Ausländer für Deutschland

Mit dem Spruch „Gemeinsam für unser Deutschland“ warb vor einer Weile ein Kandidat der Alternative für Deutschland um Stimmen. Das wäre nun nicht ungewöhnlich gewesen, hätte der Slogan nicht auf Russisch auf den Plakaten geprangt. Der Kandidat fand nichts dabei, mit kyrillischen Buchstaben fürs Deutschnationale zu werben. Er wolle eben die Russlanddeutschen ansprechen, sagte er. Viele Parteigenossen machen’s inzwischen nach. Warum aber dann nicht auch Plakate auf Türkisch, um die Deutschen türkischer Herkunft zur AfD zu locken?

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Kommentare
  1. Frans Bonhomme

    Ich staune ja immer, wie Linke wie von selbstverständlich annehmen, dass Migranten mit islamischen Hintergrund, nach dem sie sich in Deutschland eingelebt haben, später mal Links wählen werden. Passen konservative Parteien denn nicht viel besser zum Islam?

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    • Michael Bittner

      Ich glaube das nicht und glaube auch nicht, dass alle Linken das glauben. Im Übrigen sind die Menschen mit „islamischem Hintergrund“ keine Einheit. Einige von ihnen wählen links, andere rechts. So wie andere Menschen auch.

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  2. Frans Bonhomme

    Differenzieren ist gar nicht so schwer wenn man denn möchte, vielleicht sollte man also anerkennen, das Rechte auch keine Einheit sind, deren einziges Ziel ist, mit einem Feindbild die Macht zu übernehmen und eine faschistische Diktatur zu errichten. Das trifft gerade auf die Haltung der Rechten zu Russland zu.

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  3. Frans Bonhomme

    Okay, aber wenn nicht alle Rechten Faschisten sind, wie Sie richtig sagen, kann es dann nicht sein, das der Herr mit dem russischen Plakat gar keine Kehrwende weg von Feind-Hetze gegen Russen gemacht hat, sondern viel plausibler er einfach kein Faschist ist?

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    • Michael Bittner

      Wenn er sich in der AfD wohlfühlt, dann ist er zumindest einverstanden damit, dass zwar nicht die Russen, aber andere Gruppen von Menschen politisch als Feindbilder ausgebeutet werden. Wie Sie dieses Verhalten bezeichnen wollen, überlasse ich gerne Ihnen.

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      • Frans Bonhomme

        Das die AfD aus Vorurteilen gegenüber Zuwanderern politisch Kapital schlägt, lässt sich wohl nicht bestreiten.
        Dennoch brachten Sie ja den Begriff des Faschismus ins Spiel. Das schien mir unangemessen, da ich z.B. Mitglieder der Linkspartei auch nicht pauschal als Stalinisten bezeichnen würde, obwohl doch auch diese Partei so einige Mitglieder hat, bei denen Zweifel an der Festigkeit ihrer demokratischen Gesinnung besteht, sollte diese mal durch Macht in Versuchung geführt werden.

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