Hinterm Rubikon geht’s weiter

Leserinnen und Lesern mit empfindlichem Sprachsinn wird der Name des politischen Internetmagazins Rubikon ein gewisses Unbehagen bereiten. Bildungsbürgerliche Anleihen bei der Antike sind gewöhnlich ein Mittel der Selbststilisierung für Konservative, deren politische Zeitschriften darum auch Cicero oder Cato heißen. Von einem Magazin, das sich selbst als gesellschaftskritisch, basisdemokratisch und antimilitaristisch ausweist, erwartet man hingegen kaum einen Titel, der auf den Entschluss des Feldherrn Julius Cäsar anspielt, sich zum Militärdiktator aufzuwerfen. Die Fans von Donald Trump riefen ihren Helden am Ende seiner Amtszeit mit dem Hashtag CrossTheRubicon dazu auf, den Staatsstreich zu wagen. Wenn der Name Rubikon ein Vorzeichen für das gesamte Medium ist, dann kein gutes.

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