Der Schrecken begann mit Christiansen. Über Oliver Webers „Talkshows hassen“

Vor einiger Zeit verbreitete sich im Internet ein überraschender Hit. Die Aufzeichnung eines Gesprächs aus der Reihe „Zur Person“ zwischen Günter Gaus und Hannah Arendt aus dem Jahr 1964 wurde hunderttausendfach in den sozialen Netzwerken geteilt. Junge Leute schauten freiwillig zwei toten Menschen beim Reden zu: Ein Intellektueller stellte Fragen, die länger als gegenwärtige Bachelorarbeiten waren. Und eine kettenrauchende Denkerin antwortete nüchtern, klug und mit Witz. So anziehend wirkt dieses Gespräch wohl gerade jetzt, weil es das Gegenteil jenes Grauens ist, das heutzutage im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als „Polit-Talk“ versendet wird. Unter dem Titel „Talkshows hassen“ hat Oliver Weber, Student der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre, das Genre einer Analyse und Kritik unterzogen.

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