Die besorgten Bürger

Jeden Montag demonstrieren seit Wochen in Dresden „Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Und allerorten protestieren Deutsche lautstark gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in ihrer Nachbarschaft. „Wir müssen die Sorgen dieser Bürger ernst nehmen!“, das sagen mir Politiker, Journalisten und Leser. „Wir dürfen sie nicht den Nazis überlassen!“ Ich würde ja gern! Ich würde so gern die Sorgen der Bürger ernst nehmen! Fiele es nur nicht so verdammt schwer! Fiele er nur nicht so schwer, sie ernst zu nehmen, und so leicht, sie komisch zu finden!

Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die sich in Gegenden vor der Islamisierung fürchten, in denen kaum Menschen wohnen, die sich zum Islam bekennen! Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die sich schon überfremdet fühlen, wenn sie mal einem Menschen mit anderer Hautfarbe auf der Straße begegnen! Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die gegen den Islamismus demonstrieren und gleichzeitig – weil man schon mal auf der Straße ist! – auch gleich noch gegen die Menschen, die auf der Flucht vor dem mörderischen Islamismus in unserem Land Schutz suchen! Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die gegen Menschen protestieren, denen sie noch nie im Leben begegnet sind, was freilich ihrer Überzeugung, es werde sich wohl um Vergewaltiger und Diebe handeln, keinen Abbruch tut! Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die sich als Retter des „christlichen Abendlandes“ ausgeben und zugleich jene, die von Nächstenliebe sprechen, als „Gutmenschen“ verlachen! Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die an Demonstrationen für die Redefreiheit teilnehmen, wo ihnen ihre Führer allerdings verbieten, den Mund aufzumachen, weil sie fürchten, es könnten einige sagen, was sie denken! Es fällt so schwer, die Sorgen von Bürgern ernst zu nehmen, die sich dagegen verwahren, mit Nazis in einem Atemzug genannt zu werden, aber nichts dagegen haben, mit Nazis in einem Demonstrationszug zu marschieren!

Das alles fällt so schwer! Aber wir müssen uns zwingen! Wir müssen Verständnis dafür aufbringen, dass besorgte Bürger in Dresden einem Führer namens Lutz Bachmann applaudieren. Einem aufrechten Patrioten, der versichert, kein Rassist zu sein, aber auch schon mal Xavier Naidoo einen „Kameltreiber“ nennt. Der sich gegen Gewalt ausspricht, wenn er nicht gerade im Internet fordert, „Claudia Fatima Roth“ solle „standrechtlich erschossen“ werden. Der die Arbeit der Polizei lobt, wenn sie seine Demonstration schützt, aber die „Bullen“ für „völlig dämlich“ hält, wenn sie Flüchtlinge schützen. Ja, wir müssen Verständnis dafür aufbringen, wenn tausende Sachsen einer solchen Spottgeburt aus Hass und Heuchelei zujubeln! Denn wir wollen ja die besorgten Bürger nicht den Nazis überlassen, denen sie sich längst in die Arme geworfen haben!

Die Furcht vor dem Fremden gehört zu den Neigungen, welche die Natur allen Menschen in die Eingeweide gepflanzt hat, dem Autor dieser Zeilen wie jedem anderen auch. Wer behauptet, keine Vorurteile zu haben, ist entweder ein Heuchler oder wurde in Freiburg im Breisgau gezeugt. Rassismus entsteht, wie der Schriftsteller Andreas Altmann sehr treffend sagt, von ganz allein „wie Dreck unter den Fingernägeln“. Denn jedes Vorurteil bestätigt sich laufend selbst, weil es immer nur Tatsachen entdeckt, die ihm recht geben. Man sieht sie ja wirklich, die Fälle von Terror und Verbrechen, man kann sie nicht leugnen. Gibt es unter Zuwanderern auch Arschlöcher? Gewiss! Warum sollten sie besser sein als die Einheimischen? Doch erscheint uns die fremde Übeltat immer barbarischer als die heimische. Wenn ein Deutscher eine Straftat begeht, war’s ein Krimineller. Wenn ein Ausländer eine Straftat begeht, war’s ein Ausländer. Es gibt Deutsche, die ihren Verstand nur dazu einsetzen, ihre Vorurteile zu kultivieren. Sie finden immer neue Begründungen für ihren Hass, aber der Hass war zuerst da, die Gründe kommen später. Wer nicht nur einen Verstand, sondern auch Vernunft besitzt, der weiß: Man kann seinen Kopf auch dazu benutzen, die Wut im Bauch zu kontrollieren, um nicht zum Bauchredner seiner Wut zu werden.

Bürger, ich will eure Sorgen ernst nehmen! Ich verspreche es! Aber bitte nehmt auch ihr meine Sorge ernst: Wenn das Abendland vor den Islamisten gerettet ist, wer wird es vor den Rettern retten?

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Kommentare
  1. Beobachter

    Sie kultivieren auch nur Ihren Hass gegen alle diejenigen, die nicht Ihrer Meinung sind. Deshalb fällt es mir so schwere Ihre Argumente Ernst zu nehmen. Wer wird das Abendland vor Leuen wie Ihnen retten? Wer wird unsere Demokratie retten? Wer wird die Meinungsfreiheit in unserem Land retten?

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    • spassmagnet

      warum muss die Meinungsfreiheit gerettet werden ? die Demo-Teilnehmer können ihre Meinung kundtun und der Autor kann sich (berechtigterweise) über die Angst der Menschen vor Islamisierung lustig machen – speziell im Osten Deutschlands, wo die sichtbar größte Gruppe mit islamischem Background wohl die Dönerbudenbetreiber sind. Phantomängste sind das in der Tat, aber niemand verbietet Menschen deswegen durch Dresden zu laufen.
      das Weltbild ist ähnlich der Montagsdemo-Böser Westen-Läufer. man macht es sich in seinem Weltbild gemütlich & versucht nichtmal eine sachliche Analyse – ber man kämpft ja für eine große gute Sache… diese Sichtweisen sind mit Sicherheit auch kein Dresdener oder ostdt. Phänomen.

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  2. besorgter Bürger

    Sie sind nicht die Spur besser als die Menschen, die Sie kritisieren, Herr Michael Bittner, Sie fühlen sich nur so! Ihre Argumente sind genauso schwach wie die der Presse! Sie plappern albern nach, was Sie irgendwo aufgeschnappt haben und reflektieren es nach Ihrem Gutdünken, und immer die billige Nazikeule schwingen, Applaus, und aus!

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    • D.Konstrukt

      Lieber „Besorgter Bürger“,

      zunächst dachte ich, aufgrund des Namens und in Anbetracht des Inhaltes, der Kommentar sei eine Persiflage. Ist es aber wohl doch nicht und Name sowie Inhalt sind authentisch. Whoow!

      In 2 Sätzen gleich eine ganze Menge Klischees bestätigt, Lügenpresse: check, Nazikeule: check, nachplappern: check. Nicht schlecht soweit. Dann noch die Verbindung von „sie plappern albern nach, was sie irgendwo aufgeschnappt haben…“ und den bereits oben erwähnten tausendfach wiederholten Standards der Rechtspopulisten. Wie man das selbst nicht merken kann, wie sich der Schreiberling hier zum Horst macht, macht mich mental echt fertig. Fehlt eigentlich nur noch was mit Gutmensch und ein Nebensatz mit „linksversifft“, dann wäre es perfekt. Achso, wo sind denn ihre eigenen Argumente? Bisher gab ja nur einen kleinen Einführungskurs in „Troll-Deutsch for Dummies“.

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  3. misc

    Etwa diese demokratische Meinungsfreiheit: …VOLLSPINNER! Gehören standrechtlich erschossen diese Öko-Terroristen!… allen voran Claudia Fatima Roth!

    Dann viel Spaß in der veralteten Zukunft.

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  4. M. R.

    Vergessen darf man auch nicht, wie mit zweierlei Maß bei Lutz Bachmann gemessen wird. Seinen eigenen Ansprüchen wird er nämlich nicht gerecht, denn er ist bereits mehrfach Vorbestraft. Kriminelle und Wiederholungstäter bei Asylbewerbern wird bei Pegida ungemein aufgebauscht, aber eigene Verfehlungen werden weniger kritisch gesehen. Bei Pegida stört sich da keiner dran, denn das sind typisch überhöhte Erwartungen die man an Fremde anlegt, aber bei der „In-Group“, also der Gruppe zu der man sich dazugehörig fühlt, nicht so konsequent verfolgt.

    „An unsern Feinden sehen wir nichts als Fehler, an unsern Lieben lauter Vorzüge, und selbst ihre Fehler scheinen uns liebenswürdig. Eine gefasste Hypothese gibt uns Luchsaugen für alles sie Bestätigende, und macht uns blind für alles ihr Widersprechende. Was unserer Partei, unserm Plane, unserm Wunsche, unserer Hoffnung entgegensteht, können wir oft gar nicht fassen und begreifen, während es allen Anden klar vorliegt: das jenen Günstige hingegen springt uns von ferne in die Augen. Was dem Herzen wider strebt, lässt der Kopf nicht ein.“ (Schopenhauer „Die Welt als Wille und Vorstellung“)

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  5. Wolf

    „Rassismus entsteht, wie der Schriftsteller Andreas Altmann sehr treffend sagt, von ganz allein „wie Dreck unter den Fingernägeln“. Denn jedes Vorurteil bestätigt sich laufend selbst, weil es immer nur Tatsachen entdeckt, die ihm recht geben.“

    Hat der Autor schon einmal beobachtet, wie Babys unterschiedlicher Hautfarbe miteinander umgehen? Ja, die haben oft „Dreck unter den Fingernägeln“. Der Dreck im Hirn kommt aber erst später. Dazu bedarf es der Erziehung in einer Konkurrenzgesellschaft.
    Warum gibt es eigentlich so wenig Rassismus unter „Primitiven“?

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  6. Mensch

    der tellerrand in dresden scheint sehr hoch zu sein, dass diese selbsternannten retter des abendlandes, oder auch pegida-fuzzis genannt, nicht drüber schauen können. in der konsequenz sollten sie zur verhinderung der islamischen kultur und der morgenländischen veränderung von dresden ihre yenidze abreissen, die gefährdet ja jeden urdeutschen architektur-geschmack in seinen grundfesten! und was wie moschee aussieht, wird ja bestimmt bald von linken terroristen und isis unterwandert. also frisch ans werk, pegidistas! oder besser zum arzt, hirn durchchecken lassen.

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  7. Peter Kleineheismann

    70 Jahre nach dem Krieg und nach der Nazizeit fangen die Deutschen an darüber nachzudenken, wer sie sind. Und das auch nur deshalb, weil andere bereits millionenfache Fakten geschaffen haben.
    „Sind wir das Christliche Abendland?“ oder sind wir schon die „Konföderation des Weltbürgertums?“ (Star-Trek)
    Ich sehe die Menschen in Dresden auf der Suche nach einer Antwort und ich bin immer skeptisch gegenüber denen, die schon vorher für alles eine Antwort haben.

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    • M. R.

      @PETER KLEINEHEISMANN Die Antwort kann nicht Fremdenhass und Intoleranz sein. Wenn wir nicht wissen was wir wollen, wissen wir zumindest, was wir nicht wollen.

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    • Pedigree Pal

      Muss ich Ihnen in großen Teilen recht geben! Ich für meinen Teil begrüße zumindest die Debatte, die mit den Montagsdemos angestoßen wird. Wir müssen anfangen, uns sachlich mit den „Befindlichkeiten“ dieser Leute auseinanderzusetzen, und mit unseren eigenen. Unsere pawlowschen Ablehnungsreflexe hinterfragen und die eigentliche Bedrohung für unsere Gesellschaft beachten, die aus kategorischer Antihaltung entsteht – den kommunikativen Stillstand. Vor allem aber, glaube ich, müssen wir aufhören, in diesen Rechts-Links-Kategorien zu denken. Das ist anachronistisch und gefährlich.

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  8. Toleranz

    Die Dresdner Lebenskultur ist anders als in anderen Städten. Hier wird ein sehr traditionelles, für mich unverständliches, Leben propagiert. Keiner macht sich wirklich Gedanken über das, was außerhalb der Stadtgrenzen passiert. Das ist dann neu und ungewohnt. Und ungewohnt ist schlecht. Ich sehe die Wurzeln dieses Übels in der mangelnden Aufklärung und dem durchaus sehr beschränkten Medienangebot in Dresden (Internet ist in manchen Stadtteilen immer noch ein Fremdwort!!!). Es wird mit Fanatismus zu Fußballspielen in der dritten Liga gerannt, aber geschaut wird nicht, über den Tellerrand.
    Es ist schon lange Zeit für einen Umbruch. Aber dieser wird erst kommen, wenn die Generation Roter Vorhang das Zeitliche gesegnet hat. Also nur weiter so Dresden, ignorieren. Der Rest wird sich schon von selbst lösen. Nu.

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    • Tobi

      Der dümmste aller Kommentare zu diesem Thema. Aber Hauptsache ganz Dresden über einen Kamm scheren.

      Ich frage mich wie viel Zeit der Verfasser dieses Kommentars schon in Dresden verbracht hat und mit welchen Leuten er dort zusammentreffen musste um diesen überaus sinnfreien post zu erstellen.

      Mangelnde Aufklärung und beschränktes Medienangebot? Internet nicht verfügbar? Ich lach mich kaputt… War wohl langweilig vorm PC? Ich tippe mal auf Wessi, der meint, der Osten ist im 19. Jahrhundert hängen geblieben. Super, weiter so. Gell.

      (Könnte evtl. jemand Bananen rüber schicken? Gibt’s hier ja leider nicht…)

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      • Anja

        Ja, aber es ist schon furchtbar peinlich für uns Dresdner, was da abgeht! Manchmal habe ich das Gefühl in einer anderen Stadt wäre so etwas nicht möglich. Ich mag diese Stadt sehr, aber für die Pegida-Leute schäme ich mich total!

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        • Tobi

          Da gebe ich dir recht… hier ist fremdschämen angesagt.

          Trotzdem ist es komplett falsch hier alle Dresdner gleichzusetzen und dann dafür noch komplett haltlose Begründungen anzugeben. Das ist mindestens genau so traurig. Der Prozentsatz der PEGIDA-Anhänger zur Anzahl der Einwohner Dresdens sollte ziemlich gering sein.

          Tobi

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  9. Dieter

    Arm sind die Menschen, die sich alles gefallen lassen!
    Sollen wir uns alles gefallen lassen?
    Neuerdings darf man der Deutsche in Deutschland nicht mehr Weihnachtsmarkt sagen, der liebe Einwanderer könnte ja in seiner Ehre verletzt sein.
    Und der Deutsche im eigenen Land muss seine Kultur verleugnen, geht´s noch?
    Das ist erst der Anfang.

    Wenn deine Tochter in ein paar Jahren im Schleier rum laufen muss, weil der Islamist das so will, dann will ich mal sehen ob du auch noch so eine Scheiße schreibst und so eine mir ist alles egal Stimmung hast!

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    • heinz

      …. warum nur? Warum? Dein Kommentar steht quasi als Sinnbild für all die tausend Kommentare, die man in letzter Zeit zu diesem Thema lesen musste. Wo kommt denn dieser Hass her? Und vor allem diese Unwissenheit? Glaubst du denn ernsthaft, das Islamisten unsere Töchter zwingen werden, mit Schleier rumzulaufen? Und hast du Dich jemals mit der Geschichte auseinandergesetzt, warum der Weihnachtsmarkt umgetauft wurde? Hast du jemals in deinem ganzen Leben Kontakt zu einem Moslem gehabt? Oder zu einem Menschen jüdischen Glaubens oder einem des Buddhismuses oder welcher Religion auch immer? Wie im Artikel steht, würde man sich so gern ernsthaft in eine Diskussion begeben, aber solange blanker Hass und Intoleranz abseits jeglicher Fakten und wider besseren Wissens die Kommentare füllen, haben alle mit einem Rest Intellekt und Anstand stets keinen Bock mehr, auf diese Stammtischphrasen zu reagieren.

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    • D

      Dieter,

      wunderbares Stammtischgewäsch. Deine Angst ist genauso undifferenziert wie die religiöser Fanatiker, die Du angreifst.
      1. wo steht, dass Du Weihnachtsmarkt nicht mehr sagen darfst? Der Veranstalter kann das nennen wie er mag, und du wiederum auch.
      2. DER ISLAMIST (TM) – hach fein, alle in einen Sack, Knüppel drauf [unangemessene Formulierung gelöscht; M.B.], nicht wahr? Lern zu diferenzieren. Und vor allem Fakten zu nennen statt unfundierte Ängste über irgendwelche Zukünfte zu spinnen.

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    • Marie

      „Lieber“ Dieter,

      wenn ich deine Zeilen lese, schäme ich mich Deutsche zu sein. Denn deine Worte spiegeln mehr als Hass wieder und erinnern mich stark an das, von dem die eigentliche Angst der Bürger ausgehen sollte… rechts „angelehnter“ Fremdenhass!!!

      Ich versuche mir immer wieder zu sagen „Die Menschen sind halt einfach nur fehlinformiert.“…. und obwohl ich JEDEM Menschen eine Chance geben möchte, fällt es mir angesichts der DUMMHEIT die ich von diesen selbsternannten Weltverbesserern lese/höre/sehe, wirklich schwer diese nicht zu verurteilen…

      Und übrigens, das Weihnachtsmarkt/Wintermarkt-thema ist nichts deutschlandweites sondern findet lediglich in Berlin statt, und auch nur in bestimmten Stadtteilen und die Gründe dafür haben bei einigen Märkten keinen religiösen Ansatz. Aber ich nehme Dir das nicht übel, du bist halt, wie auch viele andere, FEHLINFORMIERT!!!

      Obwohl, NEIN, DU MÖCHTEST FEHLINFORMIERT SEIN, DENN NUR SO FÜHLST DU DICH UNGLAUBLICH STARK, und das ist doch so ein schönes Gefühl Minderheiten zu unterdrücken……

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  10. Stefan

    Lieber Michael Bittner,

    ersteinmal vielen Dank für die tolle Auseinandersetzung mit dem Phänomen „PEGIDA“. Hier gibt es gar nicht genug zu sagen zu diesem Thema. Und die Art und Weise, wie das hier geschieht, gefällt mir gut!

    Man muss es nochmal deutlich sagen, damit keine Verwirrung aufkommt: Wer sich Sorgen um seine Kultur macht, wer sich Sorgen um seinen Geldbeutel macht oder um seine Gesundheit oder sein Hab und Gut, der sollte sich gezielt mit den Auslösern dafür auseinander setzen und versuchen, Lösungen dafür zu finden. Was er oder sie aber nicht tun sollte, ist irgendwelche Menschen irgendeiner Gruppe als Verantwortliche zu identifzieren und diese Gruppe dann zu diffamieren und als „Gefahr für alle anderen Menschen“ zu stilisieren.

    Die PEGIDA und ihre art-verwandten tun dies; sie arbeiten sich ab an Stereotypen und Vorurteilen, an vermeintlich nachweisbaren Erlebnissen oder Berichten (oder aber am Fehlen dieser, weil die Presse und „die da oben“ so etwas ja nicht veröffentlichen dürfen) über „kriminelle Ausländer“ und „Banden“, über „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „Asyl/Sozial-Schmarotzern“; sie arbeiten sich ab an an Menschen, die ihnen NICHTS getan haben, außer ihnen fremd zu sein; sie pflegen dieses Bild jeden Tag und merken vielleicht gar nicht, wie sie selbst ein immer stärkeres Feind aufbauen gegen eine bestimmte Gruppe; Fakten, erhoben entsprechend wissenschaftlicher (im Kontext der abendländischen Aufklärung entstandenden!) Standards, interessieren hier nicht mehr, vermögen an der Emtionalität nichts zu ändern.

    Aus dieser Auseinandersetzung, aus dieser täglich gepflegten Ablehnung, entsteht ein diffuses Weltbild, dass durch die PEGIDA ein Ventil findet. Die Organisator*innen teilen dabei in vielen Teilen die Meinung der Teilnehmenden, nutzen die Erfahrung der „gemeinsamen Bewegung“ aber auch gezielt aus.

    Diese Bewegung ist gefährlich, zeigt aber auch, welche Folgen die öffentlichen Diskurse haben („Wirtschaftsflüchtlinge vs. „Kriegsflüchtlinge“, Grenzkriminalität, Sozialstaatsmissbrauche, wie gefährlich ist der Islam, etc.) und welche Rolle hier Politiker*innen spielen, die gezielt mit diesen Themen spielen.

    Diese Bewegung ist gefährlich, und daher muss man ihr etwas entegegen setzen. Argumente können helfen, Solidarität mit den Betroffenen hilft auch, Selbstentzauberung hilft auch sehr gut, aber wir müssen unseren Standpunkt jeden Tag auf’s neue deutlich machen: Wer Menschen aufgrund der Religion, der Herkunft oder des Status als Asylbewerber oder -berechtigter ablehnt, wer Hetze betreibt und das Bild eines weißen, christlichen deutschen Volkes prädigt, dem muss widersprochen werden.

    Wer in der Abwägung zwischen dem Recht des Einzelnen auf seine freie und persönliche Entfaltung und dem Wunsch der Erhaltung der kulturellen Identität eines vermeintlichen Volkes letzterem den Vorzug gibt, der hat Unrecht.

    Solidarische Grüße an alle, die sich PEGIDA und Co täglich in den Weg stellen und den reaktionären Bewegungen in diesem Land den Kampf ansagt haben!

    S.

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  11. tom beltor

    Danke für den guten Text Herr Bittner, und auch Ihnen Stefan für die völlig richtigen ergänzenden Worte. Es läuft soviel schief in unserem Land, da fällt es immer leicht einen bösen Buben auszumachen. Wirklich erschreckend wie sich das entwickelt.

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  12. Susanne

    Vielen Dank für diesen angenehm besonnenen Artikel. Wenn ich mir ansehe, was da wieder auf die Strassen geht und mit welchen Parolen da um sich geworfen wird, dann schäme ich mich sehr und ich befürchte, dass wir nichts gelernt haben. Gar nichts. Wie furchtbar traurig und beschämend.

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  13. Daniel

    Man muss nur mal nach Frankreich schauen, auf solche Zustände habe ich hier keine Lust in gesamt Deutschland. Und wenn ich nach Berlin schaue, bzw. einige Städte in den alten Bundesländern, wo es Stadtteile gibt, wo deutsche die Minderheit sind, wo es Schulen gibt, in denen fast kein deutsches Kind mehr ist, dann ist das mehr als Besorgniserregend.

    Flüchtlinge sind das eine, welche die wirklich in not sind und zwar nur die denen nach dem Leben getrachtet wird sollte man auch helfen, jedoch Wirtschaftsflüchtlinge sollten nirgends einen Unterschlupf bekommen.

    In Berlin z.B. wurde der Weihnachtsmarkt umbenannt um Respekt etc. vor muslimischen „Mitbürgern“ zu zeigen, dass ist krank. Die sind hier zu Gast und haben somit keinerlei Forderungen etc. zu stellen.

    Wir müssen uns keinen muslimischen Bräuchen, Tugenden und religiösen Quatsch anpassen, nein die müssen sich hier anpassen.

    Warum werden die Einwanderergesetze nicht mal drastisch verschärft. In Kanada oder der Schweiz, selbst in einigen Skandinavischen Ländern funktioniert es doch auch.

    Die Sorge der Bürger ist mehr als berechtigt und Frankreich z.B. oder hier Berlin ist das beste Beispiel warum.

    Und wenn ich dann so einen Unsinn lese, „gerade in Bundesländern wo es kaum so etwas gibt“ weiß ich nicht ob ich lachen oder heulen soll. Man geht hier auf die Straße um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen wie in Berlin und anderswo.

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    • Micha

      Der Weihnachtsmarkt wurde nicht – wie PEGIDA unwahr verbreitet – aus Rücksicht auf Muslime umbenannt, sondern weil die Stadtteilverwaltung engstirnigerweise generell keine religiösen Festnamen mehr wollte, auch keine islamischen übrigens.

      Wenn Sie es Besorgnis erregend finden, dass Fremde in Deutschland leben, dann sind Sie leider schlicht und ergreifend ein Rassist und Fremdenhasser, mein Bester! Ich kann Ihnen diese Selbsterkenntnis leider nicht ersparen.

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      • Daniel

        Na Sie machen es sich aber einfach. Nun ich bin weder Rassist noch feindlich gegenüber Einwanderern gesinnt, wenn diese sich hier nahtlos anpassen. Sie können mich gern Religionsfeindlich nenne, dass bin ich, da stehe ich zu. Wenn Einwanderer hier her kommen, können die in ihren eigenen 4 Wänden, wenn sie dafür selber die Miete zahlen, gern ihren religiösen Drang freien Lauf lassen, aber nicht öffentlich.

        Mein Chef ist Libanese, seit 40 Jahren in Deutschland lebend, er hat sich angepasst. Es gibt auf Youtube ein Interview mit einem Türken, dass sollte man sich mal anhören was er sagt zu den heutigen Ausländern die hier her kommen, zum ganzen religiösen. Nun der kann das auch nicht verstehen, ist der nun auch Rassist. Diese Keule können sie sehr gern wieder einpacken.

        Wenn ich sage die Flüchtlinge müssen nach der kleinsten Straftat und wenn sie nur einen Kaugummi klauen wieder abgeschoben werde, bin ich kein Rassist. Wenn ich sage, die Flüchtlinge müssen nach Kriegsende sofort wieder heim geschickt werden, bin ich kein Rassist.

        Die Rassismus Keule und Nazi Keule wird langsam langweilig.

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        • M. R.

          Anpassen? Was sollen diese diffusen Forderungen immer? Warum reicht es nicht, wenn die Person hier keine Straftaten begeht (anders als Herr Bachmann) und sich nach seinen Möglichkeiten einbringt (d.h. Arbeiten, wenn möglich und auch realistisch ist). Sie würden sich doch auch nicht restlos anpassen, und einen Teil ihrer deutschen Vergangenheit bewahren, wenn sie im Ausland leben würden. Warum auch nicht, was sie privat treiben ist doch ihr gutes Recht.

          Weiterhin ist es typisch für Leute die sich über eine In-Group („wir und die“-Unterscheidung) definieren, dass sie verschiedene Maßstäbe anlegen. Beim Herrn Bachmann wird geflissentlich über seine vielen Straftaten (mehrfach verurteilt der gute Mann) hinweg gesehen, aber bei den Asylbewerbern soll jeder geklaute Kaugummi ausreichen um diese abzuschieben. Sie sind vielleicht kein Rassist (das ist schwer zu beurteilen über das Internet), aber sie befinden sich auf einer Vorstufe dahin und das ist bei vielen Leute bei Pegida ähnlich und auch das gefährliche. Und selbst wenn sie kein Rassist sind, dann sind sie eben ein Unmensch, wenn sie jemanden wegen einem geklauten Kaugummi abschieben wollen. Vom Grundsatz der Verhältnismäßigkeit haben sie wohl nie etwas gehört?

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        • Claudia

          Wem genau soll sich ein Ausländer eigentlich anpassen? Einem Punk in der Neustadt, einem Bänker mit Anzug, einem Transvestit oder einem Spießbürger mit Eichenschrankwand? Oder wenn Sie nach Religion gehen wollen…. Protestant, Katholike, Jude, Zeuge Jehova, Muslim, …. . Die Menschen sind so verschieden. Also bitte definieren Sie mal „anpassen“ genauer, damit ich meinen ausländischen Freunden eine Orientierung geben kann. Dankeschön!

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    • K

      Jetzt heulen alle, weil irgendein Weihnachtsmarkt plötzlich Wintermarkt heißt, und fühlen sich „vom Islam überrannt“. Dabei waren doch vorher auch schon alle nur da zum Glühweintrinken und Bratwurst essen und nicht weil es dort besonders „besinnlich“ ist. Hilfe, das Abendland ist in Gefahr.

      „In Berlin z.B. wurde der Weihnachtsmarkt umbenannt um Respekt etc. vor muslimischen “Mitbürgern” zu zeigen, dass ist krank. Die sind hier zu Gast und haben somit keinerlei Forderungen etc. zu stellen.“
      Was für eine abstoßende Aussage. „Gast sein“ – trifft die eigentlich auf alle Muslime zu? Auch auf die deutschen Muslime, die gebürtigen oder die eingebürgerten? Oder nur auf die, die keine Steuern zahlen? Inwiefern genau unterscheiden Sie da? Und seit wann kann man in Deutschland Leuten aufgrund Ihrer Religion verbieten, Forderungen zu stellen?
      Und Sie bilden sich ein, kein Rassist zu sein?

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    • Katrin Nora

      Daniel,

      da werden Sie schon darauf hingewiesen, dass sie sich vor dem Dreschen rechtspopulistischer Stammtischphrasen doch besser informieren sollten und wohlwollende „Gutmenschen“ machen sich sogar die Mühe, den passenden Artikel zu verlinken und dann fangen sie schon wieder vom Weihnachtsmarkt an.
      Sind sie des Lesens nicht fähig oder wollen sie einfach nur jegliche Informationen die ihrem Fremdenhass entgegenstehen konsequent ignorieren? Wenn sie meinen das ihnen Unbildung zur Zierde gereicht, bitteschön, das mag ja bei der Pegida passend sein, aber bei lesenden Menschen machen sie sich da lächerlich.
      Um einem weiteren Fauxpas vorzugreifen, bitte sprechen sie jetzt nicht auch noch von der „Lügenpresse“ um dann als objektive Alternative die „Junge Freiheit“ und „Die blaue Narzisse“ anzubieten. Und der Vergleich zu Frankreich…. ich könnte ihnen ja jetzt erklären, warum ein Vergleich mit Frankreich so wenig Sinn macht aber irgendwie ist mir da meine Zeit doch zu schade.

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  14. M. R.

    Das ist sowieso das Einzige was die Leute vorbringen können. In Bayreuth gibt’s seid Jahren ein „Winterdorf“, weil das eben länger steht als nur zu Weihnachten. Aber nennen sie mal ein Weihnachtsdorf in Winterdorf um, dann scheinen alle frei zu drehen

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  15. Micha

    Verehrte Leser, ein Hinweis: Es gibt im großen Internet genügend Platz, wo man zu den Themen „der Islam“ und „die Ausländer“ die üblichen Phrasen austauschen kann. Ich schalte hier ab sofort nur noch Kommentare frei, die sich konkret mit meinem Text und/oder der Lage in Dresden befassen.

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  16. Frank

    Ihr Artikel ist Teil einer internen Facebook Diskussion mit einigen recht unterschiedlichen Meinungen. Ein kritischer Auszug daraus. Möglicherweise interessant:

    „Ein Freund postete zuletzt diesen angehangenen Artikel (ihren Artikel).

    Dieser gibt vor für den Menschen zu sein. Er formuliert recht informationsneutral, gefällt sich in der Lesart des Problems aus sichere Entfernung, verdreht, unterstellt, spielt mit konditionierten Triggern (das sind Nazis), reißt aus dem Zusammenhang, beschließt es danach kumpelig und karikiert ungewollt das angesprochene Problem: Es wird nicht miteinander geredet. Es gibt eine Seite die hat die Deutungshoheit und es gibt die anderen, das sind die geistig Behinderten.

    Und das macht Menschen zornig. Unabhängig davon ob ihre Haltung die ganze Wahrheit wiederspiegelt oder nur ein Teil davon. Er entsteht „durch das Vermeiden eines öffentlichen Diskurses“ (Werner Patzelt,(Professor für Politik Tu-Dresden).

    Ich hab es schon mal anhand einer anderen Begebenheit geschrieben, aber genau dieses Verhalten treibt normale Menschen in die Hände radikaler Gruppen. Den Anderen zu diskreditieren bis er sich nicht mehr auf die Straße wagt, mag kurz die „Heilung“ bringen aber es lässt Parallelgesellschaften wachsen.

    Am treffendsten war das im Verlauf der vorangegangen „Montagsdemos“ um Jebsen und Elsässer zu sehen. Wo sich alle für links hielten und sich dann gegenseitig der Nähe zum Nationalsozialismus bezichtigten.

    Ich möchte in Deutschland endlich eine Gesprächskultur die das Gegenüber wertschätzt, so es denn seine Sätze normal und in Ruhe vorträgt. Wissensmangel kann ausgeglichen und Unwahrheiten bewiesen werden. Aber nicht ohne ergebnissoffenen Diskurs.“

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    • Micha

      Indem ich einen kritischen Text zum öffentlichen Diskurs beitrage, vermeide und verhindere ich den öffentlichen Diskurs. Das leuchtet ein!

      Antworten
      • Frank

        Hi Micha.

        Es geht um die Polemik, die den Diskurspartner abwertet und in der Regel mundtod macht. Zumindenst in deiner umittelbaren Umgebung. Menschen die sich diskreditiert sehen werden sich dir gegenüber nicht äußern. Das tun sie dann aber in ihren eigenen Facebook Biotopen oder beim Mob auf der Straße. Und dort sind sie wieder nur unter sich. Genauso wie hier.

        Du wirst auf diesed geliebte kompensierende Merkmal verzichten müssen, wenn du tatsächlich Diskurs und nicht Fans um dich versammeln willst. Dann können solche Texte auch dazu beitragen Gesellschaft mit zu verändert. So aber kocht jeder in seiner eigenen Ecke. Und nichts außer einer weiteren Verhärtung ist die Folge.

        Antworten
        • Micha

          Ich kann’s nicht mehr hören, dieses selbstmitleidige Geflenne der Pegida-Fans! Sie selbst beleidigen und pöbeln routinemäßig, aber jammern, wenn sie mal ein kritisches Wort zu hören bekommen. Ich werte niemanden ab, der sich durch seine Dummheit nicht selbst abwertet, und ich mache niemanden mundtot. Ich sage bloß meine Meinung. Wenn sich jemand getroffen fühlt, dann ist das eben so. Belassen wir’s dabei, denn wir reden aneinander vorbei.

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  17. MonI

    Ich finde sehr erschreckend, was in Dresden passiert. Die jährliche rechtsorientierte Katastrophe um den 13. Februar war gerade überwunden, da erscheint eine Bewegung namens PEGIDA auf der Bidlfläche. Mir ist nicht ganz klar, warum die Menschen dort mitlaufen, wovor sie wirklich Angst haben. Mich macht es traurig und ich frage mich, wie ich das meinen vielen muslimischen Bekannten erklären soll. Sicher, Dresden ist etwas provinziell, mancher mag es bürgerlich-konservativ nennen. Aber die weltoffenen Dresdner haben es doch so oft geschafft, ein anderes, ein buntes Bild dieser Stadt zu schaffen.

    Ich frage mich, ob die Demonstrierenden wirklich konkret Angst haben oder nur mitlaufen. Schließlich werden dort keine Parolen verkündet (die ja eine Meinung äußern) und Interviews streng untersagt (die ja, ach, auch eine Meinung voraussetzen).
    Ich frage mich, wie viele der Demonstrierenden, die vor Islamisierung warnen, denn überhaupt dem Christentum praktizierend Nahe stehen – oder andersherum: warum sollte einen der Islam bedrohen, wenn man selber Atheist ist?
    Und ganz am Rande muss ich sagen, dass ich ohne AUsländer (ja, auch ohne Muslime unter diesen) keine Arbeit hätte, mit der ich meine deutsche FAmilie ernähren könnte.

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  18. oskar tjanun

    Der Mensch sagt das eine, denkt dabei aber etwas anderes und macht dann zu allem Übel etwas drittes. Will meinen: Vielleicht geht es bei diesen Demos nicht so sehr darum, dass nun das Abendland in Gefahr ist. Vielleicht sind diese Demos Ausdruck des Gefühles, sich in den heutigen Verhältnissen schwer zu Recht zu finden? Es ist ja nicht so, dass den Bürgern in Sachsen, Meck-Pom, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt in den letzten 25 Jahren gerade wenig zugemutet wurde. Erst der völlige Zusammenbruch eines Staats-, Wirtschafts- und, ja, auch Wertesystems zu Beginn der 90iger,und nun immer unsicherere wirtschaftliche Verhältnisse in den 2000er und 2010er Jahren. Wir leben heute in einer Wirtschaft, die ohne Frage viele Gewinner hat, in der es aber auch sehr leicht passieren kann, dass man den Anschluss verliert! Mit Hartz4 muss niemand Hunger leiden, aber es gibt einem jungen Menschen auch nicht die Sicherheit, die es braucht, um für ein gutes Morgen zu arbeiten. Und so gibt es einige Gründe, einfach mal „Dampf abzulassen“ auf solchen Demos!

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  19. Name*M.

    Wenn man hier so eine Kommentare zwischen den Zeilen liest, sieht man, dass viel Unwissen und Sympathien existieren.

    Ich bin kein Nazi oder Linker aber jemand der mit gesunden Menschenverstand nicht allen Medien, Politikern und sonstigen Propheten glaubt.

    Die heutigen Medien, Politiker steuern und streuen bewußt geziele Des-, Informationen und Inhalte, die Menschen in schwarz oder weiß denken lassen sollen.
    Bist du nicht dafür bist du dagegen.

    Ist das richtig?

    Ist es richtig, dass sich immer mehr Menschen Sorgen machen was um sie herum passiert?

    Heute kann man übers Internet auch andere Informationen finden, die nicht nur die schöne heile Welt zeigen, die manche hier glauben zu haben.

    Die Welt ist ein Kriegsgebiet und nicht nur Armut und Ungleichheit sind die Auslöser, sondern auch der Glaube, die Religion.

    Es geht um Geld Macht, Einfluß und Unterdrückung.

    Ich habe nichts gegen Muslime, Juden oder andere Religionen, die Ihren Glauben im Respekt zu anderen Menschen friedlich ausüben.

    Ich habe Angst vor denen, deren Ziel es ist, nur ihre Religion/ Glaube als das einzig wahre gelten zu lassen und dieses mit allen Mittel durchzusetzen wollen.

    Es fängt einfach an, mit Verboten in der Familie an Frauen und deren Rechten und endet das junge Männer für den IS kämpfen.

    Wollen wir das irgendwo in Europa oder der Welt?

    Und was macht unsere Politik dagegen?…

    …NICHTS…

    …BEOBACHTEN…

    …ABWARTEN…

    …. also genau so viel, dass ich Angst haben muß was bald hier passieren kann.

    Und so geht es vielen Menschen, die nicht abgeschottet mit guten Einkommen am schönen Leben in Deutschland teilhaben dürfen.

    Es kommen immer mehr Menschen nach Deutschland, die nicht nur Kriegsflüchtlinge sind, Wirtschaftsflüchtlinge und Illegale. Das ist leider so.

    Ich bin dafür den Kriegsflüchtlingen hier einen Platz zu geben bis sie zurück in ihr Land können. Denn es kann jeden Menschen soetwas passieren.

    Von allen anderen in Deutschland lebenden ausländischen Menschen kann ich aber verlangen, das sie unsere Kultur, Religion und Lebensweise respektieren und unsere Sprache erlernen.

    Das ist wichtig, damit man miteinander reden kann und hilft Ängste und Sorgen abzubauen und sich besser zu integrieren. Und das kann ich von allen hier verlangen.

    Damit dieses aber funktioniert, müssen Gesetze helfen, die das durchzusetzen und wenn gegen unsere Gesetze verstoßen wird, jeden dafür auch zu Verantwortung zu ziehen.

    Nur leider kuscht die Politik oder ignoriert Tatsachen, beobachtet und beschwichtigt die Menschen so wie sie es immer getan hat.

    Pegida hat nicht gegen Kriegsflüchtlinge,Muslime, Ausländer, Andersdenkende.

    Es geht darum, dass die Interessen und Werte der Menschen hier gewahrt werden, die Angst vor Radikalsierung und Kriminalisierung Einhalt geboten wird.

    Und wer glaubt, dass in Dresden nicht über den Tellerrand geschaut werden kann, der sollte ins Jahr 1989 zurückschauen., wo friedlich ein Machtwechsel
    durch die Menschen mitgeschehen ist.

    Das bei solchen Veranstaltungen Kinder, Jugendliche, Ältere, Ausländer aber auch rechtsdenke Menschen vertreten sind, kann der Veranstalter genauso wenig steuern und beeinflussen.

    Wichtig ist, dass diese Menschen keine Nazis sind und auch keine rechten Sympathisanten, so wie es in den Medien dargestellt wird!

    Diese Menschen wünschen sich den Dialog und die Umsetzung damit ein friedliches Zusammenleben ohne Angst in Europa möglich ist. Dafür gehen sie jeden Montag auf die Straße.

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    • Micha

      Sie beklagen, dass Menschen nur noch „in schwarz und weiß denken“, reden aber selbst beständig über „die Politiker“ und „die Medien“. Fällt Ihnen gar nichts auf?

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      • Name*M.

        @ Micha: „…die Menschen in schwarz oder weiß denken lassen sollen.“…

        Die Menschen die jetzt auf der Straße sind, denken nicht in schwarz und weiß, sondern haben ihren eigenen Kopf zum denken.

        Leider soll das ja noch vorkommen in dieser von Medien (Nachrichten, Berichten, etc. im Fernsehen, Radio…) bestimmenden Welt. Ich glaube jeder weiß was damit gemeint ist.

        Das Politiker auch nur das tun, was Ihnen und den Interessen ihrer im Hintergrund stehenden Kräfte förderlich ist, hat wohl jeder heute begriffen wenn man übern großen Teich blickt oder in die Gesetze der EU.
        Dort geht es nicht um Interessen von Menschen sondern um Geld und Macht.

        Es gibt nur wenige Politiker die heute für die Interessen der Bürger einstehen oder Kritik an der Weltpolitik ausüben und die kommen von der Gregor Gysi und Sabine Wagenknecht.

        Aber auf diese Leute hört genauso wenig jemand im Bundestag wie auf die Leute auf der Straße.

        Einfach mal selber denken hilft schon.

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  20. Doug Las

    Man kann sich über Ideologien und Personen jederzeit streiten. In diesem Land steht es ebenso jedem frei, sich zu allem zu äußern. Jedoch vermisse ich den Protest der Kulturschaffenden zum Thema Kriegstreiberei mit Russland, die voranschreitende Zerstörung unserer demokratischen Grundordnung. All das kann man mit Fakten belegen und beobachten, wenn man seine Augen in jede Richtung öffnet. Keine LINKE, keine Friedensbewegung, keine Kultur oder kein Intellektueller hat es seit 1989 geschafft, auch nur annähernd so viele Menschen auf die Straße zu bringen. Warum sollten sich Tausende irren bzw. falsch liegen. Worauf beruht diese Anmaßung? Man sollte jede Meinung, so nieder sie auch von einem Michael Bittner eingestuft wird, tolerieren…und auf jeden Fall ernst nehmen…diese Arroganz ist zum Kotzen

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