Termine der Woche

Am Freitag (19. Januar) bin ich erstmals als Gastautor bei der Lesebühne „Lass uns da mal hingehen“, die von Jürgen Beer in Berlin veranstaltet wird. Los geht es um 20 Uhr in der Kulturkneipe DanTra’s in der Kulmer Straße 20A. Ich bin schon gespannt drauf, wie es sich so tief im Westen liest.

Am Sonntag (21. Januar) darf ich wieder einmal beim traditionellen Lesebühnenbrunch mitwirken, der jährlich das Kabaretttreffen in Cottbus abschließt. Mit dabei sind diesmal die Kollegen Udo Tiffert, Ruth Herzberg, Tobias Hengstmann sowie als musikalischer Gast Schnaps im Silbersee. Einlass ab 10:30 Uhr, Essen ab 11 Uhr, Kunst ab 12 Uhr.

Link zum Text (50): Die letzten Männer

Oft hört man leider von aussterbenden Arten. Fast habe ich mich an diese traurigen Meldungen schon gewöhnt. In jüngster Zeit aber merke ich bei solchen Schreckensnachrichten doch öfter auf, denn es geht nicht mehr wie früher nur um das Sumatra-Nashorn, sondern auch um den gemeinen Mann. Der stehe nämlich ebenfalls vor der Ausrottung, so verkünden es zahllose Artikel, die gerade von verängstigten Männern verfasst werden. Schuld am Niedergang sei eine mysteriöse Seuche namens „Genderwahn“.

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2018 – Die wahre Jahresvorschau

Januar:

US-Präsident Donald Trump erschüttert die Medienwelt mit einem weiteren ungezügelten Tweet: Frauen, sie sich über sexuelle Belästigung beklagen, seien in Wahrheit frigide Kampflesben, die man nur einmal ordentlich durchnudeln müsse. Er sei bereit, sie alle persönlich im Oval Office von ihrer Hysterie zu heilen. Sofort erntet Trump empörte Reaktionen von Meryl Streep, dem Papst und Katrin Göring-Eckardt. Darauf wird mehrere Tage lang in den Medien erbittert über die Frage gestritten, ob das Problem der frigiden Kampfleben bislang nicht möglicherweise doch unterschätzt wurde. Erst nach knapp einer Woche stellt die Weltöffentlichkeit überrascht fest, dass irgendjemand in der Zwischenzeit fünf Atombomben über Kanada abgeworfen hat.

Februar:

Die Koalitionsverhandlungen in Deutschland ziehen sich hin. Der überraschend zum neuen SPD-Vorsitzenden gewählte Benno Schnulz, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Peine und früherer Steuerberater von Gerhard Schröder, stellt harte Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten: Der Terminus „Koalition“ müsse in allen offiziellen Dokumenten durch das Wort „Opposition“ ersetzt werden, den SPD-Ministern müsse es gestattet sein, ihr Amt anonym auszuüben, und die CDU müsse vertraglich zusagen, keine der sozialen Errungenschaften der Agenda 2010 anzutasten. „Unter diesen Bedingungen, und nur unter diesen, sind wir bereit, in eine große Opposition einzutreten“, so Schnulz in einer mitreißenden Rede auf einem Sonderparteitag in Peine. Auf diese Forderungen angesprochen, erwidert Bundeskanzlerin Merkel: „Deutschland ist ein schönes Land voller guter Menschen.“

März:

Unter dem Hashtag #NoSmartism sorgt eine neue Antidiskriminierungskampagne im Internet für Aufsehen. Ihre Anhänger fordern ein Ende der Benachteiligung dummer Menschen. Als Gast der Talkshow von Anne Will erläutert die Internetaktivistin Anke Domscheit-Berg die Bewegung: Dummen Menschen werde es in der Gesellschaft sehr schwergemacht. Sie würden im Alltag oft verspottet und gemieden. In Büchern und Filmen, selbst in solchen für Kinder, stelle man dumme Menschen unvorteilhaft dar. In der Schule erhielten sie schlechtere Noten und im Beruf hätten sie kaum Chancen auf eine Karriere. In den Aufsichtsräten großer Firmen und im Bundestag seien Dumme erschreckend unterrepräsentiert. Widerspruch erntet die Aktivistin in der Sendung wie erwartet vom CSU-Politiker Alexander Dobrindt. Das Gejammer über Diskriminierung sei völlig überzogen. „Ich zum Beispiel bin außerordentlich dumm!“, so der bayrische Konservative. „Und ich habe es trotzdem zum Spitzenpolitiker gebracht!“

April:

Zur Eröffnung der sachsen-anhaltinischen Landesgartenschau in Burg bei Magdeburg hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unter dem Titel „Lasst tausend Blumen blühen“ die Festansprache. Steinmeier würdigt ausführlich die Bedeutung der Gartenkunst im Allgemeinen und Speziellen, spricht eine Stunde über die Rolle der Blume in der abendländischen Literatur, für die Demokratie und bei Rentnergeburtstagen. Die Rede des Staatsoberhauptes fordert insgesamt drei Todesopfer, Zuhörer, die während der Ansprache ins Koma fallen und auch durch Behandlung in Spezialkliniken nicht wieder zu Bewusstsein zu bringen sind.

Mai:

Reichlich verspätet erblickt nach fast zehn Monaten Tragezeit das dritte Kind von Prinz William, Duke of Cambridge, und Catherine, Duchess of Cambridge, in Großbritannien das Licht der Welt. Getauft wird der Sohn auf den Namen Jürgen, zur Erinnerung an die deutsche Herkunft der britischen Dynastie. Die erwartete Euphorie bleibt überraschend aus. „Das ist ja doch eigentlich nur ein neuer Hosenscheißer wie Millionen andere, noch dazu aus einer eher unsympathischen Familie von arbeitsscheuen Wichtigtuern. Mit diesem ganzen Royal-Mist will uns die Kulturindustrie sowieso nur von den wahren Klassenkonflikten ablenken!“, so äußert ein Londoner Taxifahrer bei einer Straßenbefragung stellvertretend für alle.

Juni:

Im Golf von Mexiko bildet sich der stärkste je beobachtete Tropensturm. Meteorologen erfinden für den Hurricane Juanita eigens die neue Kategorie 7. Nachdem Juanita bei New Orleans auf die Küste trifft, zieht sie eine Schneise der Verwüstung durch die USA, bis sie endlich nach einer knappen Woche ihre zerstörerische Kraft über Idaho verliert. Wissenschaftler machen für den Hurricane den Klimawandel verantwortlich. Präsident Trump hingegen beschuldigt die Mexikaner, gemeinschaftlich in den Golf von Mexiko uriniert zu haben, um so das Meerwasser zu erwärmen und Wirbelstürme gegen die USA auszulösen. Er verspricht, eine Mauer nicht nur gegen Mexikaner, sondern auch gegen Hurricanes zu errichten, die höchste Mauer aller Zeiten, eine Mauer babylonischen Ausmaßes.

Juli:

Bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland überrascht die Mannschaft der Gastgeber mit einem Durchmarsch: Ohne Niederlage und Gegentor stürmen die Russen ins Finale und bezwingen am 15. Juli in Moskau die deutsche Mannschaft mühelos mit 12:0. Gerüchte, der russische Erfolg könne auf Doping zurückzuführen sein, werden umgehend von Präsident Putin persönlich zurückgewiesen. Das kurzfristige Wachstum der russischen Spieler um einen Meter sei allein hartem Training zu verdanken. Zum Beleg verweist Putin vor laufender Kamera auf seinen Penis, dessen Länge sich ebenfalls ohne jede medizinische Hilfe allein durch manuelle Übungen binnen drei Monaten auf fünfzig Zentimeter verzehnfacht habe.

August:

Die alternative Deutschrockband Freiwild spielt als Headliner bei einem Festival unter dem Titel „Rock gegen links“ auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Zu Beginn des Auftritts ruft Philipp Burger, der Poet und Sänger der Gruppe, die 500000 anwesenden Fans dazu auf, sich entschieden für Demokratie und Redefreiheit einzusetzen und sich nicht der Meinungsdiktatur zu beugen. Mit dem Finger weist er dabei auf eine Gruppe von 26 linken Gegendemonstranten vor dem Eingang, die eingekesselt von der Polizei mit Trillerpfeifen und Pappschildern gegen den Auftritt der Band demonstrieren. Bei dem dreitägigen Musikfest, das wegen des großen Erfolgs von nun an jährlich stattfinden soll, performen unter anderen auch Xavier Naidoo, Frank Rennicke und die Sächsische Staatskapelle.

September:

Eine von Bundestag und Bundesrat im Frühjahr einstimmig verabschiedete Verfassungsänderung zur Erleichterung direkter Demokratie zeigt erste Ergebnisse. Bei der ersten bundesweiten Volksbefragung entscheiden sich die Deutschen jeweils mit überwältigender Mehrheit für die Wiedereinführung der Todesstrafe, die Anhebung der Promillegrenze im Straßenverkehr auf 2,5, den vollständigen Abriss von Berlin-Neukölln, die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie die Rassentrennung in Bussen und Bahnen. Während die Alternative für Deutschland den Sieg aller ihrer Volksbegehren feiert, räumt Anton Hofreiter von den Grünen ein, man müsse in seiner Partei doch vielleicht noch einmal intensiver darüber diskutieren, ob die Sache mit der Basisdemokratie wirklich so eine gute Idee sei.

Oktober:

Zum Gedenktag der Reformation am 31. Oktober beschwert sich die ehemalige Bischöfin und Glaubensbotschafterin Margot Käßmann, schon ein Jahr nach dem Reformationsjubiläum sei die bedeutendste Stimme der evangelischen Theologie kaum noch im Gespräch. „Wann kommt endlich mal wieder ein Journalist bei mir zuhause vorbei und interviewt mich?“, fragt Käßmann erregt im Telefongespräch mit der Bild-Zeitung. „Es ist Wochen her, dass jemand bei mit geklingelt hat! Dabei hab ich noch so viel zu sagen! Und auch noch zwanzig Flaschen Luther-Wein im Keller!“

November:

Der neue Film von Til Schweiger stürmt gleich am ersten Wochenende an die Spitze der Kino-Charts. Schweiger, der im neuen Streifen wie üblich als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller fungierte, erläutert in Interviews, sein Werk Grütze im Kopf sei von der Internet-Kampagne gegen Smartismus inspiriert. „Zum ersten Mal im Leben habe ich durch diese Debatte gespürt, dass ich nicht allein mit meinen Problemen bin“, so Schweiger. Auch sein Film, in dem ein Mann zurück ins Leben findet, nachdem ihm ein Ziegelstein auf den Kopf gefallen ist, solle als Ermutigung für unverschuldet dumme Menschen verstanden werden. Auch die härtesten Kritiker des Filmkünstlers müssen eingestehen, dass Schweiger noch nie im Leben eine Rolle so überzeugend mit Leben gefüllt hat.

Dezember:

Die Koalitionsverhandlungen in Deutschland ziehen sich hin. Der jüngst überraschend zum neuen SPD-Chef gewählte Bernd Schmalz, ein früherer Friseur von Gerhard Schröder, stellt überraschend neue Bedingungen für eine Regierungszusammenarbeit: So müsse die Bundeskanzlerin versprechen, mindestens drei Mal in der Woche die Sozialdemokraten für ihren Mut und ihre Selbstständigkeit zu loben. Außerdem solle sie ihre Anhänger dazu aufrufen, bei der nächsten Wahl aus Mitleid die Zweitstimme der SPD zu geben. In der Union stoßen die Forderungen auf wenig Gegenliebe. In ihrer Neujahrsansprache mahnt Angela Merkel die SPD denn auch zur Kompromissbereitschaft: „Wenn es uns nicht gelingt, endlich eine Regierung zu bilden, dann besteht die große Gefahr, dass die Bürger merken, dass unser Land eigentlich gar keine Regierung braucht.“

Link zum Text (49): Wie die Deutschen weiß wurden

Der Buchtitel, den der Soziologe Wulf D. Hund für seine Kleine (Heimat)Geschichte des Rassismus gewählt hat, irritiert und soll irritieren: Wie die Deutschen weiß wurden. Waren die Deutschen denn nicht schon immer weiß? Hund spielt nicht etwa auf die neuesten Ergebnisse biogenetischer Forschungen an, nach denen alle Europäer (sogar die Sachsen!) aus Afrika stammen. Vielmehr geht es ihm um folgende Einsicht: „Die Wahrnehmung von Hautfarben schließt nicht automatisch rassistische Konstruktionen von Schwarzen und Weißen ein.“

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Termine der Woche

Am Mittwoch (10. Januar) tritt die Lesebühne Zentralkomitee Deluxe zu ihrer monatlichen Sitzung in Berlin zusammen. Brandneue Geschichten und Lieder gibt es wie immer nicht nur von mir, sondern auch von den literarischen Genossen Tilman Birr, Noah Klaus, Piet Weber und Christian Ritter. Außerdem haben wir wie immer einen Gast mit dabei, diesmal die Slam-Poetin Aylin Celik. Los geht es mit dem Abend fortschrittlicher Komik um 20 Uhr in der Baumhaus Bar überm „Musik & Frieden“ an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg. Tickets sind zum humanen Preis von 6 Euro am Einlass erhältlich.

Am Donnerstag (11. Januar) feiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal ihren 13. Geburtstag! Im Jahre 2005 war’s, da taten sich fünf hoffnungsvolle junge Schriftsteller zusammen, um von nun an monatlich in der Scheune dem Dresdner Publikum ihre Geschichten, Gedichte und Lieder zu präsentieren. Die fünf Stammautoren Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth haben seitdem einiges erlebt und durchgemacht. Sie haben Bücher geschrieben, Platten aufgenommen und Filme gedreht. Sie haben Elbefluten, Bierpreiserhöhungen und Montagsspaziergänge überstanden und sogar beschrieben und besungen. Sie sind darob ein bisschen dicker und ein bisschen grauer geworden. Dennoch haben sie noch immer den gleichen Spaß am Schreiben und am Vorlesen wie zu Beginn, nicht zuletzt dank des wunderbaren Publikums, das ihnen über die Jahre treu geblieben ist und das noch immer um neue Fans wächst. Die Royalisten werden dafür sorgen, dass ihr 13. Jubiläum nicht zum Unglückstag ausschlägt, indem sie ihren Gästen wie immer neue Texte und Songs schenken, aber auch ein paar Klassiker aus den vergangenen Jahren. Für einige Überraschungen wird ebenfalls gesorgt sein. Liebe Freunde von Sax Royal, kommt und feiert mit uns! Tickets gibt’s im Vorverkauf oder ab 19:30 am Einlass. Los geht es um 20 Uhr.

Am Freitag (12. Januar) findet auch in Görlitz die erste Lesebühne Grubenhund des neuen Jahres statt. Frische Geschichten und Gedichte gibt es wie immer von den Stammautoren Udo TiffertMax Rademann und mir. Wie immer haben wir uns auch einen Gast eingeladen, es ist diesmal unser wunderbarer Kollege Roman Israel. Los geht es wie immer um 19:30 Uhr im Kino Camillo, Karten gibt es am Einlass ab 19 Uhr.

Link zum Text (48): Reingelegt von Rechten

Obwohl die Rechtspopulisten in Europa derzeit Erfolge feiern können, fallen diese doch überall etwas schwächer aus, als von ihnen selbst erhofft. In Holland und Frankreich, in Deutschland und Österreich ertönte nach den Wahlen nur gedämpfter Jubel. Dabei haben die Rechten dank des dschihadistischen Terrors, der die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, doch eigentlich beste Voraussetzungen. Kann es sein, dass der „Trump-Effekt“ zuschlägt, aber ganz anders, als es sich Trumps europäische Fans ausgemalt hatten?

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Link zum Text (47): Protest aus Pappe

Es ist schon einige Jahre her, da geriet ich in Dresden in den Vortrag eines mir unbekannten jungen Mannes namens Philipp Ruch. Der gebürtige Dresdner stellte das von ihm begründete Projekt „Zentrum für politische Schönheit“ vor, das gerade eine seiner ersten Aktionen verwirklichte: Um an den Völkermord in Srebrenica und das Versagen der Vereinten Nationen zu erinnern, sammelten Ruch und seine Mitstreiter in Bosnien Schuhe von Opfern und deren Angehörigen, aus denen aufgehäuft ein Denkmal entstehen sollte. Das Symbol des Schuhbergs erinnerte an die Bilder aus dem Vernichtungslager Auschwitz – und zwar mit Absicht, wie Ruch einräumte, denn um groß in die Medien zu kommen, müsse man eben „was mit Holocaust machen“.

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Termine der Woche

Der Dezember ist in Dresden traditionell die Zeit der besinnungslosen Besinnlichkeit. Doch unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal hält am Donnerstag (14. Dezember) dagegen, mit gescheiten und heiteren Geschichten, Gedichten und Liedern, die Lichter nicht an den Bäumen, sondern in den Köpfen entzünden. Mit dabei sind neben mir nicht nur die anderen Stammautoren Julius Fischer, Roman Israel und Stefan Seyfarth, sondern als besonderer Gast auch noch Ahne aus Berlin, Mitglied der Reformbühne Heim & Welt und Schöpfer der aus Radio und Buch bekannten Zwiegespräche mit Gott. Los geht es in der Scheune um 20 Uhr. Tickets gibt es bis Mittwoch im Vorverkauf, aber auch noch problemlos am Donnerstag an der Abendkasse am Einlass ab 19:30 Uhr.

Am Freitag (15. Dezember) findet ebenfalls zum letzten Mal in diesem Jahr die Lesebühne Grubenhund in Görlitz statt. Neue Geschichten gibt es von Stammautor Udo Tiffert und mir. Wir haben uns aber auch noch zwei Gäste eingeladen: die junge Poetin Pia Tomat und den Gitarristen Marcel Mokbel. Los geht es wie immer um 19:30 Uhr, Karten gibt es am Einlass ab 19 Uhr.

Am Sonntag (17. Dezember) bin ich zu Gast bei der wunderbaren Lesebühne Schwabinger Schaumschläger in München. Neben den Stammkräften Michi Sailer, Christoph Theussl und Moses Wolff sind als weitere Gäste auch noch Jochen Klüssendorf, Melanie Arzenheimer und Jaromir Konecny dabei. Ich lese ein bisschen aus meinem neuen Buch Der Bürger macht sich Sorgen. Los geht es um 19:30 Uhr im erzgemütlichen Vereinsheim.

Am Montag (18. Dezember) lese ich dann auch noch bei der gemischten Kleinkunstshow „Blickpunkt Spot“ in München, wiederum ab 19:30 Uhr im Vereinsheim. Weitere Gäste sind Jochen Klüssendorf, Verena Richter, Metromadrid, Ryan Inglis und Saskia.

Link zum Text (46): Im Herz der amerikanischen Rechten

Eines immerhin haben die verfeindeten politischen Lager in den Staaten des Westens noch gemeinsam: Linke wie Rechte fühlen ein Unbehagen angesichts des Abgrundes, der sich da innerhalb der Gesellschaften auftut. Zumindest in den Reihen der Linken mehren sich auch die Bemühungen, die gegnerische Seite erst einmal zu verstehen, ohne vorschnell zu verurteilen oder nur zu belehren. Denn unter den Wählern der Rechtspopulisten finden sich auch viele Arbeiter, deren Vertretung früher Sache der Linken war. Warum haben sie die Seiten gewechselt? Wie lassen sie sich zurückgewinnen? Die amerikanische Soziologin Arlie Russell Hochschild hat mit dem Buch „Fremd in ihrem Land“ den Versuch unternommen, die „Empathiemauer“ zu überwinden.

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