Aus meiner Fanpost (39): Reif für den „Stürmer“

Sehr geehrte Herr Bittner,

es ist schwer, wenn einer wie Sie im Rausch des Schreibens zu seiner Kontur finden möchte, sich zeigen und sich abgrenzen will.

So jung sind Sie auch nicht mehr, dass man Ihnen zu Gunsten von einer „Gnade der späten Geburt“ ausgehen könnte. Sie könnten mit dieser Gnade sicher auch nichts anfangen.

Würden Sie auch Herrn Broder ( meine letzte Hoffnung im Blätterwald und sicher kein Ossiliebhaber) auch auf so unterirdisch grobem Niveau, ohne jedweden Respekt vor Lebensleistungen in sehr vielen echten Lebenskonflikten, würden sie auch ihn in so in eine Schublade packen, wie Sie es mit Monika Maron taten? Vielleicht sogar das.

Ich wünsche Ihnen nur ein oder zwei ähnlich
schwergewichtige Konflikte existentiell intellektueller Art ( ich vermute, Sie ahnen nicht einmal, was ich meine) , um dann mit etwas mehr Demut, gleichwohl sprachgewaltig der Versuchung einer erneuten Zuordung von Menschen zu widerstehen oder ihnen ihre Redlichkeit im Finden von Erklärungen für die Wirklichkeit abzusprechen.

Zur Zeit scheint bei Ihnen die Suche nach Redlichkeit , Wahrheit , Verstehen abgeschlossen zu sein. Ich ( ein NoName) spreche Ihnen dennoch das Recht ab, Menschen, deren Sicht ich nicht immer teile oder geteilt habe, so zu denunzieren wie in ihrem letzten ND Artikel. Das war „Stürmer“ reif.

Ich wünsche Ihnen eine Pause in ihrem
(Nur) – Erfolg versprechenden Rausch und ein Zurückfinden in eine Welt jenseits ihrer
Clichés.
Denn: nur wer sich ändert, bleibt sich treu“.

Mit freundlichen Grüßen
Wolf ***
***

PS: ich arbeite nur als Ingenieur, Sie müssen mich Verwirrten nicht ernst nehmen, aber
wer im ND wieder so denunziatorisch schreibt, wie zum Beispiel bei der Ausreise von Veronika Fischer oder dem Rausschmiss von Wolf Biermann, feindliche Gruppierungen ausmacht, dem gehört auch mal widersprochen. Sie spielen nicht in der gleichen Liga wie Frau Maron, deshalb wird sie sich hoffentlich auch nicht dazu herablassen , ihnen direkt zu antworten. Mir macht das nichts aus, für sie „Partei“ zu ergreifen, denn sie hat mir mit vielen ihrer Worte Trost und Frieden gebracht.

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