Bedrohliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Formen der Zusammenarbeit. So kann man es wohl deuten, wenn zwei Menschen gemeinsam ein Buch herausgeben, die man spontan nicht miteinander in Verbindung brächte: der Politikwissenschaftler Uwe Backes, als Vertreter der Theorie vom »Extremismus« gewöhnlich eher Gewährsmann für Konservative, und Michael Nattke, ebenfalls Politologe, als Geschäftsführer des Kulturbüros Sachsen, aber einer der erfahrensten antifaschistischen Akteure in Ostdeutschland. Gemeinsam haben sie den Band »Die AfD im Osten« herausgegeben. Versammelt sind Beiträge, die ursprünglich für eine Konferenz erarbeitet wurden, die 2025 im Dresdner Hygiene-Museum gemeinsam vom Kulturbüro Sachsen und dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung veranstaltet wurde.
