Zitat des Monats November

Ein Volk, das von seiner Regierung nichts fordert als das Wahren der Ordnung, ist in seinem Innersten bereits Sklave; es ist Sklave seines Wohlergehens, und der Mann, der es in Ketten legen soll, kann auftreten.

Alexis de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika

Primat der Politik

Rodrigo Duterte, Donald Trump, Jair Bolsonaro – es gibt inzwischen eine globale Riege rechtspopulistischer Alphamännchen, die sich nicht an die Macht geputscht haben, sondern von der Bevölkerung gewählt wurden. Viele Vernunftmenschen fragen sich besorgt: Wie nur können diese gruseligen Gestalten, deren Verbrechen aktenkundig sind, dennoch die Liebe der Massen gewinnen? Viele Bürger zeigen sich von ihnen nicht abgeschreckt, sondern angezogen! Ein neuer Extremfall in Sachsen-Anhalt wirft derzeit Licht auf das Phänomen des weltweiten Rechtsrucks.

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Termine der Woche

Am Mittwoch (21. November) feiert meine Berliner Lesebühne Zentralkomitee Deluxe ihre 30. Ausgabe! Zu hören gibt’s frische Geschichten, Satiren und Songs im Geiste der Weltrevolution. Ich lese, singe und trinke dazu gemeinsam mit den Kollegen Tilman Birr, Noah Klaus, Christian Ritter und Piet Weber. Zu Gast haben wir diesmal die Slammerin und Rapperin Leonie Warnke. Um 20 Uhr in Kreuzberg an der Oberbaumbrücke in der Baumhaus Bar überm Musik & Frieden. Tickets gibt’s am Einlass für lächerliche 6 Euro.

Buchtip: „Mit euch möchten wir alt werden. 30 Jahre Berliner Lesebühnen“

Ende der Achtziger entwickelte sich in Berlin eine neue Form der literarischen Subkultur. Bei den sogenannten Lesebühnen kamen regelmäßig feste Gruppen von Autorinnen und Autoren zusammen, nicht in Literaturhäusern und Buchhandlungen, sondern in Kneipen und Klubs, um dem Publikum in heiterer Atmosphäre Geschichten vorzulesen. Die Storys zeichneten sich durch Kürze, Witz und Nähe zum Alltag aus. Statt Wasser wurde Bier getrunken. Gelesen wurde nicht sitzend, verschanzt hinterm Tischchen, sondern im Stehen. Die Idee verbreitete sich: Nicht nur in Berlin entstanden bald Veranstaltungen, die wöchentlich manchmal hunderte Zuhörer anzogen, auch in anderen Städten wurden mit Erfolg Lesebühnen gegründet. So wie unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal, mit der ich seit dem Jahr 2005 in der Scheune auftrete. Viel gelernt haben wir von und viel gelacht mit den Kollegen von Berliner Lesebühnen wie der Chaussee der Enthusiasten, LSD – Liebe statt Drogen, der Reformbühne Heim & Welt, den Surfpoeten oder den Brauseboys. Großen Erfolg haben inzwischen auch jüngere Lesebühnen in Berlin wie die Lesedüne, die Couchpoetos und Fuchs & Söhne. Autorinnen und Autoren, die heute reich und berühmt sind, haben bei den Lesebühnen ihre Karriere begonnen und sind zum Teil immer noch Teil der Szene: Marc-Uwe Kling, Wiglaf Droste, Kirsten Fuchs, Wladimir Kaminer, Sarah Bosetti, Jochen Schmidt und viele andere mehr.

Zum dreißigjährigen Jubiläum der Berliner Lesebühnen hat der Satyr Verlag ein tolles Buch herausgebracht: Mit euch möchten wir alt werden, herausgegeben von Sarah Bosetti, Andreas Scheffler und Volker Surmann. Das Lesebuch versammelt Geschichten, Satiren, Glossen und Traktate von 75 Lesebühnenautorinnen und -autoren, welche die Szene über viele Jahre geprägt haben oder noch prägen werden. Auch ich durfte einen Text beisteuern und finde mich deshalb ebenfalls in der beeindruckenden Liste der Autorinnen und Autoren: Ahne, Mareike Barmeyer, Martin Betz, Tilman Birr, Michael Bittner, Bov Bjerg, Thilo Bock, Daniela Böhle, Paul Bokowski, Sarah Bosetti, Wiglaf Droste, Hans Duschke, Micha Ebeling, Elis, Konrad Endler, Horst Evers, Kirsten Fuchs, Andreas Gläser, Martion „Gotti“ Gottschild, Aidin Halimi, Uli Hannemann, Jakob Hein, Nils Heinrich, Falko Hennig, André Herrmann, Ruth Herzberg, Daniel Hoth, Hinark Husen, Wladimir Kaminer, Andreas Kampa, Noah Klaus, Marc-Uwe Kling, Frank Klötgen, Insa Kohler, Sebastian Krämer, Johannes Krätschell, Andreas „Spider“ Krenzke, Karsten Lampe, Berhard Lassahn, Sebastian Lehmann, Clint Lukas, Thomas Manegold, Maik Martschinkowsky, Manfred Maurenbrecher, Eva Mirasol, Marion Alexa Müller, Jacinta Nandi, Robert Naumann, Meikel Neid, Klaus Nothnagel, Jochen Reinecke, Milena Reinecke, Robert Rescue, Dan Richter, Susanne Riedel, Christian Ritter, Andreas Scheffler, Sarah Schmidt, Jochen Schmidt, Chio Schuhmacher, Dr. Seltsam, Stephan Serin, Ivo Smolak, Frank Sorge, Michael Stein, Lea Streisand, Volker Strübing, Volker Surmann, Maschenka Tobe, Tube, Robert Weber, Piet Weber, Michael-André Werner, Heiko Werning, Jürgen Witte.

Sarah Bosetti, Andreas Scheffler, Volker Surmann (Hrsg.): Mit euch möchten wir alt werden. 30 Jahre Berliner Lesebühnen. 326 Seiten, Hardcover mit Lesebändchen, ISBN: 978-3-947106-14-1, 20€

Geld ohne Schweiß

Wenn es etwas gibt, das den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft bedroht, dann ist es die ewige Nörgelei der Miesepeter. Sie werden leider durch einige Schlechtredner in den Medien unterstützt, die das Publikum mit Meldungen über vermeintliche Missstände immer wieder in Unruhe versetzen. Dabei gäbe es so viele positive Nachrichten, die größere Aufmerksamkeit verdienten! Zum Beispiel konnte man jüngst lesen, das globale Vermögen der Milliardäre habe einen neuen Rekordwert erreicht. Ein Klub von knapp zweitausend Menschen verfüge inzwischen über einen Besitz im Wert von 8,9 Billionen Dollar. Um 19 Prozent wuchs dieses Vermögen noch einmal allein im vergangenen Jahr. Ist es nicht schön zu sehen, dass diese Menschen sich nun keine Sorgen mehr ums tägliche Brot machen müssen oder um steigende Mieten?

Ganz gewiss finden aber sogar bei dieser frohen Botschaft noch einige vom Sozialneid zerfressene Minderleister etwas zu meckern. Sie werden sagen, es sei obszön, dass eine Handvoll Menschen Milliarden häuft, während gleichzeitig Milliarden Menschen mit leeren Händen dastehen. Sie werden beklagen, das Vermögen von Reichen, die längst nicht mehr arbeiten oder nie gearbeitet haben, vermehre sich von selbst, während die Mehrheit der Menschen arbeite, ohne je zu einem Vermögen zu kommen. Niemand, auch der erfolgreichste Unternehmer nicht, sei zehn- oder hunderttausend Mal klüger oder fleißiger als ein anderer Mensch.

Was für schlechte Verlierer sind das! Jammerlappen, die so reden, sind doch nur verärgert darüber, dass es ihnen nicht gelungen ist, reich geboren zu werden, sich den richtigen Partner zu angeln oder mit Hilfe einer cleveren Idee andere Leute für sich arbeiten zu lassen. Dabei sind es gerade diese Gutmenschen, die sonst immer nach dem bedingungslosen Grundeinkommen rufen! Die Milliardäre machen doch nur vor, wie genau das geht: Wer erst einmal genug Geld angehäuft hat, der muss nie wieder einen Finger rühren. Das Einkommen sprudelt von ganz allein. Allenfalls macht es ein bisschen Mühe, das Vermögen vorm Finanzamt zu verstecken. Dafür haben die Kinder der Reichen schon als Föten ausgesorgt. Ganz mit Recht sprechen wir also von der Leistungsgesellschaft – es ist eine Gesellschaft, die muss man sich leisten können.

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Dieser Text erschien zuerst als Kolumne der Rubrik Besorgte Bürger in der Sächsischen Zeitung.

Termine der Woche

Ausnahmsweise an einem Mittwoch beglückt unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal am 14. November das Publikum wieder mit neuen Geschichten, Gedichten und Liedern zwischen Tiefsinn und Hochkomik. Mit dabei sind neben mir nicht nur die anderen drei Stammautoren Stefan Seyfarth,
Max Rademann und Roman Israel. Wie immer haben wir uns auch noch einen Stargast eingeladen: Mit uns liest, singt und trinkt diesmal Ahne aus Berlin. Ahne ist einer der Gründungsväter der Lesebühnenszene und beweist bis heute bei der Reformbühne Heim & Welt, dass er ein Meister des hintersinnigen Humors ist. Seit vielen Jahren führt er regelmäßig Zwiegespräche mit Gott, die er in mehreren Büchern der Mitwelt überliefert hat. Zusammen mit dem Songwriter Sedlmeir produzierte er gerade das Kriminal-Musical „Rache!“ Außerdem gilt sein leidenschaftlicher Kampf einer Welt ohne den Zwang zur Lohnarbeit. Ein ganz Großer! Tickets gibt’s bis Dienstag im Vorverkauf, aber auch am Mittwoch noch problemlos am Einlass ab 19:30 Uhr. Los geht es um 20 Uhr.

Am Freitag (16. November) bin ich einer der Autoren beim traditionsreichen Grend Slam in Essen. Gastgeber Frank Klötgen hat wieder literarische und musikalische Gäste ins Kulturzentrum GREND eingeladen, neben mir Andy Strauß, Philipp Scharrenberg und Die Broccolis. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets besser im Vorverkauf besorgen!

Zwischen Rebellion und Weltflucht. Uwe Tellkamp und die Politik

Das ist Uwe Tell­kamp? Nicht wenige Lite­ra­tur­freunde dürften sich ver­wun­dert diese Frage gestellt haben, als sie im März 2018 den Schrift­stel­ler im öffent­li­chen Streit mit seinem Kol­le­gen Durs Grün­bein im Dresd­ner Kul­tur­pa­last erleb­ten. Poli­ti­sche Äuße­run­gen hatte das Publi­kum bis dahin von Tell­kamp kaum je ver­nom­men, auch nicht, als in seiner Hei­mat­stadt Dresden der Streit um die Pegida-Bewe­gung tobte. In der Dis­kus­sion zeigte er sich plötz­lich in der Rolle des dau­er­be­lei­dig­ten, im Zorn ver­här­te­ten Wut­bür­gers.

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„Literatur Jetzt!“ – Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden vom 4. bis 14. November 2018

Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr vom 4. bis 14. November „Literatur Jetzt!“ statt, das Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden, das ich einst mitbegründet habe und bis heute mitorganisieren darf. Zum zweiten Mal veranstalten wir das Festival in diesem Jahr in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum. Passend zur Sonderausstellung „Shine on me“ dreht sich auch literarisch alles um die Sonne. Besonders am Herzen liegen mir die satirische Nacht der Lesebühnen am 8. November in der Scheune und der Poetry Slam „Zur Sonne!“ am 10. November im Deutschen Hygiene-Museum – bei beiden Veranstaltungen werde ich die Moderation übernehmen.

Aber es gibt noch mehr als zwanzig weitere Lesungen mit wunderbaren Autorinnen und Autoren – hier ein Überblick:

4. November | Sonntag

Alexander Kluge: Dresden. Ein Abend mit Corinna Harfouch und Marcel Beyer | Deutsches Hygiene-Museum, Großer Saal | 19 Uhr | Eintritt: 20 / ermäßigt 15 Euro | Karten im Vorverkauf

5. November | Montag

Denis Scheck: Druckfrisches | Deutsches Hygiene-Museum, Großer Saal | 19 Uhr | Eintritt: 12 Euro / ermäßigt 8 Euro | Karten im Vorverkauf

6. November | Dienstag

Figuren der Unterwelt. Ein Leseabend mit Nora Gomringer und Georg Klein | Deutsches Hygiene-Museum, Großer Saal | 19 Uhr | Eintritt: 12 Euro / ermäßigt 8 Euro | Karten im Vorverkauf

7. November | Mittwoch

Museum der Poesie. Eine Lesung mit Artur Becker, Lütfiye Güzel und Ron Winkler mit Musik von Richard Ebert (Saxofon) | Deutsches Hygiene-Museum, Ausstellung „Shine on me“ | 19 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

8. November | Donnerstag

Das Universum, die Astrophysik und das 20. Jahrhundert. Ein Gespräch mit Sibylle Anderl und Thomas Lehr | Deutsches Hygiene-Museum, Großer Saal | 19 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

Nacht der Lesebühnen. Abend der satirischen Literatur mit André Herrmann, Ivo Lotion, Maik Martschinkowsky und Ella Carina Werner | Scheune | 20 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

9. November | Freitag

Wie wir uns erinnern werden. Zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht 1938. Ein Vortrag von Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ | Deutsches Hygiene-Museum, Kleiner Saal | 18 Uhr | Eintritt frei

Afrofuturism – The Future is unwritten. A talk between Philipp Khabo Koepsell and Priscilla Layne (in englischer Sprache) | Deutsches Hygiene-Museum, Hörsaal | 19 Uhr | Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro (Ticket berechtigt auch zum Besuch der nachfolgenden „Ostkap“-Lesung) | Karten im Vorverkauf

Hinterm Horizont geht zu weit. Ostkap präsentiert junge Literatur | Deutsches Hygiene-Museum, Hörsaal | 21 Uhr | Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro | Karten im Vorverkauf

10. November | Sonnabend

Über das Reisen als Erfahrung. Ein „Reportagen“-Abend mit Esther Göbel und Juliane Schiemenz | Deutsches Hygiene-Museum, Hörsaal | 17 Uhr | Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro (Ticket berechtigt auch zum Besuch der folgenden Filmvorführung „Der Sonnenfuchs“) | Karten im Vorverkauf

Vom Einverstandensein mit allem Leben. Filmpremiere „Solreven – der Sonnenfuchs“ von und mit Regisseur Frank Wierke | Deutsches Hygiene-Museum | 19 Uhr | Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro | Karten im Vorverkauf

Lucy Fricke: „Töchter“. Ein Roadnovel | Deutsches Hygiene-Museum, Hörsaal | 20 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

Poetry Slam „Zur Sonne“ mit Dominik Bartels, Kaddi Cutz, Kirsten Fuchs, Christian Kreis, Jacinta Nandi und Stefan Seyfarth (mit Gebärdendolmetscher) | Deutsches Hygiene-Museum, Großer Saal | 21 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

Festival-Lounge. Marcel Beyer legt auf | Deutsches Hygiene-Museum, Empfangshalle | 22 Uhr | Eintritt frei

11. November | Sonntag

„Verzeichnis einiger Verluste“. Eine Sonntagsmatinee mit Judith Schalansky | Deutsches Hygiene-Museum, Großer Saal | 11 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

Familiensonntag „Wunder Sonne“ | 10-18 Uhr | Deutsches Hygiene-Museum

Sonnenwerkstatt. Kreative Angebote und Experimente rund um das Thema Sonne | 10-18 Uhr | Deutsches Hygiene-Museum, Empfangshalle | Eintritt frei

Führung Dauerausstellung „Abenteuer Mensch“ (mit Museumsticket) | Deutsches Hygiene-Museum | 11 Uhr in Leichter Sprache, 14 Uhr öffentliche Führung

Führung Sonderausstellung „Shine on me“ (mit Museumsticket) | Deutsches Hygiene-Museum | 15 Uhr Sonne, Mond und Sterne – öffentliche Familienführung, 16 Uhr Walking on Sunshine – öffentliche Führung

„Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler für Kinder gelesen von Ulrich Wenzke (ca. 30 Minuten) | Deutsches Hygiene-Museum, Kleiner Saal | 11 Uhr und 14:30 Uhr (14:30 mit Gebärdendolmetscher) | Eintritt frei

13. November | Dienstag

Verstummte Musik. Künstler im Exil. Dialog-Salon | Deutsches Hygiene-Museum, Marta-Fraenkel-Saal | 19 Uhr | Eintritt: 4 Euro | Karten im Vorverkauf

14. November | Mittwoch

Uwe Timm: „Ikarien“ | MUSS AUS PERSÖNLICHEN GRÜNDEN LEIDER ENTFALLEN


Zitat des Monats Oktober

Eine Begabung für niederträchtige Intrigen und die kleinen Tricks, mit denen man Popularität gewinnt, mag genügen, um einen Mann in einem Einzelstaat zu höchsten Ehren zu bringen. Es erfordert jedoch andere Talente und eine andere Art von Verdiensten, um ihm die Achtung und das Vertrauen der gesamten Union zu verschaffen oder zumindest eines so beträchtlichen Teils von ihr, wie erforderlich wäre, um ihn zu einem erfolgreichen Kandidaten für das hohe Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen. Es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, daß diese Position wahrscheinlich immer mit Persönlichkeiten besetzt werden wird, die an Befähigung und Tugend herausragen.

The Federalist. A Collection of Essays, Written in Favour of the New Constitution, as Agreed upon by the Federal Convention, September 17, 1787. New York, 1799 [Dt. Ed. Barbara Zehnpfennig]

Ewige Sommerzeit

Da sage noch mal einer, die politische Elite sei taub für die Stimme des gemeinen Volkes! Hat doch die Europäische Kommission in Brüssel jüngst geruht, die Bürger Europas nach ihrer Meinung zu fragen. Vorsichtshalber erkundigte man sich aber erst einmal noch nicht danach, ob der Kapitalismus abgeschafft oder der ewige Frieden ausgerufen werden soll. Man fragte nur unverbindlich, ob die Europäer die Sommerzeit beibehalten wollen. Der Ansturm auf die Online-Umfrage war gewaltig, allerdings vor allem von deutschen Rechnern aus. Das liegt vermutlich daran, dass die Menschen in den anderen europäischen Ländern wirkliche Probleme haben.

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