Termine der Woche

Am Mittwoch (20. November) gibt’s eine neue Show meiner Lesebühne Zentralkomitee Deluxe in Berlin. Die Stammgenossenschaft ist diesmal stark ausgedünnt, mit mir liest aus den Reihen der Getreuen Noah Klaus. Dafür haben wir uns gleich drei Gäste eingeladen: Wir freuen uns auf die Schriftstellerin Alina Sprenger, die Spoken-Word Poetin Josefine Berkholz und den Musiker David Weber. Das dürfte bombe werden. Tickets gibt’s für nur 6 Euro im Vorverkauf oder an der Abendkasse für 8. Ort: Musik & Frieden, Einlass: 19:30 Uhr, Start: 20 Uhr.

Am Sonnabend (23. November) bin ich einer der Streithähne beim Battle of Ideas Festival in Berlin. Ich diskutiere ab 14 Uhr zum Thema „Is Germany divided again?“ mit Dolan Cummings, Antje Hermenau und Heinz-Joachim Lohmann. Ort: University of Applied Sciences Europe (Dessauer Straße 3-5).

Am Sonnabend (23. November) folgt dann abends in Berlin für mich noch die geringfügig anspruchsvollere Veranstaltung Lesen für Bier. Gemeinsam mit Gastgeber Robert Rescue lese ich Texte, die uns die Zuschauer mitbringen. Los geht es um 20 Uhr im Periplaneta Literaturcafé.

Am Sonntag (24. November) darf ich mich einmal mehr aufmachen zu einer der stimmungsvollsten Lesebühne Deutschlands. Die Schwabinger Schaumschläger residieren in München im gemütlichen Vereinsheim und bestehen aus Michael Sailer, Moses Wolff und Christoph Theussl. Als weitere Gastautoren sind auch noch Philipp Potthast und Dan Knopper dabei. Los geht es um 19:30 Uhr.

Am Montag (25. November) darf ich noch einmal im Vereinsheim in München auftreten, dann im Rahmen der Mixed-Show Blickpunkt Spot zusammen mit einem ganzen Trupp von Autoren, Musikern und Komödianten. Los geht es wiederum um 19:30 Uhr.

Heulen, bis die Augen brennen

Es regnet Bindfäden an diesem kühlen Herbsttag im badischen Weinheim. Trotzdem haben sich einige Hundert Zuschauer auf den Rängen des Sepp-Herberger-Stadions eingefunden, um die 1. „Jammeriade“ zu erleben. Applaus bleibt aus, als Jürgen Schlömer, der Vorsitzende des „Zentralverbandes Deutscher Berufsopfer“, zur Eröffnungsansprache ans Mikrofon tritt. Über Lautsprecher waren alle Gäste vorab gebeten worden, auf jedes Klatschen zu verzichten, da dies Menschen mit Knalltrauma schwer irritieren könne.

„Liebe Menschen!“, beginnt Schlömer. „In unserer Gesellschaft sind es die Erfolgreichen und die Glücklichen, die immerzu im Mittelpunkt stehen. Mit unserer Jammeriade, den Paraolympischen Spielen für die von der Gesellschaft Behinderten, wollen wir die Opfer in unserem Land endlich sichtbarer machen. Aber das ist nicht alles: Wir wollen im sportlichen Wettbewerb auch herausfinden, wer das größte Opfer von allen ist, damit endlich klar wird, auf welche Seite mensch sich schlagen muss, um definitiv zu den Tadellosen zu gehören.“

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Termine der Woche

Am Donnerstag (14. November) wird unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal mit ihren heiteren Geschichten einmal mehr den Nebel des Stumpfsinns lichten und satirisch nicht nur die Weltordnung, sondern auch die Zwerchfelle erschüttern. Wie immer gibt’s von den Stammautoren Roman Israel, Max Rademann, Stefan Seyfarth und mir neue schmissige Songs, sprachgewandte Poesie und fragwürdige Scherze zu hören. Sax Royal – das ist der Humor fürs andere Sachsen. Wie jeden Monat haben sich die Royalisten noch einen famosen Gast aus der Ferne eingeladen, um das Dresdner Geistesleben zu befruchten: Diesmal ist es Insa Sanders von der Berliner Lesebühne Rakete 2000. Tickets gibt’s bis Mittwoch im Vorverkauf, aber auch am Donnerstag noch problemlos an der Abendkasse am Einlass ab 19:30 Uhr. Los geht es um 20 Uhr.

Termine der Woche

Am Mittwoch (6. November) bin ich in Berlin erstmals bei der Show Geschmacksverstärker im Zebrano-Theater zu Gast. Ich durfte sogar das Thema des Abends mitbestimmen: „Damals auf’m Dorf“. Ich lese was und die Gastgeber Andreas Albrecht & Holger Saarmann sowie der Liedermacher Stefan Noelle musizieren. Ich bin gespannt! Los geht es um 19:30 Uhr.

Am Sonntag (10. November) bin ich als Gastautor bei der wunderbaren Lesebühne Ihres Vertrauens in Frankfurt am Main. Gastgeber sind die drei famosen Stammautoren Tilman Birr, Elis und Severin Groebner. Die Zuhörer dürfen sich auf komische Geschichten und Lieder, niveauvolle Unterhaltung und Bier freuen. Karten gibt’s schon im Vorverkauf, aber auch noch an der Abendkasse. Los geht es um 20 Uhr im Elfer.

Am Montag (11. November) lese ich unter dem Titel „Helau Hellfire“ gemeinsam mit dem Kollegen Jan Off in Berlin. Ort des Geschehens ist das Kreuzberger Weltkulturerbe Zum goldenen Hahn (Oranienstr. 14a). Um 20 Uhr soll’s losgehen. Wann Schluss ist, weiß nur Gott.

Am Dienstag (12. November) folgt dann eine Lesung zusammen mit dem geringfügig stilleren Kollegen Udo Tiffert. Unter dem Titel „Der wilde Osten“ lesen wir Geschichten über unsere östliche Heimat und die Wendezeit. Los geht es um 20 Uhr in der Schankwirtschaft Baiz in Prenzlauer Berg.

Viel geredet, wenig gestritten

Über die viel beklagte „Spaltung der Gesellschaft“, besonders jene zwischen den Ost- und den Westdeutschen, wurde am 30. Oktober 2019 auf Einladung der Wochenzeitung DIE ZEIT in der Frauenkirche in Dresden gesprochen. Die Veranstaltung zog zugleich die Bilanz des Projektes „Deutschland spricht“, bei dem Menschen mit gegensätzlichen politischen Haltungen zur Diskussion zusammengebracht werden. Ich habe meine Eindrücke für die Sächsische Zeitung aufgeschrieben (Abo-Text):

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Der rechte Flügel des Neoliberalismus

Ist die AfD die neue Arbeiterpartei? Mit Bangen stellen sich immer mehr Linke diese Frage. Die rechten Agitatoren bejahen sie selbst längst triumphierend. Die Frage rührt schmerzvoll an die Wurzel des linken Selbstverständnisses. Seit dem 19. Jahrhundert verstehen sich Sozialisten und Kommunisten als politische Vertreter des Proletariats. Würde das sich dauerhaft von der linken Bewegung abwenden, wäre ihr der wichtigste Antrieb genommen. Der Hinweis, die AfD habe Wähler in allen sozialen Schichten und werde von Männern aus dem Mittelstand und der gesellschaftlichen Elite angeführt, kann nicht beruhigen. Bei der letzten Bundestagswahl stimmten bereits 21 Prozent der Arbeitenden und Arbeitslosen für die AfD. Und bei den Landtagswahlen im Osten Deutschlands gelang der AfD das, was der FPÖ in Österreich schon längst gelingt: Sie wurde unter Arbeiterinnen und Arbeitern stärkste Partei. Gerade stimmten in Thüringen 39 Prozent der Arbeiter für die Faschisten um Björn Höcke.

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Zitat des Monats Oktober

Was hatte er vor seiner Geburt verbrochen, daß er nicht auch ein Mensch geworden war, um den sich eine Anzahl anderer Menschen bekümmern, und um ihn bemüht sein müssen – warum erhielt er gerade die Rolle des Arbeitenden und ein andrer des Bezahlenden?

Karl Philipp Moritz: Anton Reiser

Termine der Woche

Am Mittwoch (30. Oktober) ist unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal erstmals mit einer Show Teil des Festivals Tschechisch-Deutsche Kulturtage! Gemeinsam mit den Kollegen Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth lese ich Geschichten über die merkwürdigen Südländer jenseits des Erzgebirges und die Erfahrung von 1989, die wir mit ihnen teilen. Als Gastautor begrüßen wir den Musiker und Schriftsteller Richard Blaha, geboren in Prag und heute in Berlin zuhause. Los geht es um 19 Uhr in der Kulturkulisse in der alten Bienertmühle in Dresden-Plauen. Tickets gibt’s im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

Termine der Woche

Am Freitag (25. Oktober) bin ich erstmals als Moderator und Autor Gastgeber beim Görlitzer Kantinenlesen, das jeden Monat Berliner Schriftstellerinnen und Schriftsteller ins Jugendkulturzentrum Basta bringt. Aber nicht nur Leute aus Berlin präsentieren komische und satirische Geschichten und Songs, auch aus Görlitz selbst ist immer ein Künstler oder eine Künstlerin bei der Show mit dabei. Diesmal am Start: Noah Klaus und Uli Hannemann aus Berlin sowie Benjamin Soldan aus Görlitz. Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20 Uhr.