Die Sprachpolizei informiert (1): Ironie für Idioten

Das finde ich echt witzig. Nicht.

Ich kann mit Worten kaum beschreiben, welcher Unwille mich übermannt, wenn ich so einen Satz lesen muss. Eine körperliche Übelkeit schüttelt mich beim Anblick dieses Sprachverbrechens. Leider lese ich Sätze wie diesen inzwischen auch in Texten sonst durchaus respektabler Menschen. Ich will versuchen zu erklären, warum solche Äußerungen unbedingt zu unterlassen sind. Es handelt sich, kurz gesagt, um Ironie für Idioten. Eine andere, nicht minder schlimme und nicht minder häufige Form von solch falscher Ironie ist die folgende:

Das finde ich echt „witzig“.

In beiden Fällen möchte der Schreiber ironisch sprechen, aber er scheut die Doppeldeutigkeit, die mit echter Ironie nun einmal verbunden ist. Darum ergänzt er sicherheitshalber Markierungsstriche oder ein Dementierungswörtchen. Der Schreiber möchte sicher gehen, dass auch jeder versteht, was wirklich gemeint ist. Dadurch aber wird die ganze Aussage platt und überflüssig. Denn eine Ironie, die nicht missverstanden werden kann, ist gar keine. Gelungene Ironie versetzt den Leser in Unsicherheit und Zweifel, regt den Spießbürger auf, der doch ein Recht zu haben glaubt, genau zu erfahren, was denn „der Autor eigentlich meint“. Aber Ironie ist eben eine Form uneigentlichen Sprechens. Das erst macht sie subversiv und witzig. Die falsche Ironie gleicht dem Trottel, der beständig zwinkert, während er einen Witz erzählt, und danach auch gleich noch die Pointe erklärt.

Eine falsche Definition von Ironie, die schon in der Schule gelehrt wird, begünstigt das Sprachverbrechen: Ironie sei es, wenn man das Gegenteil von dem sagt, was man eigentlich meint. Keine Erklärung könnte der Wahrheit ferner sein. Ironie möchte gar nichts meinen, sondern in heiterer Weise Zweifel wecken und Fragen aufwerfen. Ironie ist die sprachliche Form des skeptischen Denkens. Es gibt verschiedene Formen der Ironie, die alle von der Skepsis ihre Energie beziehen. Mit kritischer und sarkastischer Ironie weckt man Zweifel an Gewissheiten von Gegnern, deckt ihre Irrtümer und Lügen auf. Charakterliche Größe erfordert die Selbstironie, mit der man dem Publikum eigene Unsicherheiten, Grenzen und Schwächen zeigt. Die höchste Stufe erreicht aber die philosophische Ironie, die Zweifel an der Erkennbarkeit der Welt überhaupt zum Ausdruck bringt und die Gebrechlichkeit der menschlichen Natur offenbart. (Die philosophische Ironie kann wachsen bis zur religiösen, romantischen Ironie, die alle irdischen Gewissheiten verlacht und Wahrheit nur in Gott findet.)

Das ironische Sprechen pervertiert derjenige, der es gar nicht als Ausdruck von Skepsis gebraucht, sondern bloß dazu, irgendeine persönliche Meinung in die Welt zu trompeten und sich dabei auch noch gewitzt vorzukommen. Jedem solchen Freund der Ironie für Idioten sollte man allezeit ganz ohne Ironie sagen: Du bist nicht witzig.

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Kommentare
  1. Pedroleum

    Wäre es Ihrer Meinung nach auch Ironie für Idioten, wenn man in einer mündlich kommunizierten Interaktion die Intonation nutzen würde, um Ironie zu markieren, z. B. bei dem Ausruf „Das hast du ganz fein gemacht“?

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    • Michael Bittner

      O Gott, es gibt ja wirklich Leute, die immerzu so reden – grauenvoll. So jemand soll bitte lieber bei Bedarf ein Schild mit aufgemalten Anführungszeichen in die Luft halten.

      Wer Ironie markieren muss, der soll lieber gleich auf sie verzichten. Aber das ist natürlich nur meine bescheidene persönliche Ansicht. Ich räume auch ein, dass sich seit zwanzig Jahren Leute bei mir beschweren, sie wüssten nie, wann ich etwas ernst oder ironisch meine. Aber ist das mein Problem?

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      • DJ Doena

        „Aber ist das mein Problem?“

        ja ist es. Sprache dient der Kommunikation, sie ist kein Selbstzweck in sich. Wenn du nicht kommunizieren kannst, was du meinst, dann kannst du es auch gleich bleiben lassen.

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        • Michael Bittner

          Kommunikation ist aber nicht dasselbe wie Information. Es gibt abgesehen von der bloßen Mitteilung noch viele andere Funktionen der Sprache: Man kann durch Sprechen auffordern, beten, fantasieren, erregen, drohen, fragen, verunsichern, erheitern und vieles mehr. Eine Sprache, die nur Aussagen von A nach B schiebt, ist eine verarmte Sprache. Ironie ist ein geeignetes Mittel, einer solchen Verarmung vorzubeugen, aber nur, wenn man sie nicht als bloße Mitteilung missversteht und zur platten Meinungsäußerung missbraucht.

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          • DJ Doena

            „Man kann durch Sprechen auffordern, beten, fantasieren, erregen, drohen, fragen, verunsichern, erheitern und vieles mehr.“

            Das ist aber letztendlich auch nur Information, die du überbringst.

            Was nützt es dir, eine Drohung auszusprechen, wenn der andere die Information „das war eine Drohung“ gar nicht wahrnimmt?

          • Michael Bittner

            Jetzt haben Sie die Bedeutung des Wortes „Information“ so erweitert, dass es im Grunde „Beeinflussung eines anderen“ meint. Aber selbst das erschöpft das Wesen der Sprache nicht. Welche Information überbringe ich bei einem Selbstgespräch? Oder wenn ich allein in meinem Zimmer fluche? Oder wenn ich ein Gedicht über meine Gefühle schreibe, das ich dann in meiner Schreibtischschublade verwahre?

            Worum es mir geht, ist Folgendes: Ironie kann mehr als nur eigene Meinung zum Ausdruck bringen. Das kann jeder normale Satz auch. Man sollte das Potenzial der ironischen Sprache nicht verschwenden. Man kann zum Beispiel den ironischen Satz „Aber ist das mein Problem?“ benutzen, der weder ganz ernst noch ganz unernst gemeint ist, um Leser zu verwirren und eine Diskussion zu eröffnen.

      • Pedroleum

        „Wo ist das Problem?“

        Das Problem der Beschwerdeführer könnte eventuell darin bestehen, dass sich nicht jeder so sicher im Umgang mit rhetorischen Figuren fühlt, wie jemand, der sich als Literaturwissenschaftler und Autor ständig mit den Feinheiten der Sprache befasst.

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    • Martin Laska

      Da kann man doch die „berühmten“ Gansefüßchen in der Luft markieren. So wie das Oliver Welke in der ansonsten großartigen heute show leider immer wieder tut. (Ich habe das Wort heute show, obwohl es ja ein Markenname ist, ohne Gänsefüßchen geschrieben, um „MIssverständnisse“ zu vermeiden.)

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  2. Muriel

    Ich zum Beispiel fand ja den Titel „Die Sprachpolizei informiert“ sehr gelungen selbstironisch, als ich ihn bei 6vor9 las und war deshalb dann doch sehr … ernüchtert vom Inhalt des Posts, der tatsächlich genau das bietet, was man von der Sprachpolizei erwartet.
    Schade.

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    • Michael Bittner

      Tut mir leid. Aber wenn Sie genau das bekommen haben, was Sie von einer Sprachpolizei erwartet hatten, warum sind Sie dann enttäuscht? Haben Sie etwa gedacht: „Sprachpolizei“ ist bestimmt ironisch zu verstehen, da muss ja genau das Gegenteil dessen gemeint sein, was das Wort sagt?

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      • Muriel

        Ich hatte aufgrund der von mir so verstandenen Distanzierung von der klassischen Sprachpolizei gehofft, einen Text zu lesen, der die üblichen Fehler vermeidet und war enttäuscht, dann doch nur einen vorzufinden, der Leuten nicht nur erklärt, warum sie sich nicht so ausdrücken sollten, wie sie wollen, sondern auch meint, besser zu wissen, was Sie eigentlich beabsichtigen, und in dem ich auch sonst keinen Mehrwert auszumachen vermochte.
        Aber in Zukunft weiß ich dann ja, woran ich bin, insofern müssen wir das nicht vertiefen.

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        • Michael Bittner

          Ich verstehe schon, was Sie meinen. Aber es schien mir gerade angebracht, über Ironie ohne Ironie zu schreiben. Sie kritisieren meine Humorlosigkeit hingegen vorbildlich humorlos. Aber vielleicht vertiefen wir das wirklich nicht weiter, sonst verheddern wir uns heillos in den Metaebenen.

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        • parker

          damit hat frank natürlich recht. den begriff „sprachpolizei“ kann man gerne auch mit dem begriff „grammar nazi“ gleichsetzen. man erwartet als ansatzweise intelligent denkender mensch eine ironische umgangsweise mit sprachpolizisten und grammar nazis, denn, hey, wer auf dieser erde könnte den ernsthaft in erwägung ziehen sich selbst zur sprachpolizei zu erheben… und DANN auch noch ernsthfat über anders sprechende menschen zu urteilen, sie zu verunglimpfen und lächerlich zu machen.. nur weil sie nicht so reden wie der autor.

          ich würde gerne wissen, was der autor über unsere ausländischen mitbürger denkt. das stelle ich mir schwer vor, denn deren sprachkenntnisse müssten den autor direkt zum wortwörtlichen kotzen bringen. denn wer bei ganz normalen sprachlichen gebilden schon eine leichte übelkeit verspürt, da will ich nicht wissen was in ihm passiert, wenn jmd gebrochen deutsch spricht.

          dagegen gibts bestimmt pillen! oder ein ganz einfaches gedankenspiel, es nent sich toleranz! toleranz gegenüber anders denkenden, anders aussehenden und anders SPRECHENDEN menschen.

          fucking faschistoides, kaputtes stück scheiße.

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  3. Sprachfeuerwehr

    Auch so ein Fall für die Sprachpolizei ist ja, alles im Maskulinum zu schreiben, so als wenn es sich bei den Ironie-Idioten ausschließlich um Männer handeln würde. Ich bitte hier ausdrücklich um mehr Inklusion, damit auch ich mich als Idiotin angesprochen fühlen kann. Vielen Dank.

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  4. Frank

    Ich möchte behaupten das in dem Artikel die Differenzierung zwischen Ironie und Sarkasmus nicht getroffen wird. Sarkasmus ist beißender Spot oder sehr schwarzer Humor, der im Grunde das Gegenteil ausdrückt was eigentlich gemeint ist. bsp. „Schön dass es heute schneit! Da kann ich ja endlich wieder Winterreifen aufziehen.“
    Ironie ist wenn das Gegenteil von dem passiert was beabsichtigt war. bsp. Erdogan wollte die Schmähkritik von Bömmermann verbieten lassen damit sie nicht groß rauskommt. Hat ja super geklappt. (Ironie mit Sarkasmus gemischt!)

    Ansonsten ist der Artikel ganz nett.

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    • Bernd

      Das stimmt nicht so ganz. Ironie ist beides. Ihre Definitionen von Ironie und Sarkasmus treffen beide auf Ironie zu. Sarkasmus kann sich der Ironie bedienen, d.h. das Gegenteil von dem zu sagen, was man meint, aber es ist grundsätzlich eine Form des Spotts, die hinterhältiger, verklausulierter, subtiler formuliert als gewöhnlicher Spott.

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      • Frank

        Erst mal danke für den Beitrag. Ich hatte mich vor geraumer Zeit mal zu dem Thema versucht schlau zu machen. Es war recht schwierig vor allem zum Sarkasmus eine allgemeine Definition zu finden. Ich bin dann irgend wann jedenfalls zu dem Schluss aus meinem Beitrag gekommen.

        Und überhaupt gibt mir Family Guy auch recht 😉

        https://www.youtube.com/watch?v=079qbxsVFdc

        So wie sie es beschreiben ist Sarkasmus eine Unterart von Ironie. Ironie also der Überbegriff. Diese Definition ist mir neu. Könnten sie bitte Sarkasmus aus ihrer Sicht genauer Definieren?

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  5. Onkel Hotte

    Auch immer wieder gerne gelesen ist „Weltkrieg 2“. Da rollen sich die Fussnägel auf. Als ob man einen Film meinen würde.

    Oder die Leute, die alles auch im Femininum und Neutrum lesen möchten. Für die sollte man spezielle Versionen von Büchern rausbringen, alle anderen möchten gerne weiterhin flüssig lesen können.

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      • Bernd

        Dass jemand, der andere so herablassend und so unverhohlen überheblich anredet, sich so viele Gedanken darüber macht, wie man am geschicktesten niemanden möglichst nie und nirgends versehentlich diskriminiert, passt weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick wirklich zusammen.

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      • Wunderwarzenschwein

        Au weia, noch so jemand, der (sic!) den Unterschied zwischen Genus und biologischem Geschlecht nicht versteht. Kein Wunder, dass die Deutsche Sprache immer mehr vermurkst wird. Oder wollen sie etwas argumentieren, dass alle Mädchen Trans sind, weil Mädchen Neutrum ist?

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  6. Bernd

    Anführugszeichen reichen den unironischen Ironischen schon längst nicht mehr. Das hier: [/Ironie-Tags off] schon mal gelesen?

    Und immer, wenn jemand etwas ironisches schreibt, kommentieren diese Leute: „Sind Sie völlig wahnsinnig oder haben Sie nur die Ironie Tags vergessen?“. Genau. Vergessen. „Vergessen“. Nicht!

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  7. Markus Hoffmann

    „Sprachgestapo“ wäre angesichts des Tonfalls treffender. Noch ein Text für Grammatiknazis und verwandte Idioten mit akademischem Titel. BildBlog hat die 6vor9-Kolumne wohl nicht voll bekommen.

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    • Joram

      Sprachholocaust. Stalinistischer Sprachholocaust. Frauenfeindlicher, islamistisch-stalinistischer Sprachholocaust! Das ist es doch, womit wir es hier zu tun haben!

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  8. Aleks

    Knapp daneben ist auch vorbei. Die erste Funktion dieses angehängten „Nicht“ ist nicht, Ironie besser deutlich zu machen, weil die Fähigkeit fehlt Ironie vernünftig zu verwenden. Es ist einfach die eingedeutschte Version eines „Not“-Witzes und, weil dieser Film soweit ich das festellen kann in allererster Regel die Quelle für einen Witz dieses Stils ist, eigentlich eine Referenz auf Sacha Baron Cohens „Borat“. Es ist also das absichltiche verwenden eines Witzes in einer bestimmten Stilvariante und kein Unvermögen zur Ironie …

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  9. Namesi

    Ich mag es nicht, wenn jemand ständig versucht, ironisch zu sein. Aber noch viel weniger mag ich es, wenn Menschen aufgrund sprachlicher Eigenheiten als Idioten bezeichnet werden.

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  10. Kay Sokolowsky

    „Mit kritischer und sarkastischer Ironie weckt man Zweifel an Gewissheiten von Gegnern ….“

    Mit einem Deutsch wie Ihrem weckt man gewisse Zweifel an den Fähigkeiten des Autors. Sie sollten die Sprachkritik Leuten überlassen, die sich mit so was auskennen. Bitte!

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    • Michael Bittner

      Sehr geehrter Herr Sokolowsky, da ich Ihre Arbeit sehr schätze, würde ich mich freuen, wenn Sie mir genauer erklären könnten, welchen Fehler Sie im zitierten Abschnitt entdeckt haben.

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  11. Joshi Noshi

    Die Sätze gefolgt von „Nicht.“ sind ein Klassiker, so gesehen zum Beispiel im Film „Borat“. Das weiß man natürlich nicht, wenn man statt der Unterhaltung des allgemeinen Pöbels zum glutenfreien Caffè Latte nur französische Schwarzweißfilme sieht.
    Eventuell ist das Ganze auch gar nicht so schlimm, sondern Sie werden einfach nur alt. Bald stehen Sie am Fenster und beschweren sich über Falschparker, obwohl Sie selbst ja ein Auto haben. Nicht.

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    • born

      Ich hab dabei immer Waynes World im Kopf, kann sein das ich mich irre, aber ich meine ich kenne das daher. Wurde auf jedem Fall zu einem WG-Klassiker 🙂

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  12. stefanolix

    Das Gesetz der Ironie-Rezeption in Deutschland: »Unsere Ironie ist gut. Die Ironie aller anderen politischen Lager wird so lange in ihr Gegenteil umgekehrt, bis wir diesen Bastarden einen Strick daraus drehen können.«

    Schon Tucholsky wusste: »Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.«

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      • Muriel

        Herr Bittner. Jetzt aber mal ehrlich. Ich meine. Ich schreibe ja selbst. Ich kann deshalb bis zu einem gewissen Grad nachfühlen, dass jemand, der Ihre Texte schlecht findet, Ihnen unsympathischer ist als jemand, der ausländerfeindliche Parolen gröhlend gegen Flüchtlinge demonstriert.
        Aber wollten Sie das wirklich öffentlich für alle lesbar hier hinschreiben?

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          • Hardy

            Das ist die Kehrseite der Ironie.
            Man kann ihm Nachhinein einfach sagen, dass die Ironie nicht verstanden worden ist.
            Es kommt darauf an wie der Empfänger es versteht/verstehen kann. Daher kann ich schon nachvollziehen, dass Ironie gekennzeichnet wird.

      • Ein Leser

        In erster Linie bringt der Bildblog (viele?) Leser und einige dieser Leser kommentieren. Das freut den Blogger im Normalfall. Soll die Kommentarfunktion ausschließlich zum Beifall klatschen verwendet werden, wäre eine entsprechende Kenntlichmachung hilfreich.
        Der Bildblog verlinkt nahezu täglich auf hervorragende Artikel. Ihrer ist in meinen Augen der bisher schlechteste dieser verlinkten Artikel (was ihn nicht automatisch zum schlechtesten Artikel im WWW macht). Die Latte liegt halt ziemlich hoch, da kann man ruhig auch mal darunter durchspringen. Und das kann man dann auf die anderen schieben („schlimmer als PEGIDA“) oder es irgendwann besser machen.

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        • Michael Bittner

          Wenn Sie mal einen längeren Blick auf meine Seite geworfen hätten, wüssten Sie, dass ich Widerspruch sehr schätze. Mich wundert gerade nur dieser merkwürdig humorlose, verbissene und eingeschnappte Ton von einigen Kommentatoren. Den kenne ich tatsächlich sonst nur von PEGIDA-Fans, die sich auch durch jeden Beitrag, der ihnen nicht gefällt, persönlich beleidigt fühlen. Sie finden meinen Beitrag scheiße – na und? Klicken Sie ihn einfach weg und unternehmen Sie was Schönes.

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  13. Joram

    Ich habe den Text sehr genossen, und noch mehr die Schnappatmung der Kommentatoren hier.
    Einen Punkt möchte ich aber noch anmerken: „Total gut gemacht. Nicht.“ ist auch dämlich, weil es ein übersetztes Meme aus der Popkultur ist. Memes sind ja qua Definition nach spätestens einer Woche sehr anstrengend, und daher sind diese sprachlichen Memes wie ein schlechter Witz, der immer und immer und immer wieder erzählt wird. Sie fallen für mich in die gleiche Kategorie wie „Kopf>Tisch“ und ähnliche Forensprache. Wenn alle sich dazu entscheiden würden, diese Floskeln sein zu lassen, ich würde sie nicht vermissen.

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  14. Jurek Molnar

    Kann ihnen da nur beipflichten. Die Verwendung von Anführungszeichen ist eine richtig üble Angewohnheit und sollte „verboten“ werden.
    Ich persönlich verachte und hasse aber noch mehr die Verwendung von Großbuchstaben zur Emphase eines Arguments.
    Wenn jemand von der „Lügenpresse“ schreibt, weiß man ja was davon zu halten ist, aber es gibt solche, die nicht davor halt machen gleich die LÜGENPRESSE daraus zu machen oder bei einer Beschwerde über die US-Regierung die ZIONISTISCHE LOBBY ins Bewusstsein zu rücken.

    Einzig und allein mit ihrem Titel bin ich nicht einverstanden. Es gibt keine Ironie für Idioten, weil Idioten Menschen sind, die Ironie nicht verstehen. Man könnte das als die prinzipielle Definition des Idioten bezeichnen: Er versteht das Konzept nicht . Anführungszeichen und Kapitale sind Ausdruck des Bemühens Ironie fern zu halten und eine Eindeutigkeit zu erzielen, die durch Ironie unmöglich gemacht wird.

    Ansonsten: feiner Beitrag. Alles Gute!

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