genug war, um die Herrschaft zu erringen, der hatte sie auch verdient. Die gewaltsame Herrschaft war für Hitler die eigentlich legitime. Wer die Macht errang, der hatte auch das Recht, unumschränkt zu befehlen, seine persönliche Weltanschauung durchzusetzen und alle Gegner zu vernichten.

Der oberflächliche Betrachter konnte allerdings den Eindruck gewinnen, Hitlers „germanische Demokratie“ erfülle bloß die alte Sehnsucht der Deutschen nach dem starken Mann, dem überparteilichen Führer, der das ganze Volk verkörpert. Dass Hitler sich später seine eigene Herrschaft noch durch Volksabstimmungen bestätigen ließ, die am Anfang auch nicht ganz und gar gefälscht waren, diente vor allem der Propaganda. Seltsam übrigens, dass diese Tradition direkter Demokratie in Deutschland von ihren Verfechtern so selten erwähnt wird.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (2): Im Elternhaus

Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (4): Wiener Lehr- und Leidensjahre (2)

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Aus meiner Fanpost (21): Der deutsche Trottel (2)

Hallo Herr Schriftsteller,  wollen sie uns lehren, was Anstand ist? Für eine Veröffentlichung unter dem o.g. Titel solltern  Sie sich aber selbst einmal belehren lassen, was denn Anstand ist. Ihre ekelhafte Hetze gegen die Menschen, die bemüht sind, die Informationslücken der „politischen
Korrektheit“ mit Wahrheiten auszufüllen, erzeugt bei mir (einem Abonnenten  “ des aktuellen Leitmediums für den deutschen Trottel“) Übelkeit.
Sie wollen uns Anstand lehren und bezeichnen die mindestens 100.000 regelmäßigen Leser des Magazins „Compact“ als „deutsche Trottel“.

Thilo Sarrazin als Kopftuchjäger zu bezeichnen, finde ich auch zum Kotzen.   In seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ hat er als Visionär warnend die Erkenntnisse über den gewalttätigen Islam vorausgesehen, die sich der „politisch korrekten“ Beschreibung des Islam als  weichgespülte Religion der Liebe und Friedfertigkeit zunehmend entgegenstellen. Sind Sie als unbekannter Schriftsteller neidisch darauf, dass Thilo Sarrazin „aus dem Stand“ zum Erfolgsautor wurde? Ihre Formulierung: „Der Kampf gegen die politische Korrektheit ist längst zu einem Angriff auf den Anstand geworden“ Lässt vermuten, dass Sie mit dieser Bezeichnung für einen politischen Maulkorb Ihre Auftraggeber erfreuen wollen.
Schreiben Sie doch mal eine Abbhandlung unter dem Titel „Was ist politische Korrektheit, und wer bestimmt, was in der Politik korrekt oder unkorrekt ist.
Abschließend: Donald Trump als dumm zu bezeichnen, zeugt von Ihrer Arroganz. Gescheiter als Sie ist er auf jeden Fall.

Claus ***
Moritzburg

Mein Kampf mit Mein Kampf (4): Wiener Lehr- und Leidensjahre (2)

„Marxismus und Judentum“ hielt Hitler für die Hauptübel seiner Zeit. Da ihm aber der Marxismus als jüdische Verführung und Vergiftung der Arbeiterschaft galt, nachdem er „den Juden als Führer der Sozialdemokratie“ erkannt hatte, gab es für ihn letztlich doch nur einen „Teufel“. Dessen Name lautete, im antisemitischen Kollektivsingular: „der Jude“. Am Ende des dritten Kapitels seines Buches schildert Hitler ausführlich, wie er in Wien „vom schwächlichen Weltbürger zum fanatischen Antisemiten“ geworden sei. Einiges deutet darauf hin, dass Hitler in Wirklichkeit erst nach dem Ersten Weltkrieg zum totalen Judenhasser wurde. Dennoch ist seine Erzählung aufschlussreich. Wir erleben aus subjektiver Perspektive, wie ein menschlicher Geist in ein Wahnsystem abgleitet – ein Prozess, der sich auch in unseren Tagen und wahrscheinlich zu allen Zeiten in unzähligen Köpfen wiederholt. Dass man die Rolle der Sinne und des Leibes dabei nicht unterschätzen sollte, zeigen Hitlers Bekenntnisse auch.

Hitler will in seinem Elternhaus von Juden noch gar nichts gehört haben. In Schulzeiten in Linz, wo es nur wenige, assimilierte Juden gab, habe er sich über „konfessionelle Stänkereien“ sogar geärgert. Erst in Wien vollzieht sich unter Seelenqualen die „schwerste Wandlung“ seines Lebens überhaupt: Hitler lernt, die Juden zu hassen. Wie ging das zu? Er berichtet von einem Schlüsselerlebnis:

Als ich einmal so durch die innere Stadt strich, stieß ich plötzlich auf eine Erscheinung in langem Kaftan mit schwarzen Locken.
Ist dies auch ein Jude? war mein erster Gedanke.
So sahen sie freilich in Linz nicht aus. Ich beobachtete den Mann verstohlen und vorsichtig, allein je länger ich in dieses fremde Gesicht starrte und forschend Zug um Zug prüfte, um so mehr verdrehte sich in meinem Gehirn die erste Frage zu einer anderen Fassung:
Ist dies auch ein Deutscher?

Der arbeitslose Stadtstreicher Hitler begegnet auf einem seiner ziellosen Spaziergänge einem Juden aus dem Osten in traditioneller Tracht. Der eben erst nach Wien gezogene Hinterwäldler, ohnehin überfordert von dem „Völkerbrei“ und „Sprachentohuwabohu“ einer echten Weltstadt, ist durch die Fremdheit in Kleidung und Antlitz verängstigt. Ein neugieriger und mutiger Mensch hätte vielleicht ein Gespräch begonnen. Der „Sonderling“ Hitler schweigt, beobachtet und fängt an zu fantasieren. Um seiner Angst Herr zu werden, sucht er nicht die persönliche Begegnung, sondern kauft sich Bücher, „die ersten antisemitischen Broschüren“ seines Lebens.

Der antisemitische Wahn ist nun in die Seele gepflanzt und beginnt zu keimen. Die ganze Wahrnehmung wird mit einem Mal verrückt, die Welt erscheint in einer völlig neuen Perspektive:

[…] seit ich mich mit dieser Frage zu beschäftigen begonnen hatte, auf den Juden erst einmal aufmerksam wurde, erschien mir Wien in einem anderen Lichte als vorher.

Tausend Dinge, die ich früher kaum gesehen, fielen mir nun als bemerkenswert auf, andere wieder, die mir schon einst zu denken gaben, lernte ich nun begreifen und verstehen.

Wie jedes Vorurteil, so bestätigt auch das antisemitische sich beständig selbst. Weil der Filter nur solche Wahrnehmungen passieren lässt, die zum schon eingeprägten Schema passen, findet der Geist im Wahn in der Außenwelt immerzu nur Bestätigung:

Wo immer ich ging, sah ich nun Juden und je mehr ich sah, um so schärfer sonderten sie sich für das Auge von den anderen Menschen ab.

Hitlers Erzählung ist ein bemerkenswerter Beleg dafür, dass der Rassismus in seinem Kern wirklich eine „visuelle Ideologie“ (George L. Mosse) ist. Vor der vermeintlich optisch erkennbaren Einheit des Judentums verschwinden alle persönlichen Unterschiede, alle politischen Differenzen wie der „scheinbare Kampf zwischen zionistischen und liberalen Juden“. Die Juden sind für Hitler keine Individuen, sondern nur Gestalten des einen dämonischen Prinzips. Sie alle stehen miteinander in offener oder verdeckter Verbindung, sind Teile einer gewaltigen Verschwörung.

Der nach seinen eigenen, bürgerlichen Maßstäben kläglich gescheiterte Hitler muss in Wien anfangs enormen Selbsthass und Selbstekel gefühlt haben. Nun kann er all den aufgestauten Hass und Ekel auf „den Juden“ projizieren. Er entdeckt ihn hinter jeder widerwärtigen Erscheinung des Lebens, „der Jude“ wird zur „Inkarnation aller nur denkbaren Laster und Ängste“ (Joachim Fest):

Gab es denn da einen Unrat, eine Schamlosigkeit in irgendeiner Form, vor allem des kulturellen Lebens, an der nicht wenigstens ein Jude beteiligt gewesen wäre?
Sowie man nur vorsichtig in eine solche Geschwulst hineinschnitt, fand man, wie eine Made im faulenden Leibe, oft ganz geblendet vom plötzlichen Lichte, ein Jüdlein.

Es ist auffällig, wie sich der Stil des Buches in solchen Passagen wandelt. Mein Kampf ist in einer mit Versatzstücken von Halbbildung aufgeputzten Umgangssprache geschrieben, grammatisch fehlerhaft und stilistisch unbeholfen. Gelegentlich schraubt der Text sich hoch in einen biblischen Ton, wenn er pathetisch, oder in Bürokratendeutsch, wenn er seriös wirken möchte. Solche Stellen wirken aber durch schiefe Bilder und schwerfällige Formulierungen eher unfreiwillig komisch. Ganz anders wird es, wenn „der Jude“ ins Spiel kommt. Dann bricht sich ein pathologischer Hass in vulgären Ausdrücken Bahn, die nicht selten im Gedächtnis haften bleiben, weil sie tiefste menschliche Gefühle der Angst und des Ekels ansprechen.

Hitler war ein Mann ohne Gott. Darum stieß ihn der traditionelle katholische Antijudaismus ab, während der rassistische Antisemitismus ihn anzog. Ideologen wie Eugen Dühring hatten schon Ende des 19. Jahrhunderts den rassistischen Antisemitismus als Fortschritt propagiert, weil er religiöse Vorurteile hinter sich lasse. Im Grunde zeigt sich aber nur: Wer die Juden hassen will, der findet immer einen Grund und einen Weg, sie zu hassen. Auch der moderne Antisemitismus ist nur die verwandelte Gestalt des ältesten. So kann auch die Brunnenvergifterlegende des Mittelalters problemlos wiederbelebt, ja überboten werden:

Das war Pestilenz, geistige Pestilenz, schlimmer als der schwarze Tod von einst, mit der man da das Volk infizierte. Und in welcher Menge dabei dieses Gift erzeugt und verbreitet wurde!

Wie „der Jude“ im Rückgriff auf das Mittelalter zur „Weltpest“ erklärt wird, so in der Tradition des christlichen Antijudaismus auch zur teuflischen Macht, deren Ziel nichts Geringeres als die Vernichtung der Menschheit sei:

Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totenkranz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrtausenden menschenleer durch den Äther ziehen.

In diesem unausweichlichen Kampf zwischen Licht und Finsternis sieht sich Hitler auf der richtigen Seite:

So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.

So wird Hitler zum Streiter für einen Gott, an den er nicht mehr glaubt, führt einen Kreuzzug im Namen des Nichts. Es ist ein negativer Glaube, der sich nur noch aus Hass speisen kann. Hitler kennt keinen Gott mehr, aber noch einen Teufel, den Juden. Erlösung ist für den Fanatiker eines solchen Glaubens nicht mehr durch göttliche Liebe und Gnade, nur noch durch die Vernichtung des Feindes möglich.

Soll ich jetzt zum Schluss noch auf Gruppen in unserer Gegenwart hinweisen, die sich aus Angst vor dem Fremden in geistige Wahnsysteme geflüchtet haben? Oder auf andere Gruppen, die sich mit religiösem Fanatismus nur ihre nihilistischen Vernichtungswünsche erfüllen? Das hieße doch wohl, den selbst denkenden Leser auf beleidigende Weise unterfordern.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (2): Im Elternhaus

Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Mein Kampf mit Mein Kampf (3): Wiener Lehr- und Leidensjahre (1)

Der poetische Titel dieses Abschnitts lässt uns die Leiden des jungen Hitlers erwarten. Und tatsächlich finden wir alle Zutaten für einen Künstlerroman. Wir lernen ein von der Gesellschaft verkanntes Genie kennen, das – ganz auf sich allein gestellt in der Metropole Wien – darbt und sich kümmerlich zuerst als Hilfsarbeiter, dann als kleiner Kunstmaler nährt, dabei aber doch nie den Traum aus den Augen verliert, eines Tages „Baumeister“ zu werden. In seiner spärlichen Freizeit macht sich der Künstler überdies noch mit der deutschen Literatur vertraut und studiert die politischen Verhältnisse, sodass sich seine „Weltanschauung“ bereits endgültig formen und festigen kann.

Diese poetische Selbststilisierung des Protagonisten steht jedoch im Widerspruch zu einigen überlieferten Tatsachen. Der junge Hitler führte in Wien, nach zwei gescheiterten Bewerbungen an der Kunstakademie, ein völlig perspektivloses Leben. Für eine Karriere als Architekt fehlten ihm alle Voraussetzungen. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass Hitler wirklich zeitweise auf dem „Bau“ gearbeitet hat, denn er war schwächlich und überdies faul. Tatsächlich führte er wohl, solange das ererbte und geliehene Geld reichte, das Leben eines Taugenichts. Danach rutschte er in die Armut, zeitweise vielleicht gar in die Obdachlosigkeit, bevor er in einem „Männerheim“ Asyl und ein leidliches Auskommen als Postkartenmaler fand. Aus dem Sohn eines respektablen Beamten war – nach bürgerlichen Maßstäben – ein Versager geworden. Er war nicht nur in der gesellschaftlichen Hierarchie nicht aufgestiegen, sondern sogar tief abgerutscht, aus dem Kleinbürgertum ins Lumpenproletariat. Erst nachträglich konnte er dieser Katastrophe mit Mühe einen Sinn geben:

Das danke ich der damaligen Zeit, daß ich hart geworden bin und hart sein kann. Und mehr noch als dieses preise ich sie dafür, daß sie mich losriß von der Hohlheit des gemächlichen Lebens, daß sie das Muttersöhnchen aus den weichen Daunen zog und nun Frau Sorge zur neuen Mutter gab, daß sie den Widerstrebenden hineinwarf in die Welt des Elends und der Armut und ihn so die beiden kennen lernen ließ, für die er später kämpfen sollte.

Ob Hitler sich wirklich schon in Wien eine umfassende Weltanschauung zulegte, ist sehr zweifelhaft. Er erklärt dem Leser:

Ich las damals unendlich viel und zwar gründlich. […] In wenigen Jahren schuf ich mir damit die Grundlagen eines Wissens, von denen ich auch heute noch zehre. […] In dieser Zeit bildete sich mir ein Weltbild und eine Weltanschauung, die zum granitenen Fundament meines derzeitigen Handelns wurden. Ich habe zu dem, was ich einst mir so schuf, nur weniges hinzuzulernen gemußt, zu ändern brauchte ich nichts.

Was die Lektüre angeht, wären die Versicherungen des Autors gewiss noch glaubhafter, führte er auch nur ein einziges gelesenes Buch namentlich auf. Im politischen Feld stand der junge Hitler vermutlich auch nicht als Beteiligter, sondern eher als verwirrter und isolierter Zuschauer neben dem Kampf der Parteien und Nationalitäten, mit dem Wien damals den kommenden Weltkrieg und die folgende Revolution vorwegnahm. Die Sozialdemokraten konkurrierten mit den starken protofaschistischen Gruppen der „Christlich-Sozialen“ und der „Alldeutschen“, zugleich wurde im Vielvölkerstaat des Habsburgerreiches schon ein Kampf der Nationalismen ausgefochten wie später in ganz Europa.

Auch wenn die äußeren Begebenheiten der politischen Erweckung, von der Hitler erzählt, erfunden sein sollten, bleibt die Geschichte doch psychologisch interessant. Wie Hitler wurden ja Millionen deklassierte oder verängstigte Bürgersöhne nach dem Ersten Weltkrieg zu Faschisten. Und soziale Abstiegsangst nährt auch in unseren Tagen die neofaschistischen Bewegungen in der westlichen Welt. Ausgangspunkt von Hitlers Entwicklung war das eigene Scheitern. „Fünf Jahre Elend und Jammer“ erlebte er in Wien. Erst diese persönliche Erfahrung brachte ihn dazu, sich um die „soziale Frage“ zu kümmern. Hitler schildert das Milieu der Unterschicht durchaus eindrücklich, wenn auch mehr mit Ekel als mit Mitgefühl. Er gelangt sogar zu der Einsicht, die Armen seien nicht selbst schuld an ihrer Lage, sondern meist „Opfer schlechter Verhältnisse“. Damit entschuldigte er allerdings zugleich auch sein eigenes Versagen. Warum schloss er sich nun aber nicht den Gewerkschaften oder den Sozialdemokraten an? Hitler behauptet, er habe sich durch Diskussionen und Lektüre marxistischer Schriften und Zeitungen ein Urteil gebildet. Tatsächlich war es wohl der Standesdünkel, der Hitler von einer Verbrüderung mit seinen Leidensgenossen abhielt. Hitler mochte materiell ein Prolet sein, ideell fühlte er sich noch immer dem Bürgertum zugehörig:

Ich weiß nicht, was mich nun zu dieser Zeit am meisten entsetzte: das wirtschaftliche Elend meiner damaligen Mitgefährten, die sittliche und moralische Rohheit oder der Tiefstand ihrer geistigen Kultur.

Die Arbeiterbewegung erweckte beim verkrachten Bürgersohn nicht Hoffnung, sondern Angst:

Mit welch anderen Gefühlen starrte ich nun in die endlosen Viererreihen einer eines Tages stattfindenden Massendemonstration Wiener Arbeiter. Fast zwei Stunden lang stand ich so da und beobachtete mit angehaltenem Atem den ungeheuren menschlichen Drachenwurm, der sich da langsam vorbeiwälzte. In banger Gedrücktheit verließ ich endlich den Platz und wanderte heimwärts.

Der junge Hitler steht daneben, zwei Stunden lang ohne Luft zu holen, und schaut zu, bevor er endlich nach Hause geht und sich die Schlafmütze über den Kopf zieht. In dieser Unfähigkeit zur Solidarisierung, dem Bedürfnis, in der verachteten Masse nicht zu versinken, sondern über sie hinauszuragen, liegt der Grund, warum Hitler ein „Sonderling“ blieb. Zur Gemeinschaft musste Hitler gezwungen werden und wurde es, nämlich durch den Krieg, der ihm später zu einem wirklichen Erweckungserlebnis wurde.

Schon in Wien will der Autor Hitler „Marxismus und Judentum“ als Grundübel durchschaut haben. Tatsächlich spiegeln die Passagen zu diesen beiden Themen aber die ausgebildete nationalsozialistische Ideologie Anfang der zwanziger Jahre. Gleichwohl lohnt sich ein genauer Blick, stellen diese Ausführungen doch auch Hitlers Antwort auf die „soziale Frage“ dar, die ihn in so große Angst versetzt hatte. Der Sozialismus war für Hitler jedenfalls keine Antwort, sondern ein nicht minder bedrohliches Phänomen:

Man lehnte da alles ab: die Nation, als eine Erfindung der „kapitalistischen“ (wie oft mußte ich nur allein dieses Wort hören) Klassen; das Vaterland, als Instrument der Bourgeoisie zur Ausbeutung der Arbeiterschaft; die Autorität des Gesetzes, als Mittel zur Unterdrückung des Proletariats; die Schule, als Institut zur Züchtung des Sklavenmaterials sowohl als aber auch der Sklavenhalter; die Religion, als Verblödung des zur Ausbeutung bestimmten Volkes; die Moral, als Zeichen dummer Schafsgeduld usw. Es gab da aber rein gar nichts, was so nicht in den Kot oder Schmutz einer entsetzlichen Tiefe gezogen wurde.

Ganz entsetzliche Schauergedanken in der Tat! Geradezu revolutionär! Welche Antwort bietet nun aber Hitler? Er propagiert nicht weniger als „[t]iefstes soziales Verantwortungsgefühl zur Herstellung besserer Grundlagen unserer Entwicklung“, ja darüber hinaus fordert er gar die „Beseitigung […] grundsätzlicher Mängel in der Organisation unseres Wirtschafts- und Kulturlebens“! Phrasenhafte Formulierungen wie diese könnten gut auch in einem CDU- oder SPD-Parteiprogramm unserer Tage stehen. Der Leser ist überrascht: Hitlers sozialpolitische Ideen waren in keiner Weise revolutionär, sondern kreuzbrav und spießbürgerlich. Von den Unternehmern verlangte er moralisches Verhalten, vom Bürgertum, auf „allgemein menschlich berechtigte Forderungen“ der Arbeiter einzugehen – Versöhnung statt Klassenkampf.

Die „soziale Frage“ war für Hitler eigentlich eine nationale. Sein Ideal war nicht die Gerechtigkeit, sondern das „Volk“. Dass den Arbeitern durch die Armut die „nationale Begeisterung“ abhanden kam, dass sie dem Volk „verloren“ gingen, das war es, was ihn eigentlich bekümmerte. Wie schade war es doch um das „kerngesunde Blut“, das auch in den deutschen Arbeitern floss! Ihre Lage sollte nicht verbessert werden, um sie zu verbessern, sondern um die Einheit der Volksgemeinschaft wiederherzustellen:

Die Frage der „Nationalisierung“ eines Volkes ist mit in erster Linie eine Frage der Schaffung gesunder sozialer Verhältnisse als Fundament einer Erziehungsmöglichkeit des einzelnen. Denn nur wer durch Erziehung und Schule die kulturelle, wirtschaftliche, vor allem aber politische Größe des eigenen Vaterlandes kennen lernt, vermag und wird auch jenen inneren Stolz gewinnen, Angehöriger eines solchen Volkes sein zu dürfen. Und kämpfen kann ich nur für etwas, das ich liebe, lieben nur, was ich achte, und achten, was ich mindestens kenne.

Nicht aus Mitleid und nicht aus Gerechtigkeitsgefühl forderte Hitler, die Lage der Arbeiter zu verbessern. Er wollte sie national gesinnt und kampftauglich machen, wie ein General, der seinen Soldaten am Tag vor der Schlacht jovial eine Extraportion Kesselgulasch genehmigt. Die Politologin Barbara Zehnpfennig meint, die Ideologie Hitlers sollte nicht nationalsozialistisch, sondern „sozialnationalistisch“ genannt werden. Sozialnationalismus: ein Begriff, der auch die neofaschistischen Bewegungen der Gegenwart bestens beschreibt.

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Mein Kampf mit Mein Kampf (1)

Mein Kampf mit Mein Kampf (2): Im Elternhaus

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Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin hg. von Christian Hartmann, Thomas Vordermeyer, Othmar Plöckinger und Roman Töppel unter Mitarbeit von Pascal Trees, Angelika Reizle und Martina Seewald-Mooser. Zwei Bände. München/Berlin: Institut für Zeitgeschichte, 4., durchges. Aufl. 2016

Aus meiner Fanpost (20): Der deutsche Trottel

Lesermeinung!!!
Upps, die Pannenshow ist nicht gemeint, sondern der lesenswerte Beitrag „Angriff auf den Anstand“ des Herrn Bittner in der SZ vom 15.07.2016. Da greift er doch tatsächlich in die Anstandskiste und bezeichnet so nebenbei die Leser und Abonnenten des Compact Magazin als „deutsche Trottel“. Na fein, er muß es ja wissen und als Schriftsteller darf er sich ja eines derartigen beleidigten Stils bedienen. Nun weiß ich jedenfalls in welche Ecke ich Herrn Bittner stellen darf, in die Eliten Ecke.
Herrn Werner Patzelt`s Beiträge heben sich da schon gewaltig ab. Weiter so Herr Bittner, so schaffen Sie es mit Sicherheit weitere Abonnenten und Leser zu „gewinnen“.
Detlef ***
Hoyerswerda