Ken Jebsen oder Wahnsinn mit Methode

Was ist ein politisch Inkorrekter? Ein Feigling, der doch ein Provokateur sein möchte. Er ist sich bewusst, ganz außergewöhnliche Meinungen zu hegen, welche die Grenzen der gewöhnlichen politischen Diskussion sprengen. Aber er wagt es doch nicht, seine Weltanschauung unverblümt zu offenbaren. Warum? Er selbst behauptet, die „Mainstream-Medien“ hielten ihn davon ab. Die „politische Korrektheit“ bringe alle Menschen, die es wagten, die „Wahrheit“ zu sagen, zum Schweigen. Aber diese Begründung ist nur vorgeschoben: Tatsächlich scheut der politisch Inkorrekte, sich ganz auszusprechen, weil er zugleich doch auch geliebt werden möchte. Und er vermutet mit Recht, seine Auffassungen könnten – nackt vorgezeigt – die meisten Menschen anwidern und abstoßen. Widerspruch aber schmerzt ihn unendlich, denn er ist eine krankhaft narzisstische Natur. Seine Selbstverliebtheit erträgt keine Kritik. Eben darum flennt und jammert er, sobald ihm jemand Widerworte gibt: „Man will mich mundtot machen! Hilfe! Hilfe!“ So erklärt sich das Paradox, dass diejenigen, die selbst immer rücksichtslos „Klartext“ reden wollen, auf scharfe Erwiderungen am empfindlichsten reagieren. Um jenen Schmerz zu vermeiden, spricht der politisch Inkorrekte vornehmlich in Andeutungen. Seine Anhänger wissen bald, woran sie sind, denn sie vernehmen die unhörbaren Töne wie Hunde die Pfeife ihres Herrn. Kritiker aber beißen sich die Zähne aus, denn der politisch Inkorrekte kann sich meist hinter der Vagheit und Zweideutigkeit seiner Verlautbarungen verstecken.

Dumm ist’s nur, wenn einmal eine private Äußerung in die Öffentlichkeit gelangt. So geschah es Ken Jebsen, der seinen wahnhaften Antisemitismus und Antiamerikanismus in einer privaten Mail aussprach, die von Henryk M. Broder der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Ein kleiner Auszug ist mehr als genug:

sie brauchen mir keine holocaus informatinen zukommen lassen. ich habe mehr als sie. ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat. der neffe freuds. bernays. in seinem buch propaganda schrieb er wie man solche kampagnen durchführt. goebbels hat das gelesen und umgesetzt. ich weis wer die rassendatten im NS reich möglich gemacht hat. IBM mit hollerithmachinen. ich weis wer wärend des gesamten krieges deutschland mit bombersprit versorgt hat.standartoil also rockefeller.

Der RBB entließ den offenbar geistig Verwirrten aus seinem Job als Moderator – nein, natürlich nicht: Ein Mainstream-Medium machte einen tapferen Propheten der unbequemen Wahrheit gnadenlos mundtot. Seit Jebsen mundtot gemacht wurde, redet er noch mehr als zuvor und hat – wenigstens als „Ken FM“ auf Facebook – über 100000 Verehrer um sich geschart. Seine Popularität nutzt er inzwischen, um die „Montagsdemonstrationen“ zu unterstützen, die eine neuartige „Friedensbewegung“ in vielen deutschen Städten organisiert. Es können nun aber auch Journalisten die Worte hören, die da gesprochen werden, zum Beispiel von Jebsen:

„Mein Vorbild“, ruft Jebsen, „ist die Natur! Im Wald gibt es keinen Krieg, der Wald produziert keinen Müll! Und die Zugvögel, die schaffen es jedes Jahr nach Afrika! Wenn die das demokratisch organisieren würden, kämen sie nur bis Sylt!“ Gelächter. „Nein“, brüllt Jebsen. „Die kommen bestens ohne Demokratie zurecht.“ (Berliner Zeitung)

Nun hagelt es Kritik von verschiedenen Seiten. Jebsen ist außer sich. In einer nicht enden wollenden Suada des Selbstmitleids verteidigt er sich gegen die Anwürfe. Eine Lektüre dieses erschreckenden Dokuments lohnt sich, weil Jebsen seine Weltanschauung hier einmal in ihrer Gänze – nun, nicht offenbart, aber doch zumindest erraten lässt.

Schon der Beginn der Klarstellung zu den Friedensmahnwachen erschreckt, weil eine Gemütsstimmung aus den Worten leuchtet, die man als Größenwahn bezeichnen muss. Allen Ernstes setzt Jebsen die neuen Montagsdemonstrationen mit jenen gleich, die zum Ende der DDR führten.

Zuerst wurden diese Demonstrationen totgeschwiegen. Als das nicht mehr funktionierte, wurde sie, und mit ihr ihre bekanntesten Köpfe, aber eben auch alle Teilnehmer, dämonisiert. Pauschal. Doch es half nichts.

Für sich selbst hat er mithin die Rolle des Dissidenten ausersehen. Zum Größen- tritt der Verfolgungswahn. Jebsen fabuliert nun über die Ukraine und übt Kritik an der NATO und der EU, wie sie auch andere Menschen zur Zeit formulieren. Viele der neuen Montagsdemonstranten treibt eben dieses Anliegen auf die Straße. Für Jebsen aber ist diese Krise nur eine günstige Gelegenheit, sein viel tiefer sitzendes Wahnsystem in den öffentlichen Diskurs zu schleusen. Als wichtiges Element dieses Wahns erweist sich die Vorstellung eines

vollständig gleichgeschalteten Medienapparates

Viele vernünftige Menschen haben die Einseitigkeit der Berichterstattung in den meisten Medien kritisiert, aber man muss die Augen schon fest verschlossen halten, um nicht zu sehen, dass durchaus auch abweichende Stimmen zu Wort kommen und gekommen sind. Aber die Medien sind für Jebsen nur Teil einer viel größeren Verschwörung:

Diese Presse hat sich als Teil eines extrem aggressiven Wirtschaftssystems demaskiert, das ohne Krieg nicht auskommt, um immer neue Märkte zu erobern.

Dieser Vulgärmarxismus für den Hausgebrauch muss angesichts der Frage ins Stottern kommen, warum denn so viele deutsche Wirtschaftsbosse energisch für den Frieden eintreten. Rasch lässt Jebsen nun die Ukraine hinter sich, um uns tiefer ins Herz seiner geistigen Finsternis zu führen. Er kennt die Zentrale der großen Weltverschwörung, es ist die

die FED. Die Amerikanische Zentralbank.

Ich kann Jebsens These nur unterstützen. Auch ich erhalte monatliche Zahlungen von der FED dafür, dass ich mutige Streiter der Wahrheit mundtot mache. Den wilden Assoziationsketten, die Jebsen im fröhlichsten Gehirnfasching nun über Ron Paul zu Julian Assange zu Edward Snowdon führen, kann ich nur schwer folgen. Fest steht nur: Die Amis sind schuld. Sie sind sogar schuld an den … höhö … „Terroranschlägen“ vom 11. September 2001. Der Beweis? Es passierte damals

DIE PANNE SCHLECHTHIN […] Am 11. September 2001 sendete das Britische Staatsfernsehen, die BBC, um 17 Uhr einen Bericht über den Zusammensturz von WTC 7. Mit allen Details. Obwohl das Gebäude noch stand, und erst 20 Minuten später über der eigenen Grundfläche zusammensackte. Vergessen? Oder verdrängt?

Wer nun Ken Jebsen noch in irgendeiner Weise als ernsthaften Akteur akzeptieren kann, dem kann ich und niemand sonst auf der Welt mehr helfen. Braucht es noch mehr? Bitte: Osama bin Laden wurde erschossen?

NIEMAND HAT WELTWEIT AUCH NUR EIN EINZIGES BILD DES PROMINENTESTEN TOTEN TERRORISTEN DER WELT VERÖFFENTLICHT.

Mal abgesehen von dem Bild des toten Terroristen, das die Amerikaner veröffentlicht haben und in allen Medien der Welt zu sehen war. Aber wir wissen ja Bescheid. Die Amerikaner! Die Medien! [Korrektur: Ich bin in meinem Text einer falschen Erinnerung aufgesessen. Es gab kein offizielles Bild des toten bin Laden, sondern nur diverse Fälschungen und Bilder ungeklärter Herkunft. Die amerikanische Regierung entschied sich dagegen, Bilder der Leiche zu veröffentlichen. Regierungsvertreter und Soldaten bestätigten den Tod bin Ladens aber ebenso wie al-Qaeda selbst.] Letztere verunglimpfen natürlich auch die neuen Montagsdemonstrationen. Die Journalisten sind alle

Schreibtischtäter

Ein Wort, das bislang für Mörder wie Adolf Eichmann reserviert war. Also bestens passt. Besonders angewidert ist Jebsen von

Jutta Ditfurth, deren Bücher wie Blei in den Regalen stehen

Was für ein Charakter offenbart sich hier! Eine Autorin, die keine Bestseller schreibt, kann ja nichts taugen. (Dass Ditfurths Bücher sich gar nicht übel verkaufen – geschenkt.) Jedenfalls hat diese Frau sich erfrecht, eine

Hass- und Verleumdungskampagne gegen mich und die Redaktion KenFM zu starten

Womit vergleichen wir nun diese Kritikerin am besten? Na klar:

Joseph Goebbels Propaganda

Und in welches Kostüm schlüpft Ken Jebsen in diesem Rollenspiel? In die des

Berliner Vize-Polizeipräsidenten vor der offiziellen Machtübernahme der Nazis, Dr. Bernhard Weiß.

Der Verlust der Scham zählt – nach Freud – zu den sicheren Merkmalen des Wahnsinns. Lässt sich eine größere Schamlosigkeit denken, als sich mit einem verfolgten Juden in der NS-Zeit zu vergleichen? Ken Jebsen, der über Jutta Ditfurth sagt, sie sei

so braun wie ihr Haupthaar […] tief kapitalistisch […] dick

dieser Feigling Ken Jebsen droht der kritischen Autorin mit einer

Zivilklage

Der Leser bemerkt, halb amüsiert, halb erschrocken, wie Ken Jebsen beim Schreiben sämtliche Sicherungen durchbrennen. Wir erfahren, dass es Juden waren, die über die amerikanische Zentralbank die Nazis und den Zweiten Weltkrieg finanzierten … oder so ähnlich. August Bebel bezeichnete den Antisemitismus übrigens einmal als „Sozialismus der dummen Kerls“.

Das Leugnen des Holocaust ist in der BRD nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Wer die Shoah leugnet, bekommt automatisch Besuch vom Staatsanwalt.

Klingt das nicht doch ein wenig nach Bedauern? Nach einer Klage darüber, dass man in Deutschland ja – leider, leider – die Wahrheit nicht sagen dürfe? Aber nein, keine Angst, der Feigling Ken Jebsen wird nie den Holocaust leugnen. Wieso sind eigentlich die Journalisten alle auf der Seite der Juden? Ach so, sie bekommen ja den

Judaslohn

dafür. Der Antisemitismus-Vorwurf gegen Ken FM ist freilich

Aus der Luft gegriffen.

Man kann es nicht abstreiten, dieser Vorwurf liegt wirklich in der Luft. In der schlechten nämlich, die Ken Jebsen verbreitet.

Der politisch Inkorrekte gleicht dem Patienten in der Klapsmühle, der gerne als geheilt entlassen werden möchte, obwohl tief in seinem Innern der Wahn noch immer kitzelt. Er bemüht sich, die fremden Stimmen in seinem Kopf zu unterdrücken, kontrolliert seine Gesichtszüge, will kein falsches Wort über seine Lippen lassen. Aber der erfahrene Arzt durchschaut ihn doch. Und der Patient bricht in Tobsucht aus, bis man ihn wieder in seine Zelle befördert. Tschüss, Ken!

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Kommentare
  1. Rothschild Lakai

    Danke für diesen einerseits erheiternden, andererseits auch sehr informativen Beitrag.

    Vor allem den Satz: „Antisemitismus ist der Sozialismus des dummen Kerls“ werde ich mir merken.

    Gruß 🙂

    PS: Ihr Scheck von der FED kommt dann nächste Woche, hehe

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  2. FreiSchwimmer

    Man möchte dem Autoren dieser Hass- und Hetzschrift hier einfach zurufen: Habe selbst die E… und mach es besser…doch wird auch er sich nur hinter seinem selbsterschaffenen Weltbild kriecherisch das innerhalb seiner political-correctness von sich geben, von dem er weiß, daß die ihn finanzierenden Organisationen dies auch erlauben und er selbst nicht Gefahr laufen wird, sich auch noch dort rechtfertigen zu müssen – denn immerhin geht es dann um seine Ideologie.
    Es ist natürlich ein bekannter „Schachzug“, die Äußerungen eines Anderen einfach nur als „geisteskrank“zu bezeichnen, ohne jedoch selbst in der Lage zu sein, eine der dargestellten Fakten auch sachlich und kompetent zu widerlegen.
    So werden dann hier historische Tatsachen, bspw. die Beteiligung des Unternehmens IBM an der Erfassung der einzelnen Menschen innerhalb des nationalsozialistischen Systems einfach übergangen, da ansonsten bei genauer Beleuchtung die eigenen Ideologie nicht mehr zu halten wäre.
    Alles in allem jedoch sind der Verfasser des Artikels UND Ken Jebsen wohl beide systemimanent – denn nur durch solche Protagonisten überhaupt existiert es.
    Insofern Euch beiden noch weiterhin viel Spaß in Eurer Realität, angefüllt mit Euren Feindbildern und Dogmen, Memen und Systemanpassungen.

    Für die, die mal ein bisschen tiefer gehen wollen:
    http://www.mein-weg-vom-aschenbroedel-zur-koenigin.de/2014/05/03/die-montagsdemo-und-die-wahre-ursache-des-unfriedens-in-der-welt/

    Gruß
    ein Mensch

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    • robinhoodisinthehood

      „Es ist natürlich ein bekannter „Schachzug“, die Äußerungen eines Anderen einfach nur als „geisteskrank“zu bezeichnen, ohne jedoch selbst in der Lage zu sein, eine der dargestellten Fakten auch sachlich und kompetent zu widerlegen.“

      So ist es.
      ich krieg Kopfschmerzen von dem Artikel. Auch die meisten Kommentare hier. Allein schon Hallo Ken. Ihr seid Affen im Zoo. Kommt mal runter. Ihr seid eklig wie ihr euch an Diffamierung eines Menschens aufgeilt. Wer hat euch eigentlich gefragt wie ihr Ken findet. Ich meine natürlich vor allem den Autoren. Ihr bezieht euch auf Feindbilder anstatt auf Fakten. Journalistisch ist dieser Blog der letzte Dreck. Du wiederlegst Thesen mit dem Gefühl, wenn man das glaubt, MUSS man ja ein SPinner sein. Das machst du recht geschickt, lieber Blogautor. Aber wer kritisch denkt, kriegt von dir nur das gefühl, dass du ziemlich eng denkst und außerdem ein Gutmensch bist, der selber sagen will, was richtig und was falsch ist, oder du einfach zu scheisse erzogen wurdest und dich damit aufhälst zu beweisen, wie schlecht andere sind. LEISTE ERSTMAL SELBER WAS! Pfeife ey. Ken ist super, weil er Berichte rausbringt, die andere nicht rausbringen, wie zum Beispiel Daniele Ganser. Und der arbeitet mit Fakten im Gegensatz zu ihnen kleiner Wicht. Sie sind bestimmt eigentlich Jutta Dittfurth. Genau so riecht das hier auf ihrem Blog. Diffamierung und schlechtes Gewissen erzeugen. Widerlich. Lern mal Journalismus

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      • Paolo

        Why are so many Germans totally incapable of discussion and honest criticism?
        The author of this piece should be ashamed, and the worst of it is that he frames this primitivism as a work of intellectual insight and analysis. The German sickness in polit TV, use cheap pseudoanalysis to paint your opponent as mentally or socially disturbed in order to place them in a box with the other supposed „nutcases“ or unacceptable radicals. It seems to work every time. How can a land that refers to itself as a country of poets and thinkers fall for such cheap bluffery time and time again?
        In my time in germany i have encountered very few poets and even fewer real thinkers. The author of the above piece is certainly no thinker.

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    • Oswald Immergrüner

      Lieber Mensch, ja da stimme ich dir doch in vielen Punkten zu. Es macht keinen Sinn sich so aufgeregt um die sich selbst ausgesuchten Gegner zu kümmern und sich daraus die eigene Existens und Weltanschauung zu basteln. Mehr Energie für eine Alternative an der dann alle gemeinsam arbeiten können und sollten wäre doch interessanter. Also auch aufgreifen was gut ist und nicht gleich alles zerschlagen. Diese hilflosigkeit vor der Realität ist zwar verständlich aber wenig hilfreich.
      Leider finde ich auf deiner Seite aber auch nur Werbung und lange Erklärungen über das was auch jeder weiß. Was soll das also.

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  3. B. Weller

    Meine Meinung zu Ihrem Artikel: Sie wollen aus der aktuellen Aufregung um Ken Jebsen und Ulmen profit schlagen. Hat ja auch funktioniert, denn ich bin hier..

    Ich versuche mich in Neutralität zu üben, auch wenn es schwer fällt. Sie kopieren hier einige Zitate rein. Dann doch bitte auch einen Link zur gesamten Rede, damit der unwissende Leser sich auch ein Bild der Zusammenhänge machen kann. Leider habe ich den Link nicht zur Hand, aber Sie haben ihn gewiss.

    Dann würde nämlich z.B. auch auffallen, dass Herr Jebsen sich eben NICHT auf eine Bühne stellt und häufig wiederholt, dass die Friedensbewegung eben KEINE Köpfe braucht, sondern jeder selbst gefordert ist zu handeln, sich zu informieren etc.

    Ich hätte mir gewünscht, dass Sie zumindest das erwähnen. So wirkt Ihr Artikel für mich auf das, was Sie Herrn Jebsen vorwerfen: Hetze

    Ratsam ist es auch sich genauer über die von Herrn Jebsen gemachten Äußerungen und geschichtlichen Zusammenhänge zu informieren. Im Vergleich zu vielen Autoren und Journalisten, führt dieser nämlich häufig genug Quellen für seine Aussagen auf. Die 99% seiner restlichen Beiträge scheinen Sie komplett ignoriert zu haben.

    Wenn Sie Herrn Broder in Ihrem Artikel erwähnen, warum dann auch nicht die Kontroversen um seine Person? http://de.wikipedia.org/wiki/Henryk_M._Broder#Kontroversen

    In Erwartung das diese sachliche Kritik auch veröffentlicht wird,

    B. Weller

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  4. Name*manfred köhler

    Es ist schon faszinierend , diesen Text zu lesen – zumindest deswegen , weil der geneigte Leser nach jedem weiteren gelesenen Satz auf das berühmt-berüchtigte WHOOO : das ist ES gestossen werden will !!
    Nichtsdergleichen folgt … schade !
    Denn zur Zeit sind viele unterwegs unterwegs , die , wie die Dame , die so gerne in grüne Äpfel beisst , sich wieder ins „grüne“ , oder „rote“ ( ? ) lampenlicht gestellt wissen wollen !
    Demokraten der „hoch-demokratisch aufgeklärten Sorte“ ( wobei SIE sicherlich noch auf der Suche nach weiteren „OBJECTEN ihrer journalistischen Begierde“ unterwegs sein dürften ) – zumindest diese politischen Tugendwächter – geben die Marschrichtung vor !
    Jeder darf mal , ihn , diesen KEN denunzieren , diffamieren bis zum Erbrechen – wo kommen wir dahin , jemanden nicht mit spitzer Feder anzugehen , der sich ausserhalb der scheibenden „Elite“ positioniert hat !!??
    Doch eine inhaltliche Auseinandersetzung sucht man/frau vergebens !
    Vielmehr werden regelmässig nur Schlagworte , wie die NEU-RECHTE und ähnliche nichtssagende Worte in den öffentlichen Raum geschleudert , und es wird recht ungeniert auf Drittpersonen alibihaft , schon fast schamhaft-verlegen zurück gegriffen .
    Oder es wird einfach nur , Pardon , billig fabuliert auf einem sehr persönlichen , abgeschmackten intellektuellem Niveau !

    Ist das also vielleicht eine nur sehr persönliche Abrechnung mit KEN …. ??
    Oder sollte diese teilweise wüste und ansonsten pseudo-satirische Beschimpfung einem bestimmten Zweck dienen ; welche Absichten verfolgt also der Verfasser dieses hier vorliegenden pamphlets !
    Kurzum , und wenig ergreifend , es gibt „qualifiziertere“ Verrisse … dieser hier , ist einfach zu bieder , zu banal…nur ordinär !! M.K.

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  5. Claus Stubenhöfer

    Guten Tag!
    Ich weiß zwar nicht, wer Sie sind, aber Sie haben eine merkwürdige Art, Personen zu kritisieren und zu diskreditieren. Dass man selbst einzelne Wörter ohne jeglichen Zusammenhang und ohne Quellenangaben als Zitat benutzt, ist schon ziemlich schwach. Dass man aber Friedensbewegung mit Anführungsstriche schreibt, ist völlig daneben. Ich fühle mich persönlich beleidigt. Ist es etwa verwerflich, für den Frieden zu demonstrieren? Ist das unanständig? Muss man immer das sagen, was die Mehrheit sagt?

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        • H. Kamai

          Sie haben dies zwar in Ihrem Text korrigiert bzw. den völlig absurden Part „durchgestrichen“ – aber eben nicht gelöscht. Zum einen stellt es Sie als einen angeblichen Autor sehr infrage und zum anderen machen Sie sich überhaupt keinen Gefallen damit, anderen Lesern die Möglichkeit zu geben, welchen Müll Sie versucht haben zu verbreiten. Es wäre sicherlich sinnvoll, diesen Part zu löschen, damit man wenigstens noch ein bisschen die Lust hat, sich Ihren Artikel durchzulesen.

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          • Micha

            Wenn man einen Fehler macht, dann sollte man ihn transpararent korrigieren und nicht verschleiern. So zumindest denken aufrichtige Menschen. Ob Sie Lust haben, meinen Müll zu lesen, ist mir herzlich gleichgültig.

      • immortal

        Und? Welchen anderen Beweis liefern sie ersatzweise? Oder reicht ihnen die merkwürdige Geschichte, dass man dem Mann aus Respekt vor seiner Religion eine Seebestattung gegönnt hat?

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        • Samuel

          Jemand, der eine krude Behauptung aufstellt, muss Belege hierzu liefern. Und das ist durchgehend Herr Jebsen. Hier wird darauf aufmerksam gemacht, dass diese Behauptungen unstimmig und größtenteils an den Haaren herbei gezogen sind. Um etwas als falsch zu erkennen, muss man nicht wissen, wie es „wirklich“ oder „richtig“ war. Nur, dass das Falsche eben falsch ist.
          In der Wissenschaft nennt man so etwas übrigens „Falsifizierbarkeit“.
          Wie wäre es, wenn Sie oder Herr Jebsen mal aktuelle Bilder von Bin Laden präsentieren? Damit würden Sie wiederum Herr Bittners Behauptungen falsifizieren.

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  6. Torsten

    Ich nehme an, dass Sie, Herr Bittner, weder an Größenwahn noch an Narzissmus leiden und sich daher auch nicht einbilden, ohne entsprechende psychiatrische oder psychotherapeutische Qualifikation in Ihrem Blog eine öffentliche Fern-Diagnose über eine Wahnstörung bei Ken Jebsen stellen zu müssen.
    Leider haben Sie sich oben nur sehr wage zur genauen Art der von ihnen diagnostizierten Wahnstörung geäußert. Die von Ihnen dargelegten Symptome könnten laut Ihres fundierten Berichtes nach ICD-10 auf F22.0 hindeuten und die von Ihnen ebenfalls festgestellte Narzisstische Persönlichkeitsstörung wäre F 60.8 (das wissen Sie ja aber natürlich). Mich als interessierten Laien würde natürlich noch brennend interessieren, was nach Ihrem Urteil nun Ihre genaue Diagnose ist und welche entsprechenden therapeutischen Schritte Sie vorschlagen.

    Naja, mal im Ernst. Für Ihren Blogbeitrag habe ich allenfalls persönliche Hähme übrig.

    Was mich aber beunruhigt: Wenn Sie Ihre Argumente gegen Leute, deren Meinung Sie nicht teilen, auf eine Medikalisierung, Pathologisierung, gar eine Psychiatrisierung stützen müssen, ohne dass bei Ihnen die Alarmglocken bimmeln, wie lange wird es dauern, bis Sie an der Hospitalisierung von Leuten mitschreiben, deren Meinung Sie nicht teilen?

    Und: Jebsen, ja? – Jebsen ist mir wirklich schnuppe.

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  7. Bernhard Niederreiter

    Sehr geehrter Herr Bittner,
    Ihre harsche Kritik zu Ken Jebsen kann nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass Sie die entscheidenden Knackpunkte ebenso meiden und tabuisieren wie der gesamte Mainstream. So entsteht eine absurde Parakommunikation. Warum sollte es eigentlich absolut verboten sein, sich kritisch mit 9/11 auseinander zu setzen? Ist jeder, der den Kollaps von WTC7 nicht versteht, automatisch ein durchgeknallter Verschwörungstheoretiker?
    Sie setzen bezüglich dieses herausragenden Ereignisses eine absolute Vertrauenswürdigkeit voraus, obwohl Amerika in der Vergangenheit nachweislich nicht zimperlich war, Kriegsgründe zu inszenieren. Worin begründet sich eigentlich diese Vertrauenswürdigkeit?
    So endet Ihr Text in der obligatorischen Diffamierung, die jeden Kritiker heimsuchen wird, der dieses Thema bespricht. Das ist klassische Tabuisierung.
    So bleibt Ihr Text einer von den vielen nutzlosen Texten, die nicht der Aufhellung sondern der Verwirrung dienen.

    Antworten
    • Samuel

      „Warum sollte es eigentlich absolut verboten sein, sich kritisch mit 9/11 auseinander zu setzen?“
      Ist es gar nicht. Jede Menge Menschen haben dies getan. Darunter Menschen, die in den USA beschlossen haben, dass man in solchen Fällen Passagierflugzeuge abschießen darf und Menschen in Deutschland, die dargelegt haben, dass dies nicht gemacht werden darf.

      „Ist jeder, der den Kollaps von WTC7 nicht versteht, automatisch ein durchgeknallter Verschwörungstheoretiker?“
      Diejenigen, die ihn nicht verstehen sicherlich nicht per se. Aber Menschen, die z. B. Behaupten, dass es eine kontrollierte Sprengung war, obwohl niemand gesehen hat, dass Löcher für mehrere hundert Sprengsätze gebohrt wurden, Kabel verlegt wurden etc. eher schon.
      Es steht hier ja nicht zur Diskussion, ob die USA gerne verfehlte Außenpolitik betreiben, aber daraus „9/11“ als „False Flag“ abzuleiten ist ganz schön weit weg von Occams Rasiermesser.

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  8. Hendrik

    All diese Beiträge gegen Herrn Jebsen vergessen eines: die Menschen sind nicht schwarz-weiß. Es gibt nicht nur 100% Anhänger und 100% Gegner. Man muss nicht 100% mit dem einverstanden sein, was Herr Jebsen sagt, um nicht trotzdem einigen seiner Ansätze zuzustimmen. Darunter fällt beispielsweise die Aussage, dass unser Geldsystem krankhafte Auswüchse besitzt und per se zu einer exponentiell auseinander driftenden Arm-Reich-Schere und damit regelmäßig zum Kollaps führt.

    Die Kritik am Geldsystem ist berechtigt, seine Begründung der Kritik mag man hinterfragen, aber ganz abtun kann man sie auch nicht. Ein System, das Reiche reicher und Arme ärmer macht, birgt enormes Machtpotential. Wer und wem dies nun nutzt, ja, da mag man vielleicht anderer Ansicht sein als Herr Jebsen. Dennoch reißt das andere Punkte seines Weltbildes nicht ebenso ins Abseits „kruder Verschwörungstheorien“. Der Ruf nach Frieden ist genau so berechtigt wie die Forderung, den eigenen Kopf einzuschalten. Egal ob er sich im nächsten Satz selbst widerspricht.

    Klar, einfache Gemüter mögen ihm vollständig auf den Leim gehen. Aber es gibt unter uns auch Menschen, die durchaus zu differenzieren imstande sind, nicht alles für bare Münze nehmen, was der Mann sagt, ihm nicht blind hinterher laufen, ihm aber auch nicht pauschal widersprechen, weil er in manchen Dingen daneben liegt.

    Wir sind doch auch sonst des selektiven Zuhörens (zumeist mit Fokus auf kritikwürdige Argumentationen) fähig. Wieso selektieren wir nicht auch mal die positiven Aspekte eines Weltbildes?

    Denk darüber mal nach!

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  9. Nils

    Vielen Dank für diese prägnante Aufarbeitung. Hoffentlich hilft das manchen Leuten zu erkennen, welchen Leuten sie da zuhören. Weiter so!

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  10. Manns Günther Heier

    Der Text führte mich bis zum letzten Buchstaben und veranlasste much kurz zu der Reaktion, einen Kommentar zu hinterlassen: Ich schätze Herrn Jebsen, ob seiner Liebe zur Musik, zur Kunst des filmischen Schauspiels und seiner Art „Dinge zu bewegen“. Wahnsinn und Genie zugleich“! Ja das kann man ihm attestieren. Er hat früher viele Menschen um sich gescharrt und war ein Revolutzionär der 2000er in seinem Bereich, des Rundfunks. Er denkt schnell, er spricht schnell und Weitsicht war selten sein guter Berater. So schnell er viele Menschen für eine Sache begeistert hat, so schnell hat er diese Menschen wieder verloren. Was nicht zuletzt an seiner egozentrischen Sicht liegt. Diese Menschen haben dabei Einges über sich gelernt und darüber, dass es sich lohnt selbst zu denken und nicht immer Alles und Jedem zu glauben. Diese Erkenntnis lässt mich hoffen, dass Diejenigen, die ihm jetzt huldigen schnell und vielleicht schon sehr bald feststellen, dass es sich lohnt sich umzudrehen. Denn für Jebsen zählt nicht der einzelne Mensch. Dabei ist doch jeder Mensch einzigartig. Für Ihn Zählt nur das, was Er für richtig hält. So und nicht anders ist Jebsen.

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  11. Anonymous

    „Lars Mährholz tat im Anschluss das, was wir, die intellektuellen Journalisten und Kritiker in diesem Land immer einfordern.“

    Diese ganze Selbstbeweihräucherung ist echt zum Schießen! 🙂

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  12. Trecker

    Ich verstehe die ganze Kritik nicht. Das ist doch kein Wahnsinn. Das sind doch Tatsachen. Selbst ganz normale öffentlich rechtliche Reportagen haben doch schon aufgezeigt, dass Standard Oil Öl an Deutschland während des 2. Weltkrieges geliefert haben. Ich erinnere an Henry Ford, der den Opel Blitz hat bauen lassen. Beschäftigt Euch doch bitte mal mit den Inhalten, bevor ihr anfangt, Menschen zu diffamieren!
    Als Volkswirt würde ich euch auch gerne mal die Geldschöpfung erklären. Den Studenten bringen wir einen Gelschöpfungsmultiplikator bei. Warum wohl? Das ist Wissenschaft, Realität und weder Theorie noch Verschwörung.
    Warum fehlt so vielen Menschen die nötige Bildung? Jebsen hat davon jedenfalls sehr viel, auch wenn er mit seinem schnellen Mundwerk manchmal zuspitzt, übertreibt oder vereinfacht, ist es nicht falsch, was er behauptet.

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  13. dankefürdenbeitrag

    Leider kein sehr sachlicher text. Er dient , sicher ähnlich wie bei jebsen, weitestgehend einem bestimmten ziel. Um dieses ziel(für mich sieht es aus als wolle man jebsen in schlechterem licht stehen lassen) zu erreichen, wird
    1. Der text von jebsen verlinkt um zu zeigen, dass man sich mit ihm beschäftigt hat 2.zitate angeführt, wobei nicht aus dem gesamten text, sondern nur die durchaus kritischen, sachdienlichen, passagen
    3. Der, durch undifferenzierte zitatauswahl gestützte, schluss gezogen, bei jebsen läge eine geisteskrankheit vor/ bzw er wäre wegen dieser abstrus wirkenden aussagen nicht ernstzunehmen. Mich hat die lektüre nicht weitergebracht.

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  14. fantomas

    /ironieoff
    Herzlichen Dank für diesen erheiternden und sehr treffenden Beitrag über den oral inkontinenten Jebsen.
    Humor ist ein großartiges Mittel in der Auseinandersetzung mit all den „verfolgten“ Welterklärern, denn davon haben sie meist ebenso wenig wie Ahnung vom Thema – Ebenso wenig deren Jubelperser, wie auch hier beim ein oder anderen Kommentar deutlich wird, die eine differenziertere und sachlichere Sicht einfordern und dann im nächsten Satz mit einem 9/11 Inside Job um die Ecke kommen.
    Realsatire vom Feinsten 😀

    Es sind Beiträge wie ihrer, Herr Bittner, die uninformierten Menschen einen Einblick in das geschlossene und wirre Weltbild von Jebsen und Konsorten liefern und genau darum ist es so wichtig dies zu tun – Dem Verschwörungstheoretiker kann man meist nicht aus seinem Wahn helfen, da er sich schon vollständig gegen Kritik immunisiert hat, aber für den interessierten Außenstehenden ist dies von großem Wert.

    Abermals herzlichen Dank und weitermachen!

    P.S.
    /ironieon
    Liebe Jebsenfans, Montagsdemonstrierer, Kopp-Abonnenten, lediglich-Israel-Kritiker, Youtube-Wolkenkratzerstatiker, Hinterhofsprengmeister, Chemtrailhunter…
    Ich bin natürlich klar teil der großen Verschwörung und gehirngewaschener Lohnsklave des Mossads/FED/Pharmamafia 11elf

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  15. Alexander Geilhaupt

    Ein einfaches „Ken Jebsen ist geisteskrank“ hätte doch gereicht, um Ihre Meinung kund zu tun. Aber nein, Sie reißen Zitate aus dem Zusammenhang und unterstellen prinzipiell jedem, der nicht obrigkeitshörig ist, ein Verschwörungstheoretiker zu sein.

    Nun denn, ich gebe zu bedenken, dass diejenigen, die schon vor Jahren behaupteten, die NSA, bzw. die amerikanische Administration würde alles und jeden überwachen (wollen), ebenfalls als Verschwörungstheoretiker verspottet wurden. Ja und dann? Dann kam Edward Snowden.

    In der Ukraine-Krise sind unsere Mainstream-Medien sehr wohl gleichgeschaltet. Egal ob Kleber oder Roth, egal ob SPIEGEL oder BILD, nirgens wird mehr objektiv berichtet. Weder über die Entstehung der Krise, das derzeit illegitime Putschistenregime mit Beteiligung einer Partei, gegen die selbst die NPD wie ein Kindergarten aussieht, noch über die Tatsache, dass die angeblichen OSZE-Beobachter nicht wirklich offiziell von der OSZE geschickt wurden.

    Jebsen überspitzt und ich teile nicht selten nicht seine Meinung. In einem hat er aber definitiv recht: Bilde Dir Deine eigene Meinung, sei kritisch, prüfe unterschiedliche Quellen.

    Für Sie habe ich abschließend noch einen TV-Tipp: Schauen Sie sich mal die letzte Ausgabe der Sendung „Die Anstalt“ in der ZDF-Mediathek an. Dort wird – auch für Sie – auf leicht verständliche Weise erklärt, wie sehr unsere Leitmedien mit transatlantischen Thinktanks und Lobbyorganisationen von Rüstungsindustrie und Politik verwoben sind. Journalisten, die erst Politiker beraten um anschließend wohlwollend darüber zu berichten, scheinen durchaus die Regel zu sein. Und dann fragen Sie sich ernsthaft, warum „wir“ diesen Scheiß nicht mehr glauben? Von Ihnen geisteskrank genannt zu werden, kommt einem da fast wie ein Lob vor.

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    • Silvan

      Alexander, willst du andeuten, dass nachdem sich einige ehemals als Verschwörungstheorie bezeichnete Spekulationen zur NSA bewahrheitet haben, nun völlig andere Themen betreffende Verschwörungstheorien in irgendeiner Weise glaubwürdiger geworden sind?

      Weißt du, was „Gleichschaltung“ bedeutet? Warum verwendest du dieses Wort, um unausgewogene Berichterstattung zu charakterisieren? Im Detail stehen deine Vorwürfe gegen die Medien übrigens nicht mit der Realität in Einklang, so habe ich zum Beispiel vom tatsächlichen Hintergrund der Militärbeobachter und ihrer Beziehung zur OSZE zuerst im ORF erfahren und dann auf tagesschau.de davon gelesen.

      Die Anstalt ist eine schönes Sendung, aber bei ihren (von Pelzig, glaube ich, erstmals vorgeführten) Beziehungsdiagrammen sollte man vorsichtig sein, nicht dem guilt-by-association-Fehlschluss zu unterliegen. https://en.wikipedia.org/wiki/Association_fallacy

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      • Alexander Geilhaupt

        Hallo Silvan,

        nein, ich will nicht sagen, dass jetzt, nur wegen der NSA, plötzlich sämtliche Verschwörungstheorien glaubwürdiger geworden sind. Vielmehr wollte ich darauf hinweisen, dass es durchaus möglich ist, dass sich eine Verschwörungstheorie bewahrheitet. Besonders bei 9/11 bin ich, was die offizielle Darstellung angeht, durchaus skeptisch. Und das nicht nur, weil WTC 7 augenscheinlich völlig grundlos zusammengebrochen ist. Alleine die Folgen, die sich aus dem Anschlag ergaben, bringen mich zumindest zum Nachdenken. Einen Verschwörungstheoretiker sollte man sich zumindest anhören, ohne seine Ansichten per se als falsch zu betrachten und ihn rechts-außen zu verorten.

        Mir ist bekannt, was Gleichschaltung bedeutet und mir ist auch die Herkunft des Wortes bewusst. Allerdings haben die Nationalsozialisten keinen Anspruch auf die Verwendung dieses Wortes, nur weil es 1933 entstand. Ich verwende sogar ganz bewusst dieses Wort, das übrigens nach 1945 oft für die Presse und Politik der DDR verwendet wurde, denn ich habe das Gefühl, dass unsere ach so freie Presse der öffentlich rechtlichen Anstalten ihrem Auftrag, uns einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu verschaffen, nicht im Geringsten nachkommt. Und Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass es schon ein Unterschied ist, ob das Mitglied im Kuratorium der Atlantikbrücke Claus Kleber zur besten Sendezeit von offiziellen OSZE-Beobachtern spricht, die als Geiseln genommen wurden, oder ob auf tagesschau.de irgendwo steht, dass das ja alles doch nicht so war. Und das, obwohl es längst bekannt war, dass die OSZE-Mission alles andere als offiziell war. Das ist simple Propaganda, die der von Putin inhaltlich in nichts nachsteht.

        Welche Hauptnachrichtensendung und welches andere „Leitmedium“ hat denn über den Inhalt des Assoziierungsabkommen mit der Ukraine ausführlich berichtet und sich objektiv damit auseinandergesetzt, was das für Russland geopolitisch bedeutet hätte. Natürlich versucht Putin die Lage jetzt für sich zu nutzen. Aber damit steht er doch nicht schlechter da als wir Europäer oder die Amerikaner. Unsere Doppelmoral findet das nur scheiße. Wir hätten eben selbst gern die Ukraine dem Westen zugeführt.

        À propos Amerikaner: Hat unsere Administration eigentlich Sanktionen gegen die USA verhängt, weil diese völkerrechtswidrig einen Angriffskrieg gegen den Irak geführt haben? Hat unsere Presse das damals von der EU oder der Bundesregierung gefordert? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Unser – zumindest in der Sache – äußerst weitsichtige Kanzler hat uns vor diesem Krieg bewahrt. Zum Glück, möchte man meinen. In der NSA-Affäre lässt sich unsere Kanzlerin sogar abhören und demütigen. Das scheint nicht wirklich jemanden zu stören. Weder in der Politik noch bei unseren Leitmedien. Warum werden hier kein Sanktionen verhängt, Botschafter ausgewiesen und das TTIP auf Eis gelegt? Richtig, weil es in unserem geopolitischen Interesse liegt. Das legitimiert Putins Handeln zwar nicht, setzt es aber mit unserem gleich. Und das sollte ehrlicher Weise auch so an die Bevölkerung kommuniziert werden.

        Es gibt, Urknall sei dank, noch genug Journalisten, die tatsächlich objektiv berichten. Deswegen unterliege ich auch nicht dem von Dir zitierten guilt-by-association-Fehlschluss. Da schließt sich dann auch wieder der Kreis zu Ken Jebsen. Denn wer ihm schon einmal zugehört hat , und ich habe das, live auf einer Montagsdemo, der nimmt eines auf jeden Fall mit: Prüfe, was man Dir erzählt, suche Dir alternative Medien, recherchiere aus unterschiedlichen Quellen.

        Wie gesagt, Jebsen ist nicht das Maß der Dinge und vieles von dem, was er sagt, hält sicherlich einer tatsächlichen Überprüfung nicht immer stand. Aber dem Tenor dieses Artikels, der schlecht recherchiert und zudem äußerst anmaßend und polemisch ist, kann und will ich nicht zustimmen.

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  16. Mechanicus

    Ein sehr zutreffender Text und sehr bezeichnend, dass die „Kritiker“ desselben keinerlei Argumente dagegen aufzubringen im Stande sind. Ein wenig hysterisches Zurückweisen und ein weitere kleine Prise Paranoia vielleicht aber sonst nichts.
    Ich danke für die Erkenntnis, dass zumindest manche Menschen die im Internet schreiben noch denken, wenn sie zuhören und – selbst auch zum Teil berechtigte – Enttäuschung über unsere Demokratie nicht jeden dazu verführt in Form vor Hass geifernder Trotzreaktionen auf solch traurige Figuren zu hören oder verachtenswerten Diktatoren hinterherzubuckeln.
    Ich lächele dankend und gehe zufrieden in die Nacht

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  17. Mika

    quak quak quak

    „Hass- und Hetzschrift, political-correctness, historische Tatsachen, systemimmanent, Feindbilder, Systemanpassungen, Neutralität, Hetze, geschichtliche Zusammenhänge, Demokraten, politische Tugendwächter, denunzieren , diffamieren, scheibenden Elite, Friedensbewegung, tabuisieren, Mainstream, Parakommunikation, nachweislich, Kritiker, Tabuisierung, Anhänger, Gegner, Geldsystem, krankhafte Auswüchse, Machtpotential, anderer Ansicht, Volkswirt, Geldschöpfung“

    quak quak quak

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  18. Aluhut

    Dieser Artikel fängt auf wunderbare Weise die amüsante Gruseligkeit des Jebsenwahns ein. Interessant finde ich vor allem die Gereiztheit mit der auch seine Anhänger auf Kritik reagieren – siehe Kommentarspalte hier.

    Wie jeder gute Verschwörungstheoretiker entwickeln sie ständig neue Zusatztheorien, um die Widersprüche ihrer Version der „Wirklichkeit“ zu übertünchen.

    Eine kleine Anekdote sei mir erlaubt: Am 5. Mai behauptete Jebsen öffentlich während der ‚Mahnwache‘, persönlich mit einem Arzt aus Odessa kommuniziert zu haben, der nach der schrecklichen Tragödie Menschen behandelt habe. (Quelle: http://youtu.be/aJFgipWDXR8 , ab etwa 2:00)

    Die Geschichte, die er dann erzählt, entspricht (z.T. wörtlich) der, die just am Wochenende vor seiner Rede über ein gefaketes Facebook-Profil verbreitet wurde. Hinter dem Hoax steckte ein russischer Nationalist, der Propaganda auf Kosten der Opfer machen wollte.
    (Quelle: http://www.interpretermag.com/russia-this-week-new-us-sanctions-hit-closer-to-putin/)

    Offenbar ist Jebsen einer Ente aufgesessen, hat aber in seinem Größenwahn geglaubt, er könne einfach eine Geschichte als hautnah erlebte Wahrheit präsentieren, die ihm gerade in den Kram passt und keinem würde es auffallen. Das dürfte nicht der einzige Fall sein, in dem er so vorgegangen ist…

    Jebsen selbst reagiert nicht auf Anfragen bzgl. der Quelle seiner Äußerungen. Seine Fans kommen aber bereits mit eigenen Geschichten um die Ecke. Da ist z.B. von einem zweiten Arzt die Rede, den es wirklich gegeben haben könnte und mit dem Jebsen gesprochen habe… Wie der heißt, wissen sie aber nicht.

    Es ist erschreckend, aber auch faszinierend, wie kreativ die Wahnwitzigen werden können, wenn es darum geht, trotz größter Widersprüche doch wieder zu ihrer Ausgangsbehauptung zurückzukommen: Amerika, Israel und neuerdings die FED – kurz „die“ – kontrollieren die Welt.

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  19. Fritz

    Dieser Artikel wimmelt vor Lügen und Falschdarstellungen.

    Natürlich werden die Massenmedien von wenigen Großeigentümern kontrolliert. Eine vorgegaukelte Pressefreiheit mit den Worten „dass durchaus auch abweichende Stimmen zu Wort kommen“ zu verteidigen ist doch lächerlich.

    Den Hergang des Holocausts zu schildern und klar zu machen, dass auch Mächte anderer Nationen beteiligt waren, ist die Wahrheit und keine Leugnung desselben.

    Und natürlich ist ein drittes Gebäude(WTC7) am 11.09 2001 zum Einsturz gebracht worden, ohne das es Kontakt mit Trümmern der ersten beiden Gebäude hatte.

    Auch das Bild, welches Osama Bin Laden nach seiner Hinrichtung zeigen soll, hat sich eindeutig als Fälschung ergeben.

    Wach auf!

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  20. Jolanda Voscherau

    Ein sehr gutes, treffendes Portrait über das neuronale Konfetti im Hirn von Ken Jebsen, der einerseits öffentlich in Interviews erklärt, dies sei nur ein angenommener Künstlername, er heiße in Wahrheit Moustafa Kashefi. Andererseits aber dafür bekannt ist, vor allem zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens bei Facebook persönliche Nachrichten an User zu schicken und genau das Gegenteil zu behaupten … Gerade wer sich Einblick in die Fülle nächtlicher Nachrichten von Jebsen/Kashefi verschafft, erkennt den wirren Geist, den irren Trieb eines Mannes, der einmal ein begnadeter Unterhalter im Radio und Fernsehen war.

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  21. Jean

    Leute, Leute.. ich stehe im Moment ein wenig zwischen Stühlen. Der Artikel hat mich unterhalten und halte von Ken Jebsen (wer nennt sich freiwillig Ken? Zu viel mit Puppen gespielt?) und seiner Weltanschauung auch ni HT gerade viel. Ob man der Diskussion damit einen Gefallen tut, wenn man persönlich wird, glaube ich aber auch nicht. Genauso wenig verstehe ich den Widerspruch, dass der mündige Montagsdemonstrant sich einerseits als unabhängig in seiner Meinungsbildung darstellt, darüber hinaus Jebsen eben nicht als Meinungsführer sieht und ihm auch nicht in allen Punkten zustimmt, ihn aber andrerseits in den ganzen Foren und auf YT bis aufs Blut verteidigt.

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  22. Tex Grobi

    Dass die Protagonisten der „neuen Friedensbewegung“ und der allwöchentlichen Mahnwachen in Berlin teilweise (sehr zurückhaltend ausgedrückt) fragwürdige Gestalten sind – geschenkt. Tatsache ist aber, dass viele der Leute, die dort auf die Straße gehen und sich für Frieden und Gerechtigkeit, gegen Unterdrückung und Ausbeutung starkmachen wollen, eigentlich unsere natürlichen Verbündeten sind. Die dargebotenen Analysen mögen schwer unterkomplex und irreführend sein, und daran zu glauben, naiv; aber dürfen wir Linken es uns leisten, einen solchen (oft noch un- oder fehlartikulierten) Protest gegen das System arrogant rechts liegen zu lassen?
    Nein, ich meine, wir sollten dort hingehen, wo ja angeblich ein offenes Forum besteht, uns das Mikro schnappen und über die Zusammenhänge des Kapitalismus aufklären – denn sonst landen viele derjenigen, die dort von uns alleingelassen ihre Wut demonstrieren, am Ende tatsächlich bei den ganz Rechten, und das können wir nicht wollen.
    Nicht Aus- und Abgrenzung werden uns weiterhelfen, sondern die Leute da abzuholen, wo sie nun einmal stehen, um sie durch gutes Zureden auf einen besseren Weg zu bringen. Das mag möglicherweise wiederum arrogant klingen – aber kluge Köpfe wie Jutta Ditfurth hätten doch durchaus das Zeug, die Leute zu überzeugen, wenn sie nur genügend Geduld aufbrächten.
    http://misanthrope.blogger.de/STORIES/2401873/

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  23. Raphael Durden

    Eine schöne Psychoanalyse von jemandem, der keine Ahnung von Psychologie hat. Es sei denn Herr Bittner hat nebenbei irgendwann mal noch Psychologie studiert und es nicht angegeben. Aber von Philosophen kennt man solche Anmaßungen sich in jede andere Wissenschaft einmischen zu dürfen. Desweiteren finde ich es unterhaltsam, wenn jemand sich über eine „Gruppierung“ pauschal und mit Vorurteilen lustig macht und dann mit Antisemitismus kommt. Was war der Antisemitismus nochmal? Ach ja, eine ganze „Gruppierung“ pauschal mit Vorurteilen zu diskriminieren.
    Und dann wieder diese klassische Methode Sätze einzeln zu zitieren und aus dem Zusammenhang zu reißen. Sowas kenne ich nicht nur von RTL, sondern auch von „Islamkritikern“, die einzelne Stellen aus dem Koran heraus nehmen und dann behaupten eine ganze Religion würde zu Mord und Totschlag aufrufen. Wie nah die Kritiker doch bei den Menschen sind, bei denen sie nicht sein wollen…

    Antworten
  24. Toni

    Danke für den tollen Text! Was dort erklärt wird, findet sich in der Kommentarspalte wieder – unfreiwillig und darum ebenfalls sehr unterhaltsam. Selbst nie um einen obszönen Nazivergleich verlegen, bei jeder Kritik aber sofort über „Denunziation“ und „Unsachlichkeit“ mosern…

    Antworten
    • Raphael Durden

      P.S. Ich würde vielleicht mal mehr als 1 oder 2 Videos von „Ken FM“ klicken um ihn zu verstehen ihr Pseudointellektuellen. Es ist ja hier schlimmer als die bei FDP. Ein wundervoller Ausdruck wie ihn Goethe nicht besser formulieren könnte und der Inhalte ist bei unterhalb der Bild Zeitung. Ich scheiße auf den Ausdruck weil ich mit Worten niemanden Flach legen will. In dem Sinne.

      https://www.youtube.com/watch?v=24AwvpTNp8g

      Danke!

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  25. Ich, die lebendige Beleidigung für Ken Jebsen

    Zitat:

    „Der poli­tisch Inkor­rekte gleicht dem Pati­en­ten in der Klaps­mühle [sic!], der gerne als geheilt ent­las­sen wer­den möchte, obwohl tief in sei­nem Innern der Wahn noch immer kit­zelt. Er bemüht sich, die frem­den Stim­men in sei­nem Kopf zu unter­drü­cken, kon­trol­liert seine Gesichts­züge, will kein fal­sches Wort über seine Lip­pen las­sen. Aber der erfah­rene Arzt durch­schaut ihn doch. Und der Pati­ent bricht in Tob­sucht aus, bis man ihn wie­der in seine Zelle beför­dert.“

    Hallo Herr Bittner,

    ich hatte Ihnen ja privat bereits eine Mail dazu geschrieben. Jetzt noch mal hier:

    Wie schafft man es als Linker, in ein und demselben Satz Political Incorrectness zu beklagen und dann zugleich übelste Stereotype über Menschen mit sozialrechtlich anerkannten psychischen Erkrankungen/Behinderungen zu verbreiten? Und dann auch noch Menschen, die andere Menschen diskriminieren, mit einer Minderheit zu vergleichen, die selbst Zielscheibe heftigster Stereotype ist – jenen Stereotypen, die man im selben Atemzug verbreitet?

    Oder betrachten Sie Politcial Incorrectness nur in solchen Fällen als Problem, in denen sich bereits ein zumindest relativ (!) breiter gesellschaftlicher Konsens hinsichtlich ihrer Verwerflichkeit etabliert hat? Hätten Sie es dann vor der Zeit der 68er auch in Ordnung gefunden, Schwule „pervers“ zu nennen? Mit derselben tief empfundenen Selbstverständlichkeit, mit der Sie heute Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, für eine geeignete Beleidigung für politische Gegner halten? Oder ist Political Correctness für Sie keine Eigenschaft, die man sich durch kritische Selbsthinterfragung und entsprechend sensibles Verhalten gegenüber den Opfern von Diskriminierung und Marginalisierung in einem langen Prozess (der vermutlich auch niemals abgeschlossen ist) aneignet – sondern eine Kategorie von Menschen, der man per linker Identitätskonstruktion und antifaschistischem Engagement bereits automatisch angehört – weil man dann ja auf der „guten“ Seite steht und die Welt sowieso „schwarz-weiß“ ist?

    All diese Antworten bleiben Sie mir noch schuldig.

    Bitte entschuldigen Sie auch, dass ich mich durch Ihre Äußerungen diskriminiert fühle. Wissen, Sie, wenn man den ganzen Tag über damit beschäftigt ist, das Zucken im eigenen Gesicht zu unterdrücken und nicht allzu auffällig zu sabbern, dann wird man schon mal paranoid und fühlt sich vollkommen grundlos stigmatisiert. Z.B. auch wenn linke, „progressive“ Facebook-Seiten Menschen mit Aluhüten zeigen und das unglaublich witzig finden (und für eine geeignete Beleidigung für Herrn Jebsen halten) – garniert mit lustigen Sprüchen von Frau Ditfurth. Wieso werfen Sie Herrn Jebsen eigentlich nicht auch seine iranischen Wurzeln vor? Im „Freitag“ habe ich auch erst kürzlich gelesen, dass Herr Jebsen wohl seine iranische Herkunft verschweigt, weil das seine Glaubwürdigkeit untergraben würde. Nicht dass Sie was für den Alltagsrassismus anderer könnten – aber das Etikett, das Sie Herrn Jebsen aufdrücken, ist leider auch nicht weniger diskriminierend. Nur dass die Opfer hier andere Menschen sind (seelisch behinderte Menschen), die Sie als „wirksame Beleidigung“ instrumentalisieren – die xenophoben Reflexe Ihrer Leser dabei offensichtlich bereits antizipierend.

    Genug des Sarkamus – ich hatte Ihnen ja bereits in meiner Mail geschrieben, dass ich Ihnen keine böse Absicht unterstelle, sondern lediglich (in dieser Hinsicht) Gedankenlosigkeit und ein mangelndes Problembeweusstsein im Hinblick auf Alltags-Ableismus (Behindertenfeindlichkeit) gegenüber Menschen mit psychischen Behinderungen. Dieses mangelnde Problembewusstsein teilen Sie mit schätzungsweise 98% der Deutschen und vielleicht 95% der Linken.

    Blöd für mich und meine soziale Gruppe ist nur, dass eben diese Stereotype und Stigmatisierungen, die Sie hier so fröhlich verbreiten, nachweislich (belegt durch empirisch-psychologische Studien) die Prognose von Menschen, die das Etikett „psychisch krank“ oder gar „schizophren“ tragen, in vielen Fällen sehr ungünstig beeinflussen und oftmals auch kausal an einer Chronifizierung mitbeteiligt sind (- die ja auch bei schizophrenen Erkrankungen nicht zwingend eintreten muss).

    Blöd auch, dass Menschen aus meiner sozialen Gruppe oft ohnehin schon bis unter die Achselhöhlen traumatisiert sind – weil ihre körperlichen, psychischen oder sexuellen Gewalterfahrungen und die Unfähigkeit, diese noch zu ertragen, erst der Grund dafür waren, dass ihre schizophrene Erkrankung (bei entsprechendem genetischen Risiko) überhaupt ausgebrochen ist. Und blöd, dass die erhöhte Suizidrate unter Schizophrenie-Erkrankten (10 bis 15% mit „Erfolg“) neben den unmittelbaren Symptomen dieser Erkrankung auch auf die soziale Stigmatisierung zurückgeht, an der auch Sie als Linker hier gerade mitschreiben. Offenbar nicht wissend, dass Sie viele Menschen damit zutiefst verletzen. (Und keine Angst, ich bin nicht suizidal – ich rege mich gerade nur auf).

    All das macht mich sehr wütend. V.a. auch macht mich wütend, dass Sie mich und meinesgleichen offenbar nicht für eine Gruppe halten, die ebenfalls mit Respekt zu behandeln wäre – denn Sie fordern Political Correctness ja in demselben Satz ein, in dem sie mich mit aller Selbstverständlichkeit stigmatisieren, das Zucken im Gesicht (das übrigens auch eine Nebenwirkung der Psychopharmaka sein kann) beschreiben und Begriffe wie „Klapsmühle“ verwenden. Begriffe, für die Sie auch (fast) jeder Mensch, der mit psychisch erkrankten Menschen privat oder beruflich zu tun hat, in Ihre Schranken weisen würde – weil man eben einfach weiß, dass sie diskriminierend sind. Und der Widerspruch fällt Ihnen noch nicht einmal auf – weil ich für Sie offenbar einer „sozialen Minderheit der letzten Klasse“ angehöre.

    Es ist keine Schande, Fehler zu machen – man sollte dann halt auch nur zu ihnen stehen und sich ggf. an entsprechender Stelle entschuldigen. Natürlich aber nur, wenn man den Fehler auch erkennt und begriffen hat, dass in der Gesellschaft, in der wir leben, glaubhaftes antifaschistisches Engagement immer mit der selbstkritischen Auseinandersetzung auch mit dem eigenen Denken und Verhalten beginnt. Das betrifft uns alle – und es ist auch nicht so, dass ich noch nie Menschen diskriminiert hätte, ohne dass es mir in dem Moment selbst bewusst gewesen wäre. Würde ich das glauben, hätte ich auch nicht begriffen, worum es geht. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren Blog und Ihr politisches Engagement.

    Und entschuldigen Sie bitte den sarkastischen Unterton – aber manchmal ist es einfach wichtig, seine Wut auch an der richtigen Stelle abzuladen, statt sie immer in sich hinein zu fressen und daran immer kränker zu werden. Und dann ist es auch OK. Sie haben sich, ohne sich dessen bewusst zu sein, diskriminierend verhalten – entschuldigen Sie sich – und gut ist. Es stört mich einfach nur, dass diese ableistischen Stereotype im Zusammenhang mit der Aufklärung über Verschwörungstheorien gerade durch ziemlich viele linke Blogs geistern und weitgehend unkommentiert dort stehen bleiben. Bei linken Blogs stört es mich deshalb besonders, weil ich genau weiß, dass Diskriminierungen, die man selbst unter Linken noch weitgehend problemlos äußern kann, ein ziemlich guter Indikator dafür sind, dass in der breiten Gesellschaft in dieser Frage noch (fast) überhaupt kein Problembewusstsein existiert. Und wenn man dann selbst Zielscheibe solcher Stereotype ist, dann fühlt sich das nicht toll an. Wie gering das gesellschaftliche Problembewusstsein tatsächlich ist, kann man ja hier auch in einigen zustimmenden Kommentaren lesen („neuronales Konfetti“, etc.) Es ist schon erstaunlich, was man in diesem Land, gut 70 Jahre nachdem die Nazis auch unzählige psychisch kranke Menschen ermordet haben, noch so alles über Letztere äußern kann, während man sich dabei zugleich progressiv fühlen kann.

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    • Micha

      Es lag mir fern, ernsthaft eine bestimmte psychische Krankheit diagnostizieren zu wollen, wofür mir offenkundig die Kompetenz fehlt. Ihr Kommentar macht mir bewusst, dass ich die möglicherweise für psychisch Kranke verletzende Wirkung meines Vergleichs nicht ausreichend bedacht habe. Ihrer Gleichsetzung der Diskriminierung psychisch kranker Menschen mit der Diskriminierung von Homosexuellen und anderen Gruppen kann ich aber nicht zustimmen. Es gibt eine Differenz zwischen Wahn und Vernunft, zwischen Einbildung und Wirklichkeit, die zu benennen keine Diskriminierung ist, sondern ein Beitrag zur Aufklärung.

      Antworten
      • VielFalter

        werter herr bittner,
        bis in die 70er jahre wurde homosexualität noch als geisteskrankheit „diagnostiziert“ und „behandelt“.
        auch menschen, die in einem wahnsystem gefangen sind, gehen meist davon aus, dass ihre sicht der welt vernünftig ist.
        „stimmen hören“ ist keine krankheit.

        es ist ein leichtes, jemanden, der anderer meinung ist, als „geisteskrank“ (oder in früheren zeiten auch als „vom teufel besessen“) zu bezeichnen.
        sobald der „erfahrene Arzt“ seine diagnose gestellt hat, darf der „psychisch kranke“ nach herzenslust eingesperrt und „behandelt“ werden – notfalls (und immer häufiger) bis ans ende des immer kürzer werdenden lebens…

        „als geheilt entlassen“ wird in der psychiatrie übrigensschon lange niemand mehr. seit in den 50er jahren die psychiatrischen drogen den markt erobert haben, wird zunehmend in die ambulante dauerbehandlung „entlassen“.

        es liegt mir fern, die gräuel, welche homosexuellen menschen angetan wurden, gegen die gräuel, die (angeblich) geisteskranken menschen angetan wurden und werden, aufrechnen oder miteinander vergleichen zu wollen.
        menschenrechte sind unteilbar. kein „arzt“ sollte das recht haben, sie mir abzusprechen – egal welche sexuelle orientierung ich habe, welcher religion oder welchem irrglauben ich anhänge, egal für wie vernünftig ich mich halte oder welcher wahn mich gerade kitzelt. http://folter-abschaffen.de/

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  26. Geht doch :-)

    Danke zunächst einmal, dass Sie meinen ersten Kommentar jetzt doch freigeschaltet haben und sich im Grunde auch entschuldigt haben. Und natürlich steht es weder Ihnen, noch anderen Journalisten zu, psychiatrische Diagnosen zu stellen – oder auch nur zu beurteilen, ab wann eine Weltanschauung wahnhaft im psychiatrischen Sinne ist. (Leider wird das aber implizit immer wieder versucht).

    Noch etwas dazu:

    „Ihrer Gleichsetzung der Diskriminierung psychisch kranker Menschen mit der Diskriminierung von Homosexuellen und anderen Gruppen kann ich aber nicht zustimmen. Es gibt eine Differenz zwischen Wahn und Vernunft, zwischen Einbildung und Wirklichkeit, die zu benennen keine Diskriminierung ist, sondern ein Beitrag zur Aufklärung.“

    Hier vermischen Sie zwei grundverschiedene Aspekte. Der eine ist, dass es selbstverständlich einen Unterschied zwischen Wahn/Irrationalität und Vernunft gibt, und dass es auch legitim ist, diesen zu benennen. Wenn Sie mit „Diskriminierung“ – im Sinne des sprachlichen Ursprungs dieses Begriffs – nur „Unterscheidung“ meinen, ist die Benennung dieses Unterschieds natürlich legitim und insofern keine Diskriminierung im Sinne struktureller Gewalt.

    Der Aspekt der strukturellen Gewalt gegenüber psychisch erkrankten Menschen – insbesondere Menschen, die an einer Psychose leiden – und der ihrer Stigmatisierung, sozialen Ausgrenzung und Ridikülisierung ist aber ein ganz anderer. Was ich Ihnen übel genommen hatte, war der ridikülisierende Unterton der Passage, die ich oben zitiert hatte, und die Sie damit abschließen, dass Sie Herrn Jebsen in seine „Zelle“ zurückbefördert sehen. Und wenn Sie jetzt mal ganz ehrlich zu sich selbst sind, lässt sich dieser ridikülisierende Unterton kaum bestreiten. Hinzu kommt, dass „Klapsmühle“ nun wirklich ein sehr abwertender Begriff ist. Hierauf bezog sich auch meine Feststellung der Diskriminierung. Ich habe übrigens auch Frau Ditfurth darauf aufmerksam gemacht, dass die Facebook-Seite „Aluhut für Ken“, die sie unterstützt, solche Stereotype bedient.

    Nun wird es im Kontext unserer heutigen Gesellschaft leider als sehr normal empfunden, z.B. Schizophrenie-Patienten zu stigmatisieren – ganz einfach deshalb, weil für die meisten Menschen das häufig bizarre äußere Erscheinungsbild der Erkrankung im Vordergrund steht – und sie über die Ursachen entweder nichts wissen oder sich auch gar nicht dafür interessieren. Wie gesagt geht es zum einen um eine genetische Prädisposition (Vulnerabilität), die aber zunächst nicht im chronischen Hang zur Irrationalität besteht, sondern z.B. in einer Tendenz, hochsensibel und schnell reizüberflutet zu sein – wodurch bei Hinzukommen von Stress die normale Informationsverarbeitung versagt. (Im Übrigen kann prinzipiell jeder Mensch bei extremem Stress eine Psychose bekommen – die genetische Vulnerabilität beeinflusst nur die Wahrscheinlichkeit dafür). Hinzu kommen – entweder als unmittelbarer Auslöser – oder auch als anhaltende prägende Faktoren der Umwelt, die im Laufe der Biographie diese ursprünglich genetische Vulnerabilität zusätzlich erhöhen können – häufig Gewalterfahrungen v.a. emotionaler Art (z.B. Mobbing in der Schule oder emotionale Misshandlungen in der Familie), manchmal durchaus aber auch Gewalterfahrungen sexueller oder körperlicher Art. Es gibt natürlich auch andere belastende Faktoren, z.B. „zentrale“ Lebensereignisse. Für die Betroffenen ist das Resultat am Ende, dass sie durch ihre Erkrankung einer erheblichen Stigmatisierung durch ihre soziale Umwelt ausgesetzt sind – die sie zugleich aufgrund ihrer erhöhten Sensibilität auch noch besonders stark verletzt.

    Da diese Stigmatsierung nachweisbare psychische, soziale und indirekt auch materielle Auswirkungen hat (Berufschancen, etc.) und sogar das Risiko einer lebenslangen Chronifizierung der Erkrankung (zusätzlich) erhöht (- denn nicht jede Schizophrenie muss zwangsläufig chronisch verlaufen – jede dritte bildet sich vollständig zurück -), handelt es sich dabei natürlich um strukturelle Gewalt.

    Und wenn man nun „Diskriminierung“ im Sinne von struktureller Gewalt versteht, dann gebieten doch gerade Aufklärung und Humanismus, die allen Menschen gleiche Rechte und gleichen Wert zugestehen, dass man sich nicht hinstellen kann und sagt: „Ja, aber die Diskriminierung psychotisch erkrankter Menschen ist weniger schlimm als Homophobie oder Alltagsrassismus“. Zumal wenn doch die Folgen dieser Diskriminierung nachweislich nicht weniger schlimmm sind.

    In Bezug auf psychotisch erkrankte Menschen gibt es allerdings leider nach wie vor einen breiten sozialen Konsens, dass es legitim sei, sich über sie lustig zu machen, oder sie mit diskriminierenden Begriffen wie „bekloppt“ oder „durchgeknallt“ zu belegen. Und das ist es nicht. Denn dieser Konsens ist ja letztlich selbst ein Indikator für das Ausmaß der strukturellen Gewalt in einer Gesellschaft und für den Grad ihrer Aufgeklärtheit in Bezug auf diesen Aspekt.

    Psychotisch erkrankte Menschen sind im akuten Zustand ihrer Erkrankung nicht rational – das stimmt. Aber sie sind krank und in vielen Fällen schwerbehindert. Sich darüber lustig zu machen, ist (alltags-)ableistisch (behindertenfeindlich).

    In einem Punkt komme ich auf Sie zu: Man kann auch bei der moralischen Bewertung eines Verhaltens nicht völlig den sozialen Kontext ethischer Normen ignorieren. Daher habe ich Ihnen ja auch nur Gedankenlosigkeit (konkret im Hinblick auf diesen Punkt) unterstellt und keine bewusste böse Absicht. Es macht – streng genommen – auch einen Unterschied, ob z.B. jemand vor 70 Jahren – als das als „Common Sense“ galt – Homosexualität für eine Krankheit oder Verirrung hielt – oder heute im sozialen Kontext einer Gesellschaft, die einen entsprechenden Aufklärungsprozess durchlaufen hat. Nur in Bezug auf die leidvollen Konsequenzen der Diskriminierung macht es tatsächlich keinen Unterschied. Hinzu kommt, dass man, wenn man sich immer nur auf bestehende und bereits sozial akzeptierte Normen bezieht, Aufklärung und gesellschaftlichen Fortschritt behindert – was ja offensichtlich ist. Daher macht es wohl Sinn, den sozialen Kontext zwar nicht ganz zu ignorieren, sich aber bei Diskriminierungen in erster Linie an den Folgen zu orientieren, die diese für ihre Opfer haben.

    Und in diesem Sinne ist – auch heute – die Diskriminierung und Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen kein weniger schwerwiegendes Problem als z.B. Homophobie. Und wenn Sie sich die hohen Suizidraten anschauen, die zum Teil eben auch Folge dieser sozialen Ausgrenzung sind, wird deutlich, wie groß die Parallelen tatsächlich sind.

    Da ich den Eindruck habe, dass ich Sie zum Nachdenken anregen konnte, interpretiere ich ihr Statement als Entschuldigung und nehme diese auch an.

    Antworten
  27. Motombo

    ich hab nach den ersten absätzen aufgehört zu lesen, weil ich bekennender antiamerikaner bin!! und mit „antiamerikaner“ verurteile ich die amerikanische regierung und NICHT das volk!!!!!

    mal eine frage, was haben die USA bzw. die regierung gutes auf dieser welt vollbracht um sie nicht als menschenfeindlich und faschistisch einzustufen??? wenn mir einer diese frage beantworten und begründen kann, dann werd ich evtl. meine antiamerikanische haltung gegenüber dieser regierung ändern! bin mal gespannt… : )))

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    • ik glob es nich

      was wäre wenn es keine usa (mit all ihren vor -und nachteilen)als großmacht gebe, sondern nur russland und china,glaubst du WIRKLICH die verhalten /verhielten sich anders oder gar BESSER? schau dir die verfassungen an und vor allem das alltägliche leben in west und ost.wo glaubst DU , kannst du freier leben und sogar
      „blödsinn“ als tatsachen annehmen und verbreiten?! —- echt? in moskau oder peking!- -da muß ich doch glatt mal hin( wenn ich nicht schon dort gewesen wäre)
      😉

      Antworten
  28. Martin

    Eine kleine Randbemerkung zu WTC 7, falls jemand wirklich daran zweifelt, dass Jebsen sich etwas zusammenspinnt: Das Gebäude war an der Südseite schwer beschädigt, hat über Stunden gebrannt und ist dann in sich zusammengefallen, als die inneren Säulen nachgegeben haben. Auf Truther-Videos sieht man meistens nur die Nordseite und nur das Zusammenrutschen der Fassade – ein Schelm, der Böses dabei denkt … Wenn man sich nicht nur die zusammengeschnittenen Videos der Truther ansieht, kann man klar sehen, wie der innere Teil des Gebäudes zusammenrutscht und erst später die Außenhülle nachgibt, quasi in sich zusammenfällt, weil der Gebäudekern bereits vollständig kollabiert war.

    Antworten
  29. Markus H.

    Leider hat Frau Krone-Schmalz recht, wenn sie im NDR die Neigung des gegenwärtigen deutschen Journalismus beklagt, auf gründliche Recherche zu verzichten. Oft schreibt tatsächlich nur noch eine(r) vom anderen ab. Auch was Ken Jebsen betrifft, wäre es bei aller berechtigten Kritik an diversen antisemitischen Äußerungen nicht zu viel verlangt gewesen, zunächst einmal zu dem zu recherchieren, was er im Chat mit Herrn Broder überhaupt geschrieben hat, und dabei auch einzelne Satzfragmente nicht aus dem Kontext zu reißen. Hätte die Mehrheit der JournalisteInnn das damals getan anstatt ausgerechnet dem Rechtspopulisten und Islamhasser Broder zu folgen, hätte man auf Google gleich auf den ersten Seiten Treffer zu Bernays sowie zu den Verstrickungen von IBM und Standard Oil (Esso) in die NS-Verbrechen gefunden. Und zwar nicht auf den Seiten irgendwelcher selbsternannten Truther, sondern z.B. auf Spiegel Online:

    http://www.spiegel.de/einestages/pr-erfinder-bernays-a-948512.html

    Zitat: „Edward Bernays erdachte in den zwanziger Jahren fast im Alleingang die Public Relations, inspirierte damit sogar Goebbels (…)“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ibm-der-programmierte-massenmord-a-117132.html

    Zitat: „Den Computerkonzern IBM holt seine Vergangenheit ein. Ein neues Buch zeigt die Verstrickung der Datenverarbeiter in den Holocaust. In den USA drohen deswegen Entschädigungsklagen in unabsehbarer Höhe.“

    http://www.spiegel.de/einestages/zweiter-weltkrieg-lebenssaft-der-wehrmacht-a-946446.html

    Zitat: „Vor allem galt es, Flugbenzin zu bunkern, das im Kriegsfall kaum noch importiert werden könnte. Erhebliche Mengen erwarben die Deutschen bis 1938 vom US-Konzern Standard Oil („Esso“); im Gegenzug erhielten die Amerikaner Raffinerieausrüstung für die Ölfelder in Bahrein.“

    Man hätte da auch ruhig mal selber recherchieren können, anstatt von Jebsens Bezugnahme auf überprüfbare historische Tatsachen unmittelbar auf seine geistige Verwirrung zu schließen. Jebsen hat genügend andere problematische und auch antisemitische Äußerungen gemacht, aber was er hier gesagt hat, war zumindest inhaltlich nicht falsch. Dass er diese Informationen dann offensichtlich in seine bestehenden Feindbilder integriert, steht auf einem anderen Blatt.

    Was Bernays betrifft, ist Jebsens Zitat natürlich so lange extrem missverständlich und lädt gerade dazu ein, es als Holocaustleugnung fehlzuinterpretieren, solange man den historischen Kontext ausblendet oder nicht kennt, auf den Jebsen sich bezieht. Wenn auch tatsächlich in einer sehr missverständlichen Ausdrucksweise. „Holocaust als PR erfunden“ legt tatsächlich zunächst sehr unangenehme Assoziationen nahe. Insofern ist es einerseits auch erklärbar, warum das Gerücht, Jebsen habe den Holocaust geleugnet, in der Presse schnell die Runde machte. Unter Berücksichtigung der historischen Fakten um Bernays‘ ideologischen Einfluss auf Goebbels‘ Propaganda, die man natürlich kennen muss, und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Ken Jebsen ebenso schnell und verschwurbelt schreibt wie er spricht, hätte man allerdings nach ein bisschen Recherche fairerweise zu der Erkenntnis gelangen müssen, dass er offensichtlich etwas ganz anderes meinte:

    Bernays, der Neffe Sigmund Freuds, ist der Erfinder der Public Relations. Goebbels hat sich nachweislich von ihm inspirieren lassen, nahm bei der Umsetzung der NS-Propaganda sogar ausdrücklich Bezug auf Bernays. Der Holocaust ist durch diese Progaganda, die Ken Jebsen als „PR“ bezeichnet, erst möglich geworden. Wenngleich die Äußerung, Herr Bernays habe den „Holocaust als PR erfunden“ sprachlich verworren ist, hätte doch spätestens bei der Bemerkung, Goebbels habe das gelesen und umgesetzt, klar werden müssen, dass damit die NS-Propaganda gemeint war, die der Umsetzung des Holocaust diente. Herrn Jebsen zu unterstellen, er hätte den Holocaust geleugnet, ist auch insofern absurd, als er bei seinen Sendungen im RBB immer wieder auf die Wichtigkeit des Holocaustgedenkens hingewiesen hatte. Zu solchen Fehlschlüssen kommt man aber natürlich schnell, wenn die bereits erfolgte Vorverurteilung eines Menschen die Informationsaufnahme und -verarbeitung verzerrt und sehr selektiv im Hinblick auf die Bestätigung der eigenen Vorurteile werden lässt. So kann man dann sogar bei Wikiepdia nachlesen, Jebsen hätte behauptet, der Holocaust würde zu PR-Zwecken verwendet. (Immerhin heißt es dort nicht mehr, er hätte ihn geleugnet.) Das Problem ist nur, dass eine Falschinterpretation auch nicht dadurch richtig wird, dass sie auf Wikipedia steht oder in der Presse verbreitet wird. (Welchen Sinn würde es auch machen anzunehmen, Jebsen wollte sagen, dass Goebbels eine Instrumentalisierung des Holocaust zu PR-Zwecken betrieben hätte?) Das Problem, das viele Journalisten der Wikipedia ungeprüft Informationen entnehmen, ist hinlänglich bekannt.

    Was die Verstrickung von IBM und Standard Oil in den Holocaust betrifft, haben darüber auch schon genügend seriöse Medien berichtet, sogar die digitalen Kanäle von ARD und ZDF. Und selbst Daniel Domscheidt-Berg, der mit an Wikileaks beteiligt war, hat in Interviews wiederholt auf die Rolle hingewiesen, die IBM spielte, indem sie den Nazis Maschinen zur Verwaltung der Rassendaten lieferten.

    Dass Rechte diese historischen Tatsachen auch dazu missbrauchen könnten, die Kriegsschuld Deutschlands auf Kosten der Amerikaner zu relativieren, ist ein ganz anderer Aspekt. Natürlich ist es wichtig, den Alliierten für die Befreiung vom NS-Regime dankbar zu sein. Wer aber daraus den Schluss zieht, dass es deshalb angemessen wäre, die Welt fortan schwarz-weiß in Gut und Böse, in Freunde und Feinde aufzuteilen, der hat aus der Geschichte offensichtlich wenig gelernt, oder zumindest sehr problematische Schlüsse aus ihr gezogen. Einige Linke scheinen da der Logik zu folgen, dass jeder Hinweis auf auch ausländische Unterstützer des NS-Regimes zwangsläufig zu einer Relativierung der deutschen Kriegsschuld führe. Natürlich kann man sie dazu missbrauchen, aber die indirekte Beteiligung auch anderer schmälert die deutsche Kriegsschuld ja nicht wirklich, und das sollte eigentlich jedem klar sein. Wenn man als Linker aber nun durch sein eigenes Verhalten suggeriert, dass man historisch belegte Tatsachen, die auch jeder im Internet in ganz normalen Medien recherchieren kann, unterdrücken oder verschweigen müsste, weil die Benennung dieser Tatsachen, also die Benennung der Realität, die deutsche Kriegsschuld relativieren würde, dann sollte man sich einmal ernsthaft fragen, wem man damit in die Hände spielt. Zumal wenn die Tatsachen als solche ja überprüfbar wahr sind und man Rechten damit nur eine Steilvorlage liefert, wenn man sie ungeprüft und fälschlich als Verschwörungstheorien bezeichnet und damit dem irrigen Argument vieler Rechter, man dürfe in Deutschland ja noch nicht einmal mehr die Wahrheit sagen, auch noch völlig unnötig Munition liefert.

    Bisweilen scheint Ken Jebsen die Fakten, die er kennt, tatsächlich in sein antiamerikanistisches Weltbild einzubauen. Aber weder ist Rockefeller eine jüdische Familie (auch wenn das in antisemitischen Verschwörungstheorien immer wieder verbreitet wird), noch gehört Standard Oil (Esso) oder IBM Juden. Und Jebsen behauptet das auch gar nicht. Es sind amerikanische Konzerne. Und ob man nun aus der Tatsache, dass Freud Jude war, schließen kann, dass der Hinweis auf Bernays antisemitisch motiviert war, ist auch überaus fraglich.

    Dass Jebsen sich z.B. in einem offenen Brief an Angela Merkel sekundär antisemitisch geäußert hat, indem er von der „Endlösung der Palästinenserfrage“ schwadronierte, ist indes unbestritten. Auch wenn er sich mittlerweilse selbst wieder davon distanziert hat.

    Und bei aller berechtigten Kritik an diversen Verschwörungstheorien versäumen es viele Journalisten auch, sich zu fragen, woher dieses Misstrauen gegenüber ihnen überhaupt kommt, und ob sie vielleicht auch selbst dazu beigetragen haben könnten, ihre eigene Glaubwürdigkeit zu verspielen. Es hat doch tatsächlich immer wieder Fälle gegeben, bei denen offensichtlich wurde, dass ein Journalist nur vom anderen abgeschrieben hat, ohne zu recherchieren, und in denen tatsächlich unisiono Unwahrheiten verbreitet wurden, ohne dass im Nachhinein jemals jemand einen Fehler zugegeben hätte. Natürlich liegt da keine „zentrale Gleichschaltung von oben“ vor, aber das Ergebnis ist am Ende tatsächlich relativ ähnlich. Läge da nicht die Vermutung nahe, dass auch Journalisten dadurch, dass sie sich immer wieder unglaubwürdig gemacht haben, der Verbreitung von Verschwörungstheorien Vorschub geleistet haben?

    Und was seine romantischen Ausführungen über die Natur, Vögel und Ameisen betrifft: Die sind natürlich naiv, und natürlich ist die Natur nicht so friedlich, wie er sie darstellt. Und tatsächlich hat er gesagt, dass die Tiere keine Demokratie brauchen. Aber wer auch weiter zugehört hätte, und bei wem bei bestimmten Reizworten nicht gleich die Sicherungen durchbrennen, hätte erkannt, dass sich Jebsen hier auf die Utopie einer anarchistischen, herrschaftslosen Gesellschaft bezieht, die keiner demokratischen Organisation mehr bedarf, weil die Menschen in ihr gar nicht mehr nach Macht streben. Ohne Herrschaft gibt es natürlich auch keine Volksherrschaft, keine Demo-Kratie. Seine naive Verklärung der Natur kann man sicherlich als rückwärtsgewandt kritisieren, denn auch die Natur ist nicht immer nur friedlich, es gibt Dominanzhierarchien, Aggression, Unterdrückung, Vergewaltigungen, etc. Gerade darauf nimmt Jebsen aber doch in seinen romantischen Metaphern gar keinen Bezug. In derselben Rede kritisiert er später sogar ausdrücklich den Mangel an demokratischen Strukturen. Aber was in diese Metapher dann alles rein interpretiert wurde, von Totalitarismus bis Sozialdarwinismus, trägt mitunter wirklich selbst paranoide Züge.

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    • Micha

      Ich gebe Ihnen im Wesentlichen recht, abgesehen von der These, unzuverlässige Journalisten seien an den grassierenden Verschwörungstheorien schuld. Aber Ihre Vorwürfe treffen meinen Text meines Erachtens nicht. Ich habe überhaupt nicht behauptet, Jebsen sei ein Holocaustleugner, sondern nur festgestellt, dass er in einem merkwürdigen Ton des Bedauerns über das Verbot der Holocaustlüge redet und sich auch sonst vielfach antisemitisch äußert, was Sie ja auch einräumen. Auch ist mir die „richtige“ Interpretation der wirren Mail bekannt. (Was Broder sonst so treibt, ist übrigens für die Einschätzung von Jebsen irrelevant, solange die Mail echt ist, was niemand bestreitet.) Ich habe auch nicht behauptet, dass die Angaben zu den Verstrickungen von IBM etc. falsch seien. Aber indem sie in ein antisemitisches und antiamerikanisches Wahnsystem eingebaut werden, gewinnen diese Tatsachen eine ideologische Funktion: die Entschuldigung der Deutschen. Auch das bestreiten Sie ja nicht. Warum sollte man darauf hinweisen, dass Bernays ein Neffe Freuds war, wenn nicht, um auf seine jüdische Herkunft zu verweisen? Und warum sollte man einem Juden eine Mitschuld am Holocaust geben (übrigens ein ziemlich weiter Weg von der PR bis zum Holocaust, oder?), wenn nicht, um den antisemitischen Topos zu bestätigen: Die Juden sind selber schuld? Mehr wollte ich gar nicht sagen.

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      • Markus H.

        Ich habe nicht gesagt, dass unzuverlässige JournalistInnen der alleinige Grund für die Verbreitung von Verschwörungstheorien wären, sondern nur, dass Fälle, in denen nachweislich einer nur vom anderen abgeschrieben hat, das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Informationen schmälert, die von JournalistInnen kommen. Dass das dann wiederum bei bestimmten Leuten dazu führen kann, dass sie glauben, Sie würden in sämtlichen „alternativen“ Internet-Portalen automatisch objektiver informiert als von der Presse, sollte doch eigentlich naheliegend sein. Die Analyse, dass die Anhänger von Verschwörungstheorien alle ausnahmslos von grundauf rechts wären und auch nur deshalb anfällig für diese Theorien geworden wären, halte ich für unzutreffend und oberflächlich. In Anbetracht der Tatsache, dass in Verschwörungskreisen oft tatsächlich auch rechtes Gedankengut verbreitet wird und dass das ein Problm ist, dass man nur dann wirksam bekämpfen kann, wenn man die Urachen kennt, halte ich eine solche oberflächliche Analyse sogar für gefährlich. Denn viele Anhänger von rechten Verschwörungstheorien erkennen rechtes Gedankengut darin auch gar nicht, zumal es ja auch oft nur verschlüsselt auftritt. Z.B. ist verkürzte Kapitalismuskritik für Menschen ohne entsprechende akademische Vorbildung praktisch nicht als struktureller Antisemitismus erkennbar. Und nicht jeder, der Rechten damit auf den Leim geht, muss deshalb tief in seinem Herzen auch ein Nazi sein. Und wenn man mit diesen Menschen reden würde und verstehen würde, dass viele von denen tatsächlich zunächst mal gute Absichten haben, hätte man die Chance, ihnen erklären zu können, an welchen Punkten sie sich irren. Das würde aber nur funktionieren, wenn man sie nicht schon vorher kollektiv und pauschal als neurechts abgestempelt hat. Dann hören sie nämlich nicht mehr zu. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es so pauschal auch nicht stimmt, dass man mit keinem Verschwörungstheoretiker vernünftig diskutieren könnte. Klar gibt es diese extremen Fälle auch, wo dann jeder Widerspruch wahlweise als Indiz dafür gedeutet wird, dass jemand selbst Teil der Verschwörung ist (was dann wirklich paranoid ist) oder unter dem Einfluss der Propaganda der Verschwörer stünde. Aber es gibt auch ganz andere Fälle, und denen kann man wirklich helfen. Man muss es halt einfach nur mal versuchen.

        Viele dieser Menchen, wie auch jetzt viele Anhänger der Montagsdemos, haben zunächst erkannt, dass viele JournalistInnen sie tatsächlich nicht objektiv informieren, ziehen daraus aber eben oft den problematischen Schluss, dass alle dem widersprechenden Informationen, die im Internet krursieren, daher wahr und objektiv wären. Natürlich spielt bei diesen Entwicklungen auch die Tatsache eine Rolle, dass sich etlablierte Medien zunehmend unglaubwürdig machen. Und das ist ja nun nichts, was nicht auch Linke bemerken und kritisieren würden.

        Und es hat solche Fälle immer wieder gegeben, wo ein(e) JournalistIn nur vom/von der anderen abgeschrieben hat. Auch in der Ukraine-Krise wird ja tatsächlich nicht gründlich recherchiert und ziemlich einseitig pro NATO und pro EU berichtet, was ja auch Frau Krone-Schmalz im NDR beklagt hat. Es werden sogar Massaker verschwiegen, die von den Faschisten ausgehen. Natürlich kriegen die Leute das mit und verlieren so das Vertrauen in die Massenmedien.

        Auch nach Jebsens Mail an Broder ist bis heute noch in vielen Zeitungen wahlweise zu lesen, er hätte den Holocaust geleugnet oder behauptet, dieser würde zu PR-Zwecken missbraucht. Wenn Sie wissen, dass das so gar nicht stimmt, warum zitieren Sie dann genau aus diesem Chat, ohne Ihren Lesern zugleich die Informationen zu geben, die sie benötigen würden, um das, was Ken Jebsen gesagt hat, richtig einzuordnen? Weil das Bild dann etwas differenzierter werden könnte und das dem Ziel Ihres Artikels entgegenstehen würde?

        Sie schließen ja unmittelbar aus diesem Zitat auf die Verwirrtheit Jebsens. Aber am Ende bleibt speziell von diesem gesamten Zitat als einziges, was man evtl. als problematisch interpretieren könnte, dass Jebsen darauf hingewiesen hat, dass Bernays der Neffe Freuds war und dass Jebsen damit Ihrer Ansicht nach eine Verbindung zum Judentum herstellt und damit die Opfer des Holocaust zu Tätern machen will. Und das stützen Sie alleine auf die Erwähnung Sigmund Freuds. Das mag der/die eine oder andere tatsächlich so bewerten, aber dieser Schluss ist ja nun wirklich weit davon entfernt, semantisch zwingend zu sein.

        Auch in dem Spiegel-Online-Artikel, den ich oben verlinkt habe, wird in einem Satz erwähnt, dass Bernays der Neffe Sigmund Freuds war:

        „Edward Bernays, der Neffe Sigmund Freuds, ist heute wenig bekannt. Dabei gilt er als Vater der modernen Public Relations.“

        Würden Sie diesem Spiegel-Online-Artikel dann auch dieselbe geschichtsrevisionistische Opfer-Täter-Verkehrung unterstellen wie Ken Jebsen?

        Die Hervorhebung „Neffe von Freud“ kann sich doch auch einfach nur darauf beziehen, dass Freud eben allen ein Begriff ist und dieses Verwandtschaftsverhältnis ja nun mal besteht. Jebsen hat in diesem Zusammenhang ja noch nicht mal an einer Stelle von Judentum gesprochen.

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        • Micha

          Es gibt nicht nur rechte, sondern auch linke (jedenfalls links gemeinte) Verschwörungstheorien. Klar, kein Widerspruch. Viele Menschen, die jetzt wegen der Ukraine-Krise auf die Straße gehen, haben gute Absichten. Klar, kein Widerspruch. Eben deswegen habe ich auch nicht diese Menschen attackiert, sondern einen Mann, der den guten Willen dieser Leute missbrauchen will, um sie für sein Wahnsystem zu gewinnen. Ich glaube, wir sind sachlich nicht so weit voneinander entfernt. Der Unterschied ist nur: Sie möchten auch Jebsen einen guten Willen zuschreiben und ihn nicht aufgeben. Mich hingegen widert dieser Mann bloß an. Jemand, der seine Kritiker so rücksichtslos anpöbelt und routinemäßig mit Nazis gleichsetzt, hat meiner Ansicht nach überhaupt keine Schonung und kein Verständnis verdient. Man tut ihm noch einen Gefallen, wenn man ihm schriftlich antwortet und nicht einfach vor die Füße spuckt. In dieser Frage werden wir nicht mehr zur Übereinstimmung kommen, aber vielen Dank für die konstruktive Kritik.

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  30. Markus H.

    (Ich drücke jetzt mal nicht auf den Antwort-Button, sondern schreibe meine abschließende Bemerkung hier weiter, weil der Text sonst zu schmal wird.)

    Das Problem ist, dass Jebsen auf dieses „vor die Füße spucken“ nur mit Trotz reagiert und daraus seine Motivation bezieht, jetzt erst recht weiter zu machen. Jebsen reagiert auf persönliche Kritik sehr empfindlich. Wenn man aber mit ihm spricht und ihm nicht das Gefühl gibt, ihn schon längst verurteilt zu haben, kann man ihn durchaus zu manchen Einsichten bewegen. Z.B. hat er sich von seiner antisemitischen Äußerung bzgl. der „Endlösung der Palästienserfrage“ distanziert und den Fehler erkannt, nachdem Pedram Shahyar, wie auch immer man zu ihm stehen mag, mit ihm gesprochen hat und ihm ruhig erklärt hat, was sekundärer Antisemitismus ist. Genau für dieses Gespräch mit Jebsen ist Shahyar dann aber selbst heftig attackiert worden, was ich sehr kontraproduktiv finde.

    Ich glaube, dass man generell mit sachlicher Auseinandersetzung mehr erreicht. Denn auch viele TeilnehmerInnen der Montagsdemos fühlen sich von der Skandalisierung ihrer Bewegung eher abgestoßen. Ich bestreite nicht, dass diese Skandalisierung inhaltlich in vielen Punkten gerechtfertig ist. Im schlimmsten Fall kann man damit aber sogar verschwörungstheoretisches Denken vermeintlich bestätigen, jedenfalls in der Logik von Menschen, die dafür anfällig sind. Dazu muss man aber zunächst versuchen, die Welt nur einmal ganz kurz, probeweise, durch deren Augen zu sehen, um zu verstehen, was in ihren Köpfen vorgeht. Dann wird klar, warum man hier mit Skandalisierung oft nur das Gegenteil erreicht. Den Fehler haben viele JournalistInnen schon früher bei Sarrazin und Eva Herman gemacht. Im Endeffekt haben sie damit eine riesige Solidarisierungswelle ausgelöst. So was passiert, wenn auch Schläge unter der Gürtellinie ausgeteilt werden, oder wenn Debatten emotional aufgeladen werden. Daher finde ich sachliche Auseinandersetztungen weitaus zielführender. Es ist ja nicht so, dass es nicht genügend Argumente gäbe. Wenn man den Leuten „vor die Füße spuckt“, schürt man damit bei vielen unnötig einen gegenteiligen Eindruck.

    Ich finde es aber natürlich auch sehr unangenehm, dass Jebsen seine Kritiker mit geschmacklosen Nazivergleichen überzieht. Er scheint tatsächlich nicht besonders kritikfähig zu sein, da haben Sie recht.

    Ein ganz anderes Problem ist, dass einige JournalistInnen leider auch die Kritik an den Montagsdemonstrationen dazu missbrauchen, um ihre eigene alleinige (NATO-freundliche) Deutungshoheit in Ukraine-Fragen wiederherzustellen und den Eindruck zu erwecken, jegliche Unterstellung der Unausgewogenheit käme sowieso zwangsläufig aus dem rechten Lager. Leider hat auch Jutta Ditfurth, die ja die erste war, die die Protagonisten der Montagsdemos kritisiert hat, in ihrem Interview mit 3sat nichts zu dieser Einseitigkeit gesagt. Die Kritik daran ist ja ziemlich berechtigt, denn die Berichterstattung mutet teilweise wirklich bellizistisch an. Und die Kritik wird ja dadurch nicht falsch, dass sie auch auf den Montagsdemos vertreten wurde. Auch wenn natürlich auch ein paar kritische Stimmen zu Wort kommen durften, aber das ändert an der Tendenz nichts. Auch Gabriele Krone-Schmalz wurde im NDR nur zu nachtschlafender Zeit gesendet.

    Leider stellen diese Montagsdemos aber derzeit den einzig wahrnehmbaren gesellschaftlichen Massenprotest gegen diese Einseitigkeit dar, und viele unpolitische Menschen assoziieren jetzt die Kritik an dieser Einseitigkeit mit rechten Verschwörungstheorien. Der Schuss ist also zum Teil auch nach hinten losgegangen. Das hätte man mit zusätzlichen Hinweisen darauf, dass die Kritik an sich berechtigt ist und auch von Linken geteilt wird, verhindern können. (Der Vorwurf richtet sich nicht gegen Sie).

    Selbst im unmittelbaren fb-Umfeld von Jutta Ditfurth wird derzeit auf einigen Seiten sehr einseitig auf die Verbrüderungen einiger europäischer Rechtspopulisten mit Putin hingewiesen, die es ja durchaus gibt, um dann im nächsten Schritt die unkritische Solidarisierung mit der NATO-Position und der EU als alternativlos für Linke darzustellen, weil selbst differenzierte „Putinversteher“ ja schon rechts wären. Man kann ja tatsächlich vieles von dem, was Putin macht, eher rechts als links einordnen, z.B. in Bezug auf Pussy Riot oder seine Schwulenhetze. Aber in der Ukraine sitzen waschechte Faschisten im Parlament. Und trotdzem war die Berichterstattung im großen Ganzen so einseitig, dass die Kriegsfronten jetzt schon mitten durch die Köpfe der Menschen verlaufen. Zugleich werden die blutigen Aktivitäten der Faschisten in der Ukraine, die führende deutsche Regierungspolitiker als Verhandlungspartner betrachten, in vielen „linken“ Blogs ebenso verschwiegen wie im Gros der Massenmedien. Auch in linken Blogs, die die „Montagsdemos“ kritisieren, und auch auf vielen der entsprechenden fb-Seiten wird tatsächlich nur dazu geschwiegen. Jutta Ditfurth tut das nicht, zumindest nicht auf ihrem fb-Account, auch wenn Jebsen das behauptet. Aber in der Fernseh-Öffentlichkeit habe ich sie mit dieser Kritik bislang noch nicht wahrgenommen.

    Wichtig finde ich es daher, bei der Kritik an den Montagsdemos immer wieder hervorzuheben, dass die Einseitigkeit der Berichterstattung zur Ukraine in Großteilen der Massenmedien tatsächlich besorgniserregend ist, und dass Massaker, die dort von Faschisten begangen werden, verschwiegen werden.

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  31. Nazienkel

    Wer obssessiv sich mit „Kritik an Israel befasst“, immer wieder NS-Vergleiche bemüht (z.B. auch bei Medienkritik^^ – Gleichschaltung) und offenbar ein Problem mit der Linken bzw. der Antifa hat, der darf sich nicht über dergeartete Kritik wundern.

    Ich wundere mich über die Follower, welche der offensichtlich profilneurotische Jebsen hat und welche ihn beständig verteidigen – für alles. Selbstverständlich ist die Qualität der Verteidigung Jebsens durch seine Jünger meist ebenso geartet wie die Qualität der Statements Jebsens – wirr, konfus und voller Zurückweisungen. Mal meint er z.B. ganz genau zu wissen, was Antisemitismus ist, dann weiß er es mal wieder nicht. Die bösen, bösen Medien^^ lügen natürlich alle, außer er hat mal irgendwo etwas abgegriffen, wovon er glaubt, es stütze seine eigenen Ausführungen.

    Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn und selbstverständlich von der „Medienmafia“, dem CIA -oder weiß der Kuckum von wem- bezahlt. Ansonsten, klarer Fall, sind sie nur noch nicht aufgewacht, so wie Jebsen und seine Fans. Alle. Dies sagt lustigerweise nicht nur der unterhaltsame Jebsen, sondern auch seine Follower.

    Es ist heute wieder Montag – endlich. ich lasse mich die nächsten Tage von den neuesten Auswürfen der Friedensdemos^^ und Ihren Stars^^ unterhalten…und kann wieder gegen Bezahlung trollen gehen 🙂

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  32. drahosch ludwig

    Äußerst unsachlich ,höchst polemisch, eklektisch , und leider nicht ansatzweise aufschlußreich, für menschen die nüchtern argumentativ verstehen wollen was es mit ken jepsen und seiner Bewegung auf sich hat

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  33. Roy van Dijk

    Ich stimme Herrn Drahosch zu.
    Ihre Antwort auf seine Kritik entspricht genau dem Umgang mit Kritik, wie sie ein ken Jebsen lehren würde.
    Was am Ende das lesen des Artikels nicht zu einer weiteren sinnlos verschwendeten Lebenszeit hat werden lassen, sind die überaus informativen und sachlichen Kommentare des Herrn Markus H., für die ich mich bedanken möchte.
    Indirekt also auch bei Ihnen.

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  34. Randolf

    Herr Bittner,

    Sie als Sohn der Arbeiterklasse finden es anscheinend überhaupt nicht lächerlich, dass 90% der Posts unter ihrem Thread die, von Ihnen dargestellten Äußerungen, als recht einseitig, anmaßend und systemkonform kritisieren. Aus den Massenmedien kann man sich die von Ihnen dargestellte Meinung gleichwohl sehr gut bilden. Haben Sie denn nie einmal darüber nachgedacht, welch ein nützliches Tool Medien für uns heutzutage darstellen? Wir müssen uns nicht mehr beim Monopol bedienen, sondern wir haben viele unabhängige Anbieter, die uns etwas an deren Wahrheit teilhaben lassen. Was wir davon glauben und wie wir diese Person finden, sollte in keiner Weise beeinflussen, welche Informationen diese Akteure uns zuspielen. Ich kenne Herrn Jensen nicht persönlich, aber ich habe durch dessen Beiträge bisher ausschließlich wissenswerte und auch im Rahmen anderer Foren bestätigte Informationen erhalten. Das Sie diese als Verschwörungstheorien bezeichnen, stimmt einen betroffen. Was ist daran so unglaublich, das große US-Unternehmen an den Schandtaten der Nationalsozialisten eine Mitschuld tragen? Das tuen Sie doch nicht selten? Im Gegenteil, es wird ein jeder Krieg mit deren Waffen geführt und sie verdienen dann daran. Das ist es auch, was ein Unternehmen soll. Wollen Sie das bestreiten? Zur Frage der Verschwörungstheorie: Bezeichnen Sie auch jeden, der sich etwas anders als die Masse kleidet, als Hipster? Der Begriff Verschwörungstheorie ist doch längst überholt. Bewegen Sie sich doch einmal mit etwas offeneren Augen durch das Internet. Hier nur einige interessante Themen, mit denen Sie sich möglicherweise nur schwiegermütterlich beschäftigt haben, da die offizielle Meinungsmache mehr als löchrig ist:
    – der Tod Uwe Barschels
    – die Wahrheit über den Abgang Christian Wulffs
    – der Ukraine-Konflikt
    – TTIP
    – die privaten Treffen der wichtigsten Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Politik unter Ausschluss der Allgemeinheit (auch Bilderberg-Konferenzen)
    – 9/11
    Besonders ihr Kommentar zu 9/11 ist alles andere als fundiert. Mehrere 1000 studierte Naturwissenschaftler haben bereits nachgewiesen, dass die offizielle Darstellung mehr als unglaubwürdig ist. Die finale Lächerlichkeit war dann das Bild von Bin Laden (ein Aufbaukurs in Adobe Photoshop hätte der veröffentlichenden Instanz jedenfalls nicht geschadet).

    Wenn intellektuelle Menschen, als welchen ich Sie ganz unvoreingenommen einmal einschätze, etwas naturwissenschaftlicher denken würden, so müssten sie schnell erkennen, dass die Wahrheit einer Information doch am ehesten im Näherungswert der Ihr zugrundeliegenden Tatsachen zu finden ist. Und diese Tatsachen muss man sich mühsam zusammen suchen (was dank des Internets aber keine Unmöglichkeit darstellt). Aber da liegt doch das generelle Problem der Intellektuellen von heute. Wenn man die Medien und damit seinen Verstand nach bestem Ermessen einsetzen und sich ein eigenes Bild machen würde (was finde ich logisch und was nicht), dann würde doch sehr häufig eine kognitive Dissonanz zu bemerken sein. Stattdessen gibt man sich im Rahmen einer, mit wenig Aufwand verbundenen Analyse der Situation, mit Halbwahrheiten zufrieden, die auf den ersten Blick logisch erscheinen. Leider ist nur zu selten der Weg des geringsten Widerstandes der Richtige (z.b.: im Sport, in der Schule/ Uni, bei der Ernährung, im Erlernen einer Fähigkeit, etc. pp.). Medien gewissenhaft zu nutzen heißt Zeit investieren. Das ist vielen zu anstrengend (die komplette FAZ durchzulesen ist im Übrigen keine lohnenswerte Anstrengung). Deswegen glauben Sie auch den Mist, der Ihnen täglich vorgekaut auf einem Tablett serviert wird. Verwenden Sie doch mal ein wenig Zeit mit sog. Verschwörungstheorien. Sie werden sich wundern, wie logisch die Argumentationsweise hinter vielen (nicht allen und auch nicht bei 100% einer speziellen Theorie) erscheint. Ihre Zeit wäre da auch besser investiert, als in der Anfertigung Ihres obigen Threads zu einem Menschen, der in meinen Augen schon mehr für die öffentliche Meinung getan hat, als Sie es hiermit tun.

    BG,
    Randolf

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  35. KommMalRunter:)

    Sorry jungs ick kann diese Abneigung gegen jebsen nicht nachvollziehen. Er nimmt ein paar fettnäpfchen mit aber wenn man einen Steinwurf weit denken kann verknüpfen sich die Dinge im kopf. Dieser Mensch hat öffentlich Kritik an Israels POLITIK ausgeübt – wurde mit Antisemitismusvorwürfen überhäuft und dann seinen job verloren. Und da ist er nicht der einzige – kritik an Israel ist unerwünscht in westlichen Regionen das dürfte mittlerweile klar sein und selbst wenn man sagt man verachtet rechtes Gedankengut und hat nichts für Patriotismus und diese ganze Scheiße übrig muss man sich vorwerfen lassen man sei Antisemit wenn man Israels Politik kritisiert. Das ein teil meiner Familie im Libanon gestorben ist interressiert dann auch kein Schwein mehr… Das ist definitiv ein Problem was angesprochen werden muss – Ken Jebsen tut das . Was die Gesellschaft mit Kritikern tut die ihnen nicht gefallen ist klar: systematisch entmündigen(und damit meine ich nicht faire kritik üben die in eine diskussion, einen Dialog übergeht sondern verspottendes höhnisches monologes entmündigen) als triviale Mittel werden hierzu zurzeit z.b. „Aluhut“ Vorwürfe genutzt die für nichts weiter gut sind als Menschen unglaubwürdig wirken zu lassen … ich habe auch nichts übrig für Verschwörungstheorien aber noch weniger mag ich Menschen die anderen Menschen ihr recht auf eine eigene naive Meinung aberkennen – ihr recht sich eine Gemeinde zu schaffen die ihren Vorstellungen entspricht . Auf welche Art auch immer ein Mensch Menschen inspiriert – der letzte Filter ist im Kopf und wer den nicht benutzt ist selber schuld. Sätze wie „denn sie vernehmen die unhörbaren Töne wie Hunde die Pfeife ihres Herrn“ zeigen mir das der Schreiber dieses Artikels offenbar auch noch gut an sich zu arbeiten hat bis er das Level an Menschlichkeit erreicht was er von anderen erwartet.

    Antworten
  36. Christian

    Was hier vorliegt ist keine nüchterne, sachliche Analyse, sondern ein Pamphlet, welches bereits in den ersten Zeilen ganz konkrete Anschuldigungen, Unterstellungen und Krankheitsdiagnosen (Narzissmus, klassifiziert nach ICD) enthält und über scharfe Polemik fast schon ein Stück hinausgeht. Es werden keine unterlegbaren Fakten geschaffen, sondern lediglich dem subjektiv empfundenen Anschein in Form von despektierlichen Worten freien Lauf gelassen. Hohn und Spott am laufenden Band. Auf diese Art und Weise ist natürlich keine ernsthafte Diskussion möglich.

    Sicherlich ist Ken Jebsen ein Scharfmacher, aber M. Bittner ist ebenso ein Solcher, nur steht er auf der anderen Seite. Eine Widerlegung der Fakten erfolgt von seiner Seite aus leider nicht, schade. Auch wird auf historische Tatsachen und gegenwärtige Diskussionen (Stichwort: der mit Vorsicht zu genießende H. M. Broder) nicht eingegangen, die eigene Argumentation würde dann leider im Sand verlaufen. Was Ken Jebsen für die eine Seite ist, ist er für die andere Seite. Hetze bleibt Hetze, egal aus welcher Richtung und wie hehr sie sind. Die Intention und der Wahrheitsgehalt dahinter seien an dieser Stelle vernachlässigt.

    Demzufolge ist Ken Jebsen auch kein nüchterner, diplomatisch auftretender und besonnener Analytiker vom Schlag eines Richard v. Weizsäcker, aber seit jeher gehört übertriebene Polemik zu legitimen Mitteln im soziopolitischen Kontext. Herr Bittner macht es, wie anfangs erwähnt, nicht anders. Das ist legitim, er versucht die Leser schließlich von seiner Meinung zu überzeugen. Genau wie Ken Jebsen.

    Im Folgenden einige Punkte die ich dazu anmerken möchte:

    Mit Freuds Thesen zu argumentieren ist wohl auch überflüssig, gelten sie doch weitgehend als überholt.

    Den Holocaust kann, will und möchte ich nicht leugnen. Nicht unbedingt alleine weil es strafrechtliche Relevanz hat, sondern aus ehrlicher Überzeugung. Jedoch ist auch dies eine Sache, die mit zweierlei Maß gemessen wird. Leugnet man den Genozid an den Armeniern Anfang des 20. Jh. interessiert das auf gut deutsche gesagt „keine Sau“. Leugnet man den Genozid an den indigenen Völkern Amerikas, interessiert das ebenso wenig. Warum? Darf man diese Doppelmoral nicht anprangern?

    Auch die Sache mit der verfrühten Meldung zum Einsturz von WTC 7, wenn es dann eine Verschwörungstheorie ist, wo sind die Gegenbeweise? Darüber lässt er uns im Unklaren.

    Weiterhin werden Dinge durcheinander gebracht, dass einem die Haare zu Berge stehen. Bittner argumentiert damit, dass deutsche Wirtschaftsbosse für Frieden eintreten, aber dass das extrem aggressive Wirtschaftssystem Kriege bräuchte um zu expandieren. Ich kann mich nicht daran erinnern, gelesen oder gehört zu haben, dass deutsche Wirtschaftsbosse auch nur ein geringes kausale Teilhabe am Krieg in der Levante oder der Ukraine haben. Mag sein, dass es teilweise so in den Medien beschrieben wird, die Wahrheit ist aber wohl eher, dass dieser Krieg dem hegemonialen Treiben der USA geschuldet ist.

    Das gefälschte Fotos eines toten Osama bin Laden auftauchten, ist wohl auch offensichtlich. Das heißt natürlich nicht, dass O. b .L. nicht tot ist, aber wurde sein Tod eben mit gefälschten „Beweisen“ der Öffentlichkeit präsentiert. Herr Bittner weiß nicht ob O. b. L. tot ist, Ken Jebsen weiß es nicht und ich auch nicht. Falls M. Bittner jetzt einwenden sollte, dass er den Fehler längst korrigiert hat, dann bedenke er bitte, dass alle Menschen die Möglichkeit zur Korrektur ihrer Fehler haben sollten.

    Auch Ken Jebsen. M. Bittner gefällt es mit Sicherheit auch nicht, dass ich auf dieser Unkorrektheit „rumhacke“.

    Der Auszug aus einer E-Mail der dem Leser dort präsentiert wird, soll angeblich von Ken Jebsen selbst stammen. Starke Zweifel sind angebracht, dass diese E-Mail tatsächlich von Jebsen stammt. Gerichtlich wurde die Herkunft nämlich zu keinem Zeitpunkt eindeutig geklärt, ohnehin wirkt das Ganze auf mich gestellt und alles andere als evident. Denn auch dazu gibt es im Netz unterschiedliche Angaben. Wem glaubt man also? Dem zu spontanen und unüberlegten Äußerungen neigenden Ken Jebsen oder dem zwielichtigen H. M. Broder? Demjenigen dem man glauben möchte, sage ich. Etwas Anderes bleibt einem auch nicht übrig.

    Die „wahre“ Wahrheit bleibt viel zu oft im Dunkeln.

    Ferner das Zitat mit den Zugvögeln auf Sylt. Dies ist doch nur ganz im Sinn der Sponti-Bewegung und APO der früheren Jahrzehnte und darf m. E. nicht aus dem Zusammenhang gerissen gesehen werden.

    Das schlimmste an diesem Beitrag von M. Bittner ist m. E. jedoch, dass er sich konsequent auf eine Seite schlägt, ohne zu akzeptieren, dass das Schwarz-Weiß-Denken welches er anprangert, in seinem Denken ebenso verankert ist. Im Umkehrschluss unterstellt er allen Kritikern des NATO/EU/USA-Politik, dass sie Lügner, Konspirative und Antisemiten sind.

    Lügen sie alle?

    Lügt Gabriele Krone-Schmalz, lügt Evelyn Hecht-Galinski, lügt Ilan Pape, lügt Egon Bahr, lügt Peter Scholl-Latour, lügt Daniele Ganser, lügt Andreas von Bülow, lügt Felicia Langer, lügt Oren Yiftachel, lügt Moshe Machover, lügt Abraham Melzer?

    Lügen sie alle?

    Diese reflexartige Argumentation ist ganz im Ditfurthschen Sinne der Verwechslung von Antisemitismus und Antizionismus, bist du nicht für mich, bist du gegen mich.

    An dieser Stelle möchte ich auf die von mir wohl geschätzte Evelyn Hecht-Galinski verweisen und ihre regelmäßigen Kommentare vom Hochblauen, veröffentlicht in der Neuen Rheinischen Zeitung, in denen sie klar Stellung gegen die israelische Politik (bzw. Zionismus) bezieht. Ich bezeichne mich ebenfalls als Gegner des Zionismus. Ebenso wie ich mich als Gegner sämtlicher chauvinistischer, antiemanzipatorischer, klerikaler, reaktionärer und konservativer Kräfte bezeichne. Zionismus ist eine ethnochauvinistische und ethnokratische Herrschafts- und Gesellschaftsform die in signifikanten Teilen dem ehemaligen Apartheid-Regime und leider auch den Ideologien des Dritten Reichs ähnelt. Das klingt hart und ich möchte keine Gefühle von NS-Opfern verletzen, aber m. E. sind die Parallelen nicht von der Hand zu weisen. Hier mal einer von vielen lesenswerten Beiträgen:
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20605
    Nur zur Info, E. H.-G. ist die Tochter von Heinz Galinski und dementsprechend Jüdin, nur um Schutzbehauptungen vorzubeugen, ich sei Antisemit. Dementsprechend kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass E. H. G. mit einem Antisemiten auf der gleichen Bühne stehen würde bzw. dass ein Antisemit mit einer Jüdin die Selbige teilen würde.

    M. Bittner kann nicht das Gegenteil der Behauptungen von Ken Jebsen beweisen. Ken Jebsen kann seine Behauptungen nicht beweisen. Gerade dadurch ist es immens wichtig, immer Augen und Ohren aufzuhalten und alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und keine Schubladen zuzumachen.

    Man schaue sich nur die innen- und außenpolitischen Lügen der US-Amerikaner an, welche sich wie ein roter Faden seit Jahrzehnten durch die Weltpolitik ziehen, von der Tonkin-Resolution über Mordanschläge auf Fidel Castro, erfundene Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein, Brutkastenlügen, Hufeisenplan, Pentagon-Papiere, Echelon, Operation Artischocke, MK-Ultra bis zur Meldung, dass MH-17 von den Russen bzw. „Prorussen“ abgeschossen wurde. Eine Behauptung welche unmittelbar nach dem Absturz(-schuss) in den westlichen Medien lanciert wurde. Ohne Beweise natürlich. Der Russe ist der Böse, das war schon zu Zeiten des kalten Krieges so, dass kann heute nicht anders sein. So ist es schließlich von Hollywood seit Jahrzehnten in das öffentliche Bewusstsein der Weltbevölkerung indoktriniert worden.

    Meine Mutter sagte, als ich Kind war, immer zu mir: Wer zweimal lügt, dem glaubt man nimmer mehr. Nun soll man es den Bürgern übel nehmen, wenn sie „keinen Bock“ mehr haben auf das, was von der US/NATO/EU-Propaganda tagtäglich an Propaganda in den Äther geblasen wird?

    Mein Vater sagte mir immer, als ich Kind war, wenn einem etwas komisch vorkommt, dann ist das i. d. R. auch so. Mir kommt vieles komisch vor was in den Medien kolportiert wird. Dann wird es wahrscheinlich auch so sein.

    Last but not least noch ein dieses Thema tangierender Exkurs zu den „Neuen Rechten“. Was zu Marx‘ Zeiten durchaus noch von Links thematisiert und rezipiert wurde, heute aber von Links totgeschwiegen wird, ist die „Nationale Frage“. Durch die beharrliche Weigerung der Linken sich damit auseinanderzusetzen, entstand ein Vakuum, in welches die Neue Rechte (zu der leider auch K. J. gezählt wird) hineinbrach. Im Kontext der imperialen Strukturen wird diese Frage heute leider nur von der Neuen Rechten bedient. Die Linke starrt immer noch wie das Kaninchen auf die Schlange wenn es um die „Nationale Frage“ geht, unfähig sich aus dem historischen Klammergriff von Kollektivschuld und Sühne zu befreien. Die Linke sollte sich auf ihre marxistischen Wurzeln besinnen und der Neuen Rechten nicht das Feld überlassen, gegen Imperialismus und Hegemoniestreben zu kämpfen. Falls sie dies versäumt, werden weitere originäre Bereiche der Alten Linken den Neuen Rechten in die Hände fallen.

    Antworten
  37. Ulf Winkler

    Ken Jebsen ist wahnsinnig. Jetzt ist es aber mal raus. Der Herr Bittner, der Geschichten und Gedichte, Satiren, Kolumnen und allerlei sonstige Versuche versucht, teilt der Weltöffentlichkeit mit, daß der Herr Jebsen nun aber völlig den Verstand verloren habe. Antiamerikanisch wäre der nämlich. Und antisemitisch. Und Verschwörungstheoretiker. Und feige. Weil er den Holocoust nicht richtig leugnen würde. Aber der erfahrene Arzt, der Herr Bittner diagnostiziert mit analytischem Scharfsinn die krankhaften Symptome und bringt den ausgeflippten Gehirnwichser zurück in die Zelle. Und wir sind alle gerettet.

    Erste Frage. Herr Bittner. Auch wenn Ihre Ausführungen über Herrn Jebsen vielleicht zu den „sonstigen Versuchen“ rechnen, wozu schreiben Sie … sowas ? Jeder Zeitgenosse, der sich mit dem Wahnsinn von Herrn Jebsen auseinandersetzen will, hat auf dessen Webseite hinreichend Gelegenheit. Herr Jebsen im Gespräch. Herr Jebsen über. Herr Jebsen am Set. Und so weiter.
    Da möchte jeder doch gewiß selber mal bißchen diagnostizieren. Oder darf das nur der Oberarzt ?

    Der 11. 09. 2011 beispielsweise. Neben all den noch immer offenen Fragwürdigkeiten um den Tathergang des Anschlages, die unter anderem so Autoren wie Bröckers, von Bülow und Ganser sehr nüchtern aufgelistet haben, gibt es auch die Videosequenz der BBC Reporterin, die über den Einsturz des WTC 7 berichtet, während es im Hintergrund noch steht :

    http://www.youtube.com/watch?v=4R__mtXJi1M

    Die BBC jedenfalls hat diesen Bericht nicht geleugnet. Der wurde so gesendet. Zwanzig Minuten vor dem Einsturz des besagten Gebäudes. Wie irre ist das denn ? Und Sie, Herr Bittner, nehmen den Hinweis von Herrn Jebsen auf diesen bizarren Fakt zum Anlaß, Herrn Jebsen für verrückt zu erklären. Obwohl ich im Gegensatz zu Ihnen zehn Jahre im sozialpsychiatrischen Bereich gearbeitet habe, will ich über Ihre geistige Verfassung hier nicht entscheiden … aber bedenklich finde ich Ihr diagnostisches Instrumentarium schon. (Streichen Sie das mit der BBC mal lieber raus. Man könnte Sie für schwachsinnig halten.) Oder anders. Die Anschläge auf die Türme waren ein Verbrechen. In einem Rechtsstaat werden Verbrechen von der Justiz beurteilt. Da kommen dann Staatsanwälte und Richter, Angeklagte, Verteidiger und Zeugen vor. Die Regierung der USA hat sich über diese rechtsstaatlichen Gepflogenheiten mit einem Untersuchungsausschuß hinweg gesetzt und willkürlich den Täter markiert. Dann hatten wir völkerrechtswidrige Angriffskriege :

    http://www.youtube.com/watch?v=Zi_qafpuNjE

    Wesley Clark plaudert hier ein wenig über die amerikanischen Invasionsabsichten. Geht s noch deutlicher ? 130000 Tote im Irakkrieg, der (wie wir alle jetzt wissen müssen) mit gefälschten Dokumenten losgetreten wurde. 130000 Tote ! Das ist Wahnsinn ! Oder hat Herr Bittner eine andere Vokabel dafür ? Mir persönlich ist es scheißegal, wie so ein Massenmord bezeichnet wird. Ob man den vergleichen kann mit anderen Massenmorden. Ich finde es empörend, daß diese Kriegstreiber noch auf freiem Fuß sind. Empörend ! Sie nicht ? Herr Bittner ? Empört Sie das nicht ?

    http://www.youtube.com/watch?v=V9zCgM7K-Bg

    Hier erleben wir Colin Powell bei seinen Kriegslügen. Der hat sich später entschuldigt. Großartig ! Er hat sich für 130000 Tote entschuldigt ! Irre ist der bestimmt nicht … oder ? Den schicken wir nicht in die Klappse ? Herr Bittner ? Nö. Wir hatten da noch Afghanistan und Lybien. Vorher gab s Jugoslawien. Da war nebenher mein Cousin dabei. Als Schütze Arsch im letzten Loch. Wie man so sagt. Da hatten die Alliierten Uranmunition am Start.

    http://www.youtube.com/watch?v=GTRaf23TCUI

    Im Kosovo. Der kam zurück. Der Cousin. Mit Krebs. Ganz unschöne Geschichte. Ist er dran krepiert. Hat ein Jahr gedauert. Bis sich seine Organe aufgelöst hatten. Killed by friendly fire. Sozusagen. Herr Scharping meinte seiner Zeit, Uranmunition sei unbedenklich. Wahnsinn. Oder ?

    Antiamerikanismus. Wie ein Land mit 700 Milliarden Rüstungsbüdget funktionieren kann. Frage ich mich. Wie geht das ? Ein Land, das seine zivilen Produktionskapazitäten wesentlich ins Ausland verlagert hat. Nach China beispielsweise.

    http://www.youtube.com/watch?v=sh-LEDbGiCE

    Irre. Oder ? Die Chinesen machen die Regale voll. Bei Wallmart. Ohne Gewerkschaft und Mindestlohn und Arbeitsschutz. Und kriegen dafür den Dollar. Die einen mehr. Die anderen weniger. Wie geht denn das ? Zusammen ? Die Außenhandelsdefizite mit Dollar begleichen ? Da sind wir bei der FED. Der amerikanischen Zentralbank. Da kommt der Dollar doch her, oder ?

    http://www.youtube.com/watch?v=zp2GwprsSUA

    Können Sie noch folgen, Herr Bittner ? Geld ? Geldsystem ? Weltleitwährung ? Ich glaube, daß Sie das nicht können. Sie können Herrn Jebsen vor die Füße spucken. Spucken. Können Sie womöglich. Hilft das irgend jemandem weiter ? Es ist mir ganz unklar, was der Zweck Ihres Textbeitrages über Herrn Jebsen denn nun ist. Was soll das ?

    Antisemitismus. Sie sind 34. Ich bin paar Jahre älter. Das ist kein Privileg. Man kann zu jeder Zeit so doof sein, daß einen die Schweine beißen. Mein Opa war Gauleiter. Sein Nachlaß war ein kleiner Schuhkarton mit Gedichten über die Schönheit der Natur. Keine Ahnung, was das für ein Zeitgenosse war. Das Ausmaß seiner Schäbigkeit ist nicht überliefert. Was er wußte. Was er tat. Es ist nicht überliefert. Der Großvater rechnet nicht zu meiner Schuld. Der Vater auch nicht. Meines Erachtens zählt es zu den wenigen bemerkenswerten Vorzügen menschlicher Existenz, daß jede Generation neu startet. Herkunft, Erziehung, Erfahrung, Bildung. Alles ist Prozeß und Entwicklung. Es gibt keine Notwendigkeiten von Hause aus. Das gilt für alle Menschen. Für Christen, für Moslems, für Juden. Und für Leute, die jeden Tag in der Nase popeln. In meinem Umfeld erlebe ich allererst Menschen. Ich habe absolut kein Bedürfnis, meinen liebenswürdigen Geschäftsnachbarn, der in Istanbul geboren ist, irgendwie als Türken oder Moslem oder sonstwas einzuordnen. Der ist ein konkreter Mensch mit einer konkreten Geschichte. Jeder kann liebenswürdig oder ein Arschloch sein. Wer solche Zentralerfahrung in seinem Leben nicht leistet, ist einfach zu bedauern. Ich kenne nicht wenige Menschen. Schlauere und Dümmere. Ich kenne aber keinen, der sein Lebenswerk damit bestreitet, nun ausgerechnet Juden zu hassen. In meinem Umfeld. Wenn Sie Ostdeutschland paar Jahre länger erlebt hätten, Herr Bittner, würden Sie vielleicht verstanden haben, daß es keine historische Kontinuität gibt. Hitler ist vorbei. Honnecker ist vorbei. Was nicht vorbei ist, sind Menschen, die sich an ihre jeweiligen Lebensumstände anpassen. Mit Familie, mit Kindern, denen sie jeden Tag was auf den Teller packen müssen. Die kommen eher selten zu solchen exklusiven Geisteshaltungen wie Sie. Antisemitismus steht nicht wesentlich auf der Tagesordnung. Im sozialen Geschehen. In Deutschland. Was sehr erfreulich ist. In der Ukraine aber haben unsere großartigen Weltverbesserer und Friedensstifter von der EU kein Problem mit rechtsradikalen Schlägertruppen. Die dürfen da Minister stellen. Und Putin ist Hitler. Nach Hussein, Gaddafi, Assad ist jetzt Putin Hitler. Und Günther Grass ist ein alter SS Mann. Und Hendryk Broder, der Bildzeitungskolumnist, ist der liebe Gott, der uns das alles erklärt.

    Herr Bittner ! Was ich alles nicht verstehe. Ich verstehe nicht, warum man den 11.09. nicht rechtsstaatlich aufklärt. Ich verstehe nicht, warum die NATO einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nach dem anderen führen kann. Ich verstehe nicht, warum die tödlichsten Nebenwirkungen der Atomkraft ignoriert werden. Ich verstehe nicht, worin der Segen genmanipulierter Lebensmittel besteht. Ich verstehe nicht, warum die Wasserversorgung der Menschen privatisiert werden soll. Ich verstehe nicht, warum ein junger Chinese für zehn Euro am Tag quecksilberverseuchte Energiesparlampen für den europäischen Markt produziert. Ich verstehe nicht, warum sich die USA astronomisch verschulden können … und die Griechen nicht. Ich verstehe nicht, warum auf Guantanamo gefoltert wird. Ich verstehe nicht, warum die unendlichen Energien von Sonne, Wasser und Wind nicht hinreichend genutzt werden. Ich verstehe nicht, warum es eine Hand voll Milliardäre und Milliarden Habenichtse gibt. Ich verstehe nicht, warum alle drei Jahre meine Drucker kaputt gehen. Ich verstehe nicht, wofür Obama seinen Friedensnobelpreis bekommen hat. Ich verstehe nicht, warum die Grünen um Joschka Fischer mir den Wortschatz verdorben haben. Und so weiter.

    Grün ? Gleichschaltung ? Autobahn ? Führer ? Vaterland ? Herr Bittner ? Wenn das Leben so weiter geht, gehen uns die Worte aus. Alles wird besetzt sein. Von irgendwelchen historischen Unfiguren. Was man unter Worten begreift, ist nebenher ganz und gar nicht selbstverständlich. Wenn Sie sich über den Vergleich Herrn Jebsens der Montagsdemonstrationen in der DDR mit denen hier und jetzt in Rage schreiben, kommt mir das irgendwie lächerlich vor. Was wissen denn Sie von den Montagsdemonstrationen in der DDR ? Und was wissen Sie von den Montagsdemonstrationen hier und jetzt ? Abgesehen davon, daß sich der Unmut der Bürger je und je nicht zielsicher verallgemeinern läßt, fehlt mindestens Ihnen der empirische Hintergrund, um irgendetwas besser zu wissen. Jeder Vergleich hinkt. Jede Verallgemeinerung ist eine perspektivische Verzerrung der Wirklichkeit. Sie, Herr Bittner, sind gewiß nicht der Gralshüter der Bedeutungen. Überhaupt. Die Deutungshoheit, mit der ihre Interpretationsleistungen daherkommen, wütet ein wenig in mir. Sie picken sich da paar Worte, paar Sätze aus Zusammenhängen, die Sie unerwähnt lassen, aus Jebsens schneller Rede heraus … nur um zu diffamieren. Das verstehe ich auch nicht. Wie ein Herr Bittner meinen kann, daß Frau Evelyn Hecht – Galinski beispielsweise sich mit einem verkappten Holocoustleugner auch nur ansatzweise irgendwie würde unterhalten können. Holocoustleugnung seitens Jebsen ist so eine abwegige, dummdreiste, bodenlose Unterstellung … da frage ich mich … wie geht sowas ? Gedichte. Geschichten. Sonstige Versuche. Worunter firmiert solch ein schwachsinniger Vorwurf ? Wenn er in der Öffentlichkeit vorgetragen wird ? Was ist da los ? Was geht da ab ? Bei Herrn Bittner ?

    Feigheit. Sie schwadronieren über Feigheit. Als wer eigentlich ? Herr Bittner ? Was auf der Tagesordnung steht, können Sie unter anderem von den Gesprächspartnern des Journalisten Jebsen erfahren. Von Daniele Ganser. Von Willy Wimmer. Von Karin Leukefeld. Von Holger Strohm. Von Dr. Andreas von Bülow. Von Evelyn Hecht – Galinski. Von schlauen, mutigen Menschen, die Ihrer Verantwortung als Politiker, Historiker und Journalisten genau da gerecht werden, wo die Leitmedien entweder versagen oder aber lügen. Das ist Mut ! Das ist Zivilcourage ! Das ist Aufklärung ! Herr Jebsen ist keineswegs eine unersetzbare Leitfigur. Er ist eines der wenigen journalistischen Bindeglieder zu den wachsamen, kritischen, kompetenten Zeitgenossen hin, denen das nachhaltige Menschsein irgedwie wichtig ist. Es ist nicht Herr Jebsen. Es sind die Bücher von Ganser und Wimmer und Leukefeld und Strohm und Galinski und die Querverweise auf die Quellen und die Querverweise auf die Quellen und die Querverweise auf die Quellen und so weiter.

    Keine Ahnung, wer Sie sind. Herr Bittner. Ist mir auch reichlich egal. Ich seh das so. Sie versuchen einen Vermittler der äußerst bedrohlichen gesellschaftspolitischen Entwicklungen um uns rum … Herrn Jebsen nämlich … mit bißchen demagogischer Willkür festzunageln. Das interessiert keine Sau. Strohm aber redet Tacheles uber Atomkraft. Und Ganser über Erdöl. Und Wimmer über Europa. Jebsen ist für mich so was, wie ein guter Buchhändler. Für jeden anderen ist er etwas anderes. In Ihrer Kurzgeschichte kommen nur ein geisteskranker Führer und schwachsinnige Verführte vor. Ein phantasieloses Machwerk. Sonstige Versuche. Mülleimer.

    Es geht nicht um Herrn Jebsen. Es geht um unsere Zukunft. Es geht darum, die soziale Gestaltungshoheit in unserer Gegenwart zu demokratisieren. Gemessen an Guantanamo und Fukushima ist es absolut unwichtig, ob sich Herr Jebsen hier oder da im Ton vergreift. Das ist absolut unwichtig. Gleichschaltung hin oder her. Herr Jebsen verschießt keine Uranmunition. Herr Jebsen dirigiert keine Drohnen. Herr Jebsen interviewt unter anderem kritsche Geister, die entlang ihrer dokumentarischen Bemühungen um Aufklärung für jede Textungenauigkeit von den Urhebern des Unrechts, das sie anprangern, verklagt werden. Wenn Herr Ganser beispielsweise über Nato – Geheimarmeen, Erdöl oder die Anschläge vom 11.09. schreibt, dann ist das keine Meinungsmache … dann ist das Konklusio von Faktizität. Bröckers, Rügemer, Roth wären ruiniert, wenn sie ihre Zentralvorwürfe nicht belegen könnten. Wenn Sie sich nur ansatzweise solcher journalistischen Sorgfaltspflicht verschrieben hätten, Herr Bittner, wäre uns Ihr Text erpart geblieben.

    Ich breche hier ab. Es macht, glaube ich, keinen Sinn, Sie belehren zu wollen. Gute Nacht.

    Ulf Winkler

    Antworten
    • Andreas P.

      Danke Ulf Winkler….volle Zustimmung.

      Ken Jebsen ist gegen Gewalt und Krieg jeglicher Art. Wenn er darüber spricht, dass der Westen gerade massiv Kriegshetze betreibt, dann ist das die Wahrheit.

      Jeder sollte sich fragen , wer steckt dahinter, wer profitiert von einem Krieg in Europa.

      Zu den Amerikanern kann ich nur soviel sagen, überall wo diese sich eingemischt haben herrscht nun Chaos und Elend.

      Israel betreibt seit Jahren Völkermord und alle schauen weg. Ja wir liefern sogar Waffen an Israel. Wir sind mitschuldig,weil wir schon wieder weg schauen !

      Es geht weder in der Ukraine , Syrien, Irak, Afghanistan usw. nicht um Menschenrechte sondern nur um Geld. Wer der Spur des Geldes folgt , der findet auch die Brandstifter.

      Ken Febsen spricht all das an und vielleicht wird der letzte erst aufwachen, wenn in seinem Haus die erste Rakete einschlägt.

      Antworten
    • Nik

      Lieber Ulf Winkler!
      Recht herzlichen Dank dafür, daß Sie sich die Zeit genommen haben, diese ausführliche Antwort hier einzuhacken!
      Es hat mir große Freude bereitet, diesen Text zu lesen – ich konnte Ihren Zeigefinger förmlich sehen, wie er sich mit jedem Fragezeichen in seine aufgeblähte Brust bohrt – herrlich!
      Und dabei ganz sachlich auseinandergenommen – danke!
      Menschen wie Sie (und KenJebsen und und…) lassen mir ein Quäntchen Hoffnung und bewahren mich davor, vollends den Glauben an die Menschheit zu verlieren.
      Schreiben Sie? Veröffentlichen Sie? Wenn nicht, sollten Sie darüber nachdenken

      herzliche Grüße,
      der Nik

      Antworten
  38. Arno

    „Oberflächlicher Antiamerikanismus“ ?? – „Meiner ist gar nicht oberflächlich…“ (Volker Pispers) . Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Bittner+Nazienkel diesem vernünftig-linken Urgestein, den inquisitorisch-broderischen Prozess machen…
    „Die“ Linke hat offensichtlich mal ein gedankliches „Lock in“ gemacht, aus dem Sie nicht mehr rauskommt (Ditfurth und andere). Bei stellvertretend Ditfurth wird man den Eindruck einer gekränkten Eitelkeit nicht mehr los – einer Kränkung, weil hier ANDERE Leute – führungslos- sich bewegt fühlen, ohne das mit ihr abgestimmt zu haben. So jemand geht andere Leute verbal an und sucht die „Beweise“ im Nachgang mühsam zusammen …. Lächerlich und abstoßend.
    Dieses einzig herablassende Getute hier (s. „Beitrag“ Nazienkel oder „ich schreibe Namen Jebsens richtig ….“) und die inflationäre Verwendung von Schimpfwörtern und gleichzeitig vermeintlich intellektuellem Gehabe, vermitteln einzig den Eindruck von Unreife – mitnichten den einer haltbaren Analyse !
    Einige „linke“ Antifa-Websites im Dunstkreis z.B. von Nazienkel sind freiwillig vernetzt mit Seiten, deren Betreiber Günstlinge der Adenauerstiftung sind. Der Stiftung also , die in der Ukraine mindestens gemeinsame Sache mit den Faschisten macht. Gleichzeitg schwenken auf Demos FÜR den Frieden jesuslatschenbesolte Rucksackträger amerikanische Flaggen … Flaggen des Landes, was am wenigsten für Frieden in der Welt tut. Es geht hier nicht mehr um eine Sache, sondern um eine Kampagne. Wer die lachenden Dritten über diesen linken, eitelkeitsgesteuerten Irrsinn sind, braucht man da nicht mehr zu erwähnen …

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    • ik glob es nich

      oh mann, adenauer-stiftung, heinrich-böll-stiftung,das rote kreuz,der wetterdienst,oecd,mc-donalds,die pfadfinder,der thw,grennpeace,grundschulen,….
      alle machen gemeinsame sache mit den millionen und millionen faschos in KIEV, die sollten lieber mal nach moskau und dort einen „rechten sektor“ aufbauen,denn russland ist ja faschofrei !

      Antworten
  39. Arno

    PS.: Es gibt zum 11.9. viel nachvollziehbares Material auf youtube von/mit dem unsaufgeregten Historiker Dr. Daniele Ganser – (Vorsicht Aluhüte: AUCH (!) Interviews mit Jebsen ) , der u.a. über die faschistoide Geheimarmee „Gladio“ promoviert hat. Das ist sicher auch so ein PAUSCHAL Verdächtiger ….
    2. PS: Leute die jemanden, der mit verschiedenen jüdischen Mitbürgern unwiderufene Interviews geführt hat als Antisemiten bezeichnen, sollten sich über ihr logisch-analytisches Denkvermögen schon mal Gedanken machen ….

    Antworten
  40. Gernot Kainz

    Also auch wenn der ganze Artikel eindeutig reisserisch formuliert und verfasst wurde. Eines muss man Ihnen zugestehen. Sie lassen wenigstens die, zurecht kritischen, Kommentare stehen.

    Antworten
  41. Arno

    „…Dumm ist’s nur, wenn einmal eine private Äußerung in die Öffentlichkeit gelangt….“

    Schon dieser Sachverhalt der Veröffentlichung einer privat (geglaubten) Mail richtet sich eher gegen den Inquisitor Broder, seine damit offenbarte argumentative Armut und seine nicht vorhandene Souveränität , als gegen den Absender.

    Im hier zitierten Mailteil wie auch der Gesamtmail aus dem o.g. Link kann ich überhaupt keine Bestätigung der pauschalen Vorwürfe erkennen: “ …goebbels hat das gelesen und umgesetzt…. “ ist doch genau die Bestätigung und nicht eine Leugnung. Liest sich das überhaupt einer der Kritiker richtig durch ? – versteht einer der Kritiker die deutsche Sprache richtig ?
    Es werden Zitate anenandergereiht, die das was vom Autor zwischen Sie sie gesetzt wurde eben nicht bestätigen – im Gegenteil.

    Und last but not least: Eine Nachricht „gelangt“ nicht an die Öffentlichkeit, es ist immer eine Person. Das dass dann kurz danach händereibend als „Präsentieren“ betitelt wird – also , ist denke ich, für einen Dichter unwürdig.

    Ansonsten ist Ulf Winkler nur beizupflichten – Danke für diesen Ihren Beitrag/Kommentar.

    Antworten
  42. Barbie

    Und wieder einmal erklärt uns der Ken auf seine unvergleichliche, eloquente, charmante und ausgeglichene Art und Weise die Welt. Er ist der einzige, der den vollen Durchblick hat, alle anderen kapieren rein gar nichts. Danke dafür, lieber Ken, was würde ich ohne Dich nur denken sollen? Kennilein, willst Du mich, Barbie, zu Deiner Ehefrau nehmen und mich zur Frau machen?

    Antworten
  43. Ingo Schierenbeck

    Die vereinigten Staaten sind eine Konsum- und Wegwerfgesellschaft, das ist Punkt 1. Punkt 2: Wenn die vereinigten Staaten uns- die Europäer aus welchem Grund auch immer- irgendwann einmal nicht mehr gebrauchen können, werden sie uns aus irgendwelchen (er)fundenen Gründen im Straßendreck zu zertreten versuchen. Punkt 3: So wie sie immer Gründe (er)fanden, ein Krieg sei unausweichlich, werden sie auch einen Grund (er)finden, um gegen Europa vorzugehen. Nun noch einen kleinen Hinweis bezüglich des Landraubes in Israel, umgangssprachlich „Siedlungspolitik:“ Es ist doch offensichtlich, das der Landraub an Amerikas Ureinwohnern, den Indianern, 1zu1 nach Palästina exportiert wurde, so nach dem Motto: „Was mit unseren Ureinwohnern funktioniert hat, muss auch mit den Palästinensern funktionieren. Punkt 4: Wer wirklich glaubt, Amerika wäre ein Freund Europas, begeht einen verhängnisvollen Fehler!!! Die vereinigten Staaten von Amerika sind es, die uns gefährden. Die USA sind es, die sich weltweit ausbreiten wollen. Und wer ihnen dabei im Wege steht, wird ausgelöscht. Das hat mit Rassismus oder Faschismus nicht das Geringste zu tun, es ist die Wahrheit, nichts als die Wahrheit liebe Leute!

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  44. Ingo Schirenbeck

    Ein kleiner Nachtrag: Bei meinen Freunden in Marocko, in Rabat, leben Juden, Christen und Moslems seit nahezu 1000 Jahren friedlich miteinander Tür an Tür, weil es dort weder radikale Christen, radikale Zionisten oder radikale Moslems gibt! Hat sonst noch jemand eine Frage?

    Antworten
  45. Horst Kevin Kasubke

    Ich frag mich gerade wer denn hier gegen wen hetzt?
    Wo sind denn bitteschön diese anderen Meinungen, die in der Presse,ihrer Meinung nach auch zu Wort kommen?
    Jebsen ist nicht der Führer,er ruft nur zum selber Denken auf,während sie uns schon wieder eine fertige Meinung andrehen wollen.Selber machen ist angesagt und nicht mit dem Fingher auf andere zeigen..

    Peace out!

    Antworten
  46. Bornetto

    „Verschwörungstheoretiker“, „Antisemitist“, „Rechter“, „Nazi“,………

    Dauernd lese und höre ich, wie mit solchen und ähnlichen Worten um sich geschmissen wird.
    Was ich für sehr bedenklich halte, ist die Tatsache, das heute zu Tage jeder, der sich für Frieden stark macht, oder Menschen dazu anregen will, durch Bildung und lesen von geschichtlicher Lektüre sich selber ein kritisches Bild zur Weltpolitik zu machen, Opfer einer dieser oben so genannten diffamierungen wird.
    Hier wird immer wieder versucht, mit Schlagworten, denkende Menschen zu diskreditieren.
    Es ist inzwischen ja wohl allgemein belegt, dass die Beweise für die Irak Kriege erfunden wurden. Ebenso haben die Amerikaner zugegeben, das der Fall von „Tonkin“, der zum Vietnam Krieg führte, nie statt gefunden hat.
    Wieso darf ich dann nicht Zweifel an den Geschehnissen von 9/11 haben?

    Gebäude 7? Ausweis eines der Todespiloten ohne Brandspuren auf der Asche des
    WTC’s? Angebliche Entführer melden sich lebend aus Ihren Ländern? Mieserabler Pilot einer Cesna legt ein rekordverdächtiges Flugmanöver hin? Keine Veröffentlichung der Flugschreiber von MH-17? Keine veröffentlichung der letzten Tower Gespräche zwischen Tower Ukraine und MH-17? Keine Sattelitenbeweisfotos der USA zum Abschuß von MH-17? usw. usw……

    Man sollte generell nie einfach Meinungen anderer ungefragt zustimmen.
    Wenn man wirklich allen Beiträgen von Ken Jebsen zugehört hat, merkt man schnell, dass man Ihn in keine Ecke einfach schieben kann. Er sollte euch einfach anregen, selber zu lesen und zu recherchieren. Ich gehe mal fest davon aus, dass er selber nicht einfach abgenickt werden will.
    Seine Interview Partner sind auch meist eher im Interlektuellen Lager zu finden. Wenn diese alten erfahrenen Hasen hinter Jebsen einen rechten Antisemiten vermuten würden, würden Diese sich sicherlich nicht zur Verfügung stellen.
    Was soll der Quatsch, jeden der gegen die FED Politik ist, als Antisemiten darzustellen. Wäre die FED in schwedischen Händen, was wäre ich dann……
    Wenn mich ein Argentinier ausraubt, ich Ihn stelle und eine auf die Nuß haue, bin ich dann ein Rechter Ausländer Hasser?
    Es völlig egal wo der Mensch der schlechtes tut oder im Sinne hat her kommt.
    Unrecht bleibt Unrecht. Der Kritik gegen das Unrecht sollte kein Mensch oder Volksgruppe ausgeschlossen werden, egal ob Afrikaner, Indonese, Deutsche, Jude, Islamist, Buddhist ect.
    Diese ständige Schubladen-Diskretieren lenkt nur davon ab, wonach sich wirklich alle sehnen, und das ist Frieden, ein menschenwürdiges Leben, und die Wiederherstellung der fast verschwundenen Empathie.
    Da nichts von dem unsere Politiker anscheinend unterstützen, sondern nur dazu dienen, die Reichen auf kosten der Armen noch reicher zu machen, ist es absolut notwendig in Frieden auf die Straße zugehen.
    Hat einer von diesen Juttas, Bittners oder wie Sie alle heißen jemals irgendeine Rechtsradikale Glatze in Springerstiefeln auf einer Montagsdemo gesehen?
    Nein, da stehen alle Volksgruppen nebeneinander…friedlich. Punks, Rentner, Schlipsträger, Rastafaris, Migranten, Studenten usw.
    So, und das sind alle dumme ungebildete Verschwörungsthoretiker, die nicht in Lage sind zu merken, dass sie heimlich in den rechten Sektor gezogen werden?
    Das ist ein Beleidigung des gesamten Volkes.
    Interessant ist auch die diffarmierung von Xavier Naidoo. Da wird er in einer Kultursendung als Rechtsradikaler abgestempelt. Als Beweis dient ein Facebookeintag auf Naidoos Account, den irgendein Hirnloser Ihm geschickt hat, mit Bild unsere derzeitigen Politiker mit Schlingen über den Köpfen.
    Wenn Ihnen jemand unbekanntes ein Foto eines nackten Kindes per Mail zuschickt, dann sind Sie der Pädophile?
    Ganau so sieht Propaganda aus. So sah Sie schon in den 1930ern aus. Und diese Leute drehen den Spieß einfach um, und behaupten Friedensdemonstrationen seien rechts verkappte Propaganda.
    Vieleicht einfach mal mit offenem Mund schlafen, damit das Hirn mal wieder etwas Sauerstoff bekommt.
    Hat sich einmal jemand gefragt, wo bei friedlichen Demonstrationen, die in Gewalt umschlagen, diese in schwarz vermummten Gewalttäter herkommen?

    Was ist mit Christph Hörstel? Einst angesehener Korrespondent für den Osten der ARD und Politberater. Auch jetzt ein verkappter Rechtsradikaler?
    Man, keiner der von der öffentlichen Presse diffarmierten Friedensaktivisten hat jeh zur Gewalt aufgerufen. Zum Wiederstand…ja… aber nie zur Gewalt.
    Warum halten ausgerechnet diese schlauen Menschen die Klappe, wenn es um deutsche Waffenlieferungen oder Deutsche im Afghanistan Krieg geht?
    Also ziehe ich hier zum Schluß noch eine sarkastische Bilanz:

    Waffenlieferung, Krieg, Ausbeutung der eigenen Bevölkerung und armer Länder, totale Überwachung = GUT, DEMOKRATISCH, ALTERNATIVLOS

    Auffordern zum Frieden, zur eigenen Bildung der Bevölkerung, zur lebenswürdiger Gleichstellung aller, gegen Ausbeutung, für mehr Empathie = BÖSE, GANZ SCHLECHT, RECHTSRADIKAL, ANTISEMITISTISCH

    Ich habe manchmal den Eindruck, ich sitze außerhalb dieser Erdkugel, und schaue auf ein Kasperletheater hinunter. ( Au weiha, dass war jetzt aber arrogant…
    ich entschuldige mich hiermit auch direkt)

    Antworten
  47. Wolf

    Zwei Iraner, ein Professor und ein Rapper, äußern sich zu Ken Jebsen:

    Ein Brief an die führenden Persönlichkeiten der Friedensbewegung

    http://www.scharf-links.de/46.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=44371&cHash=78d1b1168c

    1. Prof. Dr. Mohssen Massart: „…Aus alledem möchte ich den Vorschlag unterbreiten, möglichst bald eine Großdemonstration gegen die Nato-Russland- und Ukraine-Politik und das Verhalten der EU zu organisieren und dabei die Hauptinitiatoren der Montagsdemos, insbesondere Ken Jebsen und Lars Mährholz, mit einzubeziehen und darüber hinaus auch Konstantin Wecker als Mitveranstalter zu gewinnen.“

    2. Kaveh Ahangar: “ Aber ich glaube auch, dass Linke nicht davor zurückschrecken sollten mit Leuten wie Ken Jebsen, Märholz oder die Bandbreite zusammenzuarbeiten, weil diese keine diskriminierenden Elemente in ihren Diskursen aufweisen, auch wenn man deren Analysen nicht teilen oder für verkürzt halten mag. Der ihnen an den Kopf geworfene Vorwurf, sie seien Antisemiten ist eine klare Verleumdung.“

    Denke noch einmal nach, Micha!

    Antworten
  48. Herr Schaft

    Was für ein verdrehter und unreflektierter Artikel. Der Ausschnitt aus dem Brief, weswegen Jebsen gekündigt wurde, ist nichtssagend und aus dem Zusammenhang gerissen.
    Ken Jebsen hat so unglaublich viele Stunden Film- und Audio-Material. Da müsste doch was heißeres dabei sein, außer dass er sich gegen (falsche?) Vorwürfe verteidigt.
    Aber hier wird plötzlich von Goebbels und Bernhard Weiß gesprochen, wie der Autor darauf kommt, versteh ich nun nicht.
    Statt wirklich über verkürtzte Kapitalismuskritik zu informieren, wird lieber selber Stimmung gemacht und wilde Vorwürfe ohne tiefe geäußert.
    Ich hab mir schon viel zu viele dieser Artikel mit viel gelaber, aber ohne Inhalt reingezogen und ich könnte echt kotzen. Das nenne ich Quantitätsjournalismus.

    Antworten
  49. Peter

    seriously? was für eine lächerliche Meinungsmache… Zusammenhanglose Zitate die einfach nix und rein gar nix bedeuten, da sie ja zusammenhangslos zusammengeschustert sind. Zum Glück fallen nicht alle drauf rein wie man an den Kommentaren sieht…

    Antworten
  50. Bratze

    Das beste ist der letzte Satz „Ein kleiner Auszug ist mehr als genug“ , wie kann denn ein kleiner Auszug genug sein um sich eine eigene Meinung zu bilden, aus den Kontext entnommener Sätze kann man oft in eine richtung lenken die mit der eigentlichen Aussage nichts mehr am Hut hat. Herr Jebsen soll ein Antisemit sein, na dann? Ich behaupte jetzt mal das Herr Jebsen Antichrist ist, weil er sich Vatikan kritisch geäußert hat. Dazu findet man bestimmt auch kleine Auszüge, die meiner behauptung glaubwürdigkeit suggeriert. Man steckt Herr Jesen einfach in eine Schublade weil manche Leute die abenteuerlichsten Sachen hineininterpretieren. Ich persönlich habe Herr Jebsen noch nicht kennen gelernt, kann mir de facto auch kein klares Urteil bilden. Dieser Artikel, Text oder wie man das auch nennen mag ist in meinen Augen flüssiger wie Wasser, nämlich überflüssig!

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  51. Oliver Flesch

    Schon scheiße, Bittner, wenn da jemand ist, der eloquenter, erfolgreicher und weitaus attraktiver ist, als man selbst, näch?
    Da kommt schnell Neid auf, verstehe ich.

    Dafür werden auch fix die Fronten gewechselt, linke Überzeugungen verleugnet, plötzlich sind die Amerikaner die Friedensengel usw., schon klar.

    Gott, was ist nur aus den Linken geworden! Gut, dass mein Vater (KPD, 3 Jahre KZ) diesen Verrat nicht mehr miterleben muss.

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    • Michael Bittner

      Das ist er also, der neue Möchtegernlinke: Er weiß, dass alle Kritiker nur neidisch auf seinen sexy Look sind, der ihn bestenfalls zum Unterwäschemodel qualifiziert. Er meint, es reiche, Amerika zu hassen, um ein Linker zu sein, weil er noch nie eine Zeile von Marx, aber jede Twitter-Botschaft von Ken Jebsen gelesen hat. Und er schämt sich nicht, mit den KZ-Leiden seines eigenen Vaters zu protzen, die er selber nicht durchmachen musste. Da kann die Weltrevolution ja kommen! Eloquent genug, Schwachmatikus?

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  52. Oliver Flesch

    „Schwachmatikus.“ Du lieber Himmel. Abgegriffen.

    Nee, eher unsouverän. Von der Idee her gar nicht so schlecht, aber inhaltlich vollkommen falsch. Aber das scheint bei Dir ja Programm zu sein. Siehe oben.

    1. Ich habe Ken noch nicht einmal abonniert, weder auf FB, noch auf Twitter.

    2. Ich LIEBE Amerika! Bestes Land der Welt.

    3. Ich „protze“ nicht mit meinem Vater, ich meinte es genau so, wie ich es schrieb. Um in Deinen Allgemeinplätzen zu bleiben: Er würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was aus „seinen“ Linken geworden ist.

    Tja, Bittner, sowas passiert, wenn man, statt zu recherchieren, im Kaffeesatz liest (und auf Hassprediger wie Broder reinfällt). Würdest Du ordentlich recherchieren und hättest Größe, bliebe Dir nichts anderes übrig, als Deinen Artikel richtig zu stellen. Aber das wird nicht passieren.
    Die Gründe sind bekannt.

    In diesem Sinne

    Flesch / Hauptstadt

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  53. George Hayduke

    SUPER-Artikel über KenJ.
    Ergänzend möchte ich noch die Peinlichkeit, die er sich mit der Antilopengang geleistet hat, erwähnen: Die Band (mal hören, sie sind gut!) hat ihn in dem Lied „Beate Zschäpe hört U2“ als „Hetzer in deutscher Tradition“ bezeichnet (http://genius.com/Antilopen-gang-beate-zschape-hort-u2-lyrics ;in Part 3) und der Vertreter der freien Meinungsäusserung ist ihnen gleich mit Anwalt und Unterlassungserklärung auf den Leib gerückt. Ein gericht gab dann aber den Antilopen recht – Ken darf jetzt also als Hetzer in Deutscher Tradition bezeichnet werden! (Interessanterweise findet sich auf seiner Website nix dazu.)

    Zu Herrn Flesch (s.o.) muss ich noch anmerken, dass es jemandem, der so viele Tittlen und Sex auf seiner Website hat, offensichtlich an was Wesentlichem mangelt.

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  54. petersommer

    mich haben die interviews auf ken fm interessiert. auch sonst hab ich politischen kram auf utube geschaut. ich les diesen bericht hier und denk jeder wird relativiert. sobalt man sich drauf einlässt jemanden in irgend einer weise zu folgen ist man schon verarscht. ich geb politisch auf.

    Antworten
  55. anonym

    Hallo Herr Bittner,

    Ihre Antwort 25. März 2015, 13:10 Uhr ist der zweite Schock, nach Ihrem Artikel selbst..
    Da haben Ihnen zwischenzeitlich viele Leute aus verschiedensten Blickwinkeln aufgezeigt, was an Ihrem Blogartikel falsch ist. Mit wirklich nachvollzeihbaren Begründungen. Und dann diese Ihre Reaktion.

    Nun engültig bricht diese Ihre Argumentation zusammen, mit den den sich durch Sie nachprüfbaren Aussagen des betroffenen diesem Video ab Minute 50.

    Antworten
  56. Henzi

    Herr Bittner,das ist Rufmord.Wenn jemand über Sie so etwas online stellte würden Sie sofort klagen,oder? Aber bei anderen machts Spass….?
    Der israelische Umgang mit den Palestinensern wird inzwischen international kritisiert.Wenn allein diese Feststellung-das diese Behandlung eines ganzen Volkes nämlich skandalös ist-antisemitisch sein soll,dann verklagen Sie doch bitte die UNO,Barack Obama,einige deutsche Politiker…
    Den Verdacht,dass die USA persönlich am Krieg in der Ukraine beteiligt sind habe ich nach Putins Krim-Einmarsch in einer Mail an Angela Merkel offen formuliert .Sie hat mir freundlich geantwortet,ich lebe noch und ich sitze auch nicht im Knast deswegen.(Ja,“schade!“,ich weiss.)
    Ich kenne Herrn Jebsen noch nicht lange.Was ich höre, sind gestochen scharfe und häufig sehr einleuchtende Politik-und Medienanalysen in der Manier eines Stand-up-Comedian.So wie da über Rechte und Faschisten geredet wird glaube ich nicht wirklich an einen Anti-Semiten.Und nach einem Feigling klingt das nun wirklich nicht.Feige sind Sie eher,wenn Ihnen auf eine gegenläufige Meinung nichts besseres einfällt,als eine mediale Psychiatrie-Einweisung und damit Sozialmord im Internet.Incl Kommentarthread,der es Ihnen ermöglicht,Unliebsames (Gegenläufiges) zu löschen, aber selbst nicht mehr Stellung nehmen zu müssen.Das ist mE nicht mal mehr schlechter Stil,das ist unterirdisch.Aber leider ist es genau dieselbe Hetze,die Sie Herrn Jebsen gegen den Mainstream vorwerfen.Das haben Sie wohl garnicht gemerkt.

    Antworten
    • Michael Bittner

      Ich verklage – anders als der Feigling Ken Jebsen – niemanden, der mich kritisiert. Ich halte Kritik an der israelischen Politik nicht für antisemitisch, ich halte antisemitisches Denken für antisemitisch. Ich lösche keine unliebsamen Kommentare, sondern veröffentliche sie und nehme, wenn ich Lust dazu habe, auch mal Stellung.

      Antworten
  57. Henzi

    Sie sind ja witzig.Erst erklären Sie jemanden online für geisteskrank und unzurechnungsfähig (vielleicht sogar hinter seinem Rücken,weiss ich nicht) und dann beschimpfen Sie ihn online als Feigling,weil er nicht angerannt kommt,um mit Ihnen zu diskutueren??
    Sie haben sich doch mit dieser bodenlosen,reputationszerstörenden Unterstellung im Vorwege schon davor geschützt,den Mann auch nur anhören zu müssen!?
    Es geht mir nicht um KenFM.Aber-Diekmann und Zuckerberg wären sicher begeistert,die verdienen nämlich an solchen Medien-Halalis Milliarden.Ich hätte Sie auch verklagt,falls Ken J. das getan haben sollte.
    Ende der Debatte.Gruss

    Antworten
  58. Harry

    Um das zu tun, was Jebsen macht, bedarf es vor allem eines: Zivilcourage.
    Aufgrund des Hetztextes sehe ich, dass diese Ihnen absolut fremd ist.
    Vielleicht sollten Sie einfach die Mainstream-Gedanken abschalten und nicht versuchen aus der Jebsen-Jagd Profit zu schlagen.
    Und eines sollten Sie vor allem: sich schämen!

    Antworten
  59. Eva

    Welchen Beitrag leisten Sie Herr Bittner zu einer leisen Bewegung in Sachen gesellschaftlicher Veränderung? Es ist eine Unverschämtheit einen Menschen als krank hinzustellen! So agressiv kann nur jemand reagieren, dem ein gewisser Neid nicht fern liegt. Warum stört Sie so jemand in einem Land der sog. Pressefreiheit? Ich finde, da ist eine Entschuldigung am Platz Herr Bittner!

    Antworten
  60. Gertrude

    Lieber Herr Bittner,

    mir grauts vor der aktuellen Entwicklung und dem geistigen Chaos überall, aber vorwiegend im Internet.Hab stundenlang Ihr Kommentar zu Moustafa K.alias Ken Jebsen gelesen plus sämtliche Kommentare.Ich danke Ihnen sehr für Ihre Standhaftigkeit und Geduld.

    Antworten
  61. Markus Becker

    Bittner, du bist eben ein angepasster Gutmensch, ein Hilfspsychologe und Mitläufer mit einer großen Schnauze, als solcher kommst du einfach nicht in die Bereiche, gegen die politische Korrektheit zu verstoßen und von daher weißt du gar nicht, wie Recht Ken Jebsen hat.
    Und wer in diese Bereiche kommt und darin lebt, kann sowieso nur ein Rechter und ein Nazi sein, also ist er auch selbst schuld, stimmts ?
    Solche wie du werden nie kapieren, warum Feigheit und Unterwürfigkeit sich nicht lohnen.
    Und schon gar nicht, daß Deine Sorte den Nazis sehr gleicht.
    Darum ein herzliches: Linke Drecksau, halt deine dumme Fresse, wir sind so satt von deinesgleichen, so unendlich satt !

    Antworten
  62. Ingo

    Herr Bittner,
    was bitte nehmen sie?
    Sie sollten wirklich ärztlich Hilfe und Beratung suchen…
    Für mich ist es unvorstellbar das ein Mensch der im Besitz seiner geistigen Fähigkeiten ist und die Moralvorstellungen des christlichen Abendlandes teilt fähig ist so einen beleidigenden Schund zu verbreiten…

    Sollten sie diesen Beitrag jedoch im Vollbesitz ihrer (dann begrenzten) geistigen und moralischen Fähigkeiten geschrieben haben, dann gehören sie mit Verachtung bestraft.

    Antworten
  63. Dirk

    Ist es Ihnen nicht peinlich, die nachweislich manipulative Broder-Aktion als Einstieg in eine Abrechnung mit K.J. zu verwenden? Es ist unterstes Niveau und lässt Sie wirklich dumm da stehen. In dem Moment, in dem Sie die Broder-Story trotz besseren Wissens zitieren, machen Sie aus dessen Manipulation Ihre Lüge (zum Zweck Ihrer Abrechnung mit dem polit. Gegner).

    Antworten
  64. Reinhard

    Hallo Herr Bittner, Ihnen gebuehrt Dank, sich einmal mit den unsaeglichen Thesen des KenFM ernsthaft auseinandergesetzt zu haben. Die meisten schuetteln sich ja ohnehin nur, wenn man damit in Kontakt kommt, aber wer hat schon die Zeit, den Nonsens auseinanderzunehmen. Sowohl Linke wie Rechte fallen ja darauf rein, Hirn einschalten kann nie schaden.

    Antworten
  65. Graham

    Hallo Michael

    Momentan haben die Jünger dieses jämmerlichen Narzissten und Rattenfängers in den sozialen Netzwerken wieder Hochkonjunktur. Es war sehr tröstlich, diesen Artikel zu lesen. Danke

    Antworten
  66. Meine persönliche Meinung

    UmdenKEN

    Nun wer gelernter Radio- und TV-Moderator ist, weiß wie es geht.
    Zielgruppe: Der Mensch.
    Wiederholungen und laut schreien: Das muss die Wahrheit sein.
    Und schön emotional, das geht aufs Herz. (Wer braucht da noch Verstand)
    Ein paar Bücher in die Luft halten: Ich bin schlau und habe fundiertes Wissen (recherchiert).

    Das nächste ist kein Witz: SCHAU GENAU PEACE? Das Zeichen sieht anders aus! Schon mal den kleinen Fingen und den Daumen an den Spitzen berührt und Ringfinger nach unten gedrückt? (Das braucht Übung). Zur Seite gedreht, ist es auf jeden Fall ein okkultes Handzeichen. Und jetzt der Lacher 😉 Es ist sicher totaler Zufall, dass das Bild vor dem linken Auge stoppt.
    KenFM: Me, Myself and Media #14 – Paris, Terror-Übungen und die Ausweispflicht für Attentäter (Veröffentlicht am 22.11.2015) Min:49:50

    FAN:
    Fsf Fssf vor 2 Tagen Omg!! Das Zeichen am Schluss!!! Er ist ein Illuminati!!!! Ne Spass bei Seite… War wieder mal ein Top Beitrag von euch! Es lebe das Internet und die Menschen die sich nicht unterkriegen lassen.

    kleshtre vor 2 Tagen Hallo Ken, machst du jetzt auch mit bei den okkulten Augenfetischisten? Deine Zuschauer sind hellwach, also lass den Scheiss! (49:50) Ansonsten Top, weiter so. Gruss Abonnent 29431

    Antwort von KenFM: wwwKenFMde vor 1 Tag +kleshtre Verstehe..

    Die Eingeweihten Unterhalten sich gerne mit Symboliken und Farben:
    GRÜNes Licht für den WITZ:

    FAN:
    ZiSt1989 vor 2 Tagen ‚NachdenKEN über paris‘ wird in die geschichte eingehen als ‚video mit dem grünen hintergrund‘ lachflash netter sidekick da am anfang. Kann ja nur mehr gut werden 😀

    https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv/photos/pb.271619909551143.-2207520000.1448475595./836441463068982/?type=3&theater https://www.psiram.com/ge/index.php/Ken_Jebsen
    ___
    Wie Daniele Ganser schon erwähnt: „Information warfare“
    Und KenJ. ist ganz vorne mit dabei: Hat er Angst vor Ihren Kritikern?
    KenFM: Me, Myself and Media #13: NATO-Presse auf Kollisionskurs. (Veröffentlicht am 15.11.2015)
    Weitere Opfer: Henryk Broder, Antilopen Gang, ….
    Wenn es nicht vor Gericht geht Ihren Ruf zu richten, dann wird der aufgehetzte MOB schon Ihren Ruf säubern.
    Behauptung aufstellen, Namen nennen, und Befehl erteilen.
    YES SIR … oder HeHi …

    Verschiedene Positionen:
    https://killuminatikenjebsen.wordpress.com/ http://michaelbittner.info/2014/05/08/ken-jebsen-oder-wahnsinn-mit-methode/
    ___
    Wer ist Ken Jebsen (Moustafa Kashefi)?
    Welche Meinung hat er? Religion, Werte,..???
    Ist das die gleiche die er dem Viewer präsentiert?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen https://www.youtube.com/watch?v=0B2kNovtXMU https://www.youtube.com/watch?v=4Mk2jpROn3E

    Meine eigene Meinung! PS: Mein Wissen ist noch lang nicht vollständig!

    Antworten
  67. Gertrud Fein

    Herr Jebsen redet aber mit Menschen! Sie führen hier ein Selbstgespräch. Da kann Ihnen dann aber auch keiner widersprechen oder unbequeme Fragen stellen. Hier werden auch nur ausgewählte Passagen, die der Sache dienen sollen, aufgestellt. Ihr Text ist lächerlich und diese Beleidigungen… Was ich auch an Herr Jebsen nicht mag ist, dass er ab und zu genauso unsachlich wird wie Sie zB, aber Hr Jebsen recherchiert genau (wie es jeder Journalist tun sollte), Sie stellen wiederum Behauptungen auf. Ihr Text überzeugt mich daher null und klingt wie ein Lästertext über einen Promi in „Frau im Bild“ ö.ä. (schon mal beim Arzt im Wartezimmer gesehen).
    Fakt ist, dass die Deutschen gefolgsam sind, die bereits in der Schule beigebracht bekommen, jeder soll gleich und möglichst ruhig, manipulierbar und unauffällig sein. „Man möchte ja nicht anecken“. Und so erschafft man lauter Menschen, die „zu Masse“ gehören wollen. Bloß nicht ausgegrenzt werden. Gefühle werden eingesperrt und brechen später unkontrolliert aus. Auch das TV tut sein bestes daran, den eigenen Kopf möglichst auf Standby-Modus zu schalten.

    Antworten
  68. Krav Maga

    „Herr Jebsen redet aber mit Menschen“ ja, aber nur mit solchen, die seinen eigenen Überzeugungen nicht zu fern stehen. In solchen Kreisen ist es ein bewährtes Mittel, sich permanent gegenseitig zu zitieren, befragen, einzuladen usw um den Eindruck vielschichtiger Objektivität zu erwecken. Hat er jemans mit jemandem gesprochen, der ihn wirklich kritisch hinterfragt? Oder sind seine Thesen so irrlichternd knalltütig, dass niemand seriöses mehr mit ihm reden und es deshalb unmöglich ist, sie wissenschaftlich zu widerlegen – woraus die ganz schlauen natürlich den Umkehschluss ziehen, das er einfach recht hat.
    Herr Jebsen recherchiert nicht, er kolportiert und behauptet – gerade dafür hat er sich dieses perfekte Medium ja gewählt. Ich kennen keinen Text mit nachprüfbaren Quellen oder Verweisen (geschweige denn wissenschaftlich korrekten Nachweisen) von ihm – stattdessen nur dieses hektische Geschreie oder die Unterhaltungen mit seinen Freunden im Fernsehformat. Ja, sie haben recht – Fernsehen macht dumm – doch auch das Internet macht nicht automatisch schlauer, denn auch wenn dort tausende Quellen das Gleiche behaupten, wird dadurch nicht automatisch Objektivität erzeugt.

    Viele seiner ZuhörerInnen lassen sich von seiner emotionaler Widerstands-, Veränderungs- und Kampf-Rhetorik mitreissen (das macht er ja auch gut), doch er bleibt recht vage, wogegen und total opak dabei, WOFÜR sich seine AnhängerInnen dann engagieren sollen. Allerdings lassen zB biologistische Statements wie „hätten die Zugvögel Demokratie würden sie nie ankommen“ und der häufige Bezug auf „Volk“ oder „Land“ Übelstes auf allen Ebenen erahnen.

    Ganz wichtig ist nach wie vor, dass dieser Kämpfer für Meinungsfreiheit und -vielfalt und unabhängige Medien bei Kritik an ihm selbst diese Prinzipen ganz schnell über Bord wirft und auf die etablierten Repressionsstrukturen des „Systems“ zurückgreift, um Kritiker mundtot zu machen und eine inhaltlich Diskussion möglichst im Keim zu ersticken: eine junge berliner Musikgruppe, die ihn in einem Lied kritisierte, wurde mit härtesten juristischen Mitteln angegriffen und sogar bis vors Gericht gezerrt, um eines ihrer Lieder zu zensieren –
    (Oder hier:
    )

    (oder mal selbst nach antilopen gang und ken jebsen suchen)

    Zudem hat er sich NIE in irgendeiner Weise davon distanziert, den Holocaust schriftlich als bezeichnet zu haben.
    Warum nicht? Wie kommt eine solche Äusserung ausgerechnt in einer Auseinandersetzung mit H. Broder zustande? Lässt sich eine andere Erklärung dafür finden, als dass er nach wie vor zu dieser Äusserung , für die er schon so oft kritisiert wurde, steht? Der Holocaust als PR, die Shoah als strategisches Mittel zur Interessendurchsetzung (und „die FED“ als geheime Weltregierung)? Sagt das auch etwas über die Menschen aus, die ihm folgen???

    Antworten
  69. Michael Thomas

    Wow – Toller Blog! Danke an Micha Bittner für die offene Diskussion. Dieser Jebsen scheint in ein Wespennest gestochen haben. Das deutet auf einen wunden Punkt. Muss mich mal damit befassen . . . .

    Antworten
  70. andi mollies

    Hallo Michael

    Ich habe deinen Artikel gerade verfolgt, sah gerade einen Beitrag Jebsens zu den Anschlägen in Paris. Endlich… ist der Mann man ruhiger, vorsichtiger, pauschalisiert weniger. Ich kann bei ihm inzwischen mitgehen, halte aber die Schlussfolgerung für falsch, mit lauter strangen Leuten montags in Fussgängerzonen rumzustehen für falsch.

    Bei ihnen oder dir stört mich die DIffamierung, aus der ich eher ein Selbstgespräch oder eine Selbstbestätigung der eigenen Wut vermute, da wird eher gesehen was gesehen werden soll.

    Lassen sie doch die Holorithmaschinen von IBM stehen, es beweisst relativ wenig. Es ist nebensächlich wer den Nazis Öl lieferte. Warum geilen sie sich dadran auf?

    Ihr innen-aussen Modell funktioniert nicht recht. Ich hab Jebsen erlebt, persönlich erlebt, ich kann mir ein Gespräch mit ihm vorstellen. Ich würde ihn auch persönlich und inhaltlich kritisieren.

    Ich glaub, dass sie sich solche Sachen sich selbst verbieten, und das macht ihr Argumentation, so vermute ich’s, auch albern, weil sie K.J. zum Objekt degradieren damit sie Spass haben, und ich find, dass das perfide an der deutschen bürgerlichen Logik ist, diese agressive Zynik, was soll sich damit ändern? Ich überflog die Kommentarspalte wo jemand über sie herzog und sie antworteten sinngemäß „schön, da bin ich stolz drauf“.

    Ist Gleichberechtigung nur noch in Peergroups möglich?!

    Antworten
  71. Sorbas

    Sie diffamieren Ken Jebsen (97%), ohne auf Inhalte (3%) einzugehen.
    Worum geht es Ihnen? Wollen Sie verhindern, dass die wahren Kriegstreiber erkannt werden?
    Ihr Artikel ist reine Propaganda.

    Antworten
  72. Bernd W

    Ihr Text, Herr Bittner, wendet sich ja garnicht gegen Ken Jebsen. Ich vermute mal, der ist ihnen völlig gleichgültig. Ihr Text richtet sich gegen alle Menschen, die nicht ihr – sagen wir mal sehr einfaches, auf Vertrauen auf die Regierenden basierendes – Weltbild teilen. Davon gibt es aber eine Menge denke ich, und ich schätze, ich muss mich auch dazu zählen.

    Es wurde ja schon alles gesagt in den Kommentaren, zustimmendes wie ablehnendes.

    Aber eines ist mir schon wichtig … falls Sie die Meldung, die BBC hätte 20 Minuten vor dem Einsturz des WTC 7 Gebäudes schon darüber berichtet, für so albern und lächerlich halten, so möchte ich ihnen doch gerne einen link einstellen, der vielleicht auch Ihnen zu Denken geben könnte.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2284337/TV-licence-evader-refused-pay-BBC-covered-facts-9-11.html

    Es ist Fact, gerichtlich festgestellt, auch wenn der beklagte am Ende mit seiner Argumentation nicht recht bekam, er musste 200 Pfund an das Gericht zahlen und seine Gebühren weiter entrichten, dennoch wurde die Tatsache der zu frühen Berichterstattung festgehalten. Stimmt also. Nun entschuldigen Sie bitte, dass ich persönlich da auch nicht einfach drüber weggehen kann, ich finde das schon merkwürdig.

    Viele Grüße
    Bernd W

    Antworten
  73. Joanna

    Dieser KenJebsen scheint euch wohl sehr am Herzen zu liegen! Diese liebevolle und objektive Recherche über ihn und die zahllosen Kommentare…wenn er so ist wie ihr ihn beschreibt, Warum nutzt ihr eure Zeit nicht sinnvoll?
    Zum Beispiel damit euch eine ganz eigene Meinung zu bilden über ihn und die Themen die er anspricht? Keine angst dieser „selbstverliebte, antiamerikaner“ schafft es nicht euch seine Schablone Überzuziehen! Oder doch 😀

    Antworten
  74. Frank Meiners

    Guten Tag Herr Bittner,
    Ihren Artikel halte ich für sehr gelungen, da er veranschaulicht, wie unprofessioneller Journalismus in Deutschland funktioniert.

    Falsche Darstellung von Tatsachen; zitieren ausgewählter Aussagen ohne Kontext; mangelnde Objektivität durch persönliche Diffamierungen, etc. etc.

    Ihrem Einverständnis vorausgesetzt, nehme ich ihn gerne als Beispiel für eine diffamierende und haltlose „Recherche“ in meine Vortragsreihe zum Thema „Pressefreiheit in Deutschland- oder wie investigativer Journalismus langsam stirbt““ mit auf.

    Antworten
  75. Alrika

    Beim Lesen ihres Eintrags frage ich mich die ganze Zeit, wer sie dafür bezahlt. Danke für die Mühe einen informativen Beitrag zu leisten, dies ist leider nicht gelungen.

    Antworten
  76. criba

    Keine interaktive Homepage, keinen Newsletter, kein Forum o.ä.
    Dann solch ein Beitrag mit 145 Kommentaren.
    U.a. sehr interessanten.
    Wie geht das?
    Wie wird der publik um solch eine Resonanz auslösen zu können?
    Ich bin nur durch Zufall darauf gekommen, weil ich Unterschiede zwischen diffamieren, diskreditieren und denunzieren herausarbeiten wollte.
    Oder ist das alles über das von mir nicht genutzte facebook gelaufen?

    Antworten
  77. sid

    Wenn jemand so agressiv Stimmungsmache betreibt, ist es immer gut, wenn man nach seinem Hintergrund schaut.

    Michael Bittner:

    Das literarische Kleinkunstgedöns mal weggenommen:
    „Seit Januar 2009 veröffentlicht er regelmäßig Kolumnen in der Sächsischen Zeitung.“
    Besitzer: DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG
    (Besitzer: 60% Bertelsmann / 40 % SPD)

    Das Netz ist voll von solchen aufmerksamkeitssuchenden Hochschulabsolventen ohne feste Anstellung..

    Antworten
  78. Birgit

    Herr Bittner, wer um Gottes Willen bezahlt sie für diesen Artikel? Reine Diffamierungen und Rufschädigungen. Fast nicht zu lesen. Sie kann man nicht wirklich ernst nehmen. Das Meiste haben Sie sich einfach aus den Fingern gesaugt.

    Antworten
    • tom

      Sieht schon aus wie blinde Polarisier- Wut was Bittner hier abgelassen hat. Geht auf jeden Fall in Richtung qualitativ hochwertiger Bild-Recherche.

      Antworten
  79. Chris

    Jeder normale Mensch der bisschen nachdenken kann weiß, dass Ken die Sache auf den Punkt bringt! Wie kann man so ein abschäulichen Artikel über ihn schreiben?
    Wer weiß, vielleicht steckt ja ein Politiker dahinter? Null Punkte!

    Antworten
  80. Kaan

    dieser Artikel über Ken Jebsen sollte den Laternenpreis bei der nächsten Oscar verleihung für Journalisten mit besonders hoher Leuchtkraft vorgeschlagen werden,Sie Leuchten ja besonders hell mein Lieber ;D

    Antworten
  81. H. Bernhard

    „Was ist ein politisch Inkorrekter? Ein Feigling, der doch ein Provokateur sein möchte. Er ist sich bewusst, ganz außergewöhnliche Meinungen zu hegen, welche die Grenzen der gewöhnlichen politischen Diskussion sprengen. Aber er wagt es doch nicht, seine Weltanschauung unverblümt zu offenbaren.“

    Wer solch einen unhaltbaren Blödsinn schreibt, stellt sich ein geistiges Armutszeugnis aus und sollte das Schreiben tunlichst unterlassen. Schließlich muss nicht das ganze Internet erfahren, wie dumm man doch ist.

    G e r a d e die politisch Inkorrekten äußern ihre Meinung – würden sie das nicht tun, wüsste überhaupt niemand, dass es politisch Inkorrekte überhaupt gibt.
    Dem zitierten Autor geht leider jegliche Logik und Lebenserfahrung ab.
    Schlimm, was für Leute sich einbilden, publizieren zu müssen.

    Antworten

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