Termine der Woche

Am Donnerstag (06. November) moderiere ich wie jeden Monat gemeinsam mit Stefan Seyfarth den Dresdner livelyriX Poetry Slam in der scheune. Mit dabei sind diesmal Moses Wolff, Udo Tiffert, das Team „Störenfrieda“, Klaus Urban u.v.m. Der Dichterwettstreit beginnt um 20 Uhr.

Am Sonnabend (08. November) lese ich wieder einmal beim wunderbaren, von Dan Richter moderierten Kantinenlesen, dem Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen. Mit dabei sind tolle Kollegen: Stephan Serin von der Chaussee der Enthusiasten, Heiko Werning von den Brauseboys und Sebastian Lehmann von der Lesedüne. Los geht es um 20 Uhr in der Alten Kantine der Kulturbrauerei.

Micha’s Lebenshilfe (36)

Wenn man in einem Kaufhaus eine Packung Unterhosen erwirbt, auf der das Versprechen 3 zum Preis von 2 prangt, sollte man nicht unbedingt davon ausgehen, zu Hause beim Öffnen in der Packung drei Schlüpfer vorzufinden, da es sein könnte, dass sie nur einen einzigen enthält und man, um den versprochenen Preisvorteil zu erlangen, zwei Packungen hätte kaufen müssen.

Zehn Witze, für die Dieter Nuhr ins Gefängnis gehört

Physiknobelpreis an die, die die blaue Leuchtdiode erfunden haben, die nachts an meinem TV nervt!!!

Straftatbestand: dreifache Wiederholung eines Artikels Wortes; strafverschärfend: dreifache Wiederholung des Ausrufungszeichens

Heute streiken Lokführer, morgen Weichenbieger, dann die Leitungspolierer und anschließend geht’s wieder am Flughafen weiter…

Straftatbestand: vollständige Abwesenheit von Witz in Tateinheit mit drögem Ressentiment und BER-Humor

FAZ: „Deutsche hinterlassen im Jahr 456 kg Abfall.“ Und da sind die geistigen Hinterlassenschaften noch gar nicht mitgewogen!

Straftatbestand: unfreiwillige Selbstironie

Saudi-Arabien verbietet Cadburyschokoladen wegen Spuren von Schweine-DNA. Dachte da wäre nur Pferd drin.

Straftatbestand: Pferdefleischwitz

Bild findet Görings Modelleisenbahn! Kein ICE! Sonst alles normal. Im RegionalExpress ist jedenfalls das Klo kaputt.

Straftatbestand: unappetitlicher Fäkalhumor; strafverschärfend: unmotivierte Nazierwähnung

RP: „Kutschenunfall. 8 Verletzte in Bayern“ Nennt mich naiv, aber ich glaube, auf Dauer wird sich das Auto auch dort durchsetzen.

Straftatbestand: Schadenfreude; strafverschärfend: noch nicht mal lustig

490 Lichtjahre entfernt: eine zweite Erde? Gibt es dort einen Termin beim Hautarzt? Oder saubere Klos im ICE?

Straftatbestand: unappetitlicher Fäkalhumor; strafverschärfend: Wiederholungstäter

RP: „V.d.Leyen lockert Fitnessregeln für Soldaten“ Kommt jetzt die XXXL-Uniform und der Kampfrollator?

Straftatbestand: humoristischer Beitrag zur Wehrertüchtigung

Heißt Shutdown in den USA eigentlich, dass im Moment da drüben niemand meine Mails liest?

Straftatbestand: heillose Selbstüberschätzung; mildernder Umstand: Verfolgungswahn

Was für ein Wetter! Wenn das die Klimaerwärmung ist, herzlich Willkommen!

Straftatbestand: Veröffentlichung eines Witzes, für dessen Bart sich selbst Salafisten schämen würden

Link zum Text (5): Über den Poetry Slam und seine Kritiker

Zur Einstimmung auf die Meisterschaft Slam 2014 habe ich für die Sächsische Zeitung einen Artikel über den Poetry Slam und seine Kritiker geschrieben. Nach ein paar einführenden Worten gehe ich auf die Schelte des früheren Slam-Theoretikers und jetzigen Dresdner Stadtschreibers Boris Preckwitz ein. Zum Schluss des Essays dann meine Sicht auf die Dinge. (Am seltsamen Bindestrich bin ich unschuldig.) WEITERLESEN bei SZ-ONLINE

Herzlichen Dank an die Sächsische Zeitung dafür, dass der Artikel online frei zugänglich gemacht wurde.

Termine der Woche

Am Montag (27. Oktober) lese ich als Gastautor bei der zurzeit wohl erfolgreichsten Lesebühne der Welt: der Lesedüne in Berlin. Mit dabei sind neben den Stammautoren Marc-Uwe Kling und Maik Martschinkowsky als Gäste auch noch der wunderbare Liedermacher Jan Koch sowie Andreas Kampa von der Chaussee der Enthusiasten. Los geht es um 20 Uhr im SO36.

Vom 28. Oktober bis zum 1. November findet unter dem Titel SLAM 2014 die deutschsprachige Poetry-Slam-Meisterschaft statt – zum ersten Mal in Dresden und organisiert von livelyriX. Ich bin natürlich auch vor Ort und werde am Freitag, den 31. Oktober, eines der Halbfinals in der wohlvertrauten scheune moderieren. Los geht es um 17:30 Uhr.

Termine der Woche

Am Montag (13. Oktober) lese ich gemeinsam mit Ivo Lotion und Piet Weber in der Reihe Peace, Love & Poetry in Berlin. Im Kaffee Burger messen sich unter der Anleitung von Sarah Bosetti und Daniel Hoth drei Autoren und es gibt drei Gewinner. Los geht es um 21 Uhr.

Am Dienstag (14. Oktober) wagt die Dresdner Lesebühne Sax Royal den abenteuerlichen Sprung über die Elbe: Erstmals präsentieren wir ein Best-of-Programm im Dresdner Kabarett Breschke & Schuch. Zu hören gibt es die schönsten Geschichten, Gedichte und Lieder des Jahres 2014, aber auch einige Neuigkeiten. Mit dabei sind alle fünf Stammautoren, also mit mir auch Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth. Los geht es (pünktlich!) schon um 19:30 Uhr. Karten gibt es für 12 Euro zzgl. Gebühr im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

Am Mittwoch (15. Oktober) gastiert unsere Lesebühne Sax Royal endlich mal wieder in Chemnitz, der Stadt der Moderne! Wir lesen eine Auswahl unserer komischsten und schönsten Geschichten. Als besonderer Gast ist auch noch Freund und Kollege André Herrmann von der Leipziger Schwesterlesebühne Schkeuditzer Kreuz mit dabei. Los geht es um 20:30 Uhr im Weltecho. Für Studenten ist der Eintritt frei!

Der „Tarif-Bär“ im Klassenkampf

Jüngst las ich in der Zeitung, eine der letzten Brachen in der Innenstadt von Berlin unweit der ehemaligen Grenze sei nun auch glücklich zugebaut worden. Dort steht jetzt – Überraschung! – ein neues Einkaufszentrum auf jenem Gelände, das vor dem Krieg das legendäre „Wertheim“-Kaufhaus trug. Tausende Kunden stürmten zur Eröffnung das Gebäude und shoppten wie die Bekloppten.

Aber, so las ich weiter, nicht alle waren vollauf begeistert:

Erst seit einer Woche ist das Einkaufszentrum Mall of Berlin an der Leipziger Straße geöffnet, dafür ist dort schon einiges passiert: Zweimal gab’s Feueralarm, und am Mittwoch war ein Bär da. Es war ein „Tarif-Bär“, ein Aktivist der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi im Kostüm des Berliner Wappentiers.

Und was wollte der Bär? Das neue Riesenkaufhaus steht einige hundert Meter zu weit im Osten, deshalb bekommen die Mitarbeiter weniger Geld als ihre Kollegen ein kleines Stück weiter westlich. Das mag man beklagen. Oder man freut sich gut marxistisch über die historische Dialektik, die darin liegt, dass gerade die Kapitalisten die üble kommunistische Mauer nicht ganz abreißen wollen, jedenfalls nicht im Bereich der Lohnbemessung. Über diese Ungerechtigkeit jedenfalls sollte der Bär die konsumierenden Massen aufklären. Aber was passierte?

Die Resonanz auf den Tarif-Bären sei verhalten ausgefallen, berichtet Verdi. Nur wenige Kunden hätten reagiert.

Wie schade! Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ein Gewerkschaftsfunktionär, vermutlich nicht von der obersten Ebene, verkleidet sich als Werbemaskottchen wie ein unterbezahlter Student, der für ein Fitnessstudio oder eine Pizzeria Passanten anquatschen muss. Und nicht irgendein Kostüm trägt der Gewerkschafter, sondern das des Berliner Bären, im verzweifelten Versuch, die Konsumenten, wenn nicht bei der Solidarität, dann wenigstens beim Lokalpatriotismus zu packen. Aber die Deutschen sind pragmatisch: Sie wollen von Maskottchen Gutscheine oder wenigstens Kugelschreiber geschenkt bekommen, aber keine Probleme. So steht der „Tarif-Bär“ einsam und traurig in der Fußgängerzone, abschussreifer als jeder Problembär der Vergangenheit. Die Bären sind in Deutschland längst ausgestorben und Gewerkschafter, die sich als Bären verkleiden, verdienen das gleiche Schicksal.

Termine der Woche

Am Mittwoch (8. Oktober) bin ich zu Gast beim Filmfest Eberswalde. Im Begleitprogramm zum Festival lese ich aus meinem aktuellen Buch Wir trainieren für den Kapitalismus, aber auch einige neue Texte. Los geht es um 22 Uhr im Festivalclub im Paul-Wunderlich-Haus.

Am Donnerstag (9. Oktober) präsentiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal wieder taufrische Geschichten, Gedichte und Lieder in der angestammten scheune. Gemeinsam mit mir lesen die Stammautoren Julius Fischer, Roman Israel und Max Rademann. Als besonderer Gast ist diesmal noch der Dresdner Poet Moritz 7 mit dabei.

Am Freitag (10. Oktober) lese ich wieder gemeinsam mit den Kollegen Max Rademann und Udo Tiffert als Lesebühne Grubenhund im schönen Görlitz. Als Gastautoren begrüßen wir diesmal Konstantin Turra aus Dresden. Los geht es ab 20 Uhr im Kino Camillo.

Am Sonnabend (11. Oktober) bin ich erstmals als Gastautor bei der Lesershow Wedding in Berlin mit dabei. Die Lesebühne mit Frank Sorge, Robert Rescue, Martin Goldenbaum und Thilo Bock beginnt um 20 Uhr im Mastul.

Zitat des Monats September

Ich fürchte, in dem populären Hass gegen die Reichen, der sich als Sinn für Gerechtigkeit ausgibt, verbirgt sich eine wütende Undankbarkeit vieler gegenüber den Geistreichen, denen letztlich fast alle fast alles verdanken.

Prof. Dr. Peter Sloterdijk, zeitgenössischer Sophist