Link zum Text (39): Verklärung im Tode

Ein Politiker, der sich nach allgemeiner Beliebtheit sehnt, sollte am besten sterben. Nach dem Tod kann er sich aus den Streitereien des Tages heraushalten. Seine Fehltritte und Skandale sind nach einem Weilchen vergessen. Harte Entscheidungen, die Bürger verärgern, müssen fortan die Nachfolger treffen. Ein Politiker, der keine Politik mehr macht, erscheint dem Volk im Rückblick gewöhnlich nur noch als weiser Staatsmann. Zumindest kann er mit Sicherheit keinen Schaden mehr anrichten. Verstorbene erscheinen im milden Licht der Verklärung.

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