Der Sieg der PEGIDA

Dresden ist wohl der einzige Ort auf der Welt, wo 15000 Menschen der Einladung eines verlogenen Kriminellen zu einem Abendspaziergang folgen. Ich befürchte langsam, dass dieser Stadt nicht mehr zu helfen ist. Auch in anderen Städten gibt und gab es ähnliche Demonstrationen, doch bislang ohne großen Erfolg und gegen massiven Widerstand. In Dresden hingegen sind die Gegner in der Minderheit gegen Gleichgültige und Sympathisanten. In Dresden hat PEGIDA sich vorläufig durchgesetzt und kann sich nur noch selbst besiegen. Weder vernünftige Argumente noch aufklärerische Polemik haben es vermocht, den Zulauf zu dieser Bewegung zu vermindern. Jede Gegenrede hat ihn noch verstärkt. Vor diesem Eingeständnis der Niederlage sollte sich kein Kritiker drücken. Es kommt nun zunächst darauf an, die Gründe für den Erfolg der PEGIDA zu analysieren, der so nur in Dresden möglich war.

Die PEGIDA hat in taktischer Hinsicht aus dem Misserfolg der „Hooligans gegen Salafisten“ genau die richtigen Schlüsse gezogen. Zwar war es der Kölner Demonstration gelungen, eine beachtliche Menge von Menschen zu mobilisieren. Doch die Bilder von besoffenen, randalierenden Hooligans, die teils offen Naziparolen grölten, schreckten potenzielle bürgerliche Sympathisanten sofort ab. Obwohl sich unter den Initiatoren der PEGIDA Leute finden, die schon an HOGESA beteiligt waren, ist doch die Taktik nun eine völlig andere: keine Gewalt, keine offen rassistischen oder neonazistischen Parolen auf Bannern oder in Sprechchören, kein Alkohol. Die rechten Hooligans, die weiterhin den harten Kern der Bewegung bilden, haben sich in disziplinierte junge Männer verwandelt. Es sind nun „unsere Jungs“, denen sich auch die gesetzestreuen Väter und Mütter anschließen können.

Der PEGIDA ist es gelungen, eine Protestbewegung ohne klar formulierte Ziele und Inhalte zu formieren. Den Teilnehmern der Demonstrationen ist Schweigen anbefohlen – und sie gehorchen. Die Reden bei den Demonstrationen und die Positionspapiere sind – von wenigen entlarvenden Ausrutschern abgesehen – so nichtssagend und harmlos, dass Anhänger wie Gegner regelmäßig enttäuscht werden. Die Anhänger trösten sich: Da jeder seine persönlichen Wünsche hinter den offiziellen Floskeln verborgen glaubt, sind alle zufrieden. Der brave Spießbürger beruhigt sich damit, dass die PEGIDA ja offiziell nicht gegen alle Ausländer, nicht gegen alle Muslime agitiert, sondern nur gegen kriminelle und radikale. Lutz Bachmann isst sogar Döner! Der Neonazi hingegen ist sicher, dass all das brave Geschwätz nur Tarnung ist, um eine möglichst breite rechte Front zusammenzuschweißen. So spaziert schweigend einer neben dem andern und glaubt sich unter Gleichgesinnten. Die Gegner der PEGIDA sind hingegen frustriert: Sie bekommen den Gegner nicht zu fassen, denn offener Rassismus findet sich fast nur in Facebook-Kommentaren, nicht aber in den offiziösen Verlautbarungen.

Der PEGIDA ist es gelungen, ohne wirklichen inhaltlichen Kern doch ein Gemeinschaftsgefühl herzustellen: eine Mischung aus Angst vor den Fremden, Hass gegen Diedaoben und Wut über – eingebildete und reale – soziale Missstände. PEGIDA profitiert von der aufgeheizten Kriegsstimmung, die den öffentlichen Diskurs seit Beginn der Ukraine-Krise auch in Deutschland beherrscht. Initiator Lutz Bachmann, Wurstverkäufer und Werbeprofi, hat in geschickter Weise den Demonstranten das Schema der Freund-Feind-Logik angedreht: „wir“ gegen „die“. Jede Kritik an der Bewegung von außen, gleichgültig ob sachlich oder polemisch, prallt nicht nur ab, sondern schließt die Reihen noch fester. Das haarsträubendste Beispiel für diese Mechanik ist gewiss die Reaktion der PEDIGA-Anhänger auf die Enthüllungen der Sächischen Zeitung zum kriminellen Vorleben ihres Anführers Lutz Bachmann. Den Leuten kamen nicht etwa Zweifel. Nein, die Sympathie für „unsern Lutz“ wuchs noch. Denn die Bild erfährt: „Bachmann steht zu seiner Vergangenheit.“ Er steht dazu! Was soll man da noch erwidern? Mehr noch: Seine Erfahrungen als Krimineller und Flüchtling vor der Polizei qualifizieren ihn sogar besonders zum Kritiker der Ausländerkriminalität und der deutschen Flüchtlingspolitik! Ein Einbrecher verlangt, zum Polizeipräsidenten befördert zu werden! Es gibt eine Dreistigkeit der Lüge, gegen die jede Kritik machtlos ist.

Warum nun aber gerade Dresden? Dresden ist sicherlich die konservativste und provinziellste aller deutschen Großstädte. Aber das allein reicht als Erklärung nicht. Das besondere geistige Klima dieser Stadt ist geprägt von einem Gefühl: Wir sind die Opfer. Das rituelle Gedenken an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, wie es vor und nach der Wende von den Staatsparteien SED und CDU forciert wurde, hat zu diesem kollektiven Selbstmitleid beigetragen. Tatsächlich geht es den Dresdnern leidlich gut, verglichen mit anderen Städten in Deutschland – von den Flüchtlingen und Krisengebieten in aller Welt ganz zu schweigen. Wer aber den ebenso hochmütigen wie weinerlichen Kult um „Unserschönesdresden“ nicht bedingungslos mitmacht, der wird zum Außenseiter.

Eine weitere Einsicht lässt sich leider auch nicht ignorieren: Das Bündnis zwischen Bürgern und Radikalen wäre nicht denkbar ohne eine städtische Institution, nämlich den Fußballverein Dynamo Dresden. Zwar legen der Verein und die meisten Fangruppierungen Wert darauf, als „unbolidisch“ zu gelten. Doch gibt es neben unbescholtenen auch eine große Zahl rechter Fans. Sie sind der Kern der PEGIDA-Bewegung. Und im Stadion haben die Anständigen sich über Jahre daran gewöhnt, ein Auge zuzudrücken und in Jubel und Hass mit zweifelhaften Kameraden für einen Verein vereint zu sein. Natürlich nur spielerisch! Aber aus Spiel wird für einige gerade Ernst. [Nachtrag: Kommentatoren weisen zurecht darauf hin, dass sowohl der Verein Dynamo Dresden als auch Ultras sich seit geraumer Zeit gegen rechte Umtriebe wehren. Der vorige Absatz sei nicht als falsches Pauschalurteil über alle Fans gelesen, sondern als Hinweis auf die Gefahren einer vermeintlich „unpolitischen“ Verbrüderung.]

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Kommentare
  1. Maria

    Ich bin mir über die natlose Verbindung aus Dynamo Fans zu PEGIDA-Gleichgültigen nicht ganz sicher – aber ja, wenn man hier blind auf dem rechten Auge ist, dann auch dort.

    Ein konservatives Umsichselbstdrehen ist Dresden eigen, man sieht es an vielem in dieser Stadt. „UnserschönesDräschdn“, „wirarmenOpfer“ und „diedaoben“ hört man allüberall beim Gang durch die Stadt. Es argumentiert sich schlecht gegen einen „Pudding aus Gefühlen“. Es geht den Dresdnern gut, sie haben vergessen und zurechtgeschoben. Die Angst, die sie quält ist so diffus, das sie sich einpassen lässt, überall. Und die Sprüche sind nicht neu – sie sind nur jetzt auf Plakate gemalt. Mal wieder.

    Zitat: „Müssen die das gerade jetzt machen, wo doch die Weihnachtszeit so wichtig für den Tourismus ist.“ – und ja, damit waren auch die Gegendemonstranten gemeint. – und nein, es geht nicht um menschenverachtende Propaganda, sondern um gestörte Tourismuszahlen.

    Dresden war und ist ein braunes Nest, eines des ersten zu Beginn des letzten Jahrhunderts und jetzt wieder. Eine bräunlich-bürgerliche Bratensoße, in die man alles hineinwirft, was zum gutbürgerlichen Sonntagsbraten passt. Und am liebsten alles aussortiert, was nicht dem traditionellen Geschmack entspricht.

    Es gibt intelligente, weltoffene Menschen in Dresden – viele von denen waren schon mal „woanders“. Dass es Gegenproteste gibt, gereicht Dresden zur Ehre. Aber das sie notwendig sind ist, ist eine Schande.

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    • Micha Schmitt

      „Die Angst, die sie quält ist so diffus, das sie sich einpassen lässt, überall.“

      So so, eine diffuse Angst also – ich versuche mal ein etwas deutlicheres Bild für diese „Angst“ zu malen:

      – Altersarmut, welches aus Niedriglöhnen und einem verkorksten Rentensystem resultiert, in Kombination mit der empfohlenen privaten Absicherung, welche zu allererst die Versicherungskonzerne reich macht
      – das Sozialversicherungssystem, welches leider nur theoretisch auf Solidarität beruht, sinnlos hohe Kosten verschlingt und immer weniger Nutzen für den Bedürftigen bietet (zumindest die in der GKV)
      – beginnende Ghettobildung in Großstädten nach Vorbild der westdeutschen Großstädte, verbunden mit den damit entstehenden Brennpunkten…
      – Ukraine-Krise: da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, aber dem Russen muss man schon zugestehen, dass es ihn schon besorgt, dass innerhalb von 80 Jahren der Westen schon zum 2. Mal an die Tür klopft bzw. schon in dieser steht…
      – Euro-Krise: man muss nicht gebildet sein, um zu erkennen, welch`schwere Folgen die Währungunion hat: eine Währung für einen solch`heterogenen Wirtschaftsraum kann nicht funktionieren – kann jeder ja selbst nachlesen
      – Einkommensverteilung: da reicht einfaches math. Grundwissen zu, um zu erkennen, dass dieses System langsam an seine Grenze kommt…
      – Rolle der Medien bei Konflikten in D und auf der Welt: eigentlich könnten wir froh sein, dass die Berichterstattung weder frei noch neutral ist… sonst hätten wir schon ganz andere Verhältnisse – aber insbesondere im Osten ist man eher kritischer, weil einem dass schon durch das vergangene System erzogen wurde… allerdings war seinerzeit der „Unfug“ noch sehr leicht als solcher in den Medien zu erkennen – heute bedarf es da schon genauerer Recherche
      – …

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      • Frank

        Das ist sicher alles nicht von der Hand zu weisen, die konkreten Beispiele an Ängsten.
        Aber die Bedingungen sind für alle gleich, nur die Dresden haben da scheinbar besondere Ängste ausgebildet.

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      • Robert Zapf

        Ihre ganzen Ausführungen sind völlig richtig.
        Gegen diese Punkte kann, und sollte man auch auf die Straße gehen und demonstrieren, sie haben aber weder etwas mit Asylanten, Ausländern, Flüchtlingen, dem Islam oder einer drohenden Islamisierung zu tun.
        Wenn es aber das Hauptanliegen der Organisatoren ist, dies zu thematisieren, würde ich folgende Namen vorschlagen:
        „Patriotische Europäer gegen Angela Merkel“ PEGAM
        oder „Patriotische Europäer gegen unserer Bundesregierung“ PEGUB
        oder „Patriotische Europäer gegen die amerikanische Bevormundund des Abendlandes“ PEGABA

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  2. Anja Schüler-Renner

    Hallo Herr Bittner, ich danke Ihnen für die guten Worte und freue mich, Ihre Beiträge immer in entsprechenden Online-Diskussionen verlinken zu können – ich kann es kaum so sprachgewandt ausdrücken wie Sie. Die Frage, die ich mir nun nach diesem Beitrag stelle, ist, was können wir „vernünftigen“ Dresdner noch tun, um das Blatt zu wenden? Hoffen, dass es kälter wird, dass montags mal was Spannendes im Fernsehen kommt? Wird sich diese Bewegung letztendlich selbst auflösen, wenn keiner mehr darauf reagiert? Reicht die Teilnahme an einer Gegendemonstration aus? Wie ist Ihre Meinung dazu?

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  3. Hugo Minzblatt

    Is mir ehrlich gesagt zu oberflächlich. Zwischen heute und dem 2. WK liegen noch n paar Jährchen DDR und Dresden hat nicht umsonst als einzige Ex-DDR-Stadt einen Fernsehturm, Dresden ist halt „das Tal der Ahnungslosen“, abgeschottet vom Rest. Wer in so einem Vakuum aufwächst, tendiert halt leicht zu Feindlichkeiten bezüglich hinter den Grenzen, auch wenn die vielleicht nur geographisch sind, früher aber in der DDR politisch gewollt waren. Vielleicht sollte man sich auch mal angucken, was für Menschen den Großteil auf diesen Demos ausmachen. Das sind nämlich Rentner aus wenig gebildeten Schichten, die ihr Gedankengut an die Folgegenerationen weitergeben. Und wie immer, wenn Menschen, die gesellschaftlich ungeachtet sind, mit anderen Minderheiten konfrontiert werden, reagieren sie mit massiver Ablehnung. So gesehen find ich den Vergleich zu Köln, als Weststadt, ziemlich vage. Man kann sich den Scheiss natürlich gerne von aussen angucken, seine Schlußfolgerungen ziehen und mit dem Finger drauf zeigen. Dann kommt man auch schnell zu „Dresden war und ist ein braunes Nest“. Und ihr glaubt ja wohl nicht wirklich ernsthaft, dass diese 15000 Leute alle aus Dresden sind? Da ist ganz sicher ein nicht geringer Anteil aus dem Umland zusammengekommen. Und wenn ich das hier nochmal sagen darf: Zwickau liegt hier ganz um die Ecke (Na, klingelts?). Genauso wie Meißen, Bautzen und Pirna. Nur ist Dresden die Landeshauptstadt. Und los ging es hier eigentlich erst, als beschlossen wurde, neue Asylbewerberheime zu bauen. Und wenn man sich mal unsere deutsche Asylpolitik anguckt, dann fällt ziemlich schnell auf, dass das einzige, was für die Asylanten getan wird, darin besteht, Heime zu bauen, wo die Leute dann, anstatt dass man ihnen Integration verpasst, allein gelassen werden und dann entstehen Ghettos. Ma abgesehen davon, dass das Bild die „besorgten Bürger“ aus der DDR-Quarantäne das ziemlich abschrecken muss, isses sicher auch keine Super-Idee, neben deutsche Ghettos Asyl-Ghettos zu bauen. Allgemein ist es ja schon keine gute Idee, Ghettos auszubauen, aber wenn man an den geographisch-gesellschaftlich schon gefährdeten/gefährlichen Rand einer Stadt Wohnsilos baut, wo Leute aus dem Ausland, also Fremde, hin abschiebt, dann ist der Konflikt schon vorprogrammiert. Und wenn dazu ein Ex-DDR-Vakuum kommt, dann kann man am aktuellen Beispiel sehen, wie die Kacke am Dampfen ist.
    Ihr kennt doch sicher auch dieses Video, wo sich Westdeutsche ’89 gegen den Bau von Heimen für Deutsche aus der Ex-DDR wehren. Das zeigt nicht nur, wie dämlich diese Abscheu gegen alles Fremde ist und dass den Ossis vor nicht allzu langer Zeit dieselbe Verachtung entgegengeschlagen ist wie sie sie selber heute gegen Ausländer betreiben, sondern auch, welche Wertschätzung den Ostdeutschen von Westdeutschen entgegenschlägt. Man könnte auch sagen, die Ossis fühlen sich als Deutsche 2. Klasse und das ist ganz bestimmt keine gute Voraussetzung für die, die am Rande der Gesellschaft in Oststädten leben, wenn man ihnen Menschen hinzugesellt, die gesellschaftlich einen noch niedrigeren Rang haben.

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    • Cubold

      Und sie stellen sich mit ihrem Urteil über „ossis“ genau auf die selbe Stufe… Wo sind wir denn das alle Dresdner über einen Kamm gezogen werden und was soll die Aussage mit den Schichten? Ich bin selber sehr stolz darauf in dieser schönen Stadt geboren zu sein und hier zu leben! Solche Kommentare tuen einfach nur weh ( darüber vor oder beim schreiben mal dran gedacht?)
      Ich passe als Dynamofan bestimmt genau in ihr Bild von einem Dresdner… Ja ich stehe auch dazu trotz der ganzen Hetze die wir friedlichen Fans über uns ergehen lassen.
      Aber da ich in einer Werkstatt arbeite und auch im Verkauf habe ich auch das Glück mit Touristen zu reden und die haben ein Glück ein besseren Einblick als Leute die sich nur an solchen Artikeln hochziehen und ihren Gutmenschenschmalz dazugeben. Ich kann nur dazu sagen ihr zerstört damit mehr als was ihr damit erreicht!

      Danke für nichts

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      • Hugo Minzblatt

        ehrlich gesagt versteh ich nich, warum man stolz darauf ist, irgendwo geboren zu sein. Ich lebe in DD seit 13 Jahren und zwar, weil ich das will und weil es mir gefällt. Dynamo ist mir eigentlich ziemlich egal. Und mein Urteil über Ossis hab ich mir erst gebildet, als ich schon hier gewohnt hab. Man muss schliesslich erstmal mit Menschen zu tun haben, um sich ein Urteil darüber zu machen. Ausserdem find ich nicht, dass mein Urteil über die Dresdner so schlecht ist und ich hab auf Arbeit auch genug mit denen zu tun und kein Problem damit. Wenn Sie natürlich sagen wollen, dass Gorbitz z.B. ne hübsche Ecke ist, bitte. Ich find solche Plattenbauten schrecklich und halte die, die da leben gewissermaßen für arme Schweine, weil sie in solchen Gebäuden wohnen müssen. Und wenn ich sage, dass sich Ossis wie Deutsche 2. Klasse fühlen, dann sag ich damit eigentlich nichts anderes als dass Wessis bevorzugt werden, sonst gäbe es z.B. keinen Unterschied zwischen Ost- und Westlöhnen. Das ist ja wohl einfach mal ein Fakt und keine Beleidigung. Ausserdem hab ich auch nie behauptet, dass Dresden eine braune Stadt ist, sondern lediglich, dass die ganzen Käffer drumherum erheblich brauner sind und da einige Nazis und „besorgte Bürger“ herkommen, die in ihrer schönen Landeshauptstadt Fascho-Fasching feiern.

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      • ziege nb

        Ich komme ausn Norden und kenne DD seit vielen Jahren und ich hab selten soviel Soße gelesen wie hier pegida is nicht irgendwas und wer sich damit beschäftigt mit unserem Lande weiß worums geht …..euch erschiesst sich nicht mal der sinn der Sache . Cubold top weiter so

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  4. Dresdner Rockband

    Danke für die guten Zeilen, es war sehr interessant.
    Wir schlagen uns als Band auch gerade mit verirrten Seelen herum.
    Wir haben unsere Sorge, dass sich so viele in ihren Ängsten verrennen, bei FB gepostet. Nun müssen wir über uns Spot und Hohn ergehen lassen. Von Meinungsmache und Beeinflussung von CD-Verkäufen ist die Rede, schlichtweg hohlen Phrasen die von manchen kommentiert werden. Es tut uns als weh zu sehen, wie Dresden wieder braun gespült wird, vorallem wenn sich zeigt dass sich eigentlich gute Freunde mitziehen lassen und plötzlich eine Bauernschläue an den Tag legen. Ich hoffe es vergeht schnell. Aber solang über Pegida und etc. berichtet wird, und sie somit eine Plattform haben, wird es wohl noch andauern.

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  5. Favkraft

    Welche Niederlage gibt es denn zu bedauern? Welche politische Forderung hat Pegida denn bisher durchgesetzt?

    Sämtliche Argumentationen sind öffentlich widerlegt, ihr Wiederholen schweißt den rechten Block nur noch mehr zusammen, wie Sie richtig feststellen.

    Jetzt von Niederlage zu sprechen, weil Pegida bei den Demonstrationen eine zahlenmäßige Überlegenheit erreicht hat, zeigt doch nur, wie man sich letztendlich auf dasselbe Niveau der Konfliktaustragung hinunterziehen lässt: Die reine zahlenmäßige Überlegenheit auf der Straße.

    Für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Pegida warte ich immer noch auf deren ersten substanziellen Aufschlag. Und solange der nicht kommt, sollte man sie wahrscheinlich wirklich als das betrachten, was sie mangels ihrer Artikulationsfähigkeit greifbarer Inhalte darstellen: Schweigende Spaziergänger.

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    • Micha

      Forderungen durchgesetzt haben sie natürlich noch keine, sie haben ja noch nicht einmal wirklich welche formuliert. Mit dem „Sieg“ beziehe ich mich nur auf den öffentlichen Diskurs und auf Dresden. Und da spielen Zahlen leider schon eine Rolle bei der Beurteilung, wer mehr Menschen mobilisieren kann. Schon werden PEGIDA-Vertreter von politischen Parteien zu Gesprächen eingeladen, ja diese Minderheit gilt gelegentlich schon als „Stimme des Volkes“. Bloß meine Frustration über dieses Geschehen wollte ich ausdrücken, keineswegs eine Kapitulation.

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      • Jens

        Ich weiß nicht was hier verkehrt läuft. Aber von einer Minderheit zusprechen bei 15000 Menschen finde ich nicht. Und als mit den Worten von `Tal der Ahnungslosen zu sprechen` nach 25 Jahre Wende möchte ich auch bezweifel. Schaut doch auch mal zu den anderen Parteien wie CSU , die auch nicht viel anders argumentieren.
        Hier steht eine große Manipulationsmaschinerie dahinter die anfängt aus dem Ruder zu laufen. Und alle als Rechts zu bezeichnen finde ich auch sehr Fragwürdig. Hier wird ein Bild geschaffen das sehr nach Schubladendenken funktioniert . Es gibt kaum noch freie Medien die unparteiisch Informationen weitergeben und sie auch so darstellen. Und das merkt die Bevölkerung in diesem Fall von Dresden. Wie viele Leute sindauf der Straße in den anderen Städten ?, davon hört man kaum etwas u.s.w. Und 15 00 Leute auf die Straße zu bringen da hat Pegida doch schon allerhand erreicht, wie man das werten mag sei jetzt dahin gestellt.

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        • Peter

          15.000 sind eine Minderheit! Es gibt genug Menschen die am Montag nach wie vor Ihrem Tagewerk nachgehen – Familie, Arbeit, Wasauchimmer. Die NoPegidas sind ja auch nur da, weil es Leute gibt, die jetzt schon rechte Ströme im Keim ersticken wollen ehe NPD und Konsorten Fuß im „Normalvolk“ fassen können.

          Der Großteil des Normalvolkes weicht der Innenstadt aus un ist froh von Arbeit heimzukommen statt irgendwo in der Stadt festzuhängen. Warum sollte man auf die Demo gehen? Der böse Islam – Pff … , die bösen Nazis – Pff. Alles Schauermärchen. Alle auf der Straße malen doch nur Teufel an die Wand.

          Bedenkt bitte nicht nur die 20.000 die wegen Pro- oder No-Pegida am Montag durch Dresden rennen, sondern auch die, denen der ganze Radau schlichtweg zu „blöd“ oder nichtig erscheint.

          Ich finde weder PEGIDA noch die extremen Ausläufer der Gegenseite besonders attraktiv. Ich habe nur Mitleid mit den Menschen, die vor ein paar Monaten einfach aus Unsicherheit, Befremdlichkeit oder warum auch immer angefangen haben mit PEGIDA mit zu laufen, nachdem Sie das erste mal „Salafist“ bei Wikipedia eingegeben habt. Die arme Mitläufertruppe, die jetzt jede Woche aufs neue Themen vorgeworfen bekommt und eigentlich irgendwann mal nur nach Halt und einer Gruppe gesucht hat, die der Angst, der Unsicherheit und der Politikverdrossenheit plötzlich ein Gehör gibt. Jeder in den Reihen der PEGIDA hat irgendwas was ihn stört (die böse GEZ, die Burkafreunde, die fiesen Genderwahnsinnigen …whatever). Ob sich nun PEGIDA gerade dafür einsetzt oder nicht, scheint vielen inzwischen sekundär zu sein. Es wird so lange zur Gewohnheit einfach mit zu laufen, bis sich Einzelne von PEGIDA nicht mehr vertreten fühlen. Irgendwann fallen auch die letzten leeren Worthüllen …

          Solange aber diskutiert wird an der breiten Front – in den Medien und durch laute Rufe wie „Wir sind das Volk“ (von de rechten Seite) und „Nie wieder Deutschland“ oder „Ihr habt den Krieg verloren“ (von der anderen) … solange das weiterhin Tagesordnung ist, kommt keiner der Demonstranten bei den PEGIDÖDELS mal auf die Idee die eigene Meinung zu hinterfragen, die Fakten zu prüfen, die Augen aufzumachen …

          In diesem Sinne geht’s also nächste Woche wieder auf die Straße. Ich fahr dran vorbei, weil ich denke, dass sich das Thema irgendwann von alleine verabschiedet weil die PEGIDA zersplittert. Irgendwann merken die Leute doch, dass PEGIDA doch nicht der Messias aller gepeinigten Kleinstbedürfnisse sein wird und Tante Emma und Onkel Hans schauen Montags wieder TV bei Wiener und Kartoffelsalat statt sich die Beine unter Polzeischutz wund zu stehen.

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          • Sascha

            Hmmmm. Durchaus nachvollziehbar. Allerdings möchte ich zu bedenken geben, das die Leute vor gut 80 Jahren ähnlich gedacht haben, als ein brauner Spuk über die Strassen zog und alle sagten, das geht bald vorbei…

    • pb

      AfD, Hogesa, Pegida, usw. werden auch ohne eigene Erfolge als Organisation einen Rechtsruck in Politik und Medien auslösen. Sieht man doch wunderbar in England an der UKIP, die schon lange vor ihren ersten Wahlsiegen die öffentliche Meinung und mindestens die Rhetorik, vielleicht in einigen Dingen auch die Entscheidungsfindung in der Politik massiv beeinflusst hat.

      Zumal diese Leute im Moment ja alle Aufmerksamkeit auf sich vereinen, irgendwelche anderen neuen oder neuformierten gesellschaftlichen Gruppen artikulieren sich nicht und von der Politik kommt nur ein lauwarmes Lüftchen. Insofern entsteht natürlich der Eindruck, dass die Buchstabensuppe eine (bisher) schweigende Mehrheit ist und sich wegen Repressalien durch „diedaoben“ erst jetzt Gehör verschaffen kann. Gegen „diedaoben“ natürlich nur mit viel Risiko und unter hohem persönlichen Einsatz – Daher wohl die „Wir sind das Volk“-Rufe.

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      • Tom

        Ihre Hinweise auf die UKIP und andere Splitterparteien macht Sinn. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass die großen Parteien in unserem Land nur „warme Luft“ abgeben, weil Ihnen die Ideen fehlen. Vielmehr gehe ich davon aus, dass gewartet wird, wohin sich diese Masse bewegt und anschließend werden die wirklich wichtigen Themen von CDU, SPD und wem auch immer aufgegriffen und zum eigenen Parteiprogramm.
        Denn, und dies wurde auch schon mehrfach geschrieben, wirkliche Ziele und belastbare Argumente für oder gegen Irgendetwas wurden bisher von PEGIDA nicht geliefert.
        Den Rechtsruck in der Gesellschaft haben wir allerdings schon, er wird nur heruntergespielt in den durchaus nicht freien Medien. Und auch da finde ich – und dies ist subjektiv – dass dieser Ruck hausgemacht ist. Weil sich Kanzler Kohl gemeinsam mit anderen machtversessenen Politikern in Europa ein Denkmal setzen wollte, wurde eine Einheit ausgerufen, die nicht vorhanden ist. Und was ist an einer heterogenen Wirtschaftsmacht auch auszusetzen? Nichts!
        Heterogen passt aber so gar nicht in das Bild einer Brüssler Organisations- und Geldvernichtungsmaschine. Möglichst homogen sollten wir alle sein, um einem ebenso imaginären wirtschaftlichen Feindbild aus Amerika und China geeint entgegen zu treten. Ha!
        Die Frage ist also; geht es bei all der Politik nur darum, die wirtschaftlichen Interessen einiger Großverdiener durchzusetzen? Nach dem Pareto-Prinzip wissen wir ja, wer wirklich von wirtschaftlicher Macht profitiert!
        Aber ich schweife ab 🙂
        Zurück zu PEGIDA: diese „Bewegung“ wird implodieren wie ein alter „Raduga“. Und zurück werden hoffentlich ein paar Erkenntnisse bleiben, die uns lehren, dass unsere gewählten Volksvertreter dann doch das Volk vertreten sollten und nicht in ein System a-la-Blatter eingebunden werden sollten.
        Ich persönlich – und dies ist widerum subjektiv – würde eine Einwanderungsregelung nach kanadischem, amerikanischen oder auch australischem Vorbild begrüßen. Wir benötigen Einwanderer, auch welchen Gründen auch immer. Und wenn wir nicht erst werben müssen, damit sich qualifizierte Personen auf den Weg in ein Land mit mäßigen klimatischen Bedingungen, einem ausufernden bürokratischen Machtapparat und teils unfreundlichen Menschen machen, dann ist das gut.
        Allen Flüchtlingen, welche in ihren Heimatländern Verfolgung und Schlimmeres droht, sollten wir die Türen öffnen und Sie zeitweise oder für immer bei uns willkommen heißen! Und wie schon ein alter Kanzler sagte; „Das sozialste Wirtschaftssystem ist ein funktionierendes Wirtschaftssystem!“.

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    • Anja Schüler-Renner

      Ich muss sagen, Ihre Argumentation gefällt mir. Letztendlich muss Pegida nun mal einen nächsten Schritt machen, nur durch stilles Spazieren gehen wird sich auf Dauer nichts ändern lassen. Ich bin gespannt, wie dieser nächste Schritt einer offensichtlich so inhomogenen Masse aussieht.

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  6. exerle

    Danke für die interessante Analyse.

    Zum Thema Opfermythos: Nicht umsonst wird auf dem Pegida-Banner auch das Symbol der antifaschistischen Aktion in den Mülleimer geworfen.

    Als gebürtiger, in der Nachwendezeit aufgewachsener Dresdner ist mir nur zu gut in Erinnerung geblieben, wie in Dresden jedes Jahr der zum Schluss größte Naziaufmarsch Europas aufmarschierte und die Einwohnerschaft der Stadt dies schulterzuckend tolerierte – um ihrem eigenen, oftmals einseitigen Gedenken an den 13. Februar nachzuhängen.

    Erst das Bündnis „Dresden Nazifrei“ konnte mit Hilfe massiver bundesweiter Unterstützung den Aufmarsch schließlich durch mehrfache Blockade eindämmen und mit seinem Beitrag zur Gedenkkultur auch die Täterseite Dresdens beleuchten, während der Großteil der Dresdner „Bürgerschaft“ sich maximal händchenhaltend symbolisch engagierte und die „Chaoten“ für ihren zivilen Ungehorsam verachtete – mit Unterstützung der Politik, der Justiz und der lokalen Medien, insbesondere des Boulevards.

    Die Folgen: Illegale Handydatenabfragen in nie gekanntem Ausmaß, illegale Hausdurchsuchungen, politische Strafverfahren mit passend zurecht geschnittenem Videomaterial (Lothar König), Verurteilungen ohne Beweise (Tim H.), Immunitätsentzug von aufmüpferischen Abgeordneten – bis hin zum Bundestag, Abstemplung als „böse Antifa“.

    In diese Lücke rückt nun auch Pegida, wo Neonazis – zwar versteckt, aber dennoch vor Ort – Seite an Seite mit den frustrierten, ängstlichen und fremdenfeindlichen Teilen der Dresdner Gesellschaft marschieren können. Die Terminüberschneidung mit vielen anderen rechten Demonstrationen bundesweit und der wöchentliche Rhytmus verhindert derweil, dass sich die tatsächlich aktiv für Weltoffenheit einsetzenden Teile der Dresdner Bevölkerung die bereits am 13. Februar oftmals benötigte, auswärtige Hilfe holen können.

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    • Sebastian

      Was hat der Dresdner nur gegen das Bündniss Dresden Nazifrei oder schlichtweg gesagt die Antifa. Warum schreitet er nicht mit ihnen gemeinsam gegen die Braune Flut. Ganz einfach. Der Normale Dresdner lässt sich ungern von Weichbirnen und Chaoten die gerne mal einen auf Randale machen vertreten. Das ist das Problem. Würde das Bündniss Dresden Nazifrei aus Einwandfreien Leuten bestehen sähe das ganz anders aus. Aber da sich sehr viele aus dem Linksextremen Spektrum dort betun, will damit keiner in Verbindung gebracht werden. Ich für meinen Teil will mit Linken Extremisten, Rechten Extremisten oder Nazis etc. nichts zu tun haben. Genauso geht es auch dem Großteil der Leute hier in der Stadt

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  7. IPANLE

    Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie sprechen mir aus der Seele und beschreiben die meisten Symptome der Stadt sehr präzise – oder mindestens nach meinem Gefühl. Ich bin ein seit 10 Jahren in Dresden lebender Ausländer und fühle mich immer hin und her gerissen. In vielen Aspekten eine tolle Stadt, wo ich viele nette Freunde, Kollegen und Bekannten kennengelernt habe. Aber gleichzeitig auch eine Masse von Menschen, die einen richtig böse anschauen, wenn man sie z.B. auf einem Spaziergang im Stadtpark anlächelt oder sogar begrüßt. Die extrem geringe Anzahl der Ausländer in Dresden (ganz zu schweigen im Umland von Dresden) ist jedem sofort auffälig. Und auch die Opferinszenierung und die Idealisierung der Zeit vor der Wende sind allgegenwärtig, mindestens wenn man für diese Themen empfindlich ist.

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  8. Er

    Das ist eure Recherche und das denkt ihr? Wieviel habt ihr denn für diesen quatsch an Gelder bekommen? Mal ehrlich, ihr habt euch weder richtig informiert für was pegida auf die Straße geht, noch versteht ihr warum viele die da mit laufen angst um die Zukunft von sich und ihren Familien haben! Diese Leute wollen nicht was bereits in den vielen anderen EU Staaten ist und wenn ich euch richtig informiert hattet, wüsstet ihr, das wir nicht wollen was diese Diktatur in Europa mit den Ländern vor hat, in DD sind es ein paar tausend in anderen Ländern sind es schon hunderttausend, lest euch mal richtig über Merkel und ihre Freimaurer ein, was deren Pläne sind, was mit TTIP kommt, Bilderberger und und und, ihr habt ehrlich keine Ahnung was auf der Welt passiert, einen Tipp im fernsehen werdet ihr es nie erfahren

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    • L. Schahl

      Hallo,
      Aber alles, was Sie beschreiben, hat ja nichts mit den syrischen Flüchtlingen (ein Teil „der Islamisierung“,die Deutschland laut pegida bedroht) zu tun. Diese Menschen kommen direkt aus dem Krieg und brauchen Hilfe, die Deutschland bieten kann und sollte/muss (humanitäre Hilfe, Herz, Mitleid, Nächstenliebe..).
      Sie scheinen ja eher ein Problem mit der Bundesregierung und der EU zu haben. Wenn das die eigentlichen Ängste pegidas sind, ist der Titel aber schlecht gewählt. Warum laufen Sie eigentlich unter dem Banner „Patriotischer Europäer“, wenn Sie offensichtlich eine sehr geringe Meinung von dem derzeitigen Europa haben?
      Es ergibt für mich alles keinen Sinn. Und als Antwort nur „ihr versteht pegida nicht und habt Keine Ahnung“ zu bekommen, ist ja nun nicht hilfreich (oder argumentativ intelligent).

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  9. Jörg

    Ich gehe nicht zu Pegida, ich kenne einige die dort dabei sind.

    Ich finde den Artikel im Netz ( http://maximiliankrah.wordpress.com/2014/12/16/pegida-schande-oder-chance/ ) sehr interessant und treffend.

    Ich war auf einer Info-Veranstaltung zum Thema Asyl. Geladen hatte die Kommune. Vertreter vom LRA (Landratsamt) und Polizeidirektion waren zu gegen und gaben Fakten zum Asylrecht.
    – Wer kann Asyl beantragen?
    – Wie läuft das Asylverfahren ab, wie lange dauert es?
    – Welche Nationalitäten sind da?
    – Was für finazielle Mittel bekommen Asylbewerber?
    – Wie erfolgt die Verteilung auf die Kreise / Kreisfreie Städte?
    – Wie sieht das mit der Kriminalität aus (Polizeieinsätze mit Asylbewerber)?
    und viele weitere Fragen wurden behandelt.
    Und es gab auch Fragen, die nicht beantwortet werden konnten.
    Es konnten nicht alle Ängste ausgeräumt werden.
    Somit denke ich, mit einem transparenteren Umgang kann vieles ausgeräumt werden.

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  10. Peter Degenkolb

    Ziemlich oberflächlich. Der harte Kern der PEGIDA sind rechte Dynamo-Fans? Das sollte man dann schon mit Zahlen untersetzen. Wie viele rechte Dynamo Fans gibt es noch? Die Ultras? Kann man dazu stehen wie man will, haben die Rechten fast verdrängt. Und die Familienvatis, welch schauerlich Begriff, sitzen weit weg im Familienblock (Sind sie jetzt Blockwarte? Bestimmt!) genau gegenüber der „rechten Fans“ und bekommen von den eigentlichen Fans fast nichts mit. Also Schluss mit solchem plakativen Gesäusel a la ich sitze in meinem Elfenbeinturm als Feingeist und erkläre mir die Welt so, dass sie in meine Welt passt. Das kann nur Pippi Langstrumpf.

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  11. Lea

    Also bisher fand ich ihren Blog rund um das Thema Pegida interessant und richtig, aver diesmal sehe ich einiges anders: Alle anderen Städte hatten viel länger Zeit sich auf Pegida vorzubereiten als Dresden. In Dresden war die Taktik im Umgang mit Pegida, lange Pegida totzuschweigen, es dauerte 4 Wochen bis endlich der MDR später die sächsische Zeitung und in den nächsten zwei Wochen alle anderen Medien, gefolgt von den Politikern ihre Mienung dazu äußerten. Wäre Bachmanns Vergangenheit nach 2 Wochen enthüllt worden, hätte es bei weitem nicht den Zulauf gegeben. Es wurde erst zuspät und aber dann plötzlich viel zu viel über Pegida berichtet. Zeitungen und Politiker überschlugen sich, bevor sie selbst mal den Montag in Dresden verbrachten.
    Ab einem bestimmten Zeitpunkt hatten sich die Mitläufer vor allem durch Facebook so sehr in ihre Scheinrealität begeben, dass die Pegida-Seite die absolute Definitions- und Diskursmacht bekam und somit die Netzwerke der Anhänger mitinfizierte.
    So und Mittlerweile ist Pegida in Dresden ein Sammelbecken für alle Rassisten, Weltverschwörer und Wutbürger aus ganz Deutschland geworden, ich war gestern auf der Pegida und von berlinerisch über plattdeutsch bis bayrisch war alles zu hören, auch polnisch und englisch uvm., zu glauben dass alle 15000 aus Dresden kommen ist Unsinn, vor allem weil sich nochmals zeigt, dass in anderen Städten der blabla-gida Unsinn nicht aufgeht, kommen umso mehr Pilgerer nach Dresden. Wenn es wirklich in jedem Dörfchen ein Ableger geben würde, wären es m.E. maximal noch 3-5000 Dresdner, was schlimm genug ist. Man siehr sich nur mal die ganzen Schilder an von den Pegidaanhängern, ein Dorfname nach dem anderen. Was mit Pegida wirklich gar nichts zutun hat ist der 13 Februar, da liegen sie wirklich nicht richtig, Opfermythos etc. hat mit Pegida nichts zutun, Null! Desweiteren muss man sehen wer zu dieser Uhrezeit Zeit hat überhaupt zu demonstrieren? Die Gegendemos starten zwischen 16.30 und 18 Uhr. Man sieht zu 90 % nur Leute unter 35 auf den Gegendemos und viele Familien mit Kindern fürchten die Konfrontation mit Pegida. In Köln wurde letzten Samstag demonstriert, das ist was anderes als MOntag um 17 Uhr. Letze Woche waren es 9000 und in den Medien wurde immer nur von der Pegida berichtet, das macht auch jeden Demonstranten sprachlos, erst seit gestern kommen die Gegendemos teilweise in die Presse.
    Bei Dynamo sollte man sich fragen, warum sich der Verein nicht mal gegen Pegida ausspricht, überlokale Prominente aud Dresden oder anderswo her fehlen in Dresden auch völlig. In Köln waren viele Berühmtheiten dabei und in Dresden sprechen sich kaum Berühmtheiten gegen Pegida aus, da sollte man mal nachhaken, wo bleiben die Dresdner der Welt…
    Lea

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  12. Schreiberling

    Als Politik erfahrener Journalist möchte ich hier gern meine Meinung zur Diskussion stellen: Wieso erkennen Pegida-Anhänger nicht, dass sich Rechte unter ihnen befinden, die sich bei riesigen Aufmärschen begeistert die Hände reiben? Bei 15000 Demonstranten lässt sich unterstellen, dass nicht alle Nazis sind. Aber wer sich diese „bürgerliche Mitte“, als die sie dargestellt wird, näher ansieht stellt schnell fest, dass es sich meistenteils um Menschen handelt, die 1. von Politik keine Ahnung haben, 2. sich dem politischen Prozess bewusst entziehen, weil sie jede Beteiligung (selbst das Wählen) verweigern, und 3. auf einfache Losungen und Lösungen abfahren. Wäre man böse, könnte man sagen: Einfach strukturiert. Oder zumindest: in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigt. Sie fühlen sich von der Politik nicht verstanden – deshalb verstehen sie auch nicht die Politik. Sie verstehen nicht, wie die Medien funktionieren – deshalb lehnen sie die Medien ab. Sie scheitern daran, ihre eigentlichen, politischen Ziele klar zu benennen und argumentativ zu verteidigen – deshalb haben sie kein klares, politisches Programm. Kurzum: Sie haben mit allem, womit sie sich in unserer Demokratie am politischen Meinungsbildungsprozess beteiligen könnten, nichts am Hut. Und das, obwohl es der einzige legale Weg ist Veränderungen in der Gesellschaft herbei zu führen. Parteien, Parteitage, Beschlussvorlagen, Gesetzestexte, Gerichtsurteile und Untersuchungsausschüsse – all das ist für sie ein helles Rauschen im finsteren Wald. „Politik bringt nix“, höre ich oft von denen.
    Was sich in Dresden als eine provinzielle Großbewegung darstellt, ist meiner Meinung nach ein Vorbote dessen, was uns erst noch bevor steht dank Angela Merkels stillschweigendem Deal mit der Bevölkerung, letztere mit allem Politischen zu verschonen. Was bundesweit größtenteils als angenehm, als ersparte Zumutung, wahr genommen wird, ist nicht nur Merkels Geheimnis ihres Erfolges, es ist auch ein manifestiertes Problem in der Bevölkerung, dem sämtliche „Mainstream-Medien“ in den vergangenen zwanzig Jahren den Boden bereitet haben. Ich bin erstaunt und entsetzt, wenn ehemalige Schulkameraden mit denen ich das Abitur gemacht habe, oder Ex-Kommilitonen, bei Facebook posten wie sehr sie sich auf das nächste „Dschungelcamp“, „GNTM“ und andere Geschmacklosigkeiten des Privatfernsehens freuen. Und ich bin ehrlich empört, dass die Öffentlich-Rechtlichen in den vergangenen Jahren immer wieder den Anteil an politischen Nachrichten und Diskussionen zu Gunsten von seichter Unterhaltung nach dem Vorbild von RTL, Sat1 & Co. abgebaut haben. In großen Teilen der Nachrichtenmedien ist, anders als in Frankreich, inzwischen gar keine journalistische Ausbildung mehr nötig, um darin als „Journalist“ seine Meinung verbreiten zu dürfen. Das gilt vor allem für die Boulevardmedien im Print, aber auch für den Fernsehbereich („Brisant“, „Explosiv“, etc.), wo man es als skrupelloser junger Mensch schnell mit pietätloser Belästigung Trauernder („…haben Sie mal ein Foto vom Toten?“), auch „Witwenschütteln“ genannt, große Karriere machen kann. Oder, indem man in den Mülltonnen irgendwelcher „Promis“ herum wühlt. Irgendeiner kauft immer noch diese Zeitungen oder glotzt diesen Mist im Vorabendprogramm. Eine gewisse Menschenmasse hat sich bereits vor Jahren dieser niveaulosen Nachrichtenkultur abgewandt und grast das Internet nach anderen Nachrichten ab. Und dort, da sie ja wenig Medienkompetenz besitzen, treffen sie selbstverständlich auf ebenfalls wenig seriöse Nachrichten, die zwar nicht richtiger, aber immerhin anders und spektakulär klingen. Beispiele sind Themen wie „BRD-GmbH“, „Chemtrails“ und „GEZ abschaffen“. Aufbereitet von zum Teil als extremistisch einzustufenden Webseiten die „Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten“, „KOPP-Verlag“ u. a., die die Exklusivität und Brisanz ihrer Meldungen herbei reden, weil ja die „Mainstream-Presse“ nicht darüber berichtet. All das wird von den Pegida-Anhängern, von denen viele schon bei den anderen „Montagsdemonstrationen“, auch Friedensmahnwachen genannt, dabei waren, gierig aufgesogen. Wer an meinen Ausführung dazu zweifelt, der möge sich selbst ein Bild machen, sich ein paar Verschwörungsseiten anschauen und dann mit den Pegida-Teilnehmern darüber zu sprechen. Er wird unter denen dann schnell neue Freunde finden. Die Situation im Land ist allerdings alles andere als amüsant, vielmehr erinnern mich viele Umstände an die Zeiten vor 1933, als die Bevölkerung sich nach einfachen Losungen und einem starken „Mann“ an der Spitze sehnte und sich zudem nicht am wirtschaftlichen Erfolg des Landes beteiligt sah.
    Über Antworten auf meinen Standpunkt würde ich mich sehr freuen.

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    • Marco

      Sehr geehrte(r) Schreiberling,

      ich danke Ihnen für Ihre sehr präzise Zusammenfassung der Situation. Darf ich davon ausgehen, dass Sie Puplizistik oder ein artnahes Fach studiert haben? So geht es mir zumindest. Es ist schwer, mit eben jenen Leuten zu diskutieren, die Sie so trefflich beschrieben haben. Ja auch ich habe mich schon vor langer Zeit vom Medium Fernsehen abgewandt, zum einen, weil ich keine Lust mehr hatte, mich alle 15 min. von irgendeiner Werbung anschreien zu lassen, zum anderen weil ich aus besagtem Medium keinen Unterhaltungs- oder Informationswert mehr für mich ableiten kann. Auch ich beziehe meine Informationen aus einem breiten Online-Angebot. Zu meiner täglichen Lektüre zählen unter anderem Tagesschau und aljezeera. Und ich muss konstantieren: unsere PEGIDA-Probleme sind selbstgemacht. Wenn ich allein bei der TS sehe wie oft journalistische Kriterien wie Quellennachweis, Neutralität, Ausgewogenheit oder Sorgfalt (sei es gramatikalischer, rechtschreiblicher oder inhaltlicher Natur) mit Füßen getreten werden, frage ich mich, ob dies allein dem Sparzwang (einem fehlenden Korrekturleser/Redakteur) geschuldet ist, oder ob nicht vielleicht die „4. Gewalt“ inzwischen doch zu einem Handlanger politischer und wirtschaftlicher Interessen verkommen ist. Natürlich ist dies ein sehr komplexes Thema, mit dem man sich lange auseinandersetzen kann (und muss!) ohne zu einem abschliessenden Ergebnis zu kommen. Das GEFÜHL das etwas nicht stimmt, dass ist auch bei den PEGIDA-„Läufern“ angekommen. Gerade deshalb ist es so kontraproduktiv, besagte Demonstranten einfach als rechte Spinner abzutun. Vor allem wenn man bedenkt, dass es in D ja kein Problem mit Neonazis gibt, siehe NSU Untersuchungsausschuss, oder man lausche Frau Merkel.

      Wie hat es die Vorsitzende so schön formuliert, es gab beim NSU Skandal höchstens „kollektive Nichtverantwortung“. Besagte „kollektive Nichtverantwortung“ gepaart mit der Meinungs- und Ideenlosigkeit unserer derzeitigen Regierung – natürlich suchen die Menschen nach Alternativen. Die Sinnsuche und das bereitstellen von einfachen Konzepten, welche die Welt erklären, ist ein dem Menschen ureigenen Bedürfnis. Und PEGIDA scheint dieses zu befriedigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es anders lautende Statistiken gibt, oder ob aus Unwissenheit und Ignoranz Verschwörungen werden. Fakt ist, lass die Menschen zu lang allein (damit ist die Politik gemeint!) und sich wenden sich dem erst besten Götzen mit den einfachsten Ideen zu. Dann ist es allerdings auch zu spät für Argumente oder Fakten, denn diese Menschen haben sich entschieden!

      Oder um mal ein berühmtes Bsp. anzubringen: mit einem PEGIDA Anhänger zu diskutieren ist wie mit einer Ente Schach zu spielen, egal wie gut du bist, irgendwann räumt die Ente die Figuren ab und scheisst aufs Brett.

      Oder noch anders ausgedrückt: der Mehrheit der PEDIGA Demonstranten würde ich durchaus keine rechten Tendenzen unterstellen wollen (der Minderheiten der Rädelsführer schon). Die meisten wollen mit dem rechten Rand einfach nichts zu tun haben, wenn allerdings alle anderen (politischen) Optionen ausfallen, dann wählt man halt die Lösung mit dem größten Nutzen und dem geringsten Übel. Genau deshalb ist für die meisten der mitlaufenden PEGIDA Demonstranten – alternativlos.

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  13. Ralf

    Herr Bittner, sie sagen folgendes:

    – PEGIDA-Anhänger sind prinzipiell rechtsradikal und sind dazu noch Fans von Dynamo Dresden(Quelle?)

    Sie scheren alle Menschen nicht nur bei Pegida sondern in ganz Dresden über einen Kamm. Worin oder wodurch sind sie da besser, als diejenigen, gegen die sie hier wettern?

    Und ich finde es bemerkenswert, dass sie den Fußballverein Dynamo Dresden in diesem Zusammenhang erwähnen. Denn selbst ich als „Nicht-Interessierter“ hinsichtlich Dynamo, habe Kenntnis davon, dass einige der beliebtesten Spieler des Vereins einen Migrationshintergrund haben, bzw. aus dem Ausland stammen und sich hier eine Fußballerkarriere aufbauen. Wie ist dies in Zusammenhang zu bringen?

    Und welches Bündnis reden sie hier herbei?

    Recherchieren sie eigentlich, bevor sie etwas behaupten? An diesem Beispiel sieht man: Nein sie tun es nicht! Ich muss Ihnen kundtun, dass sie sich mit diesem Gleichnis in aller Öffentlichkeit lächerlich machen. So schauen Sie doch wenigstens mal auf die Webseite des Vereins….um Ihren Fehler bestätigt zu sehen.

    – Alle in dieser Bewegung sind dumme Wurstverkäufer(Sinngemäß sagen sie dies).

    Woher wissen sie das? Und schon wieder verallgemeinern Sie? Haben Sie mit den Leuten vor Ort geredet? Nein!

    – Sie geben öffentlich Behauptungen ab, über die Zusammensetzung der Bewegung…. ohne Quellenangabe

    Sehr interessant! Waren Sie in Dresden? Haben Sie mit den Menschen die Sie hier verspotten gesprochen? Oder kauen Sie bloß das nach, was in der Zeitung steht? Haben Sie sich vor Ort kundig gemacht? Nein, richtig? Das hatten wir ja schon festgestellt….

    – Dresdner sind selbstverliebte weinerliche Rassisten.

    Aha, wenn man weiß wer der Böse ist, hat der Tag Struktur! Sie Stempeln also alle erst einmal ab. Ein Zeichen von „großer Intelligenz“! Worin waren sie da geistig gesehen genau nochmal besser, als diejenigen, gegen die sie schreiben?

    Eine Analyse soll der Text also sein, ….hmmm. Tut mir leid aber ich verstehe unter einer Analyse eine wissenschaftliche Herangehensweise. Dies kann ich bei Ihnen leider überhaupt nicht erkennen. Wenn solche Texte wie Ihrer die Aushängeschilder der Gegenbewegung sind, dann brauchen sie sich nicht wundern. Denn Sie provozieren, polemisieren und polarisieren und das mit voller Absicht. Kennen sie den Spruch von C.G. Jung: „Wogegen Du Widerstand leistest, dem verschaffst Du Bestand!“ Verstehen Sie, worauf ich hinaus will, oder muss ich es Ihnen aufschreiben?

    Hat es schon jemals funktioniert, Frieden herzustellen, in dem man auf Konfrontation geht?

    Ihrer Schreibe entnehme ich, dass Sie sich für sehr intelligent und moralisch unantastbar halten. Mag sein, dass sie das sind, mag sein, dass mein Eindruck trügt. Deswegen hätte ich von Ihnen eine differenzierte „Analyse“ erwartet. Stattdessen treten sie hier Ihre private Meinung platt, was ich absolutes Recht ist. Aber verkaufen sie es nicht als fachlich fundierte Analyse eines intellektuellen Gutmenschen. Auch wenn Ihnen diese Rolle zu Gefallen scheint….

    Wirklich Gegenvorschläge machen Sie ebenfalls nicht, sie beschränken sich darauf, den Gegner herabzusetzen, wenn auch in blumiger Sprache(was es aber nicht besser macht, sondern nur Selbstdarstellung ist.) Sagen Sie doch mal, ganz ohne polemische Rhetorik und mit nachprüfbaren Fakten gewürzt, warum Sie im Recht sein wollen. Wäre das mal was? Aber stimmt schon, es ist einfacher, jemanden der anders denkt zu beleidigen.

    Sie geben weder Denkanstöße, ausser an diejenigen, die in dieser Beziehung leicht zu befriedigen sind. Sie setzen sich mit dem Thema und über mögliche Ursachen nicht kritisch und ergebnisoffen oder menschennah auseinander, sondern schlagen nur die Hände über den Kopf zusammen: „Wie kann sowas nur passieren? Ich bin ratlos? Wo wir doch so viele Gutmenschen haben…“ Sie zerren die Ursprüngen in einem Absatz an den Haaren herbei. Das soll ich als Analyse ernst nehmen? Haltwen Sie Ihre Leser wirklich für so dämlich?

    Sie machen es sich sehr einfach. Und das ist ein große Enttäuschung. Sie wollen sicherlich mal später erzählen, dass Sie im Widerstand waren. Die USA führen Krieg gegen islamischen Terror, mit braver deutscher Mithilfe. Seit dem 11.9.2001 wird man in den Medien nahezu täglich damit bombardiert und jetzt wundern sich Leute wie Sie? Das ein Teil der Bevölkerung so darauf reagiert? Tut mir leid, aber das ist verschärft. Sie die Leute von der Presse(sie schreiben ja auch für Zeitungen) tragen an diesen Zusständen eine Mitschuld. Fassen Sie sich ein die eigene Nase! Hat das, was sie in die Welt hinausschreiben vielleicht folgen? Darüber sollten Sie mal kontemplieren.

    Für mich sind Ihre gleichmachenden, vereinfachenden und reißerischen Aussagen geistig auf dem selben Niveau, wie NPD-Propaganda, nur das Sie schönere Wörter benutzen. Sie sind nicht besser. Sie wollen es nicht besser machen. Ich kann Sie so, leider niemals ernst nehmen.

    Noch schlimmer sind nur diese Kommentatoren hier. Nehmen Sie es bitte nicht persönlich. Aber wenn Sie Leute… Menschen verurteilen und über einen Kamm scheren, OHNE sie zu kennen, sind sie nichts Besseres als rassisten! Denken Sie mal darüber nach, wenn Sie nicht so beschäftigt damit sind, Ihre Gutmenschlichkeit im Spiegel anzuhimmel

    Guten Tag

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    • Micha

      Ralf, ihr ganzer Kommentar beruht auf falschen, um nicht zu sagen: böswilligen Unterstellungen. Ich habe ausdrücklich nicht alle Dresdner als Rassisten oder dumme Wurstverkäufer bezeichnet, auch nicht alle Dynamo-Fans als PEGIDA-Anhänger. Sie haben das getan! Und nun schieben Sie mir diese Lüge unter. Sparen Sie sich weitere Kommentare!

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      • Ralf

        Geehrter Herr Bittner, getroffene Hunde bellen. Sie übernehmen keine Verantwortung für das was Sie schreiben. Natürlich kann man Ihre Aussagen genauso verstehen, wie ich es dargelegt habe. Aber vielleicht hätte ein Satz wie, „Nicht alle Dresdner sind so“ dabei geholfen, Ihre Polemik so hinzudrehen, dass man sie nicht als Angriff wertet.

        „Ich befürchte langsam, dass dieser Stadt nicht mehr zu helfen ist.“ Hmm, eine recht deutliche Verallgemeinerung. Wie kann ich das nicht missverstehen? Sie schildern ja keine Ausnahmen…

        „Initiator Lutz Bachmann, Wurstverkäufer und“ Ja, ich finde auch, dass dieser Bachmann eine Flachzange ist, und diese Organisation nicht anführen sollte, sofern gebe ich Ihnen recht. Aber aufgrund Ihrer ach so überlegenen Rhetorik erinnern Sie uns, dass er Wurstverkäufer ist oder war. Auf Grund des Gesamtkonzeptes ihres Textes, lese ich da heraus: Wie blöd sind erst die Leute, die sich von ihm führen lassen?

        „:..auch nicht alle Dynamo-Fans als PEGIDA-Anhänger.“ Doch das haben Sie, mit diesem Satz: „Das Bündnis zwischen Bürgern und Radikalen wäre nicht denkbar ohne eine städtische Institution, nämlich den Fußballverein Dynamo Dresden“ Für mich ist diese Aussage unmisverständlich. Oder Sie machen es einem zu leicht, sie misszuverstehen. Aber vielleicht ist das ja Ihr Anliegen… Ich habe Sie bei einem sachlichen Fehler ertappt, mit dem Sie sich lächerlich machen. Sie sind nicht erwachsen und professionell genug, Ihren Fehler einzugestehen. Sondern sagen wie ein beleidigter 6-jähriger:

        „Sie haben das getan!“
        Nein habe ich nicht. Was ist das für eine Logik bitteschön? Ich kritisiere Sie dafür, dass ich dies aus Ihrem Text herauslese. Da müsste ich Schizophren sein, wenn ich dies mit der Motivation täte, um sie insgeheim zu verteidigen…

        „Sparen Sie sich weitere Kommentare!“
        Sie wollen also nur mit Leuten diskutieren, die Ihrer Meinung sind. Das zeug von Mut und Integrität.(Ironie) Dies ist die Reaktion eines Kleinkindes und nicht die, eines verantwortungsvollen Erwachsenen. Sie schreiben in der Öffentlichkeit und können es nicht ertragen, wenn Ihnen jemand Ihre eigene Medizin verabreicht! Ihre Unterstellungen gegen die Dresdener sind genauso falsch, um nicht zu sagen böswillig!!

        Wie gesagt, Ihrer eigene Medizin schmeckt Ihnen nicht. Aber nun wissen sie, wie ich mich als Dresdner fühle, der sich von jemanden wie Ihnen so derart herabsetzen lassen muss. Therorhetisch dürften wir nun einen gemeinsamen Zeichenvorrat haben.

        Aber mal ehrlich, was haben Sie erwartet? Dass alle ja un Amen sagen, zu Ihren Thesen(sie haben immernoch keine Quellenangaben zu Ihren Behauptungen abgegeben). und sich niemand provoziert fühlt? Sollte das der Fall sein also dann….. dann sage ich lieber nichts mehr dazu.

        Aber ich entschuldige mich, dass ich Ihren Text nicht nur oberflächlich gelesen hab und zu Ihren Thesen nicht nur wild „Jaaaa genau, Alter!!!“ geschrien habe, sonder versuchte, zwischen den Zeilen Ihre Motivation.

        Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Weihnachtszeit.

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        • Micha

          Getroffene Hunde bellen, ja. Die Frage, wessen Sätze eher an Gekläff erinnern, überlasse ich dem Urteil des Lesers. Belassen wir es doch dabei, denn weiteres Diskutieren führt zu nichts. Ich wünsche Ihnen auch frohe Weihnachten.

          Antworten
  14. Tilman Ahlfeld

    Herr Bittner,
    sie geben leider zu schnell auf, Pegida wird auch wieder kleiner und sich selbst entlarven, ebenso wie die NPD und die AfD. Eines muss ich ihnen aber sagen: Dynamo Dresden als Grund des Erfolgs von Pegida zu nennen, ist zu billig. Ich werde hier mal nicht zu lang ausholen, aber mal soviel: Der Verein nimmt als einer der wenigen in Deutschland jährlich an der FARE-Woche teil. Die Pegidateilnehmer kommen aus GANZ Sachsen, nicht nur aus Dresden und damit nicht nur aus dem Dynamo-Einzugskreis. Und letztendlich bitte ich Sie mal sich über folgendes zu informieren: http://1953international.de/

    Dies ist der Fanclub/die Faninitiative, mit der der Verein am meisten kommuniziert und auch mit der der Verein am meisten Projekte für Fans macht (unter anderem läuft die Mannschaft mind. 1x im Jahr mit deren Logo auf).

    Ich bitte gerne um eine Antwort auf meinen Kommentar, denn das kann und will ich so nicht stehen lassen.

    Antworten
    • Micha

      Tilman, ich habe ausdrücklich kein Pauschalurteil über alle Fans ausgesprochen. Dass die meisten Fans in Ordnung sind, glaube ich. Drin war ich auch schon mal. Aber dass einige Gruppierungen bei PEGIDA eine wichtige Rolle spielen, kann man kaum leugnen, oder?

      Antworten
      • Tilman Ahlfeld

        Nunja, sie sagen, dass es eine große Zahl rechter Fans gibt. Dem muss man zu stimmen, zumindest ist die Zahl der rechten Fans zu groß. Dem entgegen stehen aber viel mehr Fans, die eben nicht rechts sind. Zu implizieren, dass Dynamo Dresden und seine Fans Pegida begünstigen ist einfach Quatsch. Dass es Nazis gibt, die auch Fußball mögen, kann nunmal niemand verhindern, oder doch?

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  15. Björn

    … dem ich zustimmen kann.

    Aber die Dynamo-Keule zu schwingen ist dann wieder kontraproduktiv. In einer Stadt, wo 15-20% der Einwohner mit NPD oder AfD sympathisieren, gibts natürlich Rassisten beim Fußball. Die gibts aber auch in Dortmund, München, Hamburg oder Leipzig. Und genauso wie anderorts gibt es auch in Dresden eben genau den Gegensatz, wie bspw. die Faninitiative 1953.international, die sich aktiv um Flüchtlinge kümmert und sie mit zum Fußball nimmt. (http://www.dynamo-dresden.de/newsdetails/ag-asyl-und-dynamo-dresden-fussballschule-stellen-einlaufkinder.html)

    Wenn man allerdings noch nie das Stadion von innen gesehen hat (?), kann man sowas schon mal übersehen und sich lieber in Platitüden ergehen.

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    • Micha

      Björn, ich habe ausdrücklich kein Pauschalurteil über alle Fans ausgesprochen. Dass die meisten Fans in Ordnung sind, glaube ich. Drin war ich auch schon mal. Aber dass einige Gruppierungen bei PEGIDA eine wichtige Rolle spielen, kann man kaum leugnen, oder?

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      • Bjoern

        Daran, dass die Demonstranten Dynamo-Muetzen tragen? — Die gehen sicher auch regelmaessig zum Baecker und kaufen dort Brot. Sind deshalb alle Brotesser Rassisten?

        Ich finde einfach, dass Dynamo in dieser Diskussion nix zu suchen hat, weil es den Fokus unnoetig von den Problemen abwendet und Du damit auch Leute wie mich vor den Kopf stoesst. Und auch wenns sicher nicht so gemeint ist, zeigen auch andere Kommentare hier, dass einige Leute den Hinweis als Nazivorwurf verstanden haben. Deshalb fand ich das auch kontraproduktiv fuer eine sinnvolle Diskussion.

        Die Besucher von Dynamo-Spielen kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Und in einer Gesellschaft mit Rassismus-Problem sind dadurch natuerlich Rassisten bei den Spielen. Genauso uebrigens auch in Theatern, Kinos oder Deinem naechsten Supermarkt. All denen wirfst Du aber nicht vor, den Pegida-Anhaengern vorschub zu leisten.

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        • Micha

          Natürlich gibt es auch beim Bäcker Rassisten. Aber es gibt keine Bäckerkundenvereinigungen namens „Faust des Ostens“ oder „Hooligans Elbflorenz“, in denen sich Leute beim Fußball organisieren, die dann auch auf der Straße zusammen demonstrieren. Dass dafür normale Dynamo-Fans oder der Verein an sich nichts können, habe ich ja schon gesagt. Wenngleich ein wenig mehr Gegenwehr gegen Vereinnahmungsversuche schon nicht übel wäre.

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          • Tilman Ahlfeld

            Aber das ist doch ein schlechtes Beispiel, weil gerade „Faust des Ostens“ aus dem Block getrieben wurde, weil die Ultras Dynamo die nicht mehr wollten? Ich hoffe außerdem, dass der Verein (wenn er das nicht sogar schon getan hat) die Hooligans Elbflorenz verbietet. Er tut ja schon sehr viel, wie gesagt, FARE-Woche oder Kooperation mit 1953 international, einer mehrfach ausgezeichneten Faninitiative für mehr Demokratie und gegen Rassismus und Faschismus. Was kann ein Verein ihrer Meinung nach noch tun?

          • Micha

            Ich hab noch einmal eine Ergänzung zum Thema an meinen Beitrag angehängt. Dass man in einer großen Gruppe auch beim besten Willen nicht alle Unvernünftigen ausschließen kann, begreife ich. Über die derzeitige spezifische Situation beim Verein weiß ich zugegebenermaßen zu wenig.

    • Tilman Ahlfeld

      Danke! Habe das gleiche gepostet, aber das muss noch freigeschalten werden. Im Übrigen haben die Ultras im ausverkauften Stadion 1953international Geld gespendet, um zu zeigen, dass Rassismus im Fußball nix verloren hat. Die meisten NPD-Kader sind daraufhin nach Braunschweig abgezogen, der langjährige NPD-Chef Holger Apfel ist dort Mitglied und gerade viele NRW-Buli-Clubs haben massive Probleme mit rechten Fans. Zu sagen, dass das ein Dresdener Problem sei und gleichzeitig zu behaupten, dass Dynamo Dresden Schuld am Erfolg von Pegida hat, ist sehr sehr polemisch!

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  16. alex

    Guter Text!Jetzt heißt es richtig handeln!Rinn in die Organisation und von innen aufmischen. Jeder sollte sich selbst ein Bild von dieser ominösen Pegida machen.Schaut es euch an und sucht das Gespräch!Dann bildet euch eure Meinung.Ich war mittendrin und es ist tatsächlich traurig, wenn man dann seinen eigenen Vater trifft, gleich neben dem Faschopack vom Dorf von früher…

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  17. Sören

    Ich war bei Pegida und bei der Gegendemo und muss sagen Pegida ist deutlich friedlicher und tolleranter als die Gegendemo. Nicht nur weil man dort Argumente hat und bei der Gegendemo Zitat “ Rassistenpack wir haben euch zum kotzen satt“.

    Achja ich bin Wessi und hab höhere akademische Abschlüsse (ja plural).
    Wenn die Grußworte „unseres“ Rektors am Sternenmarsch endeten mit „Ich will nicht das man in Dresden Angst in der S-Bahn hat.“ So ist dies reine Manipulation, ich empfehle eine Fahrt mit der S-Bahn in Bonn nach Bonn-Tannenbusch dann fällt einem auf das es die Islamisierung und Parallelwelten gibt.

    Im übrigen ist das Abstempeln von freien Demokraten als „Schande“ und Mischpoke sehr lächerlich. Özdemir verfiel hier in den tiefsten Nazisprech und Maas sollte sich lieber um seine eigene Partei kümmern siehe Oppermann und Geheimnisweitergabe an Pädophile

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      • Sven

        Oh Gott, ich habe auch bei meinem Kommentar zwei Fehler entdeckt, zu schnell geschrieben…, Ihre Antwort zu diesem oberflächlichen Kommentar hier macht mir aber schon etwas Angst – wieder mal wird nur unsachlich draufgehauen…Schade!

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  18. Michaela

    Ich kann mich nur dem Artikel anschließen. Vorsicht sollte allerdings geboten sein,alle Pegidas als ungebildet einzustufen, und das macht die Katastrophe umso vollständiger.

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  19. Sven

    Da lese ich mich in diesen wirklich schönen Artikel ein, um dann doch noch über die krimminielle Vergangenheit von Lutz Bachmann zu stolpern…und war entäuscht. Enttäuscht, weil anscheindend schon der SZ nichts anderes eingefallen ist, als gerade in dieser Hinsicht die Keule zu schwingen…so kann eine ernsthafte Betrachtung nicht stattfinden. Das verstehe ich nicht unter sachlichen und fundierten Auseinandersetzung mit diesem Thema – es ist zu plump und taugt nicht als Aufhänger. Schon beim SZ-Artikel war vorhersehbar, dass dies nach hinten losgeht – für mich eher ein Indiz für Ratlosigkeit oder Ohnmacht des Redakteurs. Hier dann wieder darauf zu stoßen, hat mich ernsthaft irritiert. Ansonsten Kompilment…

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    • Micha

      Den Einwand verstehe ich nicht. Wenn ein Mann gegen kriminelle Ausländer anschreit, darf man nicht wenigstens mal darauf hinweisen, dass dieser Mann selbst nicht ganz unbescholten ist? Dass die PEGIDA-Anhänger sich von diesem Widerspruch nicht beeindrucken lassen, habe ich ja auch bemerkt.

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  20. Julian Assange

    heyy, ihr seid doch alle kockoooo!!!
    Das es die ganze Welt in den falschen Hals bekommt war ja klar. Religion allgemein ist Gift und es sollte jedem halbwegs vernünftigen Menschen klar sein wie unzeitgemäß und hirnrissig das im 21. Jahrhundert ist!!!
    Wieso hat denn eigentlich niemand etwas gegen Buddhisten???? Weil deren Weltanschauung vielleicht widersprüchlich und geisteskrank ist, deren Frauen sicher vermummt, tyrannisiert, ermordet oder zwangsverheiratet werden und deren Gemüt bestimmt durch und durch böse und aggressiv ist?!
    People c’mon. Niemand hat etwas gegen vernünftige Menschen anderer Herkunft welche auf der Suche nach Frieden und Sicherheit die Hilfe einer besser situierten Nation annehmen.
    Wer allerdings erlebt das eine Freundin auf offener Straße von ihrem eigenen Bruder+Vater ABGEKNALLT wird oder sich einfach Sorgen macht irgendwann keine Gesichter mehr auf der Straße zu sehen oder von einer Bombe zerfetzt zu werden, der kann einfach nicht nur zusehen und schweigen!
    Also, pegida ist nicht vollkommen daneben, sollte jedoch seine Message überarbeiten und weiter ‚einen Lauten‘ machen!!!!

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  21. Martahatari

    Alle, die in Pegida „mehr“ sehen, als der Name sagt, rennen irgendwelchen diffusen Inhalten nach, die vermutlich kaum oder gar nicht vorhanden sind, abgesehen von unterschwelliger Fremdenfeindlichkeit bzw. Überfremdungsphobie. Das kollektive Gleichsetzen dessen, was man nicht kennt, mit dem „Bösen Unbekannten“ stößt gerade dort auf breite Resonanz, wo Erfahrungswerte fehlen. Das betrifft logischerweise Provinz und städtisches Umland. Erschwerend hinzu kommen politische Versäumnisse hinsichtlich von Integration, gepaart mit Stigmatisierung von Menschen und Instrumentalisierung von Konflikten. Es ist traurig, aber nicht neu, dass die breite Masse es nicht erkennt und ihren Frust gegen die Falschen richtet, nichtsahnend, wie sie von den „Rattenfängern“ in die Irre geführt werden. Gleichzeitig ist das aber auch ein Versäumnis jener Kräfte in der Gesellschaft, die sich als progressiv sehen. Sie haben es bisher nicht geschafft, den Menschen gute Konzepte anzubieten und die vielen Perspektivlosen einzubinden, zugegeben keine leichte Aufgabe, zumal in diesen Zeiten…

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  22. Marco

    Bevor Sie so voreilig urteilen was Dresdner denken oder warum sie es sind die auf die Straße gehen sollten sie vielleicht mal betrachten aus welchen Regionen diese Bewegung mittlerweile Anklang findet. Die Menschen kommen aus ganz Deutschland.
    Sogar aus dem Ausland kommen sie. Der Ursprung ist Dresden. Deshalb fahren die Leute lieber da hin als in ihren Städten ähnliches anzufangen. Und noch ein Punkt. Geht doch mal dort hinuund schaut worum es den „mitläufer“ geht. Keiner ist gegen Ausländer oder das Recht auf Asyl. Ein ganz bedeutender Punkt ist die Schaffung eines Einwanderungsgesetzes. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Asyl und Einwanderer. Um nur mal eine Zahl zu nennen. Von allen Antragstellern in Deutschland sind nur 30 Prozent Asylanten gegen die keiner bei der Pegida etwas hat. 70 Prozent sind Einwanderungsanträge aus wirtschaftlichen gründen. Nur ein geringer Anteil von diesen 70 Prozent bekommt eine Aufenthaltsgenehmigung. Die die aber abgelehnt werden verlassen aber nur selten das Land und bauen sich kriminelle Geschäfte auf. Wie sonst sollen sie auch sonst überlebten sie dürfen hier ja nicht arbeiten. Machen sie sich bitte darüber Gedanken und hören sie endlich damit auf die Menschen zu pauschalisieren, das Verlangen sie von der Pegida schließlich auch.

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  23. DD-Ralf

    „Das besondere geistige Klima dieser Stadt ist geprägt von einem Gefühl: Wir sind die Opfer. Das rituelle Gedenken an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, wie es vor und nach der Wende von den Staatsparteien SED und CDU forciert wurde, hat zu diesem kollektiven Selbstmitleid beigetragen.“

    Diese Aussage nehme ich Ihnen sehr übel. Denn Sie ist sehr böswillig! Sie schreiben „kollektiv“… schon wieder eine Verallgemeinerung, aber darin scheinen Sie gut zu sein. Sie werden es schon bemerkt haben(hoffe ich), dass ich Verallgemeinerungen jeglicher Art verabscheue.

    Das Gedenken an den 13. Februar mag für Sie als nicht-Dresdner von außen wie Selbstmitleid aussehen. Doch es ist viel mehr. Es ist auch eine Feier dessen, dass die Stadt wieder aufgebaut ist, dass sie wieder wächst und schön anzusehen ist.

    Aber noch wichtiger: Jedes Jahr nehmen Kriegsveteranen und Bomberpiloten und deren Familien aus Deutschland, Großbritannien und Amerika den 13. Februar zum Anlass, um sich hier zu treffen und mit einander Zeit zu verbringen, sich auszutauschen. Es sind daraus länderübergreifende Freundschaften entstanden, zwischen Leuten, die sich damals gegenseitig bis zum Tode bekämpfen mussten. Diese Leute, die diese Höllen auf beiden Seiten miterlebt haben, sind emotional und vor allem menschlich zwanzig mal reifer und weiter entwickelt als Sie es sind. Ich bitte Sie inständig mal darüber nachzudenken. Ergebnisoffen…. Japp, aber sind alles weinerliche Opfer….

    Ausserdem finden in Schulen, Museen und an anderen Stellen Veranstaltungen statt, welche Kinder und Jugendliche sehr deutlich darüber informieren, was dabei rauskommt, wenn man Krieg führt und Hass verbreitet. Ziemliches Opfergeteue, nicht her Bittner?

    Aber wischen Sie das Ganze doch einfach mal mit Ihrem arroganten uniformierten rhetorischen Schwamm weg. Ist ja auch intellektuell einfacher, etwas einfach zu vorverurteilen. Wie gesagt, in der Hinsicht, sind sie nicht besser – nicht einen Deut – , als diejenigen gegen die Sie schreiben!

    Ich frage Sie, wie oft waren sie denn schon am 13. Februar in Dresden? Und das nicht nur an einer Stelle? Ich möchte diese Antwort von Ihnen nicht wissen, den Ihre Meinung kenne ich nun zur Genüge. Aber stellen Sie sich vor Ihrem Spiegel und fragen es sich selbst: Wie fundiert und wie sehr auf der tatsächlichen Realität basierend, ist meine Aussage denn?

    Sie, her Bittner tun dies alles einfach oberflächlich als weinleriches Opfertum ab. Es ist eine Schande für all die Menschen, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, Japan und anderen Ländern Flächenbombardements ertragen mussten und nun jede Stadt für sich, immernoch versuchen, es zu verarbeiten, mit dem Ergebnis, dass Frieden und Freundschaft, die einzigen Möglichkeiten sind, soetwas künftig zu verhindern. Und eine Schande für die Menschen, die versuchen, aus diesen Ereignissen zu lernen, für die Zukunft. Die Menschen, die Versöhnung leben wollen. Die verhindern, wollen, dass dies nocheinmal passiert.

    Wenn Sie kontroverse Reaktionen vermeiden wollen, warum schreiben Sie dann öffentlich? Oder waren erlauben Sie dann Kommentare?

    Die Medien und Schreiber wie Sie, tragen eine Mitschuld, wenn die Menschen Ressentiments gegen die islamische Religion haben. Medien, wie auch die Zeitungen, für die Sie schreiben, Herr Bittner, haben nur zu gut dafür gesorgt, dass kein Unterschied mehr gemacht wird, zwischen einem Islamisten undeinem Muslim. Man brauch sich nur die Müh zu machen, in den Archiven der letzten 13 Jahre zu forschen.
    Ich sähe es nur zu gerne, dass die Menschen, hinter diesen Medien zur Verantwortung gezogen würden. Aber das wird ein unerfüllbarer Traum bleiben.

    Ich empfinde Sie als rücksichtsloser Schreiberling, der nur zu gern in Kauf nimmt, dass er Leute beleidigt, über einen Kamm scheert und die angeheizte Stimmung noch zusätzlich mit Öl begiesst, falsche Informationen vebreitet nur um sich als Gutmenschen oder sich allgemein darzustellen. Damit man mal was gesagt hat. Und dann spielen sie noch den gekränkten Poeten, wenn man erdreistet, gegen Ihre öffentlichen Behauptungen Widerworte zu finden. Wenn man eben nicht alles, was Sie hinschreiben, auch so hinnehmen kann. Aber das braucht Sie nicht weiter zu stören.

    Eine besinnliche Weihnachtszeit allen.

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    • Micha

      Ich sabotiere also den Weltfrieden und bin für den Hass gegen den Islam verantwortlich? Keine schlechte Leistung für einen einzelnen „Schreiberling“. Ihr feuchter Rachetraum, unliebsame Autoren „zur Verantwortung zu ziehen“, wird hoffentlich nicht Erfüllung gehen. Und jetzt ist auch Schluss mit dem Quatsch, Sie sind offenkundig nicht mehr ganz bei Trost.

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  24. Sebastian

    Ich, der ich seit 14 Jahren in Dresden lebe und mich sehr mit dieser Stadt verbunden fühle, bin entsetzt darüber, welches Bild Deutschland gerade von Dresden erhält. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass die Fokussierung auf Dresden und seine regionalen Gegebenheiten (13. Februar, Tal der Ahnungslosen, Dynamo etc.) zu kurz gefasst und kontraproduktiv ist. Für mich persönlich ist die Pegida eine traurige Konsequenz dessen, was Politik und Medien der deutschen Bevölkerung seit 2001 immer wieder vermitteln. Für die Politik dient „der Islamismus“ gern als Begründung für einen immer umfassenderen Sicherheitsapparat. Ein aktuelles Beispiel:

    „Islamistischer Terror bleibt größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland“ (Verfassungsschutzpräsident Maaßen, http://www.tagesschau.de/inland/verfassungsschutz-107.html)

    Gleichzeitig steigen Medien regelmäßig auf den Zug auf – und nicht nur „Bild“ und Ähnliche, selbst Magazine wie Der Focus oder Der Spiegel sind durchaus mit dabei. Zwei Beispiele, nach kurzer Recherche bei Google gefunden:

    „Die dunkle Seite des Islam – 8 unbequeme Wahrheiten über die muslimische Religion“ (Focus Titel November 2014, http://www.focus.de/fotos/_id_4242633.html)

    „Mekka Deutschland – Die stille Islamisierung“ (Spiegel Titel 2007, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50990508.html)

    Wen wundert es denn, wenn Teile der Bevölkerung ihre diffusen Ängste und Unsicherheiten jetzt in Richtung Fremdenfeindlichkeit kanalisieren? So traurig das Ganze auch ist – ich denke, dass es sich bei Pegida durchaus um ein gesamtdeutsches Phänomen handelt, bei dem in Dresden einfach die richtigen Rahmenbedinungen („geeigneter“ Organisator, lokales Ereignis als Auslöser) vorhanden waren. Die zu Grunde liegenden Ursachen haben aber meiner Meinung nach mit Dresden und seinen Bewohnern wenig zu tun.

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    • Name*Robert Zapf

      Werter Sebastian,
      Ihren Aussagen: „Für mich persönlich ist die Pegida eine traurige Konsequenz dessen, was Politik und Medien der deutschen Bevölkerung seit 2001 immer wieder vermitteln. Für die Politik dient “der Islamismus” gern als Begründung für einen immer umfassenderen Sicherheitsapparat.“ würde ich sofort unterschreiben.
      Die eingebrachte Saat geht auf. Nicht erst 2014 in Dresden.
      Da Bachmann ( lt. Wikipedia deutscher politischer Aktivist ) gebürtiger Dresdner ist, könnte dies eine Erklärung sein.

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  25. TreasureM

    Mir erscheint ihr Beitrag zu polemisch. Ein deutlich besserer und konstruktiverer Beitrag zum Thema war der von Herrn Maximilian Krah. (http://maximiliankrah.wordpress.com/2014/12/16/pegida-schande-oder-chance/)
    Es ist natürlich debattierbar, ob man mit den Bürgern eine Debatte über Zuwanderung führen sollte, wenn es in Wahrheit mehr darum geht, dass diese sich von Politik und Medien nicht ernst genommen fühlen, aber ist allemal besser, unvoreingenommen über eine Sache nachzudenken, als pauschal 15.000 Menschen in eine Ecke zu stellen und zu marginalisieren. (Wobei es ja laut Umfragen deutlich mehr sind. Googeln Sie einfach mal Pegida und Umfrage und schauen sie dann, was Spiegel, Zeit etc. da herausgefunden haben wollen.)
    Und wenn man tatsächlich mit den Bürgern reden will, dann ist es nicht damit getan, ihnen ein paar Fakten an den Kopf zu werfen. Sie können den Leuten noch so oft erklären, dass ihre Ängste völlig unbegründet sind, wenn diese Menschen nicht den Eindruck haben, das sie auch ernst genommen werden, dann werden sie auch nicht zuhören.

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  26. Bierbar Süd

    Niemandem ist geholfen, wenn die besondere Anfälligkeit Dresdens für (klein)bürgerliche Angstreflexe herausgestrichen wird. Das hat nicht diejenige besondere Qualität, die das Wesen der Sache ausmacht. Ich fand diesbezüglich das Querverweisen in der Satire-Sendung ‚Die Anstalt‘ – nämlich von Positionen der PEGIDA zu denen der CSU – wesentlich wesentlicher (mir ist natürlich nicht entgangen, dass der Autor das kalkulierte taktische Bündnis von PEGIDA mit bürgerlichen Kräften thematisiert).

    Hanebüchen wird aber das Heranziehen von Dynamo Dresden als Faktor – da werden Ursache und Wirkung wild durcheinander geschmissen. Der Querschnitt bei Dynamo ist genauso Produkt wie der von PEGIDA. Nähme man den Verein weg, wären die rechten Fans immer noch rechts, nur eben keine Fans mehr.

    Ein Scheißhaufen wie PEGIDA dient immerhin dem Zweck, uns zu zeigen, wie viele Schmeißfliegen es gibt. Eine Erkenntnis, die man gern einmal vergisst. Denn Schmeißfliegen sieht man immer nur um einen stinkenden Haufen versammelt. Aber man kann Dynamo nicht vorwerfen – ich oute mich hier – dass Schmeißfliegen auch mal Appetit auf etwas Ordentliches haben und dass Mannschaftssport ein Massenphänomen ist. Und die ‚Anständigen‘ im Stadion sollen das richten, was die Gesellschaft bis dato verabsäumt hat und dann noch exakt da, wo die Gesellschaft ihr ‚Brot und Spiele‘ aufführt? (Ich teile natürlich die Meinung des Autors, dass der Schlachtruf des Unpolitischseins immer nur den reaktionären Kräften dienlich ist. Erkenntnisverzicht ist immer reaktionär. Deswegen sind diesbezügliche Gegenmaßnahmen seitens Dynamo und Initiativen wie 1953international ja auch folgerichtig.)

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  27. Karl-Heinz Warburg

    Mein gesamter Bekanntenkreis hat deswegen dieses Jahr auf den traditionellen Dresdner Christstollen verzichtet (obwohl die sonst nie etwas anderes gekauft haben) und von Kollegen höre ich nicht nur, dass Besuche auf dem Dresdner Striezelmarkt abgesagt wurden, sondern auch ein für nächtes Jahr geplanter zweiwöchiger Urlaub mit Familie in Dresden storniert wurde.

    Und da ist erst der Anfang. Wenn die rechtskonservativen Dumpfbacken weiterhin ihre Aufmärsche veranstalten, wird das die sächsische Tourismusbranche in den Ruin führen und kein Mensch mehr einen Cent in diesem fremdenfeindlichen Tal der Ahnunglosen investieren wollen.

    Aber anscheinend passt Pegida perfekt nach Sachsen:
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/pegida-dresden-politische-tradition

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  28. Hartmut Zabel

    Alle Ihre Beispiele belegen doch nur, vor welchen Herausforderungen wir immer noch stehen. Und sie belegen wieder das Klischee, das sich über die Dresdner sagen lässt. Es wird nur gemeckert und sich aufgeregt. Dresden gehörte zu den ersten Städten, in der das Nest für die braune Brut geschaffen wurde, in dessen Ausmaße mehr als 50 Millionen Menschen darunter zu leiden hatten. Wie ein Bumerang kamen sich auflösenden dunklen Wolken der Naziherrschaft im Februar 1945 zurück nach Dresden. Eine Tragödie, die heute ebenso schmerzt, wie das Leid aller Opfer des Nationalsozialismus. Vor allem Dresdner riefen auf den Montagsdemos zur Wendezeit: Wenn die D-Mark nicht zu uns kommt, gehen wir zur D-Mark! Sie haben Ihren Willen entgegen aller Warnungen von Wirtschatfsweisen und – forschern und Menschen besseren Wissens bekommen. Und nun wird gemeckert. Erst wird für die Waldschlösschenbrücke abgestimmt und plötzlich sind große Teile der Dresdner Bevölkerung dagegen. Eine Stadt bestehend aus Mitläufern und Jammernden, die das System drei Mal amTage bewerten: zum Frühstück, zum Mittag und zum Abendbrot! Malein konkreter Vorschlag: Bei der nächsten Stadtratswahl sollten man sich die Kandidaten unter des Aspekt zukunftsorientierter, moderner Stadtentwicklung unter Bewahrung historischer Errungenschaften. Das gilt nicht nur für die Baukunst und für die Kultur – sondern aus meiner Sicht vor allem für die Denkweise der Meschen. Die ist nämlich bei vielen Menschen einfach in der Zeit „August des Starken“ stehen geblieben.

    Antworten
  29. jan haubold

    Hallo,
    und vielen Dank für diesen Artikel und die vielen interessanten Kommentare, denn ich habe heute zumindest die Illusion, etwas dazugelernt zu haben. Deswegen möchte ich meine Meinung auch eher als Vermutung verstanden wissen, nicht nur in Hinsicht auf „PERFIDA“, sondern auch zu den „Schwingungen“ in einigen Kommentaren. Meine spontane Einsicht: das Grundproblem ist wie so oft, dass das Wesen des Menschen mit einem EGO (vielleicht Abk. für Ein Gottloser Organismus? ) „bestraft“ wurde. Damit meine ich, wenn sich mein gesteigertes Bedürfnis ausschließlich zu meinem Vorteil zu handeln paart mit geringem Selbstwertgefühl und einem Mangel an Fähigkeiten und sinnvollen Lebensinhalten, dann fühlt es sich einfach gut an, wenn ich dies überdecken kann indem ich etwas finde was scheinbar noch weniger taugt als ich: Es verschafft mir sofort Linderung meiner Symtome bei unterzuckertem Ego, wenn ich den „Nigger“, „Kameltreiber“ oder „Juden“ hassen kann. Mein Ego jubiliert in ähnlicher Form, wenn ich das Fußballstadion betrete und dort meinen Hassgefühlen freien Lauf lassen kann, indem ich die gegnerische Mannschaft als „Schachtscheißer“, oder was auch immer beschimpfen kann. Und wenn´s gut läuft dann finde ich auf dem Heimweg noch einen schmächtigen Mann mit falschem Fanschal an dem ich mich austoben kann. Mein Vater pflegte bei Fußball von „Ersatzkrieg“ zu sprechen. Erst jetzt kapier ich was er damit meinte. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Erwähnung der Dynamo-Fanszene im Artikel gar nicht mal sooo unglücklich, denn das Prinzip ist das gleiche,egal ob ich mich als „rechten“ Hooligan sehe oder nicht. Nur betrifft es auch jede andere Fangruppierung. Und natürlich geht es nur nebenbei um den Sport, hauptsächlich aber darum jemanden zu BESIEGEN! Und dazu MUSS ein anderer verlieren! Und auch das liebt mein Ego, es erstarkt weiter.
    Was will ich damit nun zum Ausdruck bringen?
    Nicht die Kanzlerin, Politik, EZB oder die Medien sind verantwortlich für diese bedenklichen Entwicklungen, es sind wohl eher grundsätzliche charakterliche Mängel bei der Lebensform „Mensch“ die Ursache. Alles andere halte ich (vorerst, spontan und übereilt) für Ausreden. Mit geänderter Politik dürfte also wenig zu machen sein, denn NIEMAND ändert seinen Charakter auf Empfehlung hin,oder? Das machen wir nur wenn wir´s selbst wollen, wenn wir „bereit“ sind, jeder für sich, und das alles ist gut so, denn Gott (wer/was auch immer SIE ist) gab uns freien Willen.
    Übrigens feiern wir ja alle nächste Woche den Geburtstag eines berühmten Mannes, der schon vor langer Zeit dazu aufgefordert hat, jeder möge sein Ego in den Griff bekommen:
    „…du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst… “
    In diesem Sinne – Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!
    Jan Haubold
    P.S. Irrtümer meinerseits sind nicht nur möglich, sonder statistisch betrachtet sogar sehr wahrscheinlich bis gesetzmäßig 😉

    Antworten
  30. Martin

    Mit der Analyse, warum gerade in Dresden die Pegida-Post abgeht, liegen der Autor und die Kommentatoren Hartmut Zabel und Hugo Minzblatt nach meiner Einschätzung zielmlich richtig (einzig Dynamo finde ich etwas überbewertet). So ist das Dresden, das ich während meiner Studienzeit erlebt habe. Später wurde der Konflikt mit der Waldschlösschenbrücke nach genau dem gleichen Muster ausgetragen. Da ging es doch nicht um Landschaftsbild oder Fledermäuse. Da hat die stolze, gekränkte Seele der Dresdner Mittelschicht gegen die Besserwisser (Ökos) aus der Fremde (Wessis, Unesco, …) gekämpft. Das war damals für alle außerhalb der Stadt nicht schlimm. Jetzt könnte daraus ein Kristallisationskern in der Gewitterwolke entstehen, den Schreiberling so schön beschrieben hat, dass einem Angst und Bange wird.

    Antworten
  31. ENZO

    …Nachtrag: das PEGIDA-Positionspapier…

    POSITIONSPAPIER der PEGIDA
    1.
    PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist
    Menschenpflicht!
    2.
    PEGIDA ist FÜR die Aufnahme des Rechtes auf und die Pflicht zur Integration ins Grundgesetz der
    Bundesrepublik
    Deutschland (bis jetzt ist da nur ein Recht auf Asyl verankert)!
    3.
    PEGIDA ist FÜR dezentrale Unterbringung der
    Kriegsf
    lüchtlinge
    und Verfolgten,
    anstatt in teilweise
    menschenunwürdigen Heimen!
    4.
    PEGIDA ist FÜR einen gesamteuropäischen Verteilungsschlüssel f
    ür Flüchtlinge und eine gerechte Verteilung
    auf die Schultern aller EU

    Mitgliedsstaaten! (Zentrale Erfassungsbehörde für Flüchtlinge, welche dann
    ähnlich dem innerdeutschen, Königs
    teiner
    Schlüssel die Flüchtlinge auf die EU

    Mitgliedsstaaten verteilt)
    5.
    PEGID
    A ist FÜR eine Senkung des Betreuungsschlüssels für Asylsuchende (Anzahl Flüchtlinge je
    Sozialarbeiter/Betreuer

    derzeit ca.200:1, faktisch keine Betreuung der teils traumatisierten Menschen)
    6.
    PEGIDA ist FÜR
    ein
    Asylantragsverfahren in Anlehnung an das hol
    ländische bzw. Schweizer Modell und bis
    zur Einführung dessen, FÜR
    eine Aufstockung der Mittel für das BAMF (Bundesamt für Migration und
    Flüchtlinge) um die Verfahrensdauer der Antragstellung und Bearbeitung massiv zu kürzen und eine
    schnellere Integration
    zu ermöglichen!
    7.
    PEGIDA ist FÜR die Aufstockung der Mittel für die Polizei und GEGEN den Stellenabbau bei selbiger!
    8.
    PEGIDA ist FÜR die Ausschöpfung und Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Thema Asyl und
    Abschiebung!
    9.
    PEGIDA ist FÜR eine Null

    Toleranz

    Poli
    tik gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten!
    10.
    PEGIDA ist FÜR den Widerstand gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie aber nicht
    gegen hier lebende, sich integrierende Muslime!
    11.
    PEGIDA ist FÜR eine Zuwanderung nach
    dem Vorbild der Schweiz, Australiens, Kanadas oder Südafrikas!
    12.
    PEGIDA ist FÜR sexuelle Selbstbestimmung!
    13.
    PEGIDA ist FÜR die Erhaltung
    und den Schutz
    unserer christlich

    jüdisch geprägten Abendlandkultur!
    14.
    PEGIDA ist FÜR die Einführung von Bürgerentscheidunge
    n nach dem Vorbild der Schweiz!
    15.
    PEGIDA ist GEGEN Waffenlieferungen an verfassungsfeindliche, verbotene Organisationen wie z.B. PKK
    16.
    PEGIDA ist GEGEN das Zulassen von Parallelgesellschaften/Parallelgerichte in unserer Mitte, wie Sharia

    G
    erichte,
    Sharia

    Poliz
    ei,
    Friedensrichter usw.
    17.
    PEGIDA ist GEGEN dieses wahnwitzige „Gender Mainstreaming“, auch oft „Genderisierung“ genannt, die
    nahezu schon zwanghafte, politisch korrekte Geschlechtsneutralisierung unserer Sprache!
    18.
    PEGIDA ist GEGEN Radikalismus egal ob relig
    iös oder politisch motiviert!
    19.
    PEGIDA ist GEGEN Hassprediger, egal welcher Religion zugehörig!

    Antworten
  32. Rantanplan

    9.
    PEGIDA ist FÜR eine Null

    Toleranz

    Poli
    tik gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten!

    Das ist Populismus in Reinstform.
    Was bedeutet ‚Null Toleranz‘ und was bedeutet straffällig?
    Soll ein Mensch in ein Land abgeschoben werden können in dem sein Leben bedroht ist für zb. einen Verstoß gegen die Residenzpflicht?
    Weshalb wird diese ‚Null Toleranz‘ speziell für Asylbewerber und Migranten gefordert und nicht für die straffälligen Bachmänner welche ohne Not Diebstähle begehen und gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen?

    Der Rest des Positionspapiers von Pegida ist ebenso ein Witz.
    Geht wirklich jemand von denen Montags für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen (Pos.1) oder für eine Menschenwürdige Unterbringung (Pos.3)auf der Straße spazieren oder setzt sich aktiv dafür ein?

    Diese ganze Bewegung hat meiner Meinung nach jedoch gerade durch unspezifische Forderungen und das Heraufbeschwören von diffusen Ängsten großen Zulauf. Da kann sich einfach alles treffen was sich in unserer politischen Landschaft nicht mehr verstanden und repräsentiert fühlt. Da laufen Verschwörungstheoretiker neben NPD’lern, Rohköstler mit Identitären. Die große Masse sind jedoch Hinterwäldler die Angst haben vor Denen die jetzt Hierher kommen.

    Antworten
  33. Maik Schmidt

    Wenn ich solche Einschätzungen lese, weiß ich nicht so recht ob ich lachen oder weinen soll. Sie haben vergessen zu erwähnen wo nach 1989 auf einmal die „Köpfe“ des braunen Gesindels hergekommen sind.

    Antworten
  34. Stefan Krüger

    Herr Bittner, vielen vielen Dank für diesen Artikel. Bin selbst in Dresden geboren, aufgewachsen und habe dort das Abitur gemacht. Inzwischen lebe und arbeite ich „drübn“ und insbesondere die räumliche Distanz zu meiner Heimat hat mir eine neue Perspektive auf die Stadt gegeben, auch wenn ich als Dynamo-Fan und bedingt durch Freunde/Familie immer noch eng mit dieser verbunden bin:
    Vor allem die Beschreibung als äußerst konservative und provinzielle Großstadt unter den übrigen in Deutschland ist sehr treffend und dies ist mir nach meinem Wegzug erst wirklich bewusst geworden.
    Wie in zahlreichen Kommentaren zuvor bereits beschrieben: Es gibt sicherlich viele Motive, die PEGIDA repräsentiert, für die es sich zu demonstrieren lohnen würde und die der politischen Diskussionskultur dieses Landes gut tun würden. Leider muss dafür anscheinend erst das Feindbild „Islam“, „Asylant“ oder „Ausländer“ bemüht werden. Nichtsdestotrotz genießen die PEGIDA-Demonstranten Demonstrationsfreiheit wie jeder andere hierzulande auch. Und wie bereits Bachmann anmerkte, man kann sich ja nicht „zu Tode spazieren“ (oder so ähnlich 😉 ) – insofern bleibt mir die Hoffnung, dass sich dieser kunterbunte Haufen ob seiner enormen Widersprüchlichkeit mittel- bis langfristig genauso schnell auflöst wie er sich gebildet hat. Katrin Oertel legt morgen hierzu vielleicht schon den ersten Grundstein dazu im Abendprogramm der Lügen-… äh des Ersten Deutschen Fernsehens!

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