Allmacht und Auflösung. Über Uwe Tellkamps Roman „Der Schlaf in den Uhren“

Uwe Tell­kamps neu­er Roman Der Schlaf in den Uhren sei „eine Fort­schrei­bung des gro­ßen Romans“ Der Turm, ver­kün­det sein Ver­lag Suhr­kamp. In min­des­tens einer Hin­sicht stimmt das nicht: Den Erfolg bei der Lite­ra­tur­kri­tik schreibt der neue Roman nicht fort. Wur­de Der Turm einst im Feuil­le­ton hoch­ge­lobt, hagelt es nun Ver­ris­se. Wor­an liegt’s?

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Termine der Woche

Am Donnerstag (19. Mai) gibt’s eine neue Ausgabe meiner Berliner Lesebühne Zentralkomitee Deluxe. Mit dabei sind nicht nur wie immer die Kollegen Christian Ritter, Piet Weber, Tilman Birr und Noah Klaus, sondern als Gast auch die sehr witzige Autorin Alina Sprenger. Karten bekommt ihr im Vorverkauf oder an der Abendkasse im Crack Bellmer ab 19:30 Uhr. Start um 20 Uhr.

Am Sonnabend (21. Mai) bestreite ich endlich einmal wieder eine Solo-Lesung. Unter dem Titel „Zeit für Katastrophen“ präsentiere ich in der Stadtbibliothek Pirna ein literarisches Programm mit einer aktuellen Auswahl der lustigsten und schmissigsten Kolumnen, Satiren und Geschichten aus jüngerer Zeit. Das Publikum darf sich auf Texte über die kleinen und großen Peinlichkeiten und Krisen unserer Tage freuen. Los geht es um 19 Uhr, Tickets gibt es schon im Vorverkauf.

Termine der Woche

Am Donnerstag (21. April) gibt’s eine neue Ausgabe meiner Berliner Lesebühne Zentralkomitee Deluxe. Mit dabei sind nicht nur wie immer die Kollegen Christian Ritter, Piet Weber, Tilman Birr und Noah Klaus, sondern als Gast auch die umwerfende Autorin und Musikerin Eva Mirasol! Karten bekommt ihr im Vorverkauf oder an der Abendkasse im Crack Bellmer ab 19:30 Uhr. Start um 20 Uhr.

Jubel für Putin

Der Überfall der russischen Armee auf Befehl Wladimir Putins verwüstet weiter die Ukraine, zwingt Menschen zur Flucht oder raubt ihnen das Leben. Die Diskussion darüber, ob man Putin schon einen Kriegsverbrecher nennen dürfe, bevor ein internationales Strafgericht seine Schuld festgestellt hat, scheint mir albern. Das Wort „Kriegsverbrecher“ kommt mir schon immer wie ein Pleonasmus vor. Denn jeder, der einen Krieg beginnt, ist schon dadurch ein Verbrecher.

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Termine der Woche

Vom 25. bis 27. März, nämlich am Freitag, Sonnabend (jeweils 19:30 Uhr) und am Sonntag (18 Uhr) bin ich als Gastautor bei der Kabarettshow frisch gepresst im Berliner Kabarett Distel mit dabei. Die Gastgeber Tilman Lucke und Henning Ruwe begrüßen bei ihrem satirischen Monatsrückblick auch noch den Slam-Poeten Paul Weigl.

Termine der Woche

Am Mittwoch (9. März) lese ich wieder neue Geschichten gemeinsam mit den Kollegen Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth bei unserer Lesebühne Sax Royal in Dresden. Ich freue mich sehr, dass wir zum zweiten Mal den Schriftsteller Anselm Neft aus Hamburg als Gastautor begrüßen werden. Karten gibt’s am Einlass ab 19 Uhr oder schon im Vorverkauf. Ort des Geschehens ist die GrooveStation, los geht es um 20 Uhr.

Am Sonnabend (12. März) bin ich auf der Bühne beim Kantinenlesen, dem Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen. Mit mir lesen neben dem Gastgeber Dan Richter auch die Kolleginnen Jacinta Nandi, Ruth Herzberg und Lea Streisand. Los geht’s um 20 Uhr in der Alten Kantine. Tickets gibt’s vor Ort oder im Vorverkauf.

Am Sonntag (13. März) spreche ich auch in diesem Jahr wieder bei der Gedenkveranstaltung „Lasst uns das Erinnern nicht vergessen“, die an die nationalsozialistische Bücherverbrennung in Dresden gemahnt. Ohne Zweifel werden diesmal auch die gegenwärtigen Kriegsereignisse zur Sprache kommen. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im Kabarett FriedrichstaTTPalast.

Kriegsblinde von links

Es gibt eine Sorte von altlinken Rechthabern, die gerade nurmehr schwer zu ertragen ist. Noch vor einer Woche verkündeten sie im Ton überlegenen Spottes, nie und nimmer werde Russland in die Ukraine einmarschieren. Derartige Behauptungen seien nur plumpe Propaganda der USA, Wladimir Putin wolle in Wahrheit den Frieden! Nun, da die russische Armee die Ukraine auf Befehl Putins überfallen hat, zucken sie nicht mit der Wimper, lassen sich auch nicht einen Hauch von Selbstkritik zuschulden kommen, sondern wissen schon wieder in gewohnter Lautstärke Bescheid. Die Ukraine habe den Krieg ja auch provoziert (vermutlich durch einen zu kurzen Rock) und stehe nun dem Frieden im Weg, weil sie nicht schnell genug kapituliere. Was verdreht sonst klugen Menschen so den Kopf?

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Kulturkonservatismus der plumpen Art. Über Daniela Kriens Roman „Der Brand“

Nicht schon wieder Brandenburg! So mag man ausrufen, liest man vom Inhalt des aktuellen Romans der Leipziger Schriftstellerin Daniela Krien. Haben doch in jüngster Zeit schon allzu viele Autorinnen und Autoren in ihren Büchern Menschen in die preußische Provinz verfrachtet, zuletzt Juli Zeh, die in „Über Menschen“ eine unglückliche Berlinerin mit der kernigen Kraft echten Deutschtums in Berührung brachte. In Daniela Kriens „Der Brand“ ist es ein Paar, das sich in Brandenburg neu finden muss.

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