Zitat des Monats August

Demokratie verlangt auch, dass wir fähig sind, uns in die Wirklichkeit von Menschen zu versetzen, die anders sind als wir, damit wir ihren Standpunkt verstehen. Vielleicht können wir ihre Meinung ändern, vielleicht ändern sie aber auch unsere. Das aber kannst du nicht schaffen, wenn du von Vornherein alles, was deine Gegner zu sagen haben, als falsch abtust. Du schaffst es auch nicht, wenn du darauf bestehst, dass alle, die nicht sind wie du, weil sie weiß sind oder männlich, unmöglich verstehen können, was du fühlst, und dass sie nicht das Recht haben, über bestimmte Themen zu reden.

Barack Obama bei der Gedenkfeier zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela in Johannesburg (Südafrika)

Termine der Woche

Am Mittwoch (5. September) bestreite ich gemeinsam mit dem Freund und Kollegen Max Rademann eine Show in der Sommereihe „Gartengeflüster“ im Dresdner Kabarett Breschke & Schuch. Getreu dem Motto der Reihe „Text miez Musik“ werden dabei zur Freude des Publikums Geschichten auf Lieder treffen. Ich lese Texte aus meinem aktuellen Buch Der Bürger macht sich Sorgen, aber auch neue Geschichten. Max spielt dazu einige seiner schönsten Lieder. Karten kann man beim Kabarett reservieren oder im Vorverkauf erwerben. Los geht es um 19:30 Uhr.

Am Sonnabend (8. September) bin ich einer der Autoren beim Kantinenlesen, dem von Dan Richter moderierten Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen. Heitere und satirische Geschichten gibt’s auch von den Kollegen Uli Hannemann, Andreas Krenzke und Meikel Neid. Los geht es um 20 Uhr. Karten können neuerdings auch im Vorverkauf erworben werden.

Am Sonntag (9. September) lese ich erstmals beim Fontänefest in Halle an der Saale, das in diesem Jahr sein zehnjäriges Jubiläum begeht. Ich lese Texte aus meinem aktuellen Buch Der Bürger macht sich Sorgen, aber auch neue Geschichten. Zu erleben bin ich zweimal auf der Großen Bühne, um 14:55 Uhr und 16:45 Uhr.

Aus meiner Fanpost (34): Der Ostnormalo

Betreff: Verurteilung Merkel und Ihre Schergen das Journalistenvolk

Guten Tag Herr Bittner,
Euere Kanzlerin hat sich schuldig gemacht:
– Amtseidbruch (Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
==> Volksverrat

– Menschenschmuggel in millionenfacher Form ( Land ohne Gesetze, ohne Grenzen!)

– Unterdrückung ethnischer Minderheiten (Deutsche Volk)

– Unterdrückung der Pressefreiheit (kein Journalist, kein Fernsehteam übt Kritik an dieser Politik des Untergangs ==> Schlimmere Zensur gab es nicht in der DDR, soviel zum Rechtsstaat!)

–  Herabsetzung des Bildungsstandard und damit kulturelle Verblödung der Massen

– Förderung der Bildung von Kriminalität aller Art, Unterstützung von jeglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Polizei wird zum Prügelknaben des Merkel – Wunsch – Mischkulturen Volkes, außer Kraft setzen des Staates zu Gunsten von Glaubenskriegern

– Unterstützung der Slumbildung in Klein- sowie Großstädten und gesetzfreier Zonen

Das Land hat aufgegeben und alle meine ausländischen Freunde, ich habe noch welche, bedauern uns eigentlich nur noch. Und die Achtung, die man auf Grund der Errungenschaften unseres Volkes auch nach zwei Weltkriegen entgegengebracht hat ist gegen Null gesunken. In jedem anderen Land säße Frau Merkel vor einem ordentlichen Gericht oder man hätte Sie mit Ihrer ganzen Bucht davon gejagt!

Herr Bittner, nur noch einmal kurz zu Ihrer Presse. Die „positiven“ Beispiele die zu 99% zusammengestellte Kurzaufnahmen sind, die uns das Fernsehen bietet sind oft Haarsträubend, denn selbst dieses ist für den „Ostnormalo“ zu erkennen. Ich glaube die meisten Journalisten haben Kopfhörer auf und hören Märchen aus 1000 und einer Nacht oder haben die imposante und genüssliche Stimme von unserer ganz Großen und malen Ihr weiterhin bunte Bilder von den Parkanlagen, die nur noch für auserwählte zu betreten sind.

Sie haben Ihre amerikanischen Verhältnisse Herr Bittner, selbst Trump lacht über die totale Hilflosigkeit Deutschlands und erst recht über die EU, die auch nur Steigbügelhalter der AMIS war. Nichts, aber auch gar nichts im Interesse der Völker Europas, nur für die Monopole!

Ich werde Ihnen noch ein Geheimnis verraten. Mein Vater war EDELKOMMUNIST und wäre bei aller Humanität mit diesem Staat genau so unzufrieden wie mit den Genossen der DDR!

Ein schönes Wochenende

Lothar ***

Muss Deutschland sterben?

Nicht erst neuerdings, sondern seit Jahrzehnten wird uns von Neonazis prophezeit, die Deutschen schlitterten blind dem drohenden „Volkstod“ entgegen. Überraschenderweise sind die Deutschen aber immer noch da. Frauen bekommen sogar wieder öfter Kinder, es fehlt inzwischen an Kindergärten und Schulen. All jene, die sich nach dem Untergang sehnen, befriedigt das aber nicht. Denn es ist auch der Einwanderung zu verdanken, dass Deutschland noch nicht schrumpft und allzu sehr vergreist. Man könnte sich einfach darüber freuen, wie viele Menschen aus aller Welt in Deutschland leben wollen, trotz des schlechten Wetters und der schlechten Laune, die hier oft herrschen. Man kann sich aber auch auf die Straße stellen und ein Pappschild mit der Aufschrift „Migration=Völkermord“ hochhalten, weil man davon überzeugt ist, dass Kinder nur dann unsere Zukunft sind, wenn sie mit der richtigen Hautfarbe geboren werden.

Vor zweihundert Jahren erfanden ein paar Intellektuelle die „deutsche Nation“, finanziell unterstützt von Regierungen, denen diese Idee im Kampf gegen Napoleon nützlich schien. Diese Intellektuellen standen vor einem Problem: Die Einwohner der deutschsprachigen Staaten fühlten sich einander kaum zugehörig, denn sie verband keine gemeinsame Konfession, keine gemeinsame Kultur, kein gemeinsamer Kampf für Demokratie. Um diesem Mangel an Identität abzuhelfen, belebten die Nationalisten die alte Mär, alle Deutschen wären reinrassige Abkömmlinge von Hermann, dem Germanenfürsten.

Der dumme Aberglaube verfolgt uns bis heute. Wer nicht arisch genug aussieht, wird in Deutschland noch immer spontan zum „Ausländer“ erklärt. Deutsche mit asiatischen oder afrikanischen Vorfahren werden regelmäßig gefragt, wo sie denn „eigentlich herkommen“, besonders in Sachsen gerne auch, wann sie denn gedenken, dorthin wieder zurückzukehren. Es gibt Lehrer, die Kindern von Einwanderern trotz gleichen Leistungen schlechtere Noten geben, und später Chefs, die sie auch bei guten Noten nicht zum Vorstellungsgespräch einladen. Alle, die mit solchen Mitteln dafür sorgen, dass viele Einheimische sich in der Gesellschaft auf ewig als Fremde fühlen, leisten den besten Beitrag dazu, dass der Volkstod vielleicht doch noch Wirklichkeit wird.

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Dieser Text erschien zuerst als Kolumne der Rubrik Besorgte Bürger in der Sächsischen Zeitung.

Termine der Woche

Am Mittwoch (15. August) kehre ich aus der Sommerpause mit der Berliner Leseshow Zentralkomitee Deluxe zurück, bei der ich gemeinsam mit den Schriftstellern und Sexsymbolen Tilman Birr, Noah Klaus, Christian Ritter und Piet Weber agitiere und amüsiere. Zu Gast haben wir auch noch den Poetry Slammer Nik Salsflausen. Um 20 Uhr in Kreuzberg an der Oberbaumbrücke in der Baumhaus Bar überm Musik & Frieden! Tickets gibt’s am Einlass für lächerliche 6 Euro.

Am Sonnabend (18. August) gastiere ich mit meiner Dresdner Lesebühne Sax Royal beim legendären Altstadt- und Edelweißfest in Schwarzenberg im Erzgebirge. In der Galerie Rademann (Marktgässchen 3) präsentieren wir euch eine Show mit unseren schönsten Geschichten aus den letzten Jahren – in kompletter Besetzung mit Max Rademann, Roman Israel, Stefan Seyfarth und mir. Wie gewohnt erkunden wir die Exotik des Alltags, spüren dem Grosteken in den zwischenmenschlichen Beziehungen nach und legen uns satirisch mit der Weltordnung an. Los geht es um 20 Uhr.

Am Mittwoch (22. August) gastiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal zum achten Mal mit einer Lesung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden. Bei unserem sommerlichen Ausflug auf die andere Elbseite widmen wir uns traditionell dem Thema einer aktuellen Ausstellung, diesmal jener zum Thema Rassismus. Der historische Begriff „Rasse“ schien eigentlich überholt und verpönt. Mit Hilfe von Konzepten wie „Identität“ und „Kultur“ aber schleicht sich die Ideologie zurück in die Gegenwart und hilft dabei, unerwünschte Menschen als „Fremde“ fernzuhalten. Unter dem Titel „Kunstblut und Wurzelsucher“ nehmen wir uns wie gewohnt mit Witz und Esprit auch diesem schwierigen Thema literarisch an. Dazu begrüßen Max Rademann, Roman Israel, Stefan Seyfarth und ich auch noch einen wunderbaren Gast aus Berlin: Aidin Halimi ist Autor, Poetry Slammer und Lehrer. Regelmäßig tritt er bei der Berliner Lesebühne Couchpoetos auf. Als ausgebildeter Krankenpfleger könnte er dem Publikum in einem Notfall auch zur Hilfe eilen. Er wechselt gerne die Genres, wagt Experimente und brennt für Ideen, die verrückt sind, denn nur das Verrückte kann etwas ver-rücken.

Ausländer für Deutschland

Mit dem Spruch „Gemeinsam für unser Deutschland“ warb vor einer Weile ein Kandidat der Alternative für Deutschland um Stimmen. Das wäre nun nicht ungewöhnlich gewesen, hätte der Slogan nicht auf Russisch auf den Plakaten geprangt. Der Kandidat fand nichts dabei, mit kyrillischen Buchstaben fürs Deutschnationale zu werben. Er wolle eben die Russlanddeutschen ansprechen, sagte er. Viele Parteigenossen machen’s inzwischen nach. Warum aber dann nicht auch Plakate auf Türkisch, um die Deutschen türkischer Herkunft zur AfD zu locken?

Viele der Menschen, die einst als Spätaussiedler aus der Sowjetunion nach Deutschland kamen, sind inzwischen in der Gesellschaft bestens aufgehoben. Es gibt aber auch welche, die bis heute lieber Russisch sprechen, in russischen Läden einkaufen und russisches Fernsehen schauen. Sie betrachten Putin als ihren Präsidenten wie manche Türken in Deutschland Erdoğan. Warum schimpft hier keiner über Parallelgesellschaft? Weil eine Menge Russlanddeutsche brav rechts wählen, einst die CDU, heute die AfD. Da kann man schon mal ein Auge zudrücken.

Um an die Macht zu kommen, benötigen Faschisten ein Feindbild. Sie müssen der Gesellschaft einreden, sie werde von innen und außen tödlich bedroht, allein die nationale Revolution könne Rettung bringen. Welches Feindbild dazu benutzt wird, ist aber ziemlich gleichgültig: polnische Bauern oder jüdische Bolschewisten, portugiesische Gastarbeiter oder arabische Flüchtlinge. Es mangelt den Faschisten auch nie an Beweisen für ihre Ideologie: Immer findet sich ein Jude, der wirklich Spekulant, ein Italiener, der wirklich Mafioso, ein Muslim, der wirklich Gotteskrieger ist. Ausgewählt wird immer das Feindbild, das sich gerade am besten macht.

So kommt es zu den lustigsten Kehrtwenden: Dieselben Leute, die einst in jedem Spätaussiedler einen Helfer der „Russen-Mafia“ sahen, werben nun um diese lieben Landsleute. Die Flüchtlinge der Balkankriege, einst bloß „kriminelle Jugos“, sind plötzlich serbische und kroatische Kameraden in nationalen Freiheitskampf. Polen sind keine notorischen Autodiebe mehr, sondern Vorbilder im Kampf gegen westliche Dekadenz. Liebe Faschisten, ihr müsst ein bisschen aufpassen, sonst bleiben euch am Ende als Feindbild nur noch die Außerirdischen!

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Dieser Text erschien zuerst als Kolumne der Rubrik Besorgte Bürger in der Sächsischen Zeitung.

Kunstblut und Wurzelsucher

Die Wut, die zivilisierte Menschen angesichts der Erfolge Donald Trumps überkommt, lässt sich durch die unverschämte Unanständigkeit erklären, der er seine Siege verdankt. Trump verkörpert den Charaktertyp des „Bully“ vollkommen, er ist ein Meister des Mobbings, der es glänzend versteht, seine Gegner lächerlich zu machen, zu erniedrigen und zu beleidigen. Dies alles gelänge ihm nicht ohne ein feines Gespür für die Schwächen seiner Feinde. Ein Schimpfname wie „Crooked Hillary“ (korrupte Hillary) konnte an seiner Gegnerin im Präsidentschaftswahlkampf nur hängenbleiben, weil Clintons tatsächlich intrigantes und rücksichtsloses Wesen ihm Halt bot.

Eine andere Lieblingsgegnerin Trumps ist die Senatorin Elizabeth Warren, eine Juraprofessorin, die in der Ära Barack Obamas als Vorkämpferin des Verbraucherschutzes und der Bankenregulierung zu einiger Popularität gelangte und inzwischen zu den Stars des linken Flügels der Demokratischen Partei zählt. Trump bezeichnet sie mit Vorliebe als „Pocahontas“, ein Spottname, der sich auf Warrens Behauptung bezieht, sie stamme mütterlicherseits von amerikanischen Ureinwohnern ab. Scott Brown, ihr Gegner im Kampf um einen Senatssitz von Massachusetts, erhob als erster den Vorwurf, Warren habe sich zu Unrecht als Person of Color ausgegeben, um berufliche Vorteile zu erlangen. Er forderte sie auf, ihre angebliche Abstammung durch einen Gentest nachzuweisen. Warren lehnte das ab. Sie beruft sich statt dessen auf Erzählungen ihrer Eltern sowie die »hohen Wangenknochen« in ihrer Familie. Spott über ihre Behauptungen wies Warren als „rassistisch“ zurück. Wie alle Rassisten der Gegenwart versäumte es der US-Präsident nicht, den Vorwurf zurückzugeben: „Sie hat ihre Herkunft erfunden, ich denke, das ist rassistisch. Ich denke, sie ist eine Rassistin, denn was sie gemacht hat, war wirklich sehr rassistisch.“

Die Motive, die Trump zu diesem Angriff treiben, sind durchsichtig. Dennoch bleibt auch bei Beobachtern, die nicht zu den Fans des Präsidenten zählen, ein Unbehagen zurück. Wieso dilettiert eine angeblich progressive Politikerin in der zum Glück vergessenen Wissenschaft der Schädelkunde? Weshalb bemühen sich ihre Anhänger, Belege dafür zu sammeln, Warren sei wirklich und wahrhaftig zu „1/32 amerikanische Ureinwohnerin“? Welch seltsamem Blutkult frönen hier plötzlich Linke?

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Die roten Früchtchen

Das Verhältnis der Sozialdemokratie zum Sozialismus gleicht dem der Paprika zur Chilischote. Die roten Früchtchen waren zunächst klein, aber außerordentlich pikant. Ihre Schärfe erhitzte im 19. Jahrhundert viele Bürger und brachte die Herrschenden ins Schwitzen. Bekömmlich waren sie in dieser revolutionären Zeit erst für eine Minderheit. Man züchtete ihnen, um sie massentauglich zu machen, im 20. Jahrhundert die Schärfe langsam weg. Sie wuchsen dabei, wurden aber auch gewöhnliches Gemüse. Wie die Paprika, so war auch die Sozialdemokratie am Ende eine große, außen glänzende Frucht, allerdings fad im Geschmack und innen recht hohl.

In dieser Lage kamen sogenannte Reformer wie Tony Blair und Gerhard Schröder in den Neunzigern auf die Idee, ihr Produkt der Kundschaft ganz neu gefüllt zu servieren. Die Einlage war größtenteils neoliberaler Brei: weniger Steuern für Reiche, enthemmte Märkte, Sozialabbau. Einigen schmeckte das Rezept durchaus, nur waren das Leute, die nie auf die Idee kämen, Sozialdemokraten zu wählen. Bei den traditionellen Anhängern sorgte das Menü hingegen für Bauchschmerz und Übelkeit. So liegt die Sozialdemokratie heute zusammengeschrumpft und faltig im Regal, kaum einer mag sie mehr haben. Die Schärfe der Chili erscheint dagegen vielen wieder geradezu erfrischend.

Als in Großbritannien eine junge Basisbewegung den prinzipienfesten Hinterbänkler Jeremy Corbyn an die Spitze der Sozialdemokratie brachte, da waren sich die Politexperten mit Tony Blair einig: Dieser linksradikale Spinner werde die Partei in den Abgrund führen. Es geschah das Gegenteil. Das Beispiel zeigt: Wer eine politische Bewegung erneuern will, kehrt am besten zu den Wurzeln zurück und lässt sie von dort aus aufs Neue sprießen. Jeremy Corbyn sagt nichts anderes als das, was für die Sozialdemokratie lange selbstverständlich war: Es gibt Bereiche, die nicht der Markt regeln kann. Umverteilung ist nötig, damit eine Gesellschaft nicht zerfällt. Arbeit, nicht Spekulation schafft Reichtum.

Wer verspricht in Deutschland die „Erneuerung“ der hiesigen Sozialdemokratie? Das letzte Aufgebot der Schröderianer, die ihrem Meister offenbar zugesagt haben, die SPD endgültig zu kompostieren. Verdient ist der Schaden, doch zur Freude kein Grund.

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Dieser Text erschien zuerst als Kolumne der Rubrik Besorgte Bürger in der Sächsischen Zeitung.

Termine der Woche

Am Freitag (20. Juli) bin ich zum zweiten Mal zu Gast bei der Berliner Lesebühne „Lass uns da mal hingehen“ von Jürgen Beer. Wie immer gibt’s nicht nur Texte zu hören, sondern auch heiteres Plaudern und Musik, die ein weiterer Gast beisteuert. Die Schöneberger Kulturkneipe DanTra’s (Kulmer Straße 20a) ist äußerst gemütlich, aber auch nicht allzu groß, weshalb eine telefonische Reservierung (Di.-So. ab 18 Uhr unter 030/75540903) dringend anzuraten ist. Los geht es um 20:15 Uhr.