Wiglaf Droste war ein Rockstar der Literatur. Über Christof Meuelers Biografie „Die Welt in Schach halten“

Große Satiriker erkennt man daran, dass sie uns auf ihre Seite ziehen und dazu bringen, mit ihnen über ihre Gegner zu lachen, selbst wenn wir diese Gegner gar nicht kennen und deswegen eigentlich auch kein Urteil fällen können. Wie viele Menschen, die mit Freude Heinrich Heines satirische Schriften lesen, haben wohl August von Platen, Ludwig Börne oder Wolfgang Menzel studiert? Macht nichts, uns überzeugt die Virtuosität des Spotts und der Schelte. Ist die Satire große Kunst, wird ihr Ziel zur Nebensache, wo nicht gar belanglos – auch wenn den Opfern ihr Schmerz etwas anderes sagt. Auch deswegen lassen sich die Schriften von Jonathan Swift oder Karl Kraus noch immer mit Vergnügen und Gewinn lesen, obwohl die Opfer, die sie auf die Feder spießten, größtenteils längst vergessen sind. Satiriker strafen doppelt: Sie richten nicht nur hin, sondern sorgen auch noch dafür, dass die Hingerichteten überleben – aber nur in dem Spott, der tödlich für sie war. Der Schriftsteller Wiglaf Droste mochte nicht als Satiriker bezeichnet werden. Aber es dürfte doch diese Seite seines Werks sein, die ihm bleibenden literarischen Ruhm sichert.

WEITERLESEN BEIM ND

Termine der Woche

Am Donnerstag (16. Mai) lese ich mit meiner Berliner Lesebühne Prunk & Prosa wieder in der UFA-Fabrik, diesmal im Wolfgang-Neuss-Salon. Mit dabei sind mit mir die Stammkräfte Tilman Birr, Noah Klaus, Christian Ritter, Piet Weber sowie als Gast die Autorin Hannah Abelius aus Leipzig. Wie immer gibt’s brandneue Geschichten, Satiren, Dramolette, fragwürdige Späße und Musik. Start um 20 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf.

Termine der Woche

Am Mittwoch (24. April) bin als Gastautor dabei, wenn die Lesebühne Cottbus ihren 15. Geburtstag feiert. Die Stammautoren sind Udo Tiffert, Daniel Ratthei und Matthias Heine. Los geht es um 20:30 Uhr im Scandale im Bunten Bahnhof.

Am Freitag (26. April) bin ich als Moderator und Autor beim Görlitzer Kantinenlesen. Mit am Mikrofon stehen diesmal Maik Martschinkowsky (Berlin), Mike Altmann (Görlitz) und die Liedermacherin Paula Linke (Leipzig). Los geht es um 20 Uhr im Basta.

Am Sonnabend (27. April) bin ich beim Kantinenlesen, dem von Dan Richter moderierten Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen. Mit dabei sind außerdem noch Isobel Markus, Andreas Albrecht und Petra Pansen. Los geht es um 20 Uhr in der Alten Kantine. Tickets gibt es vor Ort oder im Vorverkauf.

Termine der Woche

Am Donnerstag (18. April) lese ich mit meiner Berliner Lesebühne Prunk & Prosa wieder in der UFA-Fabrik, diesmal im Varieté-Salon. Mit dabei sind mit mir die Stammkräfte Tilman Birr, Noah Klaus, Piet Weber sowie als Stargast die Kabarettistin Mia Pittroff. Wie immer gibt’s brandneue Geschichten, Satiren, Dramolette, fragwürdige Späße und Musik. Start um 20 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf.

Die Affäre Simmel

Es gibt Speisen, die man nicht so heiß essen sollte, wie sie gekocht wurden. Besser lässt man sie eine Weile stehen und ziehen, damit sie ihren vollen Geschmack entfalten können. Sie mögen dann nur noch lauwarm sein, schmecken aber gar nicht lau, sondern sehr herzhaft. Ganz ähnlich verhält es sich mit manchen Skandalen. Über die schreibt man besser nicht, wenn die Affäre noch hitzig diskutiert wird, sondern erst später. Dies gilt auch für den folgenden Fall, den ich erst jetzt, da er schon abgekühlt ist, anfassen möchte.

Es gibt einen Mann, der Peter Simmel heißt. In der Schule wurde er gewiss von den anderen Kindern nicht selten Pimmel gerufen. Um das Gefühl der Schwäche zu überwinden, das solcher Spott auslöste, wurde der erwachsene Peter Simmel zu einem erfolgreichen Unternehmer. Er führt eine Edeka-Supermarktkette mit 24 Filialen in Sachsen, Thüringen und Bayern, befehligt rund 1000 Mitarbeiter und macht fast 200 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Es kam Anfang des Jahres 2024 die Zeit, da in ganz Deutschland Millionen Menschen auf die Straßen gingen, um gegen die extreme Rechte und für die Demokratie zu demonstrieren. Wo sich Menschen versammeln, da versammeln sich auch Geldbörsen. Die Politik und die Ökonomie, sie mögen zwei getrennte Systeme sein in unserer modernen Gesellschaft. Aber der Mensch, der wählt, teilt sich mit dem Menschen, der einkauft, oft denselben Körper. Spätestens, seit Coca Cola sich mit Erfolg als Gesöff für friedliebende Hippies aller Völker vermarktete, versuchen Konzerne, sich an politische Bewegungen anzuflanschen. Aus Fahnen werden modische Kostüme genäht, die sich profitabel verkaufen lassen. Aus politischen Parolen werden Reklameslogans. Es ist ein riskantes Unterfangen: Schätzt man die Überzeugungen der Zielgruppe falsch ein, kann die Anbiederung abstoßend wirken. Aber es gibt ja die Methoden der Marktforschung, die ebenso gut dabei helfen, Produkte abzusetzen wie Propaganda. Wenn es funktioniert, ergibt sich doppelter Gewinn: Die Firmen legen sich ein fortschrittliches Image zu, ohne irgendetwas zur Verbesserung der Welt beizutragen. Die Konsumenten dürfen sich als Avantgarde fühlen, obwohl sie bloß shoppen wie alle anderen auch. Die Sache kann aber auch schiefgehen.

Als halb Deutschland gegen die AfD auf der Straße zu sein schien, da kam Peter Simmel auf die Idee, den Protest gut kapitalistisch abzumelken. Auf einen Werbeprospekt seiner Supermärkte ließ er den Spruch „FÜR DEMOKRATIE GEGEN NAZIS“ drucken. Warum auch nicht? Ideologisch flexibel hatte sich Simmel schon früher gezeigt. Der Kapitalist betrieb einige Jahre lang in Dresden ein DDR-Museum, das er aber wieder schloss, als es kommerziell ebenso erfolglos blieb wie die DDR selbst. „FÜR DEMOKRATIE GEGEN NAZIS“ – dieser Spruch schien Simmel harmlos genug, um Moral ins Schaufenster zu stellen und Kunden anzulocken, ohne jemanden zu verschrecken. Tatsächlich bewegt sich der Spruch auf einer Skala der Strittigkeit nur knapp über der Maxime: Für das Gute, gegen das Schlechte.

So dachte der Simmel jedenfalls, doch er täuschte sich. In Ostzonistan ticken die Uhren anders, die Leute auch, nämlich rückwärts. Das Selbstverständliche ist hier nicht mehr selbstverständlich – wie demnächst bestimmt auch andernorts. Es erregten sich viele Leute über die demokratische Plattitüde. Richtiger gesagt: Sie wurden erregt, von rechten Netzwerkern, die gezielt den Zorn schürten und zum Konsumentenstreik mobilisierten. „Den widerlichen Slogan ‚Kauft nicht beim Juden‘ kehren Sie ganz offensichtlich um und grenzen damit Andersdenkende aus“, schrieb der Crimmitschauer AfD-Stadtrat Heiko Gumprecht an die Adresse des armen Simmel. „Gratulation zu so einem Demokratie-Verständnis!“ Wer gegen Nazis ist, der tut Nazis das an, was die Nazis den Juden antaten, plant womöglich gar einen Holocaust gegen Nazis – es ist beachtlich, wie konsequent sich Logik auf rechts drehen lässt.

Die Kampagne hatte Erfolg: Wütende Kunden beschimpften in den Simmel-Märkten die Verkäuferinnen, die mit ihrer neuen Rolle als Hüterinnen der Demokratie fremdelten. Nazis riefen dazu auf, aus Protest Einkaufswagen bis zum Rand mit Waren zu füllen und dann an der Kasse stehen zu lassen – eine Form des Boykotts, die besonders schmerzt, steht den Verkäufern doch der Umsatz unmittelbar vor Augen, der ihnen entgeht. Statt Geld in die Kasse mussten sie nun Waren zurück ins Regal legen.

Obwohl den Herrn Simmel viele Menschen ermutigten, standhaft zu bleiben, gab er doch so schnell nach, wie es sich für den Klügeren gehört. Er zog seinen Prospekt zurück und entschuldigte sich: „Es tut mir leid, dass sich mit meinem Begriff ‚Nazis‘ Menschen angesprochen fühlten, welche mit unserer jetzigen Regierung nicht einverstanden sind.“ Merkwürdig! Noch nie habe ich von einem Stefan gehört, der sich beleidigt fühlte, weil jemand über einen Thomas einen Witz riss. Bei Regierungskritikern scheint das anders zu sein, sie fühlen sich stellvertretend beleidigt, wenn von ihnen gar nicht die Rede ist. Es mag ein paar versprengte Restlinke geben, die mit dem Wort „Nazi“ allzu freigiebig umgehen. Doch hundertmal öfter als solche falschen Beschuldigungen höre ich in der deutschen Öffentlichkeit die Mahnung, man dürfe besorgte Bürger nicht fälschlich als Nazis bezeichnen. Da kommt mir der Verdacht, dass die Beleidigten so fest entschlossen sind, beleidigt zu sein, dass sie eine Beleidigung dazu gar nicht brauchen.

War es aber wirklich die Sorge um die Gefühle seiner Kundschaft, die Peter Simmel zur Umkehr bewog? Er stellte wohl eher überrascht fest, dass Gratismut manchmal kostspielig werden kann. Er kalkulierte neu, wie es ein guter Unternehmer macht. Beim Gedanken daran, dass auch Geld nicht stinkt, das durch die Hände von Nazis gegangen ist, überfiel ihn bittere Reue. Die äußerte er in einem Satz, der auch in Äonen nicht vergehen wird: „Durch den Austausch mit unseren Kunden habe ich gelernt, dass sich viel mehr Menschen mit dem Wort Nazi identifizieren, als ich dachte.“ Das ist so verblüffend wahr und klar, dass man sehr lange staunt und schweigt.

Alt ist die Klage von Rechten, sie würden von Linken zu Unrecht als Nazis bezeichnet. Es gibt bekanntlich in Deutschland keine Nazis, es hat nie welche gegeben, außer einen vielleicht, bei dem man aber, so kündet uns Björn Höcke, auch differenzieren muss. Wirklich neu ist es, dass Leute auf das Wort „Nazis“ hören wie der Schäferhund aufs Kommando, nur um dann zu bellen, sie seien ja gar keine. Wir sollten wohl besser die Gedenkstätten schließen und die Geschichtsbücher einstampfen, denn die Kritik an den Nazis könnte Nazis verletzen, die gar keine Nazis sind. Kritik an diesen braunen Schneeflocken darf nur noch mit größter Achtsamkeit erfolgen – ein ganz neues N-Wort ist womöglich vonnöten. Spräche man über Nazis gar nicht mehr, verschwänden sie von ganz allein vom Erdball.

Es wäre nun leicht zu sagen: Peter Simmel ist ein Feigling, eine Memme, ein Schlaffi, eine Pfeife, ein Lappen und eine Lusche. So leicht, dass es hiermit auch geschehen sei. Und doch will ich ihm sein Handeln nicht allzu krummnehmen, denn als Beispiel erfüllt er doch einen guten Zweck: den der Aufklärung. Unternehmer mögen privat gute Demokraten sein, geschäftlich sind sie es nur so lange, wie es sich rechnet. Wer glaubt, sich im Kampf gegen Nazis auf die Unternehmerschaft verlassen zu können, wird sich rasch verlassen finden. Für das Kapital hat der recht, der zahlt. Sollten Nazis einmal wieder für Profit sorgen, dann kommt die Demokratie in den Schlussverkauf.

Zur Durchsicht

In der Stadt Leipzig wurden in den vergangenen Jahren öfter einmal Leichen entdeckt, vorzugsweise in Parks, Seen oder modrigen Kanälen, entsorgt dort wahrscheinlich von unguten Gestalten. Von einem grausigen Fund ähnlicher Art musste man jüngst erneut in den Zeitungen lesen: An einem einzigen Tag wurden 38 Meisen tot nebeneinander am Technischen Rathaus von Leipzig gefunden. Naturschützer diagnostizierten, die Tiere seien bei der Kollision mit der gläsernen Verbindungsbrücke zwischen zwei der Verwaltungsgebäude gestorben. Vier Blaumeisen und vierunddreißig Kohlmeisen brachen sich am Glas das Genick. Diese armen Tiere mussten sterben, damit Sören aus dem Hochbauamt, ohne dabei Treppen steigen oder frische Luft atmen zu müssen, schnell mal rüber zu Marlies vom Tiefbauamt gehen kann – wahrscheinlich, um mit ihr heimlich einen Eierlikör zu trinken. Das könnten die beiden sogar tun, ohne dabei den Tod geflügelter Geschöpfe zu verursachen, wäre nur die Verbindungsbrücke nicht aus Glas gefertigt worden. Aber das ist offenbar unmöglich. In der Architektur der Moderne hat sich weithin die Maxime durchgesetzt: Die Wände von Geschäftsgebäuden sollen, statt Fenster zu haben, nichts als Fenster sein. Offenbar sind Leute, die Macht haben, und sei es nur die eines Sparkassendirektors oder einer Kulturbürgermeisterin, überzeugt davon, sie müssten allezeit zu sehen sein wie die Torte in der Vitrine der Konditorei. Hundert Millionen Vögel müssen jedes Jahr ihr Leben lassen, weil solche Gesellen unbedingt im Glashaus sitzen wollen. Aber ich werfe den ersten Stein!

Was soll das? Sind wir denn Pflanzen, die im Treibhaus ganztätig von der Sonne beschienen werden müssen, damit unsere Photosynthese nicht aussetzt? Menschen, die zur Arbeit in solchen Büros verdammt sind, klagen immerzu darüber, die Sonne blende und brate sie. Manchen gefällt es wenigstens, immerzu nach draußen schauen zu können, wenn nicht gerade ein toter Vogel die Sicht versperrt. Doch bei vielen Glaskästen können im Gegenzug eben auch alle Leute von draußen reinschauen. Sie verhindern damit, dass die Büroinsassen ungestört popeln, Erotikfilme genießen oder Verzweiflungsschnaps trinken können. Das ist nur auf der Toilette möglich, dem Separee des kleinen Mannes – noch, denn gewiss wird auch, was diese intimen Räume angeht, schon über vollverglaste Lösungen nachgedacht. Trotz all dieser Nachteile werden in die Städte immerzu neue Glaswürfel geworfen, deren Mieter nach zwei Wochen die Versetzung ins Heimbüro beantragen. Sie sind so verzweifelt, dass sie lieber mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen wollen, als weiter in einem Panoptikum des Grauens auszuharren.

Praktische Gründe für diesen Unsinn gibt es nicht, nur symbolische. Das viele Glas überall dort, wo Manager, Funktionäre und sonstige Wichtigtuer beieinandersitzen, soll uns sagen: Transparenz! Schauet nur hinein, ihr kleinen Leute – wir wichtigen Menschen haben nichts vor euch zu verbergen! Ihr könnt uns ruhig bei der Arbeit beobachten, die hundertmal besser bezahlt wird als euer kümmerliches Schuften – wir haben keine Geheimnisse! Sehet doch: Die Wolkenkratzer, in denen die Banker ihren Geschäften nachgehen, sie sind durchsichtig! Wer könnte da auf den Verdacht kommen, es gehe nicht alles grundehrlich zu? Und der Reichstag hat eine gläserne Kuppel verpasst bekommen, damit das Volk seinen Vertretern aufs Dach steigen und nach dem Rechten sehen kann!

An diesen durchsichtigen Transparenzschwindel glauben allenfalls noch die Architekten selbst, dann jedenfalls, wenn die Auftraggeber ihre Kasse weit genug öffnen, um zu überzeugen. Alle anderen Menschen wissen, dass man Geheimnisse am besten dort versteckt, wo jeder sie sehen kann. Die Offenheit der Mächtigen in ihren Glaspalästen ist so glaubhaft wie der Hütchenspieler, der vor dem Trick gewissenhaft das Kügelchen zeigt, das den Gewinn garantiert. Man kann vielleicht in die Glaspaläste hineinschauen, doch wer sie unbefugt betreten will, um den Herren drinnen auf die Finger zu schauen oder gar zu klopfen, der stellt schnell fest, dass Sicherheitsglas sehr stabil sein kann. Nicht nur Vögel brechen sich daran das Genick. Solange all dies so bleibt, möge für die Eliten bitte auch wieder ehrlich gebaut werden: Festungen aus braunem, brutalem Beton, undurchdringlich, versehen nur mit wenigen Fenstern in Form von Schießscharten. Auch für diesen Stil gibt es längst vortreffliche Beispiele. Das wäre sehr hässlich, aber ehrlich. Und in den Löchern der Betonburgen könnten immerhin ein paar Vögel friedlich nisten und den richtigen Leuten auf den Kopf scheißen.

Termine der Woche

Am Mittwoch (13. März) gibt’s eine neue Ausgabe unserer Dresdner Lesebühne Sax Royal. Neue Geschichten lese ich gemeinsam mit Roman Israel, Max Rademann, Gesine Schäfer und unserer Gastautorin Marsha Richarz aus Leipzig. Los geht es um 19:30 Uhr (!) in der GrooveStation. Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

Am Donnerstag (14. März) lese ich dann mit meiner Berliner Lesebühne Prunk & Prosa wieder in der UFA-Fabrik, diesmal im Varieté-Salon. Mit dabei sind diesmal Tilman Birr, Noah Klaus, Eva Mirasol, Piet Weber, ich und die Gastautorin Insa Sanders. Wie immer gibt’s neben Geschichten und Satiren auch Musik. Start um 20 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf.

Allein gegen die krumme Fichte

Es ist 21 Uhr. Die Bars von Berlin-Mitte füllen sich an diesem Mittwoch wie an jedem Werktag mit Hauptstadtjournalisten, Bundestagsabgeordneten und Lobbyisten, die nach Feierabend mit 30-Euro-Cocktails auf die Gewaltenteilung anstoßen. Doch an einem der Tische sitzt allein eine junge Frau, die uns heute davon erzählen will, warum sie aus diesem politischen Geschäft aussteigt.

WEITERLESEN BEI DER WAHRHEIT DER TAZ

Termine der Woche

Am Mittwoch (14. Februar) gibt’s eine neue Ausgabe unserer Dresdner Lesebühne Sax Royal. Neue Geschichten lese ich gemeinsam mit Roman Israel, Max Rademann, Gesine Schäfer und unserem Stargast Maik Martschinkowsky von der Berliner Lesebühne Die Lesedüne. Los geht es um 19:30 Uhr (!) in der GrooveStation. Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

Am Donnerstag (15. Februar) lese ich dann mit meiner Berliner Lesebühne Prunk & Prosa wieder in der UFA-Fabrik. Die Stammkräfte sind Tilman Birr, Noah Klaus, Eva Mirasol, Christian Ritter, Piet Weber und ich. Wie immer gibt’s neben Geschichten und Satiren auch Musik. Start um 20 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf.

Am Sonnabend (17. Februar) bin ich am Mikrofon beim Kantinenlesen, dem Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen. Ihre schönsten Geschichten aus jüngster Zeit lesen mit mir Dan Richter, Franziska Hauser, Heiko Werning und Piet Weber. Los geht es um 20 Uhr in der Alten Kantine der Kulturbrauerei. Tickets gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf.