„All das würde bald vorbei sein“. Über Lutz Seilers Roman „Stern 111“

Ein junger Mann aus Thüringen, verträumt und orientierungslos, flieht aus seinem alten Leben und findet in der Ferne eine neue Heimat in einer Gruppe von Außenseitern und Lebenskünstlern, die von einem charismatischen Weltverbesserer angeführt wird. Das ist nicht nur der Plot von Lutz Seilers Debütroman „Kruso“, der 2014 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, genauso lässt sich auch Seilers neuer Roman „Stern 111“ beschreiben. Der Autor macht kein Geheimnis daraus, dass sein neues Buch in mehr als einer Hinsicht Fortsetzung seines vorigen ist. Nicht nur treten die zwei Hauptfiguren aus „Kruso“ in Nebenrollen noch einmal auf. Auch nautische Metaphern durchziehen „Stern 111“, obwohl die Geschichte diesmal nicht auf der Ostseeinsel Hiddensee, sondern im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg in den Jahren nach dem Mauerfall spielt. Seilers Thema ist einmal mehr die Utopie.

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