Link zum Text (47): Protest aus Pappe

Es ist schon einige Jahre her, da geriet ich in Dresden in den Vortrag eines mir unbekannten jungen Mannes namens Philipp Ruch. Der gebürtige Dresdner stellte das von ihm begründete Projekt „Zentrum für politische Schönheit“ vor, das gerade eine seiner ersten Aktionen verwirklichte: Um an den Völkermord in Srebrenica und das Versagen der Vereinten Nationen zu erinnern, sammelten Ruch und seine Mitstreiter in Bosnien Schuhe von Opfern und deren Angehörigen, aus denen aufgehäuft ein Denkmal entstehen sollte. Das Symbol des Schuhbergs erinnerte an die Bilder aus dem Vernichtungslager Auschwitz – und zwar mit Absicht, wie Ruch einräumte, denn um groß in die Medien zu kommen, müsse man eben „was mit Holocaust machen“.

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