Link zum Text (38): Der Aberglaube von nebenan

Mit der Barbarei ist es merkwürdig: Die Menschen entdecken sie immer nur in fremden Kulturen, nie in der eigenen. So hält auch jeder die eigene Weltanschauung für vernünftig und naturgemäß, die Religionen ferner Völker erscheinen hingegen als abstruser Aberglaube. Wir lachen und schimpfen über Chinesen, die ihre Potenz mit Nashornpulver steigern wollen, dabei stehen auch bei uns die absonderlichsten Formen der Quacksalberei gut im Saft.

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Kommentare
  1. S.Bobe

    Der Beitrag liest sich wie ein Bewerbungsschreiben für eine Lobbyistentätigkeit in der Pharmaindustrie. Ein wenig mehr Sachkunde wäre dafür allerdings noch nötig, denn allein der platten Polemik dieses Beitrags wird dem wachsenden Zustrom bei den Heilpraktikern nicht beizukommen sein. Aber sich dahingehend fit zu machen, dürfte einem promovierten Menschen ja nicht schwerfallen.
    Soweit er dabei in die Tiefen steigt und nicht resigniert, wird er früher oder später über Begriffe wie Bioresonanzen, deren Wirkungsweisen und Verfahren stolpern, sie hoffentlich auch verstehen und begreifen, dass der Beitrag absolut daneben war und auch der SZ peinlich sein sollte. Übrigens: „Als Wirkstoffe werden Substanzen bezeichnet, die in einem Organismus eine spezifische Wirkung haben und eine spezifische Reaktion hervorrufen.“ (Wikipedia). Genau das tuen die winzigen Zuckerkügelchen, wenn Sie mit speziellen, auf die gewünschte Wirkung hin abgestimmten Resonanzen beaufschlagt werden.

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  2. Michael Bittner

    Wenn der eigene Glaube verspottet wird, dann schmerzt das und setzt Aggressionen frei. Nehmen Sie es mir nicht übel! Ich habe gar keinen Ehrgeiz, Sie von Ihrem selbstgewählten Glauben abzubringen, es macht mir einfach nur Spaß, mich über Unsinn lustig zu machen. (Das Geld von der Pharmalobby kann ich natürlich auch gut gebrauchen.) Bleiben Sie nur immer Ihren Zuckerkügelchen treu!

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