Shopping als Stahlbad

Das Aufsehen war groß, als der Internetgigant Amazon jüngst in London seinen ersten Supermarkt in Europa eröffnete. Der Clou: Der Verkauf geschieht ganz ohne Kassiererinnen und Kassierer, stattdessen registrieren Kameras, Sensoren und Scanner, welche Produkte die Kunden aus dem Laden tragen. Die Bezahlung erfolgt automatisch per App. Der Konzern spart Löhne für nicht mehr nötige Angestellte, die Kunden merken kaum, wieviel Geld sie eigentlich ausgeben – ein klassisches Win-Win-Geschäft. Doch bringt uns dieser atemberaubende technische Fortschritt zugleich auch der Verwirklichung einer uralten Utopie näher: Einer Welt, in der sich jeder Kontakt mit anderen Menschen vermeiden lässt. Eine Vision, die vielen Menschen in Zeiten einer weltweiten Pandemie verlockend scheint, manchen aber auch ohnedies. Die Pläne von „Amazon Fresh“ reichen aber längst noch viel weiter. Recherchen ergeben: Am Stadtrand von Hannover wird bereits ein Supermarkttyp erprobt, der das Londoner Modell noch weit übertrifft.

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