Aus meiner Fanpost (10): Rassismus und Sexualneid

Zu meinem Beitrag Das letzte Gefecht der Rassisten erreicht mich folgende Mail von Herrn M****:

Hallo Michael,

Über das Irrationale in der deutschen Seele

Willkommenskultur – für nicht wenige Bürger in diesem Lande stellt partout diese sprachliche Neuschöpfung bereits heute das Unwort des Jahres 2015 dar.

Die entsprechenden Bilder, die diesbezüglich von den Mainstream-Medien veröffentlicht werden, zeigen Menschen deutscher Herkunft, welche sich aufopferungsbereit um das Wohl von sogenannter Refugees (Flüchtlinge) bemühen. Differenziert wird dabei ganz offensichtlich kaum oder gar nicht zwischen solchen Personengruppen, die mit einer sehr hohen materiellen Anspruchshaltung ohne jedwede Rechtsgrundlage in dieses Land einwandern (wollen), und politisch bzw. religiös Verfolgten.

Auffällig ist ferner, dass es in der überwiegenden Mehrzahl Frauen sind, die neben staatlichen Institutionen freiwillig und äußerst engagiert ihre wohl wahrhaftige Empathie ausdrücken – und zwar völlig Fremden gegenüber, in der Mehrzahl Männer im Lebensalter zwischen 18 und 35 Jahren.

Es scheint also keine Fehlinterpretation zu sein, dass auf der Seite deutscher Frauen – gleich, ob jung oder alt – ein ausgeprägtes Bedürfnis zur Emotionalität besteht. Und beim kritischen Betrachter entsteht die Frage, in welchem Umstand sich diese Tatsache schließlich begründet.

Eine Vermutung ist, dass der weibliche „Bemutterungsinstinkt“ in diesem Land nicht hinreichend befriedigt wird – nicht zuletzt aufgrund geringer Geburtenzahlen, fehlender Kinder und Kindeskinder.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Eheschließungen zwischen deutschen Frauen und Flüchtlingen in naher Zukunft drastisch ansteigen werden. Der fremdländische Mann, im besten reproduktionsfähigen Alter, ist nicht weichgespühlt. Vielmehr dominiert in arabischen bzw. in islamisch geprägten Kulturen der Macho. Und ganz sicher identifiziert sich dieser nicht mit einer in Deutschland weit verbreiteten Haltung des männlichen Geschlechts, seine ihm angeborenen Verhaltensweisen (Dominanzgebahren etc.) freiwillig durch Sozialisationsprozesse aufzugeben.

Mitunter mag dieser Zusammenhang bis dato noch nicht dasjenige Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit erhalten, welcher ihm eigentlich gebührte. Fakt ist jedoch, dass sich zwangsläufig aus dem sich einstellenden „Männerüberschuss“ zumindest destruktive Verhaltensweisen entwickeln könnten, welche tiefgreifende gesellschaftliche Auseinandersetzungen zwischen den Einheimischen und den Kulturfremden nach sich zögen.

Das in diesen Tagen schon spürbare Aggressionspotenzial unter rechts gesinnten deutschen Männern ist allerorts spürbar. Und es ist nicht auszudenken, was sich insofern in den nähsten Wochen und Monaten noch entwickeln wird. Niemand weiß das – weder Soziologen noch Psychologen, weder Juristen noch Politologen.

Festzustellen ist freilich, dass eine ganz neue Form des Selbstbewusstseins auch und gerade innerhalb der jüngeren Generation Deutschlands entsteht, der man eine eigene deutsche Identitätsbildung zwar nicht verwehrt hat, der man allerdings Begriffe wie Nation, deutsche Kultur, deutsches Wesen etc. pp. systematisch genommen hat.

Es ist legitim, von einer Art der Massenvergewaltigung zu sprechen. Jeder Mensch, man erinnere sich bitte an entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse des Begründers der Humanethologie, namentlich ist hier von Professor Eibl-Eibesfeldt die Rede, die etwa das Phänomen der Xenophobie – der Angst vor dem Fremden – als dem Menschen immanent qualifizieren.

Was an dieser Stelle ein wenig hochtrabend klingen mag, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine Verhaltenskomponente, die entweder kompensiert oder kanalisiert werden muss. Das Thema Gewalt wird uns in diesem Zusammenhang ganz sicher weiterhin noch beschäftigen müssen – der selbst ernannte Homo sapiens sapiens mag zwar zur Weisheit fähig sein, seine tierischen Wurzeln hat er jedoch längst noch nicht überwunden.

Sehr geehrter Herr M****,

ich danke Ihnen sehr für Ihre Nachricht! Ihr Brief dokumentiert auf unschätzbare Weise die charakteristischen Züge des gegenwärtigen Rassismus. Zunächst belegt er eindrucksvoll: Für den Rassismus sind keineswegs nur dumme oder zurückgebliebene Menschen anfällig. Es gibt auch kluge und gebildete Rassisten wie Sie, die ihren rassistischen Wahn wissenschaftlich zu rationalisieren wissen.

Unter der ruhigen Oberfläche allerdings brodelt doch der Hass und gelegentlich tritt er in unbewussten Fehlleistungen zutage. Sie schreiben von „arabischen bzw. islamisch geprägten Kulturen“, können also nicht zwischen Ethnie und Religion unterscheiden. Damit widerlegen Sie selbst aufs Beste das heuchlerische Gerede der gegenwärtigen Rassisten, sie seien ja gar nicht rassistisch, weil es ihnen nur um Religionskritik und kulturelle „Identität“ gehe. Herzlichen Dank für diese ungewollte Offenheit!

Sehr schön wird in in Ihrem Brief auch der enge Zusammenhang von Sexismus und Rassismus deutlich. Schon Oswald Spengler machte in Der Untergang des Abendlandes die Frauenemanzipation für die „Unfruchtbarkeit des zivilisierten Menschen“ verantwortlich, die eine „Wendung zum Tode“ der Blutsgemeinschaft einleite. Sie schreiben den unbefriedigten und von Natur aus geistesschwachen („Emotionalität“) Frauen auch noch eine unbewusste Sehnsucht nach brutalen Machos zu. Der Rassist und Antifeminist Otto Weininger bezeichnete in Geschlecht und Charakter diesen Trieb der Frauen mit noch größerer Offenkeit als „Bedürfnis, vergewaltigt zu werden“. Ein solcher Trieb bietet natürlich, wie Sie konsequent folgern, den kulturfremden Horden des Südens eine hervorragende Gelegenheit für einen Angriff auf die Reinheit unseres arischen Blutes.

Herr M****, wenn Sie nachts im Bett liegen, vielleicht an der Seite Ihrer schlafenden Ehefrau, und sich dann ausmalen, wie so eine dunkle, haarige Bestie über eine blonde Jungfrau herfällt – dann empfinden Sie nicht nur gewaltigen Hass, sondern Sie bekommen auch eine gewaltige Erektion. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was das bedeuten könnte? Wäre es vielleicht möglich, dass Sie Ihre eigene Frauenverachtung, ihre eigenen geheimen Wünsche auf jene bösartigen Fremden projizieren? Ich möchte aber nicht weiter über Ihre sexuellen Nöte spekulieren, die sich in so zwanghaften Vergewaltigungsfantasien entladen.

Herr M****, Sie sind in einem sehr schlimmen Wahn befangen. Ich würde Ihnen gerne helfen, aber ich fürchte, dazu bin ich nicht in der Lage. Ich wünsche Ihnen dennoch gute Besserung. Sehen Sie aber bitte davon ab, mir noch weitere Briefe zu senden.

Hochachtungsvoll, Michael Bittner.

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Kommentare
  1. Ivan

    Diese Gedankensprünge sind der Hammer… aus der Anziehungskraft des nicht gendergerenderten Mannes aus Mesopotamien im Alter von 18-35 Jahren wird durch das zweimale Drücken der Entertaste im nächstbeginnenden Absatz eine Massenvergewaltigung von hilfsbereiten Femenistinnen. Den Sprung musst du erstmal durchs Unterbewusstsein in deine Schüssel bringen.

    Ganz verwirrend ist jedoch die Anwesenheit einiger Absätze dazwischen. Da wird dann ein wissenschaftlich belegbare Massenpsychose ausgeführt, die wohl dazu führen soll, dass die junge Generation Deutscher auf Grund von enteigneten Begrifflichkeiten Massenvergewaltigungen an oben aufgeführten Mutterfühligen durchführen muss. Oder doch an den Hilfesuchenden?

    Man weiß es nicht. Ich hoffe, dass der Film, den Herr M fährt, nicht vom Massenmedium RTL übertragen wird.

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  2. Daniel Jurke

    Ich sitze hier und lese, und lese, und lese…
    Und dann überkommt mich das Bedürfnis einen Kommentar zu dem gelesenen zu hinterlassen. Nun bin ich im Umgang mit Worten nicht so befähigt wie Herr Bittner, willmein Glück dennoch versuchen. Es liegt mir auch fern den gesamten Brief von Herrn M**** zu kommentieren. Ich werde nur Auszüge daraus mit einem Kommentar bedenken.

    Beginnen wir am Anfang: Es wird also nicht differenziert. Mag sein. Aber den Menschen, die hier her kommen eine rechtliche Grundlage abzusprechen halte ich für hochgradig idiotisch und inkonsequent und obgleich Herr M**** das Wort „Wirtschaftsflüchtlinge“ nicht explizit verwendet, wird deutlich was er meint. Die Gegenfrage drängt sich mir förmlich auf: Als was bezeichnet man denn dann all die Deutschen, die aus Deutschland flüchten, oh Verzeihung: auswandern?
    Man kann ja wohl kaum behaupten, daß diese Menschen irgend einer Art Verfolgung anheim fallen oder, daß deren Leben bedroht ist. Nein diese Leute gehen aus wirtschaftlichen Gründen, sind also nichst anderes als, Wirtschaftsflüchtlinge. Wo bleibt da der kollektive Aufschrei der „Ich bin kein Rassist/Nazi aber…“ Fraktion? Hier wird wieder deutlich wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Ebenso müssen sich die „besorgten Bürger“ fragen lassen, wie man einerseits gegen Überfremdung, Flüchtlinge und fremde Kulturen wettern kann, nach der Demo jadoch zum nächsten Asiaten, Griechen oder Dönerladen gehen kann um sich seinen, durch Demos leer gewordenen Bauch mit Speisen aus fremden Ländern zu füllen, die man ja angeblich nicht hier haben möchte. Sollten sich diese Leute nicht konsquent mit Bratwurst begnügen? Was ist denn mit der Kleidung die getragen wird? Von asiatischen Kindern zusammengenäht, und mit Marken versehen, die wohl kaum als „Biodeutsch“ zu bezeichnen sind. Warum liebe Rassisten geht ihr also nicht nackt zu Euren Demos? Ach ja und Ihr solltet natürlich auch zu Fuß gehen, denn Eure Autos kommen ja auch nicht von hier. Und nein, auch die Fahrer deutscher Marken müssen laufen, denn viele Teile werden schon nicht mehr hier produziert. Im Grunde solltet Ihr dann auch Eure Smartphones (warum wird sich über Flüchtlinge mit eben diesen aufgeregt, wo doch die meisten Ureinwohner hier ebenfalls diese Dinger am Ohr kleben haben?) Rechner und I-Pads abgeben, soziale Netzwerke, ja das ganze Internet nicht mehr nutzen. Es wird geheuchelt wo es nur geht. Dieses Verhalten ist an Bigotterie nicht mehr zu übertreffen. Es wird gegen Dinge gewettert, die für uns selbstverständlich sind, und wenn sie für uns zum Leben gehören, dann gilt dieses Recht auch für alle anderen Menschen.

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